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Geschichte der unbekannten Magier

MitmachgeschichteAllgemein / P12 / Gen
12.11.2017
17.10.2018
15
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13.11.2017 1.129
 
Überall murren die Studenten rum! Der ‚Speziallehrer‘ ist schon lange nicht mehr gekommen und es haben sich schon einige Pergamentrollen angesammelt! Einige der anderen Professoren fragen sich schon, was die ungewöhnlichen Studien sollen.
Während einer Pause, als die meisten der Studenten kreuz und quer durch den Turm wandern, bemerken einige, wie Raben zu einer bestimmten Stelle fliegen! Sofort rennen alle, die das Geheimnis kennen zum Klassenzimmer! Mitten im Raum sitzt er wie selbstverständlich auf seinem Stuhl. „Da seid ihr ja.“
Nachdem alle Platz genommen haben, beginnt er mit seinem Unterricht: „Wie ich sehe haben einige die Aufgabe erfüllt. Nun denn; dann erzähle ich euch etwas über eine der beschriebenen Familien; Familie Isengrim.“
Spannend sitzen alle da und wollen etwas erfahren. „Die Familie Isengrim ist eine Magierfamilie, die mit Hexenkräften arbeitet. Ihre Geschichte geht noch weiter zurück als die Familie Rhoell, welche ich schon erzählt habe.
Es beginnt zur Zeit der Kreuzzüge. Richard Löwenherz zieht mit seinen tapferen Männern nach Jerusalem. Allerdings ist die Heimat ungeschützt vor Banditen und Räubern! Einer dieser Räuber war der gefürchtete Fenrir Isengrim! Isengrims Herkunft ist nicht bekannt, doch seinem Namen nach könnte es Skandinavien sein. Er tyrannisierte alle Dörfer, durch die er wanderte; auch Kirchen und Klöster nahm er auseinander!
Als er ein Schwesternkloster überfiel, stellte sich die Äbtissin ihm in den Weg! Mit der letzten Kraft, die sie hat, wollte sie dieses Ungeheuer bestrafen und Demut lehren! Sie legte einen Fluch auf ihn; dass er die Bestie werden soll, die er innerlich verkörpert!“
Alle schlucken und wagen es nicht auch nur eine Sekunde unaufmerksam zu sein!
„Beim nächsten Vollmond, war es dann so weit! Fenrir verwandelte sich in einen riesigen roten Wolf und zerfleischte seine Mannschaft! Am nächsten Morgen sah Fenrir das Ausmaß seiner Tat; er sieht das Massaker, dass er angerichtet hat. Doch anstelle Reue zu zeigen, ergötzte er sich an dem Bild!“
„Wurde er dann gejagt?“ fragt eine Schülerin. „Oh ja. Viele Jäger haben es Jahrzehnte lang versucht. Wegen des Fluches ist seine Lebenszeit erhöht worden und so konnte er weiter morden! Ein Jäger hat es dann geschafft ihn zu töten und wurde als Held gefeiert.“
„Also haben die Isengrims den Fluch verloren?“ Fragt diesmal ein Schüler. Er schüttelt den Kopf: „Nein. Ein Jahr, bevor er starb hat eine Hexe ihm das Leben gerettet. Ihre Kraft war stark genug um nicht seiner Bestiengestalt zum Opfer zu fallen. Alles was sie forderte, war ein Kind von ihm; was er natürlich auch gab.“
Ein merkwürdiges Schweigen erfüllt den Raum. Der geheimnisvolle Lehrer bricht es allerdings wieder: „Nun. Das Kind dieser Hexe und alle, die danach kamen, waren mit der Bestiengestalt versehen! Gestaltenwandler, die sich in gefährliche Bestien verwandeln konnten! Doch im Gegensatz zu ihrem Urahn wollten sie ihre Gestalt beliebig einsetzen und nicht auf den Vollmond warten. Mit dunkeln Künsten und Blutmagie gelang es ihnen sie zu kontrollieren und mit Alchemie konnten sie ihr Tierwesen verändern.
Aus diesen Gründen sind ihre Fähigkeiten stark auf diese Beiden Richtungen ausgelegt. Ihre Bestiengestalt ist ihr Trumpf! Auch wenn manche süß aussehen, sie können zu reißenden Bestien werden!“
Etwas ungläubig sitzen alle auf ihren Plätzen. Plötzlich hört er eine Frage: „Also ist ihr Fluch nie verschwunden?“
Er schließt seine Augen: „Doch. Beinahe wäre er verschwunden.“ Erstaunen macht sich breit und Neugierde! „Mit der Zeit wurde der Fluch schwächer und es gab auch schon Isengrims, die sich überhaupt nicht in Tiere verwandeln konnten! Trotzdem holten sie ihre Kräfte wieder zurück und den Fluch.“ Alle fragen sich wie, doch die Antwort wird unterschiedlich aufgenommen: „Sie hielten ich Blut rein. Der einfachste Weg dazu ist Inzest.“
Die verbotene Frucht, von der keiner wirklich sprechen will. Einige finden es unglaublich: „Inzest! Uwwääähhh!!!“
Er nickt nur etwas und hält den Kopf leicht schräg: „Tja, jeder wie er will. Doch dadurch konnten die Isengrims ihren Fluch behalten. So blieben auch ihre anderen Merkmale erhalten; ihre stattliche Größe, ihre schwarzen Augen, die Sommersprossen und natürlich ihre feuerroten Haare.“ Mit leichtem Ekel sehen ihn die Studenten an.
„Natürlich hat es auch Nebeneffekte, wie ihr sicher wisst. Doch dies nutzten die Isengrims, um ihren Clan zu perfektionieren.“ Ein Mädchen fragt nun etwas: „Und was passierte mit den ‚Missgestalten‘?“ Sie klingt zögerlich. Mit ernster Miene antwortet er: „Was glaubst du, warum den Hexenjägern nie die Opfer ausgingen?“ Erschreckt sehen alle einander an, da sie wissen, worauf er hinaus will! Die Familie hat ihre Kinder in den Tod geschickt, ohne zu zögern!

Jeder schweigt zu dem bisher gesagten. Keiner wollte wirklich so viel über eine Hexenfamilie wissen! Dennoch werden sie nun alles anhören, da der Lehrer weitermacht: „Nun haben sich wohl alle wieder beruhigt.
Also fassen wir nochmal zusammen. Die Isengrims sind eine Hexenfamilie; das heißt ihr Hauptfokus ist schwarze Magie, sämtlicher Art. Zusätzlich sind sie noch hervorragende Alchimisten, auch wenn sie noch lange nicht an die Einzberns heranreichen. Ihr großer Trumpf ist ihre Gestaltenwandler-Fähigkeit; mit der sie sich verwandeln können!
Allerdings können sie nur eine Bestiengestalt annehmen. Zudem müssen sie ihren Instinkten folgen; auch wenn sie es vielleicht nicht wollen! Zudem ist Blutmagie ein zweischneidiges Schwert! Wie eine Droge, muss man sie ansehen und wenn man ihr nicht wiedersteht, entwickelt man einen regelrechten Blutrausch; was schlimm wäre, da die Isengrims auch vor Kannibalismus nicht zurückschrecken!“ Jetzt hat er es geschafft den Großteil seiner Zuhörer zu verängstigen!
„Ganz ruhig. Deckt euch mit Kreuzen, Weihwasser und solchen Mist ein. Da der Fluch kirchlichen Ursprungs ist, ist das Zeug giftig für sie. Zwar killt es sie nicht, wie bei Todesaposteln oder Vampiren aber sie werden dadurch schon sehr geschwächt.“
„ist überhaupt etwas Gutes an ihnen?“ Bei dieser Frage kommt dem Lehrer ein leichtes Schmunzeln: „Jjjüüaaa, ja würde ich mal so sagen.
Da sie zum Teil Tiere sind, kann man mit ihnen, einen Master-Pet-Vertrag abschließen. Sie sind schon nützlich; allerdings auch sehr teuer und man muss einiges drauf haben.
Sie haben eben einen Teil der Menschlichkeit verloren oder anders gesagt sie sind zu Tieren in Menschlicher Gestalt geworden.“ Einige sind skeptisch, doch der Lehrer räumt etwas Interessantes ein: „Schaut nicht so blöd. Die Isengrim-Frauen sind alle gut gebaut und warm. Man hat gern eine neben sich im Bett liegen.“ Die Jungs sehen ihn verwundert und interessiert an! „Nur zu meine Herren. Dann unterrichte ich das nächste Mal nur Mädchen. Euch würde sie zum Frühstück verspeisen.“
Er erhebt sich und begibt sich hinter das Pult: „Ich finde, das war genug von den Isengrims. Zu viel Wissen ist ungesund. Wenn ihr aber mehr wissen wollt, dann machen wir kurz Pause und reden dann über eine andere Familie. Ok?“ Alle nicken und gehen raus, sich die Beine vertreten.
Einzig der Lehrer bleibt zurück und spricht leise seinen Gedanken aus: „Ich glaube ich hab zu viel geplaudert. Aber sie kann nicht sagen, dass es ihr nicht gefallen hat. Oder? Freya?“
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