Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Maze Runner- Never give up

von Lilja1234
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Alby Minho Newt OC (Own Character)
09.11.2017
30.08.2021
48
92.841
8
Alle Kapitel
88 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
28.05.2020 1.647
 
Der große Raum im Erdgeschoss des Gehöfts war von Stimmengewirr erfüllt. Alle acht Hüter waren hier versammelt, außerdem Alby, Newt, Thomas und ich. Heute würden wir über darüber abstimmen, ob Thomas Läufer wurde oder nicht.  Zugegebener Weise war ich etwas überrascht gewesen, dass ich ebenfalls anwesend sein sollte. Ich war schließlich kein Hüter oder dergleichen. Doch Alby hatte gesagt, dass mein Urteil als Läufer ebenfalls gefragt war, da wir momentan eh nur zu zweit waren. So saß ich neben Minho und Bratpfanne und wartete darauf, dass Alby die Versammlung startete. Derweil schaute ich mich im Versammlungsraum um. Thomas rutschte unruhig auf seinem Stuhl hin und her und knetete nervös seine Hände. Ich wusste, dass es ihm viel bedeutete und er unbedingt Läufer werden wollte.
Dann traf mein Blick auf Newt. Er stand mit verschränkten Armen hinter Alby an einen der Pfosten gelehnt, der die Decke stützte. Als er meinen Blick bemerkte, lächelte er mich warm an und ich erwiderte es.

Gestern Abend hatten wir nach unserer Aussprache noch lange miteinander geredet. Wir hatten über all das gesprochen, was wir in den letzten Tagen erlebt hatten, da wir festgestellt hatten, dass wir gar nicht wussten, was der jeweils andere in letzter Zeit getan hatte. Zu lange hatten wir nicht mehr miteinander geredet. Ich hatte Newt schließlich auch von unserem Fund, dem Wort ANGST, erzählt. Doch auch er hatte sich keinen Reim darauf machen können. Schließlich war ich das erste Mal seit Tagen wieder glücklich eingeschlafen, in Newts Armen. Außerdem hatte er sich heute Morgen bei Alec für seinen Ausraster entschuldigt, was mir ein großes Anliegen gewesen war. Die beiden hatten sich zum Glück wieder vertragen und wir hatten anschließend sogar alle gemeinsam gefrühstückt.

Albys Stimme holte mich plötzlich aus meinen Tagträumen. „Also gut, dann lasst uns beginnen.“ Nach und nach verebbten alle Gespräche und sämtliche Augen richteten sich auf unseren Anführer. Dieser räusperte sich. „Unser Frischling hier hat sich in den Kopf gesetzt, Läufer zu werden. Minho und Emma haben geprüft, ob er stark und schnell genug ist und sich für das Labyrinth eignet.“ Fragend sah er Minho an. Dieser erhob sich. „Thomas hat bewiesen, dass er schnell und ausdauernd ist. Und er ist mutig und ehrgeizig, sonst würde er nicht mit aller Kraft versuchen, ein Läufer zu werden. Darum kann ich nur sagen, dass ich ihn bei uns aufnehmen würde.“ Ich nickte zur Bestätigung, bevor ich auch noch kurz das Wort ergriff. „Ich stimme Minho voll und ganz zu. Außerdem können wir jede Hilfe gebrauchen, wenn wir einen Ausgang finden wollen. Je mehr Leute wir sind, desto schneller kommen wir der Sache näher.“

Die Hüter begannen wieder zu reden. Oliver, der Hüter der Eintüter, erhob die Stimme. „Er ist gerade mal ein paar Tage auf der Lichtung und hat noch nicht einmal überall seinen Probetag absolviert. Warum soll für ihn eine Ausnahme gemacht werden, wenn für uns alle die gleichen Regeln gelten?“ Der neue Hüter der Baumeister nickte zustimmend.
„Aber es sind besondere Zeiten. Alles hat sich geändert und wie Emma schon gesagt hat, können wir da draußen jeden Mann gebrauchen. Warum soll Thomas hier auf der Lichtung rumhängen und alle Jobs ausprobieren, wenn er im Labyrinth nützlich sein kann? Ich sehe nichts, was dagegenspricht, ihn zum Läufer zum machen“, widersprach Bratpfanne. So ging es noch eine ganze Zeit weiter, bis Alby eingriff. „Okay, wie ich sehe, seid ihr alle unterschiedlicher Meinung. Ich kann beide Seiten verstehen, schließlich haben wir unsere Regeln nicht umsonst aufgestellt. Aber man sollte überlegen, ob wir unseren Frischling nicht da einsetzen wollen, wo er am meisten behilflich sein kann. Das solltet ihr alle bedenken, bei eurer Entscheidung.“ Er schaute einmal in die Runde. „Dann würde ich sagen, wir stimmen jetzt ab. Jeder hier im Raum anwesende hat eine Stimme, ausgenommen von Thomas natürlich.“ Die ersten Lichter gaben ihre Stimme ab. Ein paar wenige waren dagegen, Thomas zum Läufer zu erklären, doch am Ende waren die Befürworter eindeutig in der Überzahl. „Also gut, dann haben wir einen neuen Läufer“, verkündete Alby und erhob sich. Auch alle anderen standen nacheinander auf und verließen den Raum. Beim Hinausgehen klopfte Minho Thomas auf die Schulter. Dieser wirkte sehr glücklich und konnte sein Grinsen gar nicht zurückhalten. Als ich an ihm vorbeiging, lächelte ich ihm zu. „Freut mich, dass du es geschafft hast“, meinte ich ehrlich. „Dann sind wir ab jetzt wohl ein Team“, meinte Thomas. „Ich hoffe doch, ich kann gleich morgen mit euch mit.“ Bei so viel Tatendrang musste ich grinsen. „Ich denke schon.“ „Ich gehe dann mal Minho suchen. Ich will schließlich vorbereitet sein.“ Und mit diesen Worten verschwand er zügig aus dem Raum und folgte seinem neuen Hüter.

„Da ist aber einer motiviert“, erklang eine Stimme hinter mir und zwei Arme schlangen sich von hinten um mich. Ich drehte mich um und blickte in Newts braune Augen. „Ich glaube, es war eine gute Entscheidung, ihn zum Läufer zu machen. Er bringt viel Energie mit.“ Newt nickte. „Außerdem werden Minho und du dann etwas entlastet, wenn ihr nun einer mehr seid. Dann haben wir vielleicht mal ein bisschen mehr Zeit füreinander.“ Ich lachte und wuschelte ihm durch die Haare, auch wenn ich mich dafür auf die Zehenspitzen stellen musste. „Dieser Abend gehört definitiv uns.“ „Da hast du Recht.
Mit diesen Worten nahm er meine Hand und zog mich aus dem Versammlungsraum. „Wo willst du hin?“ „Lass dich überraschen.“

Schließlich erreichten wir den Steinkreis etwas abseits vom Gehöft. Ich konnte mich noch ganz genau an die Nacht hier an diesem Ort erinnern, in der sich mein Leben geändert und die mich unglaublich glücklich gemacht hatte. Hier hatten Newt und ich uns unsere Liebe gestanden und uns das erste Mal geküsst. Ich fand es sehr süß von ihm, dass er mich wieder hierhergebracht hatte. Wir ließen uns auf den Steinen nieder und lauschten eine Weile lang nur den Geräuschen auf der Lichtung. Schließlich legte ich meinen Kopf auf Newts Schulter und wir verschränkten unsere Finger miteinander.

„Manchmal frage ich mich, ob wir uns vor dem Labyrinth schon gekannt haben“, murmelte ich. „Ich meine, ich war ja anscheinend schon lange bevor ich hier her geschickt wurde bei den Schöpfern. Darum kann es ja gut sein, dass wir uns dort schon begegnet sind.“ Newt nickte. „Ja das ist gut möglich. Andererseits weiß ich nicht, ob ich das wirklich wissen will. Wer weiß, vielleicht warst du davor mit Minho zusammen und wir beiden konnten uns überhaupt nicht ausstehen.“ Ein freches Grinsen zierte sein Gesicht. Ich hob meinen Kopf von seiner Schulter und sah ihn gespielt geschockt an. „Das kann ich mir nicht vorstellen. Wie könnte ich dich denn jemals nicht gemocht haben?“ „Das habe ich ja auch nie bezweifelt, dass ich immer schon ein toller Typ war. Aber vielleicht warst du ja eine richtige arrogante Zicke.“ Er setzte eine Unschuldsmiene auf. Ich ballte meine Hand zur Faust und boxte ihm leicht gegen den Arm. „Hallo? Geht’s noch? Ich würde mal ganz vorsichtig damit sein, was du über mich sagst. Sonst verrate ich allen anderen Lichtern, dass du im Schlaf redest.“ „Willst du mich jetzt etwa erpressen?“ Ich zuckte mit den Schultern. „Vielleicht.“ „Na warte.“

Bevor ich reagieren konnte, hatte er seinen Arm um meine Hüfte geschlungen und begann mich zu kitzeln. „Hey, das ist nicht fair!“ Kichernd versuchte ich, seine Arme beiseite zu schieben, doch Newt war stärker. Vor lauter strampeln, um mich zu befreien, rutschte ich von dem Stein und wir landeten beide auf dem Boden. Ich japste nach Luft und vor lauter Lachen standen mir schon die Tränen in den Augen. „Newt… bitte hör auf“, lachte ich. „Wieso sollte ich? Das macht gerade ziemlich Spaß!“ Ich bekam Newts eine Hand zu fassen, allerdings musste ich nach wie vor so doll lachen, dass er sich spielend leicht wieder befreien konnte. „Ich bin… überhaupt nicht… kitzelig“, lachte ich. „Ne gar nicht… Okay, ich mache dir ein Angebot. Wenn du schwörst, niemandem von meinen Selbstgesprächen im Traum zu erzählen, lass ich dich in Ruhe.“ „Ja, ja ich verspreche es. Kein Wort darüber verlässt meinen Mund!“ „Wunderbar.“ Newts Augen glänzten vor Belustigung, als er schließlich von mir abließ.

Theatralisch atmete ich ganz tief ein und aus. Dann wollte ich mich auf Newt stürzen, um mich zu rächen, doch er reagierte schneller und packte meine Handgelenke. „Keine Chance Emma“, lachte er. Ich zog einen Schmollmund, den ich jedoch ganz schnell wieder aufgab, als Newt sich zu mir beugte und mir einen kurzen Kuss gab. „Habe ich dir eigentlich schonmal gesagt, wie froh ich bin, dass du hier bist?“, fragte er. „Puh kann sein, da muss ich kurz überlegen… Ich glaube jeden Morgen vor dem Frühstück, aber sonst…“ Ich schüttelte den Kopf. „Nein, sonst kann ich mich nicht erinnern.“ Newt legte sich mit dem Rücken ins Gras. „Dann wurde es ja mal an der Zeit, dass ich es dir mitteile.“ Ich rückte näher an ihn heran und schlang meinen Arm um seinen Bauch. „Ich bin auch froh darüber. Auch wenn ich mir diesen Ort hier nicht unbedingt aussuchen würde, wenn ich dürfte, aber solange ihr da seid, ist es überall nur halb so schlimm. Um mit euch zusammen zu sein, würde ich an jeden Ort gehen.“ Newt zog mich näher an sich heran und so lagen wir eine Weile nur still da und lauschten dem Atem des anderen.

Irgendwann seufzte Newt und setzte sich mühsam auf. „Ich glaube, wir sollten langsam ins Bett gehen. Hier auf dem Boden einzuschlafen, ist nicht sonderlich bequem. Ich fürchte, dann können wir uns morgen nicht mehr bewegen. Und du willst doch wieder ins Labyrinth. Mit Rückenschmerzen läuft es sich schlecht.“ Ich nickte ergeben. Ich war tatsächlich schon fast eingeschlafen, darum hatte ich gerade eigentlich keine Lust, aufzustehen. Aber Newt hatte Recht. Er reichte mir eine Hand und zog mich auf die Beine. Wir mussten ja nur kurz den Weg bis ins Gehöft schaffen, dann würde ich mich einfach ins Bett fallen lassen und schlafen.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast