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Maze Runner- Never give up

von Lilja1234
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Alby Minho Newt OC (Own Character)
09.11.2017
28.03.2021
45
86.706
6
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Dieses Kapitel
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10.11.2017 1.703
 
Jemand rüttelte mich an meiner Schulter. Zuerst wehrte ich mich dagegen aufzuwachen. Ich war einfach noch viel zu müde. Aber da das Schütteln nicht aufhörte, öffnete ich mühsam die Augen und blickte in Newts Gesicht. Er lächelte amüsiert. „Na endlich! Ich versuche seit 5 Minuten dich zu wecken!" Ich rieb mir die Augen und grummelte: „Es ist doch noch viel zu früh." Newt lachte. „Eigentlich ist es sogar schon ziemlich spät. Unser Tag beginnt, wenn die Tore sich öffnen. Die Läufer sind schon seit einer Stunde auf den Beinen, damit sie sofort ins Labyrinth laufen können." Ich stöhnte, kletterte dann aber doch aus der Hängematte, was sich als nicht so einfach erwies, weil diese gefährlich schaukelte. Trotzdem schaffte ich es, ohne mich zu blamieren, aufzustehen.

Dann ging ich mit Newt zum Frühstück. Er hatte recht gehabt, die meisten Lichter waren schon wach und nur noch wenige saßen beim Frühstück. Wir setzten uns an einen freien Tisch und aßen schweigend. Ich war kein Morgenmensch, wie ich feststellen musste.

Als wir fertig waren, legte Newt den Löffel in seine Schale und sah mich an. „Heute verbringst du den Tag bei den Hackenhauern. Sie übernehmen die Gärtner Funktion hier auf der Lichtung.“ Ich nickte. Das klang doch gar nicht so schlecht, sondern nach etwas, das mir Spaß machen könnte. „Alles klar, dann lass uns losgehen. Ich will nicht noch später kommen, als ich sowieso schon bin.“ Newt lachte auf und erhob sich dann. „Na dann komm!“

Wir brachten noch unsere Schalen zu Bratpfanne, bevor Newt mich zu den Feldern begleitete. Dort waren schon mehrere Jungen am Arbeiten. Als Newt und ich vorbeiliefen, schauten sie auf. Sofort fühlte ich mich wieder unwohl und schaute auf den Boden. Ich mochte es nicht, von allen angestarrt zu werden. Doch sie wandten sich relativ schnell wieder ihrer Arbeit zu.

Schließlich erreichten wir Zart, den Hüter der Hackenhauer. Als er uns kommen sah, nickte er uns zu. „Hallo", sagte ich schüchtern. „Hi Frischling, dein erster Probetag heute?", begrüßte er mich. Ich nickte. „Na dann schauen wir mal, ob wir eine gute Aufgabe für dich finden." Er drehte sich um und zeigte mir an, ihm zu folgen. Ich sah noch einmal zu Newt. Der meinte: „Kann ich dich alleine lassen? Alby wollte noch etwas mit mir besprechen und bei Zart bist du gut aufgehoben." „Ja klar", erwiderte ich, obwohl es mir lieber gewesen wäre, wenn Newt noch bei mir geblieben wäre. Er lächelte zum Abschied. „Wir sehen uns spätestens heute Abend."

Ich folgte Zart in einen Bereich, wo lauter Gemüse angebaut wurde. Er erteilte mir bis zur Mittagspause die Aufgabe, Tomaten und Gurken zu ernten. Dies war eine monotone Arbeit und so hing ich meinen Gedanken nach.

Letzte Nacht hatte ich nicht gut geschlafen. Ich hatte von dunklen Aufzügen und gruseligen Maschinen geträumt, die mich durch ein Labyrinth jagten. Jetzt bei Tageslicht hatte sich meine Angst etwas gelegt. Ich war froh, dass es allen anderen genauso wie mir erging. Auch wenn es mir immer noch Angst bereitete, dass ich mich an nichts aus der Vergangenheit erinnern konnte. Ich wusste nicht, wer meine Eltern waren, wo ich gelebt hatte, einfach nichts.

Aber wie konnte es dann sein, dass ich mich an alle möglichen Namen von Pflanzen und Tieren, sowie an andere nutzlose Begriffe, nur nicht mehr an mein Leben erinnern konnte? Das war doch zum verrückt werden! Wenn ich doch wenigstens meinen Namen... Vor Schreck rutschte ich mit meiner Gartenschere ab und schnitt mir in den Finger. Doch ich bemerkte den Schmerz nicht wirklich, denn etwas anderes war viel wichtiger. Ich wusste meinen Namen wieder.

Emma.

Ich ließ die Schere fallen und begann einen kleinen Freudentanz. Es war so eine Erleichterung! Plötzlich hörte ich, wie sich jemand hinter mir räusperte. „Alles okay bei dir?" Ich drehte mich um und strahlte den fremden Jungen an. „Ich weiß meinen Namen wieder. Ich heiße Emma!" Der Junge grinste zurück. „Das freut mich! Ich bin Joel. Eigentlich bin ich von Zart geschickt worden, um zu gucken, wie du zurechtkommst und ob du Hilfe brauchst." „Hm" Ich betrachtete meine Arbeit. Ich hatte schon fast einen Korb voll mit Tomaten. „Eigentlich komme ich ganz gut zurecht", teilte ich Joel mit. Der nickte. „Okay. Wenn du irgendwas brauchst, kannst du zu mir kommen. Ich arbeite da hinten bei den Blumen." „Gut, danke!", sagte ich, bevor ich mich wieder meiner Arbeit widmete. Diese ging mir jetzt noch leichter von der Hand und als Zart ankündigte, dass wir Mittagspause hätten, war ich fast fertig mit ernten.

Ich konnte es kaum erwarten, Newt davon zu erzählen, dass ich mich wieder an meinen Namen erinnern konnte, doch er tauchte beim Mittagessen nicht auf. Enttäuscht schaute ich mich um und setzte mich letztendlich alleine an einen Tisch. Ich kannte die anderen nicht und wollte mich nicht einfach irgendwo dazu setzten. So aß ich also alleine und war froh, als die Mittagspause vorbei war. Mein Hochgefühl war verflogen.

Nach der Pause half ich Joel, das Beet umzugestalten und am Abend war ich komplett platt. Ich ließ mir von ihm die Duschen zeigen, da ich mich dreckig und verschwitzt fühlte. Als ich mich anschließend auf den Weg zum Gehöft machte, trat mir der Junge in den Weg, der mir schon bei meiner Ankunft aufgefallen war. „Du schon wieder“, knurrte er. „Was machst du hier? Wieso bist du hier?" Verwirrt sah ich ihn an. „Wie...Was meinst du?", stotterte ich unsicher. „Na, was du hier auf der Lichtung zu suchen hast. Du steckst doch bestimmt mit den Schöpfern unter einer Decke und willst uns zerstören!" Sprachlos schaute ich ihn an. Wieso dachte er so von mir? Obwohl ich Angst vor ihm hatte, war ich auch wütend über seine Worte und fragte aufgebracht: „Was redest du für einen Quatsch? Ich bin genauso ahnungslos wie ihr alle!"

Völlig unerwartet schubste er mich gegen die Wand von dem Gebäude mit den Duschen. Er hielt meine Arme fest, sodass ich nicht wegkonnte. Er kam ganz nah an mich ran und senkte die Stimme. „Als ob ich dir das abkaufen würde. Ich fall bestimmt nicht auf deine unschuldige Mädchen-Masche herein, auch wenn Newt und Alby es vielleicht tun! Wenn du auch nur irgendetwas tust, was unser Leben auf der Lichtung beeinträchtigt, werde ich dir zeigen, mit wem du es zu tun hast. Ich bin noch nicht fertig mit dir!" Mit den Worten ließ er mich los und ging.

Ich blieb erst noch eine Weile völlig geschockt stehen und versuchte mich zu beruhigen. Mein Puls schlug viel zu schnell und meine Beine fühlten sich zittrig an. Dieser Junge machte mir wirklich Angst. Ich sollte mich lieber von ihm fernhalten!

Schließlich machte ich mich auf den Weg zum Essen. Ich hoffte, dass Newt da war, weil ich dringend jemanden zum Reden brauchte und noch ein Essen ganz alleine würde ich nicht überstehen. Zum Glück sah ich ihn bereits an einem der Tische sitzen. Bei ihm saß ein anderer Junge, was mich kurz zögern ließ. Doch da hatte Newt mich schon entdeckt und winkte mich zu sich.

„Hi", begrüßte er mich. „Das ist Minho, der Hüter der Läufer.“ Er nickte in Richtung des anderen Jungen am Tisch. Ich hob die Hand. „Hallo, ich bin Emma.“ Newt sah mich mit großen Augen an. „Du kannst dich an deinen Namen erinnern!" Ich nickte und strahlte ihn an. „Ja, ich wollte es dir schon heute Mittag sagen, aber da warst du nicht da." Daraufhin machte Newt ein entschuldigendes Gesicht. „Tut mir leid, Alby hat mir aufgetragen, unseren Bestand an Essen und den medizinischen Mitteln zu prüfen und das hat länger gedauert. Aber das freut mich für dich!" Er schenkte mir ein Lächeln.

„Und wie war dein erster Tag hier?", erkundigte sich Minho irgendwann beim Essen. Ich zuckte mit den Schultern. „Ganz okay", antwortete ich ausweichend. Aus irgendeinem Grund wollte ich den beiden nichts von meiner Begegnung mit dem Jungen erzählen. „Die Hackenhauer waren ganz nett und die Arbeit war auch in Ordnung!"

Nach einer Weile wandte ich mich neugierig an Minho. „Und du bist der Hüter der Läufer? Wie ist es so im Labyrinth?" Newt schien mein Interesse am Labyrinth nicht so zu gefallen, aber Minho erzählte mit etwas. „Naja, wir laufen jeden Morgen, wenn die Tore sich öffnen ins Labyrinth. Dann laufen durch verschiedene Teile des Labyrinths und suchen nach einem Ausgang oder einer Veränderung. Wir merken uns immer die Gänge und zeichnen nachher Karten davon. Aber bis jetzt waren wir noch nicht erfolgreich."

Ich war ziemlich interessiert an dem Alltag von einem Läufer. Zwar verursachte das, was ich bis jetzt über das Labyrinth gehört hatte, eine Gänsehaut bei mir und sorgte für ein mulmiges Gefühl, aber die Vorstellung immer nur auf der Lichtung seine Arbeit zu verrichten und nichts zu unserer Befreiung beizutragen, fand ich auch komisch.

Irgendwann wechselte Newt das Thema und wir sprachen noch über weniger ernste Themen. Schließlich stand Minho auf und meinte er würde schlafen gehen. Auch Newt brachte mich wie gestern zu meiner Hängematte. Da sah ich den Jungen von vorhin an einem Tisch sitzen, doch zum Glück hatte er mir den Rücken zugekehrt. Ich tippte Newt an und deutete auf den Jungen. „Wer ist das da?" Nach einem kurzen Blick meinte Newt: „Das ist Gally. Wieso fragst du?" „Ach nur so", druckste ich herum. „Er ist mir etwas unheimlich, weil er immer so wütend schaut." „Das ist nun mal Gally. Er hinterlässt bei allen Neuen einen unguten Eindruck." Ich nickte, und wandte den Blick von ihm ab.

Nach einer Weile meinte Newt: „Ist wirklich alles in Ordnung? Du siehst etwas bedrückt aus!" Mit kurzer Verzögerung zwang ich mich zu einem Lächeln. „Ja, alles super!" Newt sah mich eindringlich an. „Wenn irgendetwas ist, kannst du immer zu mir kommen!" Ich nickte ihm dankbar zu. „Ich weiß, danke!" „Ist doch klar, dafür sind Freunde doch da!" Freunde! Wie froh ich doch war, dass ich Newt hatte, sonst würde ich mich hier auf der Lichtung ziemlich unwohl und einsam fühlen. Darüber dachte ich auch noch vor dem Einschlafen in meiner Hängematte nach.
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