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Geschichte der unbekannten Magier

MitmachgeschichteAllgemein / P12 / Gen
12.11.2017
17.10.2018
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12.11.2017 1.303
 
Seine Schritte hallen durch den Gang, als er sich auf das Klassenzimmer zubewegt. „Er kommt, schnell auf die Plätze!“ Sofort huschen die Studenten und Studentinnen zu ihren Sitzplätzen und warten auf seine Ankunft. Erneut betritt er das Klassenzimmer und wieder positionieren sich seine Raben im Raum: „Schön euch wieder zu sehen.“
Auf dem Pult liegt eine Pergamentrolle. Er geht ruhig darauf zu und liest sie durch. Zufrieden nickt er den Kopf: „Sehr schön. Da hat jemand seine Hausaufgaben gemacht. Ein interessantes Thema, welches ich gern erläutern werde.“ Er greift nach dem Stuhl und setzt sich wieder vor seine Schüler. Die Kreide schreibt im Hintergrund wieder Infos an die Tafel.
„Ok. Dann geht es heute um die Familie Acht.“ Verwirrt sehen sich die Studenten an. „Ja die Familie heißt wirklich so; ich will keine Kommentare hören klar.“
(Räusper) „So wo war ich? Ah ja. Die Familie Acht ist eine sehr unbekannte Familie. Sie gehört zu einer speziellen Klasse der Magierfamilien; den Dämonenjägern.“ Ein seltsames Raunen geht durch die Bänke. „RUHE! Ja es gibt Dämonen; einige Magierfamilien beziehen ihre Kräfte aus Pakten mit Dämonen oder Teufel; aber das kann eure Professorin euch erklären.
Viel ist nicht über sie bekannt aber, es ist sicher, dass sie über mächtige Manareserven verfügen!“ Ein junge hebt die Hand: „Wenn sie so wenig wissen; woher wissen sie dann diese Tatsache?“ Er sieht ihn etwas finster an: „Frag nicht so dumme Fragen!“ Der Junge zuckt zusammen.
„Es ist allgemein bekannt, dass Dämonenjägerfamilien zu großer Wahrscheinlichkeit selbst Dämonenblut in sich tragen! Dies stärkt ihre Körper für den Kampf gegen diese Wesen und zudem unterstützt es ihre Magie, die viel stärker wird und einfacher zu handhaben ist. Welches Dämonenblut durch die Adern der Familie Acht fließt; nun ja. Diese Frage kann nur die Familie selbst euch beantworten.“ Verwundert sehen die Studenten einander an und notieren sich ihre Infos. „Hey grummelt nicht so rum. Auch die Familie Rhoell hat Geheimnisse, die ich nicht offen gelegt habe. Also hört auf zu nerven und hört zu.“
Die Studenten richten sich auf und lauschen wieder seinen Worten.
„Das letzte bekannte und registrierte Oberhaupt war Leila Acht. Eine starke Frau, die leider vom Schicksal verflucht wurde. Ihr gewählter Weggefährte hat mit ihr Experimente durchgeführt um ein ‚spezielles‘ Kind zu erschaffen. Das 8. Kind sollte es dann sein.“ Wieder hebt ein junge die Hand: „Was hatte er denn vor und was hat er gemacht?“ Mit ruhigem und ernstem Gesicht blickt er zu dem Jungen: „Der Mann wollte ein Todesapostelkind haben, damit es die Zeit überdauert um Akasha zu erreichen. Das Experiment bediente sich der Zeitmagie; weitere Einzelheiten gehen euch nichts an.“ Eifrig notieren alle die erhaltenen Infos.
„Den offiziellen Berichten zufolge starb das Kind und die Familie Acht existiert nicht mehr. Doch aus erster Quelle, kann ich euch sagen, dass dies gelogen ist!“ Gespannt schauen alle zu ihm.
„Leila’s 8. Kind hat überlebt. Ein Zwischenfall sorgte dafür, dass es von einem anderen Magier aufgelesen wurde. Bei diesem Magier handelt es sich um den berühmten Magiermörder Kiritsugu Emiya!“ Erstaunt horchen alle auf, denn der Magiermörder Emiya war kein unbeschriebenes Blatt im Uhrenturm!
„Laut meinen Informanten hatte Kiritsugu den Auftrag einen Magier auszulöschen, der Todesapostelforschung betrieb. Er legte sich wirklich ins Zeug; vermutlich aus persönlichen Gründen. Jedenfalls spürte er den Mann auf und erledigte ihn mit Hilfe seiner Partnerin. Das dies die Familie Acht ist, wusste er nicht, ebenso wenig von der Tochter, welche wie ein Tier eingesperrt wurde!“ Die Mädchen fahren erschreckt hoch. „Die Kleine wurde mit schweren Ketten gefesselt und nur mit Blut gefüttert, welches man ihr auch wieder abzapfte! Er wollte sie unbedingt zu einem Apostel transformieren!“
Die Jungen bleiben ruhig, doch einige der Mädchen sind sichtlich entsetzt. „Wie ich sehe haben die Mädchen besseres Verständnis für die Magie.“ Verwirrt sehen sich alle um. „So genug Verwirrung herhören!
Kiristugu nahm die Kleine als Mündel bei sich auf. Er erkannte schnell, dass ihre Magische Gravur sie zu einem Todesapostel machen würde! Obwohl es ihm viel Mühe kostete, zerstörte er ihre Gravur und das Mädchen wurde wieder zu einem Menschen! Allerdings hatte das Schicksal andere Pläne mit ihr. Anstatt ein normales Leben zu führen, erlernte sie erneut Magie; die Voraussetzungen dazu hatte sie ja zur Genüge.“
Wieder erhebt sich eine Hand, diesmal von einem Mädchen: “Ähm. Heißt das jetzt sie ist ebenfalls eine Magiermörderin?!“ Die Runde sieht ihren unbekannten Lehrer besorgt an. Dieser lächelt: „Nein, nichts derart grobes.
Eine Zeit lang war sie seine Spionin. Zusammen mit ihrer, ich nenn es mal Ziehmutter, haben sie auch den Uhrenturm infiltriert.“ Nun lehnt er sich etwas vor und spricht im leisen Tonfall: „Aber das bleibt unter uns klar.“ Alle nicken; er setzt sich wieder gerade hin und redet weiter: „Das Mädchen erlebte auch etwas von Fuyukis Gralskrieg. Kiritsugu nahm sie mit, als Unterstützung. Allerdings weiß ich nicht, was sie dort getan hat. So viele Informanten hab ich auch wieder nicht, dass ich sie sinnlos verpulvern kann!“ Bei dieser Aussage fangen ein paar Studenten vergnügt an zu lachen. „Lacht nicht!“
Die Schüler kritzeln wieder ihre Notizen in die Bücher und er erzählt weiter: „Tja, seitdem weiß ich nicht, was mit ihr in der Zwischenzeit passiert ist. Allerdings bin ich ihr vor kurzem begegnet.“ „Wo war das?“ fragt eine neugierige Studentin. „Das hat dich nicht zu interessieren.“ Gibt er ruhig aber bestimmt zurück.
„Ich hab schon viel über die Kleine erzählt. Kommt nicht oft vor, doch sie ist nun mal ein spezieller Fall. Als Abschluss erzähle ich noch etwas von ihrer Magie.“ Wieder wird es ruhig und alle lauschen.
„Ihre ursprüngliche Magie existiert so nicht mehr, da Kiritsugu ihre Gravur vernichtet hat. Ihre Kreisläufe funktionieren allerdings tadellos. So ist es also nicht verwunderlich, dass sie ihre neue Magie schnell erlernen konnte. Ihr Blut ist dämonischen Ursprung; was bedeutet, dass ihr Blut ein mächtiger Manaspeicher ist; passend dazu wählte sie die Glasmagie, welche ebenfalls dafür bekannt ist Mana gut speichern zu können.
Für gewöhnlich ist Glasmagie nicht einfach zu handhaben, doch da sie über viel Mana verfügt und von Null anfangen konnte, hatte sie nie Probleme diese Magie zu meistern; allerdings hat sie anscheinend Gedächtnislücken, wie ich bei einem Treffen mit ihr feststellen konnte. Womöglich wurde ihre Magie mehrmals versiegelt; es könnte aber auch eine andere Ursache gewesen sein.“ Skeptisch über ihre Kräfte Fragen ein paar Jungen nach: „Wie soll Glas gefährlich sein. Ja, Glas kann doch nichts!“
Wütend blickt er zu den Burschen rüber: „Schon mal in einem Glasgefängnis gewesen; ohne die Möglichkeit richtig atmen zu können und ohne Chance, dass das Glas bricht?“ Eingeschüchtert von seinen Worten schütteln alle den Kopf.
„Dann Maul halten oder es setzt was!
Die Glasmagie, die diese Familie sich angeeignet hat, ist brandgefährlich. Sie kann sich selbst verschleiern, andere einsperren und gläserne Waffen herstellen. Zudem hat sie eine Reality Marble!“ Plötzlich horchen alle auf!
„Ja eine Reality Marble. Sie hat mich einmal eingeladen sie zu sehen. Es ist ein schwarzer Sandstrand mit einem heißen Meer aus flüssigem Glas! Überall sieht man zerbrochene oder heile Sanduhren in denen ebenfalls flüssiges Glas fließt. Zudem herrscht dort eine unerträgliche Hitze und der Himmel ist rötlich.“ Alle blicken gebannt auf ihn.
„Nun Akasha hat sie sicher noch nicht erreicht aber ihre Kräfte sind sehr gefährlich! Wer weiß was noch alles kommt.“ Er erhebt sich von dem Stuhl.
„So das war es wieder. Tja es war mehr eine Erzählung über eine Person als eine Familie; aber hey Informationen sind schwer zu bekommen. Schön weitersuchen ja. Oh und der, der die Pergamentrolle auf den Tisch gelegt hat, bekommt eine 1.“
Die Raben fliegen alle wieder zu ihrem Meister; doch bevor er zur Tür raus ist, fragt ihn noch eine Studentin etwas: „Wie heißt das Mädchen?!!“ Der Mann bleibt stehen und hält kurz inne; dann gibt er ihr eine Antwort: „Emma Schnittbinder.“ Anschließend verlässt er das Zimmer und verschwindet wieder; eine Rabenfeder zurücklassend.
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