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Maze Runner- Never give up

von Lilja1234
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Alby Minho Newt OC (Own Character)
09.11.2017
30.08.2021
48
92.841
8
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Dieses Kapitel
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09.10.2018 1.413
 
„Ich…“, setzte ich an, wusste dann aber nicht weiter. „Intention?“, fragte Alec spöttisch und machte damit klar, dass er mir so eine Erklärung nicht abkaufen würde. Ich schloss die Augen und atmete einmal tief durch. Ich musste ihm die Wahrheit sagen. Das war ich ihm schuldig. Zumindest die halbe Wahrheit.

„Okay“, meinte ich schließlich. „Lass uns frühstück holen und dann erkläre ich es dir!“ „Einverstanden“, erwiderte Alec. „Aber glaub ja nicht, dass ich mich so einfach abwimmeln lasse!“ Ein müdes Lächeln erschien auf meinem Gesicht. „Nein, das tue ich nicht.“ Nachdem Bratpfanne uns unseren Frühstücksbrei gegeben hatte, setzten wir uns an einen der Tische und Alec sah mich gespannt an. „Also gut. Du wirst mich wahrscheinlich für verrückt halten, aber du musst versprechen, es keinem weiter zu erzählen!“, sagte ich und sah ihn eindringlich an. Alec hob die Augenbrauen. „Das muss ja etwas ganz Geheimnisvolles sein, wenn es niemand wissen darf.“ „Alec bitte!“, flehte ich. Er schien zu merken, wie wichtig es mir war, denn er gab mir mit einem Nicken zu verstehen, dass er einverstanden war.

„Okay, also ich habe ab und zu Träume, wobei es Erinnerungen wohl eher trifft. Es sind immer nur kleine Ausschnitte aus meinem Leben vor der Lichtung“, fing ich an. „Und in einem dieser Träume bist du vorgekommen. Wir haben uns… unterhalten und dabei ist dein Name gefallen“, sagte ich und stockte zwischendurch einmal kurz. Ich schaffte es nicht, ihm zu erzählen, dass ich gesehen hatte, wie er ertrunken war. Das wäre sicher verstörend für ihn und außerdem kam es auf den Inhalt vom Traum jetzt ja auch nicht wirklich an. Also eigentlich nicht. Ich hatte nicht wirklich Lust, schon wieder etwas vor jemandem zu verheimlichen. Aber es war nur zu seinem besten, wie ich mir einredete.

Alec sah mich mit großen Augen an. „Ich sagte doch, du wirst mich für verrückt halten“, sagte ich zögerlich und zuckte mit den Schultern. „Aber es ist die Wahrheit!“ Nach einer Weile schüttelte Alec den Kopf. „Nein, ich halte dich nicht für verrückt. Aber es ist doch genial, dass du dich erinnern kannst, oder? Ich meine, mir tut es schon weh, mich an gar nichts mehr zu erinnern…“ Plötzlich trat ein trauriger Ausdruck auf sein Gesicht, der aber schnell wieder verschwand. Ich zwang mich zu einem Lächeln. „Ja… Ja das ist es!“ Auch wenn es tausend Mal schöner wäre, wenn es schöne und glückliche Erinnerungen wären.

Plötzlich schienen sich bei Alec alle Puzzleteile zusammenzufügen. „Deshalb hast du also so komisch reagiert, als ich hier angekommen bin. Weil du mich erkannt hast!“ Ich nickte. „Ja, ich war… überrumpelt.“ Das war noch milde ausgedrückt, aber er kannte ja nicht den genauen Kontext. „Das kann ich verstehen. Auch wenn du dich doch hättest freuen können, oder waren wir früher vielleicht nicht gut aufeinander zu sprechen?“, fragte Alec unsicher nach. „Doch. Ich glaube wir waren ziemlich gut befreundet“, wehrte ich ab. Ich dachte an den Traum zurück, was für Angst ich um Alec gehabt hatte und dass wir uns wohl schon nahegestanden haben mussten. „Dann ist ja gut. Bis jetzt finde ich dich nämlich nett“, lächelte Alec. „Das ist schön zu hören“, erwiderte ich, jetzt auch mit einem Grinsen im Gesicht. „Ich kann mich leider nicht an dich erinnern, tut mir leid“, meinte Alec bedauernd. Mein Lächeln erlosch für kurze Zeit. Ist vielleicht auch besser so, dachte ich. Doch ich hatte mich schnell wieder gefangen und meinte betont fröhlich: „Macht nichts. Ich kann mich ja auch nicht wirklich erinnern, dass heißt, wir können nochmal von vorne anfangen!“ „Gerne. Also, ich bin Alec“, sagte er und streckte mir die Hand entgegen. Lachend ergriff ich sie. „Emma“, stellte ich mich vor.


„Du bist also eine Läuferin?“, fing Alec mit einem Gespräch an. Ich nickte. „Ja und wir sind auch nur noch zu zweit, seit die Griewer auch tagsüber ein paar Mal aktiv waren…“ „Und wie wird man Läufer? Newt hat diesen Job bei der Auflistung nicht genannt, wo ich überall einen Tag verbringen muss.“ Ich lachte. „Nicht jeder kann Läufer werden. Nur diejenigen, die genug Ausdauer haben und stark genug sind werden zu Läufern ernannt. Wir können nicht einfach jeden Frischling ins Labyrinth schicken, um zu testen, ob sie das Zeug dafür haben. Das wäre viel zu gefährlich. Du weißt gar nicht, wie viel Überredungskunst es gebraucht hat, damit Newt und Minho mich ins Labyrinth haben gehen lassen!“ Alec stimmt in das Lachen mit ein. „Doch, das glaube ich dir, so wie Newt dich immer anschaut! Seid ihr eigentlich…. Zusammen?“ Ich spürte, wie meine Wangen sich röteten und sich ein glückliches Lächeln auf meine Lippen stahl. „Ja, sind wir!“

Bevor Alec darauf etwas erwidern konnte, wurde neben mir ein Tablett auf den Tisch geknallt, sodass ich erschrocken zusammenzuckte. „Guten Morgen“, meinte Minho gut gelaunt. Ich atmete hörbar aus. „Musst du mich so erschrecken Minho?“ Dieser lachte auf. „Warum so schreckhaft Emma?“ „Hm, ich weiß auch nicht, wieso ich mich erschrecke, wenn sich jemand von hinten an mich heranschleicht und dann sein Tablett mit unnormaler Lautstärke auf dem Tisch abstellt…“, meinte ich ironisch. „Schön, dann sind wir uns ja einig, dass es keinen Grund zum Erschrecken gibt“, grinste Minho und tauchte seinen Löffel in die Frühstücksschale. Dann wandte er sich Alec zu. „Und was verschafft uns die Ehre deiner Anwesenheit hier, Frischling?“, fragte er. „Er heißt Alec“, klärte ich ihn auf, da ich wusste wie ätzend es war, von allen Frischling genannt zu werden. Erstaunt hob Minho die Augenbrauen. „Du kannst dich an deinen Namen erinnern?“ Alec warf mir einen raschen Blick zu und ich bedeutete ihm mit einem knappen Kopfschütteln, dass er Minho nichts von meinen Träumen erzählen sollte. Ich wollte nicht nochmal in so eine Situation wie vorhin geraten. Vor allem nicht jetzt, da mich eh alle schon für eine Verräterin hielten…
„Ja, er ist mir heute Morgen eingefallen“, log Alec. Ich hatte ein bisschen schlechtes Gewissen, dass er log, um mich zu schützen, war ihm aber sehr dankbar dafür.

„Also gut Alec, wieso bist du so früh schon wach?“ Der Angesprochene zuckte mit den Schultern. „Ich konnte nicht mehr schlafen.“ Minho schien kurz zu überlegen, bevor er sagte: „Weißt du was? Gestern warst du doch bei den Schlitzern. Wenn du eh so früh wach bist, kannst du Pfanne doch helfen, das Frühstück für die anderen hungrigen Lichter vorzubereiten!“ Alec nickte zustimmend. „Klar, kann ich machen.“ „Super. Und wir beide machen uns jetzt auf den Weg ins Labyrinth. Wir wollen ja schließlich keine Zeit verlieren!“, meinte Minho an mich gerichtet. „Du willst mich also immer noch mitnehmen, obwohl ich eventuell für WCKD gearbeitet habe?“, fragte ich nach. Minho schnaubte spöttisch. „Natürlich! Wir wissen doch gar nicht, ob Bens Erinnerungen wahr sind. Und solange ich keine Beweise dafür habe, glaube ich diesen Schwachsinn auch nicht!“ Ich wollte ihm gerade sagen, dass ich mich selbst daran erinnern konnte, aber Minho wusste nichts von meinen Träumen und das sollte auch so bleiben! Darum lächelte ich ihn einfach nur dankbar an, bevor ich ihm in Richtung der Tore folgte.

Als wir diese erreichten, waren sie gerade dabei, sich zu öffnen. Ich atmete einmal tief durch, bevor ich sagte: „Also gut, dann los!“ Wir setzten uns gerade in Bewegung, als ein schriller Ton erklang. Erschrocken fuhren wir herum. Was war da los? Nach einem kurzen Moment des Nachdenkens fiel mir ein, dass ich dieses Geräusch vor zwei Tagen das erste Mal gehört hatte. Aber das konnte doch nicht sein! Irritiert sah ich Minho an, der nicht weniger verwirrt zu sein schien. „Der Frischlingsalarm“, murmelte er mit zusammengekniffenen Augen. Dann drehte er sich abrupt um und meinte: „Komm mit, irgendwas stimmt da nicht!“ So joggten wir gemeinsam in Richtung Gehöft, wo sich schon die restlichen Lichter um die Box gescharrt hatten. Keiner wusste, was das zu bedeuten hatte, denn bis jetzt war die Box immer nur jeden Monat einmal hochgekommen. So standen wir alle unsicher um den grauen Kasten herum und wussten nicht, was uns erwarten würde, wenn die Box angekommen wäre.
Gespannt warteten wir darauf, dass der Ton endlich verklang. Als dies eintrat, verstummte fast augenblicklich das aufgeregte Gemurmel der Lichter. Alby und Newt traten vor und begannen den Deckel der Box zu öffnen. Ich stellte mich auf Zehenspitzen, um hinter all den großen Jungs etwas zu sehen. Newt sprang wie immer hinein. Nachdem er in der Box gelandet war, herrschte erst einmal Stille. „Was ist denn jetzt, Newt?“, fragte einer der Jungs schließlich ungeduldig. Newt ließ sich etwas Zeit, bevor er antwortete: „Wir haben einen neuen Frischling!“
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