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Maze Runner- Never give up

von Lilja1234
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Alby Minho Newt OC (Own Character)
09.11.2017
28.03.2021
45
86.706
6
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Dieses Kapitel
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14.02.2019 1.333
 
Am nächsten Tag wurde ich ziemlich unsanft geweckt. Die Zimmertür wurde aufgerissen und eine Stimme rief laut: „Los, raus aus den Federn du Schlafmütze!“ Erschrocken fuhr ich hoch und schaute mich zunächst etwas orientierungslos um, bis ich Minho in der Tür entdeckte. „Man Minho, ist das dein Ernst?“, grummelte ich noch halb verschlafen und rieb mir müde die Augen. „Ja, ist es“, meinte Minho. Er schien kein schlechtes Gewissen zu haben, dass er mich so unsanft aus dem Schlaf gerissen hatte. „Die Tore öffnen sich gleich und du schläfst noch!“ Echt, hatte ich so lange geschlafen? Ich musste wohl wirklich müde gewesen sein. Inzwischen regte sich auch Newt neben mir und schlug langsam die Augen auf. „Wegen deinem Geschrei ist jetzt bestimmt das ganze Gehöft wach“, murmelte er noch halb verschlafen. Minho zuckte mit den Schultern. „Ist mir doch egal, ich bin schließlich auch schon wach.“ Ich verdrehte die Augen, musste aber auch leise lachen. Minho war ja sehr rücksichtsvoll. Das schien Newt auch so zu sehen, denn er stöhnt daraufhin nur und zog sich die Decke über den Kopf.
Ich dagegen schälte mich aus dem Bett und sagte an Minho gewandt: „Gib mir fünf Minuten und ich bin fertig.“ Minho nickte und drehte sich in Richtung Tür. „Aber wehe es dauert länger“, grinste er noch, bevor die Tür hinter ihm zufiel.

Pünktlich fünf Minuten später trat ich schließlich aus dem Gehöft und grinste Minho siegessicher an. Kurz darauf liefen wir beide auf die bereits geöffneten Tore zu und machten uns auf den Weg ins Labyrinth. Doch auch heute entdeckten wir nichts, was uns weiterhelfen könnte und so kamen wir am Abend erschöpft und ohne gute Neuigkeiten wieder. Ich sprang schnell unter die Dusche und ging dann gemeinsam mit Minho zu Bratpfanne.
Dort setzten wir uns zu Newt und dem neuen Frischling an den Tisch. Ich hatte ziemlich Hunger und beteiligte mich daher erstmal nicht am Gespräch, weil ich mit Essen beschäftigt war. Das übernahm dafür Minho. „Na Frischling, wie wars heute bei den Hackenhauern?“ Dieser zuckte mit den Schultern und sagte anschließend: „Ich heiße Thomas.“ Überrascht sah ich ihn an. Er konnte sich also an seinen Namen erinnern. Auch Minho nickte. „Also gut Tommy, die Hackenhauer sind also nichts für dich?“ Thomas schüttelte den Kopf. Er schien nicht sonderlich gesprächig zu sein. Gerade wollte ich mich an Newt wenden, als mich Thomas Frage unterbrach: „Wie werde ich Läufer?“ Völlig perplex starrte ich ihn an. Mit so einer Frage hatte ich jetzt nicht gerechnet. Ich war es auch nicht gewöhnt, dass irgendjemand außer Minho und mir das Bedürfnis verspürte, ins Labyrinth zu gehen. War sich Thomas all den Gefahren, die darin lauerten überhaupt bewusst? Hatte Newt ihm schon alles darüber erzählt?

Auch Minho runzelte die Stirn. „Jetzt hör mal zu Thomas. Man wird nicht so einfach Läufer. Dafür musst du erst bestimmte Fähigkeiten vorweisen. Schließlich laufen wir den ganzen Tag durchs Labyrinth und dafür musst du konditionell schon fit sein.“ „Das weiß ich und das bin ich auch. Ich möchte mit euch da raus und nach dem Ausgang suchen!“ Minho zog die Augenbrauen hoch und schaute zwischen ihm und mir hin und her. „Irgendwie kommt mir die Situation bekannt vor…“ Newt neben mir lachte leise auf. Auch ich musste schmunzeln. Zu gut erinnerte ich mich an meinen Streit mit Newt und Minho, weil sie nicht gewollt hatten, dass ich Läufer wurde. Ich konnte Thomas also verstehen und sollte mich vermutlich für ihn einsetzen. „Ist dir bewusst, wie gefährlich das Labyrinth ist? Erst vor kurzem ist jemand am helllichten Tag gestochen worden. Da drinnen kann es um Leben oder Tod gehen.“ Thomas verschränkte die Arme und meinte: „Das hat Newt mir schon alles erzählt. Wieso willst du mich nicht als Läufer? Ihr seid doch eh nur zu zweit.“
Jetzt sah ich den Zeitpunkt gekommen, mich ebenfalls ins Gespräch einzuklinken. „Warum eigentlich nicht? Er hat doch recht, wir können jede Unterstützung gebrauchen!“ Minho kniff die Augen zusammen. „Dafür möchte ich aber erst wissen, ob er sich auch wirklich fürs Labyrinth eignet. Ich habe nämlich keine Lust, den Babysitter zu spielen!“ Aha, daher wehte also der Wind. Minho hatte Sorge, dass Thomas uns im Notfall bremsen würde, da wir ihn in einer Notsituation auch nicht einfach zurücklassen konnten. Den Gedankengang konnte ich natürlich auch nachvollziehen. Gerade jetzt, wo das Labyrinth so unvorhersehbar war, war es gefährlich jemand neuen mitzunehmen. „Okay, sag mir was ich machen soll, und ich beweise es dir“, meinte Thomas. Minho zuckte mit den Schultern. „Also gut, dann halte dich morgen bereit.“ Da war ich mal gespannt, was Minho mit Thomas vorhatte.

Bevor wir das Thema aber weiter vertiefen konnten, entdeckte ich Alec, der sich gerade sein Essen von Bratpfanne abholte. Ich hob die Hand, um ihn zu uns an den Tisch zu winken. Kurz hatte ich das Gefühl, Newt würde missmutig die Stirn runzeln, so als wäre er über Alecs Auftauchen nicht glücklich. Dabei hatte er doch bis jetzt auch kein Problem mit ihm gehabt. Aber vielleicht hatte ich mir seine Reaktion auch nur eingebildet. Mit einem Lächeln steuerte Alec auf unseren Tisch zu und stellte sein Tablett neben meinem ab. Dann ließ er sich mit einem theatralischen Seufzen auf die Bank fallen.

„Die Schwapper haben einen ganz schön anstrengenden Job“, bemerkte er. Ich lachte. „Sag bloß dafür eignest du dich auch nicht! Du kannst doch nicht in allem untalentiert sein.“ „Haha“, erwiderte Alec. „Es reicht doch, wenn ich ein Talent habe. Und das ist einfach noch verborgen.“ „Ganz bestimmt“, stimmte ich ihm zu. „Das klang jetzt sehr überzeugt“, sagte Alec gespielt beleidigt und schnappte sich eine Kartoffel von meinem Teller. „Hey, was soll das!“, empörte ich mich. „Dein Teller ist doch noch ganz voll!“ Alec zuckte mit den Schultern. „Ich habe aber Hunger und da musste ich doch die Chance nutzen, bevor du aufgegessen hast.“ „Na warte“, lachte ich und beugte mich zu seinem Teller hinüber, den Alec aber noch gerade rechtzeitig wegzog. Ich zog einen Schmollmund. „Das ist unfair! Newt sag doch auch mal was!“ Als ich mich zu ihm umdrehte, fiel mir auf, dass er stumm geradeaus starrte und ziemlich angespannt wirkte. Sofort wurde ich ernst und fragte besorgt: „Newt? Ist alles in Ordnung?“ Er wandte den Kopf zu mir und rang sich ein Lächeln ab. „Ja klar, alles super!“, meinte er. „Ich glaube aber, ich gehe schonmal ins Bett.“ Mit diesen Worten erhob er sich und verließ zügig unseren Tisch ohne sich nochmal umzudrehen. Irritiert und besorgt sah ich ihm nach. Was war nur mit Newt los? So verhielt er sich eigentlich nie.

Meine gute Stimmung war jedenfalls verschwunden. Ich aß schnell mein restliches Essen auf und entschuldigte mich dann. „Tut mir leid, aber ich muss nach Newt sehen!“ So folgte ich ihm also ein paar Minuten später auf sein Zimmer. Vorsichtig öffnete ich die Tür. Das Licht war schon aus und ich hörte Newts gleichmäßigen Atem. War er etwa schon eingeschlafen? „Newt?“, fragte ich leise. Da ich zuerst keine Antwort bekam, dachte ich schon, er würde wirklich schon schlafen, doch dann gab er doch ein Brummen von sich. Vorsichtig kletterte ich zu ihm ins Bett und stützte mich auf den Ellbogen.

„Was ist los?“, stellte ich ihm die Frage, die mich beschäftigte. Newt seufzte und antwortete dann: „Nichts Emma. Ich bin nur müde. Zurzeit ist es echt anstrengend auf der Lichtung.“ „Wirklich? Bist du dir sicher, dass nicht noch was anderes ist?“, fragte ich nach. Denn ich hatte das Gefühl, dass Newt mir etwas verschwieg. Newts kurzes Zögern betätigte meine Vermutung noch. Er war kein guter Lügner. „Wirklich, es ist nichts schlimmes!“ Unglücklich sah ich ihn an, was er in der Dunkelheit natürlich nicht sehen konnte. „Okay“, meinte ich schließlich und ließ mich in mein Kissen fallen. Ich konnte Newt schließlich nicht dazu zwingen mit mir zu sprechen. Aber irgendwas verschwieg er mir, irgendwas war mit ihm los und es bedrückte mich, dass er sich mir nicht anvertraute. Ich wollte ihm doch helfen und für ihn da sein, wie er es für mich auch immer war!
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