Engel im Nebel

von Arduinna
DrabbleÜbernatürlich / P12
10.11.2017
10.11.2017
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Beitrag zum Wichteln Nebel-Drabbles 2017 von Nairalin
Mein Wichtelkind ist: Silberfederling

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Hallo Silberfederling!
Ich hoffe, dir gefällt das Ergebnis deiner Vorgaben in diesem 333-Wort-Drabble.

LG Ari

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Engel im Nebel


Rascheln.
Sie wandte sich um, als das Geräusch an ihr Ohr gelangte. Sie wandte sich um. Nichts war zu sehen, bloß die ebenmäßige graue Suppe, die sie schon seit Tagen durchquerte. Zumindest kam es ihr vor wie Tage.
Da war es wieder, das Rascheln. Und ein Licht. Ein leuchtender Punkt in den grauen Schlieren. Zum ersten Mal gab es ein Anzeichen, dass sie doch nicht alleine war.
Das Licht kam näher, genauso, wie der Nebel es tat. Zumindest schien es ihr so. Die Wogen waberten näher, schienen sich nach ihr auszustrecken, verdüsterten sich von einem hellen Grau fast zu Schwaz. Doch das Licht war immer noch zu sehen.
Sie streckte die Hände aus, der Nebel schien auf ihrer Haut Schlieren zu hinterlassen. Es war eine Gestalt, eine leuchtende Gestalt, die sich aus dem Nebel abzuzeichnen begann. Eine Frau, dunkles Haar, dunkle Augen, in denen eine Sanftheit lag. Und sie erkannte, dass sie sich selbst sah. Der einzige Unterschied waren die leuchtenden Flügel, wie Schwingen aus Licht, die der Frau aus den Schultern wuchsen.
„Wer bist du?“ fragte sie.
Der Engel antwortete jedoch nicht sogleich. Stattdessen wurde ihre Miene düsterer. Nichts blieb übrig von ihrer Sanftheit. Die Augen wurden dunkler, der Nebel um sie schien sich zu sammeln, einen Trichter zu bilden, der feste Wände bildete. Er verdichtete sich zu einem dunklen Grau. Die Frau näherte sich ihr, das Kleid, dass sie trug, raschelte über den Boden, den sie nicht sehen konnte. Der Nebel rumwirbelte auch ihre Füße.
Die Frau hob die Hand, es schien, als wolle sie ihr Gesicht berühren. Doch die Hände des Engels griffen an ihre Kehle und schnürten ihr die Luft ab. Ihre Miene verzerrte sich.
„Du musst aufwachen, Hannah!“
Dann wurde alles schwarz.

Als Hannah die Augen aufschlug, glaubte sie für einen Moment, noch in ihrer Traumwelt zu sein. Der Nebel war da, dunkel und schwer, ebenso war das Gefühl zu ersticken. Licht flackerte durch den Nebel, in hellem Orange. Und mit einem Mal erkannte sie es. Rauch.
„Feuer!“
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