Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Maze Runner- Never give up

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Alby Minho Newt OC (Own Character)
09.11.2017
05.06.2022
50
96.060
8
Alle Kapitel
97 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
17.02.2022 1.659
 
Hello :)
Nach viel zu langer Zeit geht es hier wieder weiter und ich kann euch endlich wieder ein neues Kapitel präsentieren. Ich hoffe, es gefällt euch und wünsche euch viel Spaß beim Lesen :)
LG Lilja




Ich hatte letztendlich nicht lange Zeit darüber nachzudenken, denn Minhos Stimme riss mich aus meinen Gedanken. „Wir machen es nicht. Auf gar keinen Fall lasse ich die Leute von ANGST an meinen Kopf.“ Energisch schüttelte er den Kopf.
Ich begann auf meiner Unterlippe zu kauen. Rational betrachtet stimmte ich Minho voll und ganz zu. Aber dennoch war da der Wunsch in mir, mich an mein früheres Leben erinnern zu können, den ich auch nicht einfach so unterdrücken konnte.
„Aber“, setzte Chuck leise an. „Dann wüssten wir wieder wer wir sind, wer unsere Familie ist.“
Als ich die Hoffnung in seinen Augen sah, musste ich schlucken. Ich konnte ihn so gut verstehen.
„Wir finden einen anderen Weg, unsere Erinnerungen wiederzubekommen. Das verspreche ich dir!“ Thomas legte Chuck seine Hände auf die Schultern und schaute ihn eindringlich an. Chuck schürzte die Lippen, nickte aber schließlich.
Ich atmete einmal tief ein und aus. Die anderen hatten recht. Es war keine Option, ANGST an unsere Köpfe zu lassen. Sie waren unser Feind, darum würden sie uns wohl kaum aus reiner Freundlichkeit unsere Erinnerungen wiedergeben. Irgendetwas steckte dahinter und da es ANGST war, die uns dieses Angebot machten, konnte es nichts gutes sein. Nachher würden sie uns noch irgendwelche falschen Erinnerungen einsetzen. Bei dem Gedanken daran durchfuhr mich ein Schauer. Ich wusste schließlich, wie sehr sie einem etwas vormachen und etwas anderes als die Realität glauben machen konnten. Ich wusste ja noch nichtmal, ob das hier gerade echt war und Newt und Chuck wirklich lebten. Doch diesen Gedanken wollte ich nicht zulassen. Es war echt, das merkte ich! Dennoch griff ich nach Newts Hand, einfach um ihn zu spüren.
Fragend sah Newt mich an, doch ich nickte ihm nur zu, um ihm zu zeigen, dass alles gut war. Ich hatte meine Entscheidung auch getroffen und somit würde von unserer Gruppe sich wohl keiner der Operation unterziehen.

Schließlich hallte ein Räuspern durch den Raum, das die aufgekommenen Gespräche unterbrach. „Gut, ich hoffe, ihr habt es euch alle gut überlegt, denn das wird nur ein einmaliges Angebot von uns sein.“ Janson ließ seinen Blick über die Reihen schweifen, um seinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen. Er blieb kurz bei Thomas hängen, bevor er weitersprach. „Dann folgt mir bitte, ihr werdet dem Eingriff jetzt gleich unterzogen.“
So erhoben wir uns also und folgten Janson hinaus auf den Flur, um ihm anschließend zu den Untersuchungsräumen hinterher zu gehen. Ich sah, dass Thomas und Minho die Köpfe zusammensteckte und leise tuschelten, aber ich konnte nicht verstehen was. Doch ansonsten wurde nicht viel gesprochen und so ließ ich meinen Blick über die anderen Jugendlichen schweifen, die mit uns hier waren. Wo kamen sie alle her und was hatten sie mit ANGST zu tun? Wurden mit ihnen genauso Experimente gemacht, wie mit uns? Waren sie auch „Probanden“, wie ANGST uns nannte? Ich musste nachher auf jeden Fall die anderen Lichter danach fragen.
Ich war so in meinen Gedanken vertieft gewesen, dass mich der plötzlich auftretende Tumult ziemlich aufschrecken ließ. Mein Kopf zuckte in die Richtung, aus der der plötzliche Lärm kam. Ich sah gerade noch, wie Thomas stolperte und gegen Janson taumelte. Erschrocken hielt ich die Luft an und auch auf Chucks Gesicht, der neben mir lief, konnte ich das Entsetzen erkennen. Nachdem Thomas sein Gleichgewicht wiedergefunden hatte, warf er Minho einen wütenden Blick zu. „Mann Minho, kannst du deine Späße nicht einmal sein lassen?“
Mein Blick war allerdings auf Janson gerichtet, auf dessen Gesicht sich die Wut deutlich abzeichnete und mich überkam unwillkürlich die Angst, dass er die beiden nun bestrafen würde. Doch er schien sich zu zügeln und sagte nur in vor Wut gedämpfter Stimme: „Ihr solltet ein bisschen mehr Respekt haben, Jungs. Das hier ist kein Spielplatz. Ich erwarte mehr Disziplin.“ Thomas senkte schuldbewusst den Blick. „Entschuldigen Sie!“ Janson warf den beiden noch einen prüfenden Blick zu, bevor er sich umdrehte und mit zügigen Schritten weiterlief.
Erleichtert atmete ich auf. Das war gerade nochmal gut gegangen, da waren die beiden noch glimpflich davongekommen. Ich schüttelte den Kopf. Was dachte sich Minho eigentlich? War das alles hier für ihn nur ein Spiel oder provozierte er Janson einfach gerne?

Der Rest des Weges verlief dann zum Glück ereignislos. Als wir in der, mir inzwischen schon allzu vertrauten, Etage angekommen waren, zückte Janson eine Liste und begann vorzulesen, wer von uns welchem Raum zugeteilt war. Als er bei uns angekommen war, sprang Thomas dazwischen. „Wir werden es nicht machen. Wir alle nicht.“ Er zeigte auf unsere Gruppe an Lichtern.
Für einen Moment sah es so aus, als würde Janson uns am liebsten trotzdem einfach in den Operationssaal ziehen, doch dann zuckte er mit den Schultern. „Wenn ihr meint.“ Er wank drei der Soldaten, die uns begleitet hatten, zu sich. „Dann bringen sie euch jetzt zurück in eure Zimmer. Ruht euch am besten aus, denn ab morgen startet Phase zwei.“ Mit diesen Worten drehte er sich um, um sich den anderen Jugendlichen zu widmen, die ihre Erinnerungen wiederhaben wollten.
Einer der Soldaten zeigte uns mit seiner Waffe an, uns wieder in Bewegung zu setzen. Doch da ergriff mich plötzlich eine Welle von Panik. Würden sie mich jetzt zurück in mein Zimmer bringen? Alleine? Bei der Vorstellung zog sich mein Magen schmerzhaft zusammen und ich merkte, dass mein Atem begann, unregelmäßiger zu gehen. Ich wollte nicht dahin zurück, das schaffte ich einfach nicht! Die Vorstellung, Newt und all die anderen Lichter jetzt wieder verlassen zu müssen, machte mir Angst. Vielleicht war es ja doch alles nur ein Traum. Auch wenn diese Angst vermutlich irrational war, konnte ich sie dennoch nicht verhindern. Ohne dass ich es wirklich merkte, umklammerte ich Newts Hand so fest, dass ich ihm vermutlich schon das Blut abschnürte.
Dieser schien zu bemerken, was in mir vorging, denn er begann mir beruhigend über den Handrücken zu streichen und suchte meinen Blick. „Ich werde nicht zulassen, dass sie uns wieder trennen“, flüsterte er mir zu.
Ich nickte, klammerte mich aber trotzdem den ganzen Weg weiterhin an Newt fest.

Doch meine Panik schien unbegründet. Keiner der Soldaten machte Anstalten, sich mit mir in eine andere Richtung zu bewegen, sondern wir drangen in einen Teil des Gebäudes vor, den ich noch nie betreten hatte. Erst als ich zusammen mit den Jungs in einen Flur geschoben und die Tür hinter uns geschlossen wurde, konnte ich etwas aufatmen. Wir durften zusammenbleiben! Langsam löste ich meinen Griff um Newts Hand und begann mich umzuschauen. Wir standen auf einer Art Flur, von dem eine Treppenhaus und zwei Türen zu vermutlich Schlafräumen abgingen. Hier hatten die anderen also die letzten Tage verbracht? Ich kam nicht umhin, erleichtert aufzuatmen bei dem Gedanken, dass die Lichter scheinbar zumindest die ganze Zeit sich gegenseitig gehabt hatten.
Minho und Thomas steuerten zielstrebig eins der Zimmer an und die anderen folgten ihnen. Als auch ich hinter ihnen den Raum betreten wollte, hielt Newt mich am Arm zurück und zog mich ein Stück weg von der Tür, sodass die anderen uns vom Zimmer aus nicht sehen konnten. Ich merkte seinen fragenden und besorgten Blick auf mir und wusste noch bevor er anfing zu sprechen, was er sagen wollte.
„Was haben sie mit die gemacht?“ Newt legte seine Hand an meine Wange und sah mich eindringlich an.
Ich atmete ein und wieder aus. Suchte nach Worten, um es ihm zu sagen. Doch dann schüttelte ich den Kopf und wich seinem Blick aus. Stattdessen riss ich mich von ihm los und schlüpfte in den Raum zu den anderen. Es tat mir leid, Newt einfach so abzuweisen und stehen zu lassen, aber ich konnte und wollte gerade einfach nicht darüber reden. Ich fühlte mich nicht so, als hätte ich die Kraft, das ganze nochmal zu durchleben. Auch wenn ich wusste, dass Newt sich Sorgen machte und ich diese durch mein Verhalten vermutlich nur noch verstärkte.
Er war mir gefolgt und stellte sich nun neben mich. Doch ich sah ihn nicht an, weil ich seinen traurigen Blick nicht ertragen konnte. Zum Glück zog Thomas im nächsten Moment unsere Aufmerksam auf sich. „Wir müssen hier weg. Heute Abend.“
Bratpfanne zog die Augenbrauen nach oben. „Und wie stellst du dir das vor? Wir sind hier eingesperrt, schon vergessen?“
Auf Thomas Gesicht breitete sich ein Grinsen aus. „Nicht mehr.“ Und mit diesen Worten zog er eine kleine Karte aus seiner Hosentasche. „Damit können wir die Tür öffnen, ich habe sie Janson abgenommen.“
„Wie…?“, setzte James an zu fragen.
Doch bei mir setzten sich die Puzzleteile in meinem Kopf zusammen. Deshalb der Zusammenstoß mit Janson. Das war absichtlich gewesen. Anerkennend nickte ich Thomas zu. Aber sollte das wirklich unser Weg in die Freiheit sein? Nur weil wir hier aus dem Zimmer rauskamen, hieß das ja nicht, dass wir auch einfach ganz entspannt aus dem Gebäude spazieren konnten.
Doch darüber schienen sich die anderen keine Gedanken zu machen. „Also verschwinden wir in ein paar Stunden von hier.“ Siegessicher schlug Minho auf das Bettgestellt neben sich, was mich kurz zusammenzucken ließ. „Ich hau mich dann nochmal aufs Ohr, damit ich nachher fit bin.“ Mit diesen Worten machte er sich auf den Weg ins Nebenzimmer.
Nun tauschte ich doch einen Blick mit Newt. Auch in seinen Augen konnte ich die Skepsis erkennen. Doch als er merkte, dass ich ansah, schenkte er mir ein aufmunterndes Lächeln. „Diesmal schaffen wir es wirklich!“ Auch wenn ich nach wie vor nicht ganz überzeugt war, konnte ich nicht anders, als Newts Lächeln zu erwidern. Wie sehr hatte ich eben dieses vermisst. Und ich war überglücklich, es doch nochmal sehen zu können, auch wenn ich gedacht hatte, dies nie wieder zu können. Ja, diesmal würde es gelingen! Ich wusste, dass es die Hoffnung war, an die wir uns gerade klammerten. Aber wir mussten daran glauben, wenn wir es schaffen wollten. Und aufgeben war keine Option.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast