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Maze Runner- Never give up

von Lilja1234
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Alby Minho Newt OC (Own Character)
09.11.2017
05.06.2022
50
96.060
8
Alle Kapitel
97 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
14.05.2020 2.206
 
Hallo ihr,
über ein Jahr ist es her, dass das letzte Kapitel kam. Bei mir war viel los in der Zeit und ich hatte auch zwischenzeitlich den Spaß am Schreiben verloren. Aber jetzt bin ich nach Ewigkeiten wieder zurück und bin super motiviert, die Geschichte von Emma, Newt, Minho und Co. zu beenden. Ich habe bereits mehrere Kapitel vorgeschrieben, sodass regelmäßig jede Woche Kapitel kommen werden. Dementsprechend vermutlich immer donnerstags.
Ich weiß nicht, wer von euch vom Anfang noch dabei ist, aber für den Fall gebe ich euch eine kleine Zusammenfassung, was bis jetzt als letztes geschehen ist:
Seit Emmas Ankunft hat sich viel auf der Lichtung geändert. Die Griewer sind tagaktiv, das Labyrinth ändert sich immer unterschiedlich, manchmal gar nicht und manchmal dafür mitten am Tag. Die Stimmung auf der Lichtung ist daher sehr angespannt. Ben, der von einem Griewer gestochen wurde, kann sich wieder bruchstückhaft erinnern und erzählt, dass Emma früher für die Schöpfer gearbeitet hat. Emma hat daraufhin Angst, dass die Lichter sie dafür hassen, doch diese versichern ihr, dass sie auf ihrer Seite stehen. Nach einem Gespräch mit Minho, gesteht Newt Emma schließlich unter dem Sternenhimmel seine Liebe.
Schließlich ist Emma bereits einen Monat auf der Lichtung und ein neuer Frischling kommt. Zu Emmas Schreck ist es Alec, der Junge, den sie in einem Albtraum hat sterben sehen. Nachdem sie den ersten Schock aber überwunden hat, nähern sich die beiden an und werden schnell gute Freunde. Nur zwei Tage nach ihm, ertönt aber erneut der Frischlingsalarm. Beunruhigt müssen die Lichter feststellen, dass sie schon wieder einen neuen Frischling haben innerhalb kürzester Zeit. Der Frischling – Thomas – ist sehr neugierig und erkundigt sich direkt, wie man Läufer werden kann. Doch Minho bremst ihn in seinem Tatendrang und erklärt, dass nicht jeder Läufer werden kann und er sich erstmal unter Beweis stellen muss. Außerdem albern Emma und Alec beim Abendessen herum, was Newt mit kritischem Blick betrachtet. Er verabschiedet sich vorzeitig von den anderen. Emma läuft ihm hinterher und versucht herauszufinden, was Newt bedrückt. Dieser wehrt jedoch ab und rückt nicht mit der Sprache heraus. Emma ist darüber unglücklich, weil sie ihm helfen will und entschiedet sich dazu, es am nächsten Tag nochmal zu versuchen.

So, und jetzt viel Spaß mit dem neuen Kapitel!


**********************************


Am nächsten Morgen erwachte ich ziemlich gerädert. Ich hatte in der Nacht nicht gut geschlafen. Zu lange hatte ich am Abend noch wach gelegen und über Newts Verhalten nachgedacht und war danach auch nur in einen unruhigen Schlaf gefallen. Dementsprechend schwer fiel es mir, aus dem Bett zu kommen. Außerdem widerstrebte es mir, Newt alleine zu lassen, der noch seelenruhig schlief. Irgendwas bedrückte ihn und ich machte mir große Sorgen. Auf ihm lag momentan auch eine große Last. Schließlich hatte sich in den letzten Tagen so gut wie alles geändert auf der Lichtung. Das Labyrinth spielte verrückt und es waren zwei Frischlinge innerhalb kürzester Zeit zu ihnen gekommen. Newt hatte alle Hände voll damit zu tun, die Lichter zu beruhigen und etliche Streitereien zu schlichten, die auf Grund der Sorge, die alle befallen hatte, auftraten. Doch ich hatte das Gefühl, dass das allein nicht der Grund für Newts schlechte Laune war.

Ich seufzte leise. Minho erwartete mich bestimmt schon ungeduldig und ich konnte ihn auch nicht alleine lassen, schließlich wollte er heute Thomas auf die Probe stellen. Ich beschloss, Newt heute Abend nochmal anzusprechen.

Als ich auf die Lichtung trat, erblickte ich Minho schon auf der Wiese vor dem Gehöft. Mit flottem Schritt machte ich mich auf den Weg zu ihm. Die kühle Morgenluft war angenehm frisch und sorgte dafür, dass ich langsam wach wurde. Als ich Minho erreichte, sah ich, dass er nicht alleine war. Thomas war ebenfalls anwesend und drehte schon Runden über die Grünfläche.

„Bist du neuerdings für den Morgensport zuständig?“, fragte ich Minho und grinste ihn frech an. Dieser zog jedoch nur die Augenbrauen hoch. „Es ist wichtig, dass er in einer guten körperlichen Verfassung ist, wenn er mit ins Labyrinth will. Darum möchte ich testen, was er kann und was nicht.“ „Ich weiß. Aber er schaut ja noch ganz entspannt aus.“ Ich nickte in Richtung Thomas. „Seine wievielte Runde ist das jetzt?“ „Seine sechszehnte.“ Minho hatte die Arme verschränkt und beobachtete jede Bewegung des Frischlings. „Und wie lange willst du ihn noch laufen lassen?“ „Keine Ahnung, ich will herausfinden, wann er nicht mehr kann.“ Ich seufzte. Das konnte ja ewig dauern! Thomas machte auf mich jedenfalls noch einen fitten Eindruck uns sah nicht so aus, als würde er in den nächsten zehn Minuten eine Pause benötigen.

Doch Thomas hatte anscheinend auch keine Lust mehr, denn nach der nächsten Runde blieb er vor uns stehen und stützte herausfordernd die Hände in die Hüfte. Er lächelte mir kurz zu. „Guten Morgen Emma.“ Dann wandte er sich an Minho. Er war noch nicht einmal außer Atem. „Reicht das dann nicht langsam mal? Oder willst du mich bis morgen früh hier laufen lassen?“ Minho verengte die Augen zu Schlitzen und sah Thomas lange an. Er konnte es gar nicht leiden, wenn jemand seine Entscheidungen in Frage stellte.

„Nein, das hatte ich nicht vor. Wir sind schließlich noch lange nicht fertig. Das war erst das Aufwärmen.“ „Also gut, was soll ich als nächstes machen?“ Thomas schien voller Tatendrang. Das musste man ihm lassen, er wusste, was er wollte und scheute nicht vor Herausforderungen. „Neben guter Kondition brauchst du auch Schnelligkeit. Es kann immer etwas passieren, sodass wir schnell sehen müssen, dass wir wegkommen. Wenn du nicht schnell genug rennen kannst, bist du verloren.“ Thomas nickte verstehend. „Klar.“ „Also gut, dann sprinte jetzt von hier bis zur Mauer und dann wieder zurück.“

Und so ging es weiter. Als nächstes ließ Minho ihn rennen und brüllte ihm Anweisungen zu, in welche Richtung er laufen sollte und ließ ihn die zuvor genannte Kombination anschließend selbstständig nochmal laufen. „Als letztes musst du im Zweifelsfall noch strategisch handeln und denken. Darum schlage ich vor, dass Emma und ich versuchen, dich zu fangen und du musst uns entkommen.“ Ich legte den Kopf schief und konnte ein kurzes Auflachen nicht unterdrucken. Ungläubig sah ich Minho an. „Du willst fangen spielen?“ Minho zuckte mit den Schultern. „Hast du eine bessere Idee?“ Ich musste verneinen. Allerdings wusste ich nicht so ganz, was ich jetzt von dieser Sache halten sollte. Zum Glück schliefen die anderen Lichter noch, denn wir würden bestimmt ein sehr witziges Bild abgeben. Drei Jugendliche, die wild über die Wiese rannten und einander jagten. Aber gut, dann würde ich eben Griewer spielen.

Als Minho schließlich zufrieden mit Thomas Leistung war und das Fangenspiel für beendet erklärte, musste ich zugeben, dass es doch mehr Spaß gemacht hatte als gedacht. Ausgepowert wie ich jetzt war, hatte ich auch gleich viel bessere Laune als nach dem Aufstehen. Für einen Moment hatte man einfach mal die Sorgen vergessen können. Zu dritt machten wir uns auf den Weg zu Bratpfanne, um zu frühstücken. Die Tore würden sich jeden Moment öffnen. Wir hatten durch Thomas „Überprüfung“ doch mehr Zeit verloren als gedacht. Während wir also unseren Haferbrei zügig löffelten, richtete Minho das Wort an Thomas. „Also gut Frischling. Du hast dich besser geschlagen, als erwartet. Was deine Fitness anbelangt, bist du bereit für das Labyrinth.“ Über Thomas Gesicht huschte ein kleines Lächeln. Doch Minho musste seine Freude gleich wieder bremsen. „Das heißt aber noch lange nicht, dass du ein Läufer wirst. Dafür müssen Alby und die anderen Hüter auch noch zustimmen. Thomas Schultern sackten leicht nach vorne. „Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie mich lassen?“ Minho zuckte mit den Schultern. „Das werden wir sehen.“ „Aber mir fällt gerade kein Grund ein, warum sie dagegen sein sollten“, warf ich nun ein. Thomas sah so resigniert aus, dass ich ihn einfach aufmuntern musste. Thomas nickte und schenkte mir ein dankbares Lächeln.

Minho erhob sich. „Ich werde mit Alby heute Abend über eine Versammlung sprechen. Jetzt müssen wir aber erstmal ins Labyrinth. Wir können es uns nicht leisten, noch mehr Zeit zu verlieren.“ Ich nickte und stand ebenfalls auf. Beim Weggehen wank ich Thomas nochmal kurz zu.



Als wir am Abend aus dem Labyrinth kamen, begab ich mich erstmal frustriert zu den Duschen. Wir hatten heute keinerlei neue Erkenntnisse gewinnen können und waren auf Grund unseres verspäteten Aufbruchs heute Morgen auch nicht so weit in die äußeren Zonen vorgedrungen, wie geplant.
Außerdem hatte ich Hunger, und so beeilte ich mich, um zu Bratpfanne zu kommen. Heute gab es zur Abwechslung mal Fleisch und Kartoffeln und mein Magen begann zu knurren. Das war genau das, was ich jetzt brauchte.

Ich ließ meinen Blick über das Esszimmer der Lichtung streifen. Ich entdeckte Minho, Alec, Thomas und Chuck an einem der hinteren Tische, doch Newt konnte ich nirgends sehen. Ich runzelte die Stirn. Wir waren uns heute den ganzen Tag nicht begegnet, aber ich hatte angenommen, dass wir uns zumindest zum Abendessen wie immer treffen würden. Und arbeiten würde er jetzt ja wohl auch nicht mehr, ich war ja schon spät dran.

Ich rutschte auf die Bank neben Minho und stellte meinen Teller ab. „Hat jemand Newt gesehen?“, fragte ich. Die Jungs schüttelten den Kopf. „Also heute Morgen hat er mich zu den Schlitzern gebracht, aber seitdem habe ich ihn auch nicht mehr gesehen.“ Thomas sah mich entschuldigend an. „Ich habe ihn heute Mittag am Waldrand sitzen sehen. Er sah irgendwie unglücklich aus, hatte ich das Gefühl. Aber ich hatte keine Zeit, um zu ihm zu gehen. Joe war eh schon sauer auf mich, weil ich den Putzeimer umgeschmissen und alles unter Wasser gesetzt habe“, erzählte Chuck. In meinem Bauch breitete sich Traurigkeit aus. Newt ging es scheinbar wirklich nicht gut und nun hielt er sich auch noch von seinen Freunden fern… Lustlos zermatschte ich die Kartoffeln zu Brei. Mir war der Appetit vergangen.

„Ich habe übrigens mit Alby gesprochen“, erzählte Minho schließlich. „Er hat für übermorgen Abend eine Versammlung angesetzt. Dann stimmen wir ab, ob du Läufer wirst oder nicht.“ Doch ich hörte nur mit halbem Ohr zu. Ich war mit meinen Gedanken bei Newt. Sollte ich ihn suchen gehen? Oder sollte ich ihn in Ruhe lassen, wenn er lieber allein sein wollte? Ich wusste es nicht und war etwas ratlos. Schließlich hielt ich es nicht mehr aus. Newt ging es nicht gut, da konnte ich nicht hier am Tisch sitzen und gemütlich mein Abendessen genießen. So erhob ich mich ruckartig und murmelte im Weggehen einen kurzen Abschied.
Wo sollte ich anfangen, ihn zu suchen? Der Aussichtsturm? Als Chuck mich am Anfang meiner Zeit hier auf der Lichtung herumgeführt hatte, hatte er ihn mir gezeigt und gesagt, dass er ihn als Rückzugsort nutzte. Vielleicht tat Newt es ja genauso. Dort angekommen, versuchte ich, in der Dunkelheit etwas zu erkennen. „Newt?“, rief ich leise. Doch ich erhielt keine Antwort. Enttäuscht wandte ich mich um und machte mich zurück auf den Weg zum Gehöft. Vielleicht war Newt ja schon in seinem Zimmer. Wieso war ich da nicht direkt draufgekommen?

Ich verfiel in ein leichtes Joggingtempo und so erreichte ich fünf Minuten später wieder das Gehöft. Als ich die Treppen in den ersten Stock hochgelaufen war, sah ich unter der Tür von Newts Zimmer Licht herausscheinen. Erleichtert atmete ich aus. Er war also tatsächlich hier. Ich ärgerte mich ein bisschen, dass ich so viel Zeit vergeudet hatte und nicht direkt auf die Idee gekommen war, hier nach ihm zu schauen, doch das konnte ich nun auch nicht mehr rückgängig machen. Ich klopfte an und öffnete dann vorsichtig die Tür. Newt war gerade dabei, sich ins Bett zu legen. „Hi“, sagte ich zaghaft und lächelte ihn leicht an. „Hi“, brummte er nur zurück. Er sah blass aus und hatte ganz schöne Schatten unter den Augen. Ich machte einen Schritt auf Newt zu, um ihn zu umarmen, doch er zog sich die Decke bis zum Kinn und ließ sich ins Kissen sinken. Ich stoppte in der Bewegung und sah Newt unsicher an.

„Wo warst du beim Abendessen?“, fing ich vorsichtig an. „Ich musste noch arbeiten und hatte dann keinen Hunger.“ Newts Antwort folgte erst mit ein paar Sekunden Verzögerung. Dabei sah er mich noch nicht einmal an. Okay, so kam ich offensichtlich nicht weiter. Dann musste ich wohl konkreter werden. „Ich mache mir Sorgen um dich, Newt! Was ist los?“ Doch Newt seufzte nur. „Ich bin müde Emma, ich möchte jetzt einfach nur schlafen, okay?“ Mit diesen Worten drehte er sich auf die Seite und schloss die Augen.

Ich musste schlucken und merkte, wie mir die Tränen in die Augen traten. Ich ertrug es nicht, Newt so abwesend zu erleben. Leise zog ich mir mein Schlafshirt an und kroch dann ebenfalls ins Bett. Doch an Schlaf war nicht zu denken. Ich drehte mich mit dem Gesicht zu Newt und betrachtete traurig seinen Rücken. Wieso ging er mir aus dem Weg und redete nicht mit mir? Er war doch immer derjenige gewesen, der mir gesagt hatte, dass man nicht alles mit sich alleine ausmachen sollte. Langsam hatte ich das Gefühl, dass ich irgendwas falsch gemacht hatte und er mich deshalb mied. Aber mir fiel nicht ein, was. Würde er mir es doch wenigstens sagen! Ich würde ihm doch so gern helfen und für ihn da sein! Ich konnte meine Tränen nun nicht mehr aufhalten und so tropften sie leise auf mein Kissen.
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