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Maze Runner- Never give up

von Lilja1234
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Alby Minho Newt OC (Own Character)
09.11.2017
30.08.2021
48
92.841
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12.06.2020 2.713
 
Vor dem Kartenraum blieb Minho stehen. „Alec kann nicht mit rein, er ist kein Läufer.“
Dieser verschränkte die Arme vor der Brust. „Newt auch nicht.“
„Ja, aber er ist der stellvertretene Anführer. Darum gilt für ihn eine Ausnahme.“
Alec schnaubte bloß, wandte sich dann aber mit einem Schulterzucken ab. „Von mir aus. Dann gehe ich schonmal schlafen.“
Ich warf ihm einen entschuldigenden Blick zu, den er jedoch nur mit einem Lächeln quittierte. Offensichtlich war er nicht eingeschnappt. Ich öffnete die Tür und schnappte mir die Kartons mit den Karten der verschiedenen Sektoren. An jeden von den anderen reichte ich einen. „Hier, sortiert die nach Datum und zeichnet die Karten dann nochmal ab. Markiert aber das, was sich verändert hat, am besten in rot.“ Ich selbst nahm mir Sektor fünf vor und schon bald waren wir alle in stiller Arbeit versunken.
Es war eine monotone Arbeit und doch waren wir alle mit höchster Konzentration am Werk. Es wunderte mich etwas, dass niemand genauer nachgehakt hatte, was ich damit bezwecken wollte, aber scheinbar vertrauten sie mir einfach. Durch das stetige Arbeiten verlor ich jegliches Zeitgefühl und meine Augen wurden langsam immer schwerer. Doch ich zwang mich dazu, sie offen zu halten und nicht einzuschlafen. Irgendwann legte Minho aber seinen Stift beiseite und strich sich müde über das Gesicht.
„Ich denke, wir sollten morgen weitermachen. Sonst unterläuft uns vor lauter Müdigkeit noch ein Fehler.“
Schweren Herzens musste ich ihm damit Recht geben. Eigentlich widerstrebte es mir, jetzt aufzuhören, aber ich schlief ja selber fast im Sitzen ein. Auch Newt und Thomas stimmten zu, dass es keinen Sinn mehr machte. So räumten wir die Zeichnungen ordentlich zusammen und schlurften dann gemeinsam zum Gehöft. Dort verabschiedete Thomas sich von uns, da er in den Hängematten schlief.
In unserem Zimmer angekommen, machte ich mir nicht die Mühe, mich noch umzuziehen, sondern ließ mich einfach so wie ich war ins Bett fallen. Newts Gutenacht-Kuss bekam ich noch mit, dann schlief ich fast augenblicklich ein.

Ich saß auf einem weißen Tisch und ließ die Beine baumeln. Ich war höchstens zehn Jahre alt und versuchte meine Haarsträhnen, die sich gelöst hatten, zurück in den geflochtenen Zopf zu stecken, wodurch ich ihn aber nur noch mehr ruinierte. Mein Blick war dabei auf die Frau mit Dutt gerichtet, die an einem Computer stand und etwas darin eintippte. An der Tür zu dem Raum stand ein großer, breitschultriger Mann mit Glatze. Er trug eine schwarze Uniform, auf der auf der linken Brusttasche ein Wort geschrieben stand. Als ich sie das erste Mal gelesen hatte, hatte ich direkt Kanzlerin Paige gefragt, was sie bedeuten. ANGST. Das war ein mächtiges Wort und ich hatte mich gefragt, warum die Leute so etwas auf ihrer Brust stehen hatten. Mein achtjähriges Ich hatte sich damals, als ich ganz frisch zu der Organisation geholt worden war, gefragt, ob es eine Warnung darstellte und ich Angst vor diesen Leuten haben musste. Doch Paige hatte mich aufgeklärt, dass es der Name der Einrichtung hier war und mir somit mein mulmiges Gefühl genommen. Dennoch fand ich den Mann an der Tür unheimlich, da sein Blick eisige Kälte ausstrahlte. So schaute ich schnell wieder woanders hin.
Zum Glück drehte sich in diesem Moment auch die Kanzlerin zu mir um und lenkte meine Aufmerksamkeit auf sie.
„Sieh Emma, die Tests haben uns heute wieder neue Erkenntnisse gebracht.“ Sie deutete auf den Bildschirm vor sich und ich rutschte neugierig vom Tisch herunter und trat näher. Darauf waren gezackte Linien zu sehen, die mal mehr und mal weniger ausschlugen. „Schau, man kann hier deutliche Unterschiede zwischen den zwei Parteien erkennen. Das war erst ein Versuch und ist deshalb noch lange nicht aussagekräftig, aber es ist ein Anfang. Es ist ein Anfang.“ Sie lächelte mich warm an. „Und nicht mehr lange, wenn du ein bisschen älter bist, kannst du dann auch die Tests mitdurchführen und die Ergebnisse selbst analysieren. Du bist ein schlaues Mädchen, ich weiß, dass du sehr wertvoll für uns sein wirst. Du hast schon jetzt so viel begriffen.“
Ich runzelte die Stirn und sah die Frau vor mir an. „Tun ihnen diese Tests denn nicht weh?“
Paiges Lächeln fiel kurzzeitig in sich zusammen und ein verkrampfter Ausdruck huschte über ihr Gesicht. Aber so schnell wie er gekommen war, so schnell war er auch wieder verschwunden und ihre Züge wurden wieder weich. Sie legte ihre Hände auf meine Schultern. „In diesen Tests tun wir nichts, was sie nicht wegstecken können, sie sind schließlich sehr wertvoll für uns, wie du weißt. Und außerdem geht es hier doch um ein größeres Wohl. Durch diese Tests können die Probanden Menschenleben retten, dafür kann doch auch ein paar Schmerzen in Kauf nehmen, oder?“ Ich starrte eine Weile lang stumm auf den Bildschirm und nickte dann zögerlich.


Keuchend wachte ich auf und ich atmete einmal tief durch, als ich realisierte, dass ich mal wieder nur geträumt hatte. Doch diesmal hatte der Traum mich immerhin nicht mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen, was meistens zur Folge hatte, dass ich danach gar nicht mehr oder wenn dann nur sehr schlecht wieder einschlafen konnte. Aber heute schienen schon die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster. Newt neben mir öffnete verschlafen die Augen.
„Was ist los?“, murmelte er.
„Nichts, alles gut. Ich habe nur mal wieder geträumt.“ Ich strich mir meine Haare aus dem Gesicht und lächelte ihn an.
„Ein Albtraum?“, fragte Newt und zog die Augenbrauen zusammen.
Ich schüttelte den Kopf. „Nein, diesmal zum Glück nicht. Es war nur ein Gespräch…“ Ich kniff die Augen zusammen und versuchte, mich an Details aus meinem Traum zu erinnern. Irgendwie war er diesmal etwas verschwommen und ich konnte mich nicht mehr an alles erinnern. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass etwas aus dem Traum wichtig gewesen war. Doch letztendlich schüttelte ich den Gedanken ab. Bis jetzt hatte uns noch keiner meiner Träume weitergeholfen, warum also ausgerechnet dieser?
„Frühstück?“, holte Newts Stimmer mich zurück in die Gegenwart.
Ich nickte und schlug die Bettdecke beiseite. „Gerne, wir haben heute ja schließlich viel vor uns.“ Voller Tatendrang sprang ich aus dem Bett, als ich daran dachte, dass wir gleich mit dem Entschlüsseln des Codes weitermachen würden.
Newt stöhnte gespielt auf. „Ich kann mir nichts schöneres vorstellen…“ Ohne zu überlegen schnappte ich mir mein Kissen und schleuderte es Newt ins Gesicht.
„Hey“, empörte sich dieser und warf es zu mir zurück. Doch ich fing es geschickt auf und legte es wieder auf die Matratze.
„Jetzt hör auf zu meckern und schwing deine Beine aus dem Bett“, lachte ich.

Ein paar Minuten später saßen wir am Frühstückstisch. Minho und Thomas waren ebenfalls schon anwesend.
„Und wie sieht unser Plan heute aus, Boss?“, fragte Minho, den Blick auf mich gerichtet.
„Boss?“ Belustigt sah ich Minho an.
„Ja, du leitest doch unsere Mission Code-Knacken.“
„Aha…“, murmelte ich … „So würde ich das jetzt zwar nicht unbedingt sagen, aber wenn du meinst…“ Ein freches Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus.
Newt verzog verzweifelt das Gesicht. „Jetzt hast du uns was schönes eingebrockt“, sagte er leidend zu Minho.
Ich klatschte unterdessen in die Hände und rief: „An die Arbeit! Genug ausgeruht, jetzt wird’s ernst!“
Thomas lachte und erhob sich als erster. Zusammen machten wir uns wieder auf den Weg zum Kartenraum. Wir hatten beschlossen, heute dann nicht ins Labyrinth zu gehen. Es brachte uns schließlich nichts, wenn wir die Lösung hier auf der Lichtung vorliegen hatten.

Unsere gute Laune von heute Morgen war schließlich aber schnell verflogen. Das Abzeichnen der Karten war mühselig und nach einer Weile nicht mehr sonderlich spannend. Meine Hand tat mir schon weh vom vielen malen und ich musste immer wieder eine kurze Pause einlegen, um meine Handgelenke zu kreisen und die Finger zu lockern, bevor ich Krämpfe bekam. Dazu kam, dass der Stapel mit den noch zu bearbeitenden Karten nicht wirklich kleiner wurde und es jetzt in der Mittagshitze unerträglich heiß und stickig in der kleinen Hütte wurde.

Irgendwann warf ich entnervt den Bleistift auf den Tisch. „So sitzen wir in fünf Jahren noch hier“, stöhnte ich. „Es nutzt nichts, wir müssen uns Unterstützung holen.“ Minho sah darüber zwar nicht sonderlich erfreut aus, musste mir aber recht geben.
„Ich würde aber nur vertrauenswürdige Personen an die Karten lassen“, murrte er.
„Was ist mit den ehemaligen Läufern?“, schlug Newt vor.
Minho nickte zögerlich. „Ja, das wäre eine Idee.“
„Also gut, lasst uns eine Mittagspause machen und schauen, ob wir die anderen Läufer auffinden können“, schlug Thomas vor. Dieser Vorschlag fand großen Anklang bei uns vier. Draußen atmete ich erstmal tief die frische Luft ein und genoss die Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Ich war kein Mensch, der sich ewig in geschlossenen Räumen aufhalten konnte. Auch die anderen reckten und streckten ihre müden Glieder. Auch rumsitzen konnte auf Dauer ganz schön anstrengend sein.

Nach dem Mittagessen waren wir nun drei Personen mehr. Wir hatten die ehemaligen Läufer auffinden können, die sich sofort bereit erklärt hatten, uns zu helfen. Dadurch ging die Arbeit nun deutlich schneller von statten. Wir konnten die Sektoren fast vollständig aufteilen, sodass die Papierberge vor einem nicht mehr ganz so demotivierend aussahen. Leo arbeitete sehr konzentriert und ordentlich, während James fast unermüdlich auf ihn einredete und einen Witz nach dem anderen riss. Doch das schien den blonden Jungen nicht aus der Ruhe zu bringen. Eine Weile lang war das ganz amüsant, da man dadurch etwas von der eintönigen Arbeit abgelenkt wurde. Doch irgendwann schien es Minho auf die Nerven zu gehen. Lauter als nötig legte er seinen Stift auf die Tischplatte und warf James einen genervten Blick zu.
„Kannst du deine Witze vielleicht für dich behalten oder wenigstens bis zum Abendessen damit warten? Ich versuche mich hier zu konzentrieren.“ Er schüttelte den Kopf und fuhr etwas leiser fort: „Ich weiß echt nicht, wie Leo es den ganzen Tag mit dir aushält.“
Ich lächelte leicht. Ich kannte die beiden kaum, aber bereits während der wenigen Stunden, die wir hier zusammen gearbeitet hatten, war mir aufgefallen, dass Leo eher der ruhige Typ war, der wenig sagte, während James beinahe ununterbrochen plapperte. Dennoch waren die beiden beste Freunde und schienen sich perfekt zu ergänzen.
Nach Minhos Ansprache schwieg James tatsächlich die nächsten paar Minuten. Ich war inzwischen bei den Karten aus Sektor 4 angekommen und hielt gerade die Karte in der Hand, die wir erst vor wenigen Tagen angefertigt hatten. Mein Blick blieb an dem dort eingezeichneten Wort ANGST hängen und etwas in meinem Kopf machte klick. Die Details aus meinem Traum, die mir heute Morgen gefehlt hatten, erschienen plötzlich wieder in meinem Kopf. Dort waren Soldaten gewesen mit ebendiesem Schriftzug auf der Brust. „Ich weiß jetzt, was ANGST ist“, sprach ich in die Stille hinein.
Die anderen hoben den Kopf, teilweise interessiert, teilweise verwirrt. Klar, die ehemaligen Läufer wussten nichts von unserer Entdeckung im Labyrinth.
„So heißt die Organisation, die uns hier hereingesteckt hat. Die Schöpfer sind ein Teil von ANGST“, erklärte ich.
Ich sah, wie Newt die Stirn runzelte. „Ein komischer Name für eine Organisation, findet ihr nicht?“
Ich zuckte mit den Schultern. „Vielleicht ist es ja auch eine Abkürzung für irgendwas…“
Minho zog eine Augenbraue hoch. „Ah ja? Für abschreckend, niveaulos, grausam, skrupellos, tödlich?“
Ich verdrehte die Augen. „Ja, ganz bestimmt dafür Minho.“
Dieser schien sich von meinem Sarkasmus aber nicht beirren zu lassen, sondern zuckte bloß mit den Schultern. „Ist doch so.“
James im Hintergrund musste leise lachen. „Da muss ich ihm leider zustimmen, Emma.“
Auch meine Mundwinkel begannen leicht zu zucken. „Okay, okay, aber ich denke nicht, dass die Organisation sich selber so nennen würde. Ist doch eher rufschädigend oder nicht?“
„Naja, wer weiß. Vielleicht ist die Welt da draußen ganz anders drauf“, grinste James.
„Auf jeden Fall hilft uns das jetzt auch nicht weiter“, schaltete sich Newt in unser Gespräch ein.
„Vielleicht hat es ja auch einfach gar nichts zu bedeuten“, murmelte ich.
„Ey, wo ist denn dein Optimismus geblieben?“
Ich zuckte mit den Schultern. „Der macht gerade Pause.“

Kurz vor dem Abendessen war es dann endlich soweit. Thomas legte die letzte abgezeichnete Karte auf den Tisch. „Fertig!“
Erleichtert atmeten wir auf. Diese mühselige Arbeit hatten wir also schonmal geschafft. Voller Aufregung griff ich mir den ersten Stapel.
„Und was willst du jetzt mit den Karten machen?“, fragte Minho.
Doch bevor ich darauf antworten konnte, hatte schon Thomas das Wort ergriffen. „Wir schieben die Karten übereinander und suchen nach einem Muster. Ein Code äußert sich für mich in Form von Zahlen oder Buchstaben.“ Ich nickte ihm zu. Genau das war mein Plan gewesen.
„Also los. Die Karten von einem Sektor jeweils übereinander?“, fragte Newt.
Ich nickte. „Ja, das würde ich erstmal vorschlagen.“ So machten wir uns an die Arbeit und legten alle Karten aus einem Sektor übereinander. Zum Glück war das Papier relativ dünn, sodass die helle rote Farbe auch durch mehrere Schichten durch sichtbar war. Dennoch reichte es nicht aus, um etwas zu erkennen, wenn alle Karten übereinander lagen. Seufzend griffen wir also nochmal zu den Stiften, um die Zwischenschritte nochmal aufzuzeichnen. Als wir eine halbe Stunde später damit fertig waren, waren wir allerdings ratlos. Es war einfach nichts zu erkennen. Egal aus welchem Blickwinkel ich auf die Karte starrte, egal wie viel Fantasie ich aufzubringen versuchte, die Linien ergaben kein klares Bild, das uns hätte weiterhelfen können. Den anderen ging es genauso. Frustriert raufte ich mir die Haare. Das konnte doch nicht wahr sein! Hatte ich mich etwa so geirrt? Es hatte alles so logisch geklungen.
„Was haben wir falsch gemacht?“, stöhnte ich verzweifelt.
„Vielleicht müssen wir die verschiedenen Sektoren doch mischen“, schlug Leo vor.
„Aber wie? Alle zusammen?“
Der ehemalige Läufer zuckte mit den Schultern.
„Also gut, einen Versuch ist es wert“, seufzte ich und wir begannen, die Skizzen neu zu sortieren. Doch auch diese Möglichkeit brachte uns keine Ergebnisse. Wir versuchten die verschiedensten Kombinationsmöglichkeiten, doch ohne Erfolg. Irgendwann war ich kurz davor, aufzugeben. Wir waren auf der falschen Spur. Mitten in die frustrierte Stille sprach schließlich Thomas hinein.
„Habt ihr nicht gesagt, dass das Labyrinth sich seit ein paar Wochen unvorhersehbar ändert und davor war es immer regelmäßig?“ Minho nickte.  „Was ist, wenn wir diese beiden Zeiten getrennt voneinander betrachten müssen?“
Newts Augen begannen zu leuchten. „Genial Tommy, einfach genial.“ Das klang logisch. So logisch, dass ich mich fragte, warum wir da nicht von Anfang an draufgekommen waren. Mit neuer Hoffnung machten wir uns noch einmal an die Arbeit. Innerlich betete ich, dass dies die Lösung war, denn etwas anderes fiel mir beim besten Willen nicht mehr ein. Als Thomas die Karten des einen Sektors übereinander geschoben hatte, hielt ich die Luft an und wagte schließlich einen Blick darauf.
Die roten Linien ergaben ein R.

„So funktioniert es tatsächlich“, jubelte James aufgeregt und nahm sich einen weiteren Sektor vor. Wir anderen taten es ihm gleich. Schließlich hatten wir alle Ergebnisse vor uns liegen. Es beschränkte sich auf drei Buchstaben. R, L und G. „Na toll, und was soll das jetzt heißen?“, fragte Minho genervt. Thomas blickte nachdenklich auf die Blätter vor uns. „Rechts, links…“, murmelte er leise. Es dauerte einen Moment, bis ich begriff, was er meinte. Ich sprang von meinem Stuhl auf. „Das ist es Thomas! Es beschreibt den Weg zum Ausgang. Ob wir rechts, links oder geradeaus gehen müssen.“ Dann drehte ich mich zu Minho um, der schon an dem Modell-Labyrinth stand. „Minho, in welcher Reihenfolge haben sich die Sektoren geöffnet?“
„Zwei, acht, fünf, eins, sechs, vier, sieben, drei.“
„Ich unterbreche euch ja nur ungern, aber woher sollen wir wissen, in welchem Muster des Labyrinths wir diese Richtungsangaben gehen müssen, wenn sich das Labyrinth immer verändert hat?“, fragte Thomas.
„Der Kern des Labyrinths ist immer gleich geblieben. Er war kein Teil der Sektoren“, antwortete Minho.
Schnell diktierten wir Minho die Richtungen, der sie auf dem Modelllabyrinth verfolgte. „Die Beschreibung führt uns zu der Klippe“, verkündete er schließlich. Ein Gefühl von Zufriedenheit durchströmte mich. Hatten wir den Ausgang nun endlich gefunden nach all den Jahren? Newt erhob sich mit einer schnellen Bewegung und schloss erst Thomas und dann mich in die Arme. „Ihr seid spitze!“ Ich grinste ihn an. „Ich würde sagen, Mission Code-knacken ist damit erfolgreich beendet. Ich denke wir haben uns das Abendessen verdient! Hoffentlich hat Bratpfanne uns noch was übrig gelassen.“
Minho nickte zustimmend. „Ja, und dann sollten wir schleunigst schlafen gehen. Morgen geht es wieder ins Labyrinth. Wir haben einen Ausgang auszukundschaften.“
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