Caught in Eternity

GeschichteFreundschaft, Sci-Fi / P16
Minho Newt OC (Own Character) Thomas
09.11.2017
19.08.2020
30
68.835
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09.11.2017 3.359
 
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Panik durchflutet mich in diesem Moment der Finsternis.
Ich hatte keine Ahnung wo ich (überhaupt) war, geschweige wer ich überhaupt war. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Ich erinnerte mich nicht mal mehr an meinen Namen. Das einzige, was mir noch im Kopf geblieben war, war dass ich unter Wasser gewesen war. Gesichter hatten mich angeschaut und ich hatte geschrien. (Da ich aber unter Wasser gewesen war), war mein Schreien verstummt und niemand hatte es auch nur wahrgenommen. Die Gesichter der Menschen verschwammen in meinem Gedächtnis und auch das, was mir (sonst) noch im Kopf geblieben war.
In meinem Kopf begann zu rauschen und meine Sicht wurde immer schwächer. In meinem Blickfeld sah ich neben mir einen Haufen weißer Kisten mit allem möglichen Zeug. Und komische Geräusche waren genau neben mir zu hören. Ich lag zusammengekauert an einem Gittern angelehnt. Ich merkte langsam, dass ich nicht in einem Raum oder so etwas in der Art war. Sondern in einem Käfig! In einem Käfigaufzug! Wo wurde ich hingebracht? Was passierte mit mir?
Das Rauschen in meinem Kopf wurde schwächer aber dafür wurde mir übel und ich musste mich kurz übergeben. Ich selbst fand das (sogar) sehr ekelig - aber was sollte ich tun?
Der Aufzug wurde schneller und schneller, so dass mir erneut übel wurde, aber ich hielt durch. Die Wände des Aufzugs ratterten und knarrten. Ich fing an zu schreien und zu kreischen, in der Hoffnung irgendjemand würde mich in meiner Verzweiflung hören. Ich bezweifle es, da ich allein war. Okay, nicht ganz allein. Die Geräusche, die ich noch vor ein paar Sekunden vernommen hatte, waren die Geräusche einer Ziege, die mit mir in diesem Höllenaufzug war. Ich erkannte es daran, weil sie anfing zu mähen und nicht nur das - sie kam auch zu mir, weil sie anscheinend Angst hatte. Genau wie ich.
Ich war also wenigstens nicht allein.
Über mir vernahm ich eine Luke, die sich langsam öffnete. Mir schien Sonnenlicht entgegen und ich musste mir die Augen zuhalten. Ich hörte leise Stimmen (und wie jemand die Luke öffnete, die Luke des Käfigs.)Jessica Bürger2019-03-25T17:12:33
Hast du bereits erwähnt

Da ich immer noch nichts sehen konnte, merkte ich nur die Erschütterungen am Boden des Käfigs. Jemand musste zu mir den Käfig gesprungen sein, etwas anderes konnte ich mir in diesen Moment nicht erklären. Langsam aber sicher gewöhnten sich meine Augen an das helle Sonnenlicht und ich konnte erkennen, wer vor mir stand. Es war ein großer Junge, der zu mir herab schaute. (Kaum hatten sich meine Augen an das Sonnenlicht gewöhnt, sah ich)Jessica Bürger2019-03-25T17:12:43
Hast du bereits erwähnt 20 bis 40 weitere Jungs über dem Gitter schauten zu mir herab. Viele tuschelten und sahen mich mit großen, weit aufgerissenen Augen an. Einer der Jungs rief auf einmal „Was ist denn los? Stimmt etwas nicht mit ihm?“ Ein weiterer Junge rief: „Halt die klappe Chuck!“ Voller Empörung schnaufte der Junge, dessen Name ich nicht verstehen konnte. Ein weiterer Junge kämpfte sich durch die Menge, um zum Käfig zu gelangen. „Stimmt etwas nicht Gally?”, fragte er verwirrt und blieb wie in Schockstarre vor der Luke stehen. „Newt! Es ist ein Mädchen!”, rief er hoch, als könnte der andere ihn nicht verstehen. Dieser komische Junge namens Gally packte mich grob am Oberarm und zog mich aus dem Käfig heraus. Ich fuchtelte wie wild mit meinen Armen umher, sodass er mich los lassen musste. Kurz bevor ich mich wieder richtig bewegen konnte, traf ich einen Jungen mit meiner Hand im Gesicht. Da ergriff ich die Chance und rannte weg. Die Jungs waren abgelenkt von meinem unabsichtlichen Schlag gegen einen von ihnen. Ich rannte und rannte in der Hoffnung mich irgendwo verstecken zu können. Ich hörte wie ein paar der Jungs pfiffen und ständig „Sie wäre eine gute Läuferin!” schrien. Obwohl ich nicht mal kapierte, was das heißen sollte. Meine Schritte wurden langsamer, als ich bemerkte, dass ich nur auf einen 50 Meter hohe Steinwand zurannte. Dann blieb ich stehen und sah hinter mich. Einer der Jungs schien mir langsam zu folgen.

Dann bemerke ich es! Ich war eingekesselt, von riesigen Steinmauern, die mir unendlich vorkamen. Ich sah mich noch ein bisschen mehr um. Ich war auf so was wie einer Insel nur ohne den Sand und das Meer. Aber so etwas ähnliches. Eine Lichtung! Ja genau das war es. Zehn Meter weiter war ein riesiges Tor. Da käme ich raus! Ich beschleunigte wieder meine Schritte und drehte mich noch einmal um. Die Jungs standen immer noch da und lachten und pfiffen, nur ein Junge nicht. Er kam mir immer näher, also fing ich wieder an zu rennen. Ich spürte ein kleinen stechenden Schmerz in meinem rechten Knöchel, den ich mir mit großer Wahrscheinlichkeit gerade verknackst hatte. Das Tor war jetzt nur noch wenige Meter von mir entfernt und ich wäre weg von diesem komischen Ort!
Der Junge hinter mir schrie auf einmal auf. „Halt warte! Du kannst da nicht reingehen! Stoooop!”, schrie er voller Entsetzen. Ich wollte nicht auf seine Warnung hören und entschloss mich, durch das Tor zu rennen. Plötzlich waren noch zwei andere Jungs vor mir. Der eine sah etwas asiatisch aus und blickte mich voller Entsetzen an. Der Junge hinter mir rief wieder etwas „Minho! Halte sie auf!“. Ich drehte mich wieder um und blickte ihn finster an. Warum wollten sie mich denn nicht einfach gehen lassen? Der Junge mit dem Asiaten-Look überlegte keine Sekunde und lief auf mich zu. Der Junge neben ihm machte es ihm gleich, aber auch er schaute mich verwirrt an. Ich ging langsam aber sicher ein paar Schritte zurück, als plötzlich eine kräftige Windböe durch das Tor durch pfiff. Das Tor schloss sich. Jetzt hatte ich etwas Angst, die Entschlossenheit die ich gerade noch hatte, von hier weg zu kommen, war wie weggeblasen und ich wurde von dem einem Jungen durch das schließende Tor gezerrt. Ich konnte mit ihm mithalten, da er genau so schnell war wie ich. Für mich ein bisschen zu schnell, dass ich ins Stolpern geriet und stürzte.
Ich rappelte mich wieder schnell auf und rannte weiter, da mich der Junge immer noch nicht los ließJessica Bürger2019-03-25T17:13:43
Wie kann sie weiter rennen, wenn er sie eigentlich festhält?. Der Junge, der vor dem Tor stand, rief die Namen der Jungen. Minho und Nico hießen die beiden.

Das Tor hinter uns schloss sich und obwohl ich kaum noch Ausdauer hatte, rannte ich immer noch weiter. Ich sah ein Stück Wald und rannte sofort hin, um mich zu verstecken. Meine Haare fielen mir ständig ins Gesicht, was mir meine Sicht versperrte. Nachdem ich tief genug hinein gerannt war, ließ ich mich neben einem Baum nieder. Mir war noch nicht mal bewusst geworden, was ich da eigentlich für Klamotten trug. Ja okay, es war mir eigentlich egal, was ich trug.
Ich trug ein weißes Hemd, das etwas dreckig geworden war, als ich vorhin hingefallen war. Dazu graue Jeans, also nichts Besonderes, wie ich fand. Unter meinem Hemd hatte ich noch ein Top an, mit dem mir noch wärmer war. Diese Hitze hier hatte mir beim Rennen nicht gut getanJessica Bürger2019-03-25T17:14:11
Ich finde ihr Aussehen ist an dieser Stelle etwas... plötzlich. Also entweder du führst das noch etwas ein, dass sie endlich zur Ruhe kommt und sich darüber Gedanken machen kann oder du fügst es einfach an anderer Stelle ein oder so.. Das spüre ich deutlich in meinem Kopf, er pochte wie wild und bereitete mir Schmerzen. Meinen verknacksten Knöchel spürte ich schon gar nicht mehr, weil ich den Schmerz verdrängte.

Ich verstand nicht, warum mich diese Jungs mich nicht gehen lassen wollten. Es war nicht das Angenehmste gewesen, in diesem Käfig gehockt zu haben.Jessica Bürger2019-03-25T17:15:10
Was hat das mit den Jungs zu tun? Im Gegenteil, es war so als hätte das Ganze kein Ende mehr gehabt. Die Jungs waren generell komisch - was machten die den hier alle?

Über diese Fragen konnte ich mir keine Antwort mehr suchen, da mir die Augen zufielen. Und auch die Gedanken an die ganzen Jungs, die um mich herum waren, vergas ich schnell wieder.
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„Sam, kannst du mir mal bitte die Unterlagen von dem Jungen geben?”, fragt ein brünettes Mädchen. Sie saß gegenüber eines schwarzhaarigen Jungen, der wie sie, ein weißes Kittel trug. Sie saßen sich gegenüber wie an einer Art Schreibtisch. Nur war das Ganze mit mehr Technik ausgestattet, wie man es heutzutage kannteJessica Bürger2019-03-25T17:15:31
Was bedeutet das denn genau? Ist ja schließlich nicht die Technik, wie im Jahre 2019.
. Sam streckte seine zittrige Hand aus und gab ihr eine braune Mappe.

„Sind das alle Infos von ihm?”, fragt sie und nahm ihm die Mappe ab. Sie blickte ihm tief in die Augen, was ihn etwas zum Schwitzen brachte.
Er nickte vorsichtig und widmet sich seinen Arbeiten wieder. Man sah ihm seine Nervosität praktisch anJessica Bürger2019-03-25T17:15:56
Wie sieht man ihm die an? Wieso ist er überhaupt so nervös?. Dieser Junge war schon immer komisch bei seiner Arbeit. Er konnte sich nie richtig konzentrieren. Dann plötzlich steckte er ihr ein Zettel zu, doch bevor sie ihn nehmen konnte, ließ er den Zettel fallen. Er rückte sein Stuhl zurück und verschwand aus dem Raum. Die Brünette saß immer noch wie angewurzelt an ihrem Arbeitsplatz und sah dem Jungen hinterher. Dann nahm sie den Zettel, den ihr der Junge gegeben hatte. Sie stand sofort auf und rannte ihm hinterher.Jessica Bürger2019-03-25T17:16:22
Hat sie den Zettel gelesen? Denn wenn sie ihn komisch findet, warum sollte sie ihm dann sofort hinterher? Sie verließ den großen Arbeitsraum mit all den anderen Arbeitern. Die Flure dieses Gebäudes sahen alle gleich aus, darum wusste sie nicht recht wo sie jetzt hin sollte. Sie bog in den ersten Korridor rechts ab, dann wieder links. Sackgasse! Eine verschlossene Tür, in die sie nicht rein durfte. Sie ging weiter.

Und weiter.
Eine vertraute Stimme meldet sich in ihrem Kopf zu Wort. „Ich bin im rechten Gang. Geh weiter.” Was war das denn nun? Wusste ihr Kopf mehr als sie selbst?
Aber das in ihrem Kopf war doch gar nicht ihre Stimme. Es war die Stimme von Sam, aber wie ging das?
Sie befolgte seinen Rat und bog wieder in einen rechten Gang ein und tatsächlich: Da stand Sam in seinem weißen Kittel genau so wie vorher. Er stand vor einer Glaswand durch die man durch sehen konnte. Sie stellte sich zu ihm und fragte schlussendlich: „Was wollen wir hier? Wir dürfen nicht hier sein und das weißt du!”, drohte sie ihm.Jessica Bürger2019-03-25T17:16:53
Fände „fauchen“ oder „keifen“ oder so besser, weil sie ihm nicht droht. Und wieso fragt sie ihn nicht, wie er in ihrem Kopf reden konnte? Sam starrte nur weiter durch die Glaswand. „Warte ein Moment, dann wirst du sehen, warum ich dich hergebeten habe.” Sie rollte ihre Augen. „Wenn du jetzt wieder mit deinen Verschwörungstheorien kommst, gehe ich wieder.” Doch um noch etwas zu sagen, hatte es ihr die Sprache verschlagen. Was sie jetzt sah, war unfassbar schrecklich. Nico, ein Arbeitskollege von ihnen beiden, lag auf einer Liege mit komplett neuen Klamotten. Es sah aus als würden sie ihn auf etwas vorbereiten. „Warte mal, können die uns nicht sehen?”, fragte sie und knetete ihre Hände vor Nervosität. „Ist das das Erste, was dir einfällt?”

Er blickte ihr ins Gesicht, als würde er auf eine andere Antwort warten. „Nein! Aber wenn uns jemand erwischt sind wir dran!”, fing sie mit ihrer Aussage an.
„Was machen sie mit Nico?”, fing sie von Neuem an. „Er wird in das Labyrinth gebracht. Und ich wahrscheinlich auch.” Sie runzelte die Stirn. Was sollte das bedeuten, sie waren doch gar nicht die Testpersonen. Sie waren die Leute die ihn dabei helfen. „Fragst du dich nie, was mit Alex und Newt passiert ist? Oder was sie überhaupt mit all den Menschen machen?”, fragte er und sah weiter durch die Glaswand, so als wäre das Mädchen nicht da. „Sie wurden entlassen oder so was in der Art.”
„Das glaubst aber auch nur du.”
„Jetzt rede doch mit mir! Was ist hier los und was machen die mit Nico?”
„Ich wollte es dir schon früher sagen, aber ich brauchte Beweise. Diese ganzen Jungs, die wir beobachten haben, haben alle hier gearbeitet. Und alle sind in der ähnlichen Altersgruppe. Ich weiß auch, dass ich der Nächste sein werde, weil sie wissen, dass ich hier rum schnüffle. Wir-”
„Warte mal, Nico wird etwa auch in dieses schreckliche Labyrinth gesteckt? Warum machen die das!?”
„Jetzt lass mich doch mal ausreden! Ja, sie stecken Nico ins Labyrinth. Die Gründe dafür weiß ich auch nicht, aber wir allen haben etwas gemeinsam! Es ist eine Art Test, den sie alle bestehen müssen.” Ihm stockte der Atem, als die beiden Schritte in einem anderen Gang vernahmen. „Du musst weg und vergiss bitte nicht, was ich gesagt habe, okay? Und auch wenn sich dich danach fragen, antworte nicht okay? Na los, verschwinde jetzt!” Die Brünette schritt auf ihn zu und umarmte ihn. Dann lief sie wieder in den Gang zum großen Raum entlang.
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Ich schreckte hoch und faste mir an die Stirn. Mein Herz hämmerte wie wild und ich war von oben bis unten verschwitzt. Das, was ich geträumt hatte, war wieder komplett aus meiner Erinnerung gelöscht und das Einzige, was mir in den Sinn kam, war ein Name. Jetzt verschwand auch er. Das Einzige, was mir blieb, war dass hier irgendwas ganz und gar nicht stimmte. Etwas an diesem Ort war nicht so, wie es sein sollte. Ich bemerkte das Grummeln in meinem Magen. Ich hatte ein gewaltigen Kohldampf! Also rappelte ich mich langsam wieder auf. Ich wusste gar nicht, wie lang ich eigentlich geschlafen hatte, da ich ja keine Uhr oder so etwas in der Art dabei hatte. Jedenfalls war es bereits dunkel und die Jungs mussten bestimmt schlafen. Das hoffe ich zumindest. Ich hörte etwas Musik und Stimmengewirr vor dem Wald, also schliefen sie noch nicht. Na toll! Und wie zum Kuckuck sollte jetzt an den vorbei kommen? Ich konnte ja wohl schlecht einfach hin gehen und sagen „Hey Jungs! Ich könnte etwas zu essen vertragen, hättet ihr etwas für mich?” Nee nee, das würde ich ganz bestimmt nicht machen. Ich wollte mich so weit weg wie nur irgendwie möglich von denen fern halten. Und bei der nächst besten Möglichkeit verschwinden!
Ich konnte kaum etwas sehen. Wieso kamen diese Deppen nicht mal auf die Idee im Wald auch Fackel aufzustellen.
Langsam kam mir mehr Licht entgegen, so dass ich etwas sehen konnteJessica Bürger2019-03-25T17:18:14
Im Satz vorher hat sie sich aber noch beschwert, dass es so dunkel sei.. Auf der anderen Seite der Lichtung, sah ich eine Art Hütte, aus der Rauch kam. Es konnte ja wohl schlecht sein, dass sie in einer Hütte Feuer hatten. Da würde ja die ganze Hütte abrennen. Also kochten sie da!

Am Vorbeigehen (natürlich so, dass mich die Jungs nicht sahen) sah ich in der Nähe einer weiteren Hütte, ein riesengroßes Feuer. Die Jungs standen oder saßen alle drum rum. Und sofort sah ich diesen unfreundlichen Kerl wieder. Der war ja mal überhaupt nicht von mir begeistert! Und vor allem wie grob er mich behandelt hatte. Ich war doch kein Stück Fleisch!
Ich schlich mich also zu ihren Essensvorräten. Da die Hütte keine Tür hatte, konnte ich unbemerkt reinJessica Bürger2019-03-25T17:18:48
Wo und wie kam sie denn rein, v.a. Da sie sich auch noch als Ninja beschreibt?. Ich war ein Ninja! Ein ziemlich Guter musste ich sogar selbst gestehen. Keiner hatte auch nur ansatzweise gemerkt, dass ich mich rein geschlichen hatte. Vor mir lag selbst gebackenes Brot. Ich konnte nicht widerstehen und griff mir ein Laib. Es war noch warm, das beste Brot, was ich je gegessen hatte. Soweit ich mich erinnern konnte.Ich schnappte mir noch ein zweites Stück. Ich wollte aber wieder schnell zurück in den Wald gehen. Also schnappte ich mir noch zwei Äpfel und wollte verschwinden. Ich stieg leise wieder aus der Hütte hinaus und wollte schnurstracks zurück zum Wald, bevor mich doch noch jemand sah. Okay das mit dem „Ich bin war ziemlich guter Ninja“ nahm ich gerne wieder zurück. Ich war ein grottenschlechter Ninja.

Ich vernahm plötzlich ein Räuspern hinter mir und wollte erst gar nicht nach hinten schauen. Mir hat dieses Räuspern überhaupt nicht gefallen. Am liebsten würde ich jetzt wieder schnell wegrennen, aber die Person hinter mir hätte mich mit großer Wahrscheinlichkeit aufgehalten.
„Wenn ich das mal fragen darf: Was machst du mit unserem Essen?!”





So erste Kapitel fertig :)

Alles was pink ist, sind Grammatik- und Rechtschreibfehler. Alles was schwarz und fett ist, sind Zeitenfehler. Ein paar inhaltliche Kommentare stehen an der Seite, aber das Feedback an sich schreibe ich dir immer unters Kapi.

Mir ist aufgefallen, dass du viele Leerzeichen machst und Kommata hinter die wörtliche Rede, wenn diese bereits beendet ist (z.B. XYZ sagte: „...“, neuer Satz). Das brauchst du nicht. Es geht immer so:

„...“, sagte XYZ.
XYZ sagte: „....“
„...“, sagte XYZ, „...“

Nur beim Ersten kommt noch ein Punkt hinter das letzte Wort, ansonsten enden die Sätze mit der wörtlichen Rede und du brauchst auch kein Komma, um anzuzeigen, dass ein neuer Satz beginnt. Die Anführungszeichen machst du auch nicht mit zwei Kommata o.ä. Sondern mit Shift-2. Beide Male. Je nachdem, ob dein PC englisch oder deutsch eingestellt ist, macht er sie beide oben oder ersteres unten, zweiteres oben.

Dann bezüglich der Zeit.
Ich habe den Text jetzt in Präteritum umgeschrieben. Alles, was „gerade“ in deiner Story passiert, ist noch keine abgeschlossene Handlung und gehört dementsprechend ins Prät. Alles was abgeschlossen ist, z.B. Erinnerungen, die sie im „Gerade“ hat (keine Flashbacks!) gehören ins Plusquamperfekt (also z.B. hatte gemacht, hatte gelesen, war gerannt). Konjunktiv und Zukunft hast du allerdings sehr gut hinbekommen (z.B würde ich nicht machen etc.). Also einfach alles, was sie tut im Prät. halten und alles was davor geschehen ist ins Plusquam.

Zum Inhalt/Ausdruck:
Ja, zum ersteren kann ich noch nicht viel sagen, weil ich bisher nur das erste Kapitel gelesen habe und dementsprechend noch nicht wirklich in der Story bin :D Manchmal kommen ihre Gedanken etwas plötzlich bzw. weiß ich nicht, wieso sie an manchen Stellen so denkt. Zum Beispiel: Wieso denkt sie, sie sei ein Ninja? Der Leser weiß nicht, wie sie in den Raum gekommen ist, also kann er nicht nachvollziehen, wieso sie glaubt ein Ninja zu sein. Und du könntest ruhig noch etwas mehr beschreiben, insgesamt. Klar, wir wissen alle, wie die Lichtung aussieht, aber was die Leute angeht, was ihre Gefühle angeht, was Gerüche und Geräusche angeht: Das empfindet jeder anders und das kann gut ausgeschlachtet werden.
Zum Ausdruck: Gut. (Du kennst mich noch nicht so gut, aber ich bin keine Korrekturleserin, die mit Rosen um sich wirft. :D Also ein Gut ist ein wirkliches Lob, ein Sehr gut, hat bisher nur eine Person von mir bekommen, also bitte nimm nichts von dem, was ich hier schreibe persönlich). Im Journalismus sagen wir immer „Show don't tell“. Also weniger Adjektive und stattdessen mit aktiven Verben beschrieben, was geschieht. Das ist bei Prosa natürlich etwas anderes, weil der Leser sich ja absichtlich etwas erzählen lassen will, aber grundsätzlich ist es ein guter Ansatz zu sagen, jemanden lieber mit in die Geschichte hineinzunehmen als ihm bloß davon zu erzählen. Und das fehlt noch etwas bei dir. Wenn sie vor den Jungs wegrennt: Erzähl, dass da Steine unter ihren Füßen sind, die sie zum Taumeln bringen könnten. Erzähl, wie der Wind ihr ins Gesicht pustet, wie sie sich anstrengen muss, um weiter schnell zu rennen und ihr die Lungen brennen. Wenn sie mit Minho und Nico zusammenkracht: Erzähl wie sich seine Finger an ihrem Oberarm angefühlt haben, dass er wahrscheinlich nach Schweiß und Erde und Staub gerochen hat, weil er den lieben langen Tag durch das Labyrinth gerannt ist (was sie nicht weiß, aber du). Schreib, als würdest du 1:1 das fühlen, sehen, hören, riechen und schmecken, was sie schmeckt – nur so fühlt und sieht und hört es auch dein Leser. :)




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