Father by accident

GeschichteAllgemein / P18 Slash
09.11.2017
09.11.2017
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Jiyong POV

Youngbae und ich waren nach einem Geschäftsessen auf dem Weg nach hause. Er äffte unsere unfreundliche Geschäftspartnerin nach, während ich lachend meinen Blick auf die leere Straße vor uns richtete.

''Die Kooperation zwischen YG und SM Entertainment in Form einer Dancegroup wird für beide Labels nur von Vorteil sein, ihr werdet nur profitieren.'' Er imitierte sie wirklich gut. Es war zwar richtig, was die Frau da von sich gegeben hatte, aber wir hatten doch nichts zu sagen, außer das es unsere persönlichen Backgounddancer werden sollten, die wir mit einer bald debütierenden Gruppe teilen sollten.

Wozu überhaupt? Ich verstand den Sinn nicht. Sie wollte 10 bis 12 Jährige Kinder casten, damit die Gruppe länger einsetzbar wäre. Aber ich hatte schon am Tisch meine Abneigung gegenüber diesem Konzept ausgesprochen. Kinder sollten Kinder bleiben. Ich hoffte, dass diese Idee niemals umgesetzt werden würde.

Auf einmal riss mich Youngbae aus meinen Gedanken. Er fing an zu schreien, immer und immer wieder meinte er, dass ich anhalten solle, bis ich reagierte. Ich wich dem Geisterfahrer vor mir gerade noch so aus, doch steuerte vor die Leitplanke. Mir wurde schwarz vor Augen und ich hörte nur noch einen Knall.

~~~~~~~~~~

Mit Kopfschmerzen wachte ich auf. Ich saß nicht mehr im Auto. Langsam setzte ich mich auf und sah mich um. Zuerst sah ich Youngbae, der bewusstlos auf der Wiese hinter der Planke lag. Ein paar Meter weiter war das Wrack meines Autos. Doch das interessierte mich nicht die Bohne. Schnell, oder eher so schnell es ging, robbte ich zu meinem Freund. Mein Bein tat höllisch weh, wahrscheinlich war es gebrochen.

Endlich war ich bei Youngbae. Verzweifelt versuchte ich ihn wachzurütteln, und langsam fing er an die Augen zu öffnen. ''Jiyong? Hatten wir einen Unfall? Das ist nicht gut.'' Er imitierte wieder die Frau. Lächelnd sah ich ihn an, es ging ihm gut. Wir versuchten aufzustehen, was ihm besser gelang als mir.

Er ging schon mal zum Auto und sah sich den Schaden genauer an. Plötzlich hörte ich ein Wimmern. Verwundert sah ich mich nach dem Verursacher um, als ich auf die Straße blickte. Dort war das andere Auto an die Mauer geknallt, die die Fahrtrichtungen abtrennte. Das Wimmern kam aus dem Auto. Schnell stand ich auf. Unter Schmerzen lief ich zum Wrack und schaute nach den Insassen. Vorne war nichts zu erkennen. Die Autoschnauze war komplett zerstört worden.

Die Menschen darin auch. Gott sei dank konnte man das aber kaum erkennen, trotzdem wurde mir bei dem Gedanken daran übel. ''Wo sind Mama und Papa?'' Ich schaute erschreckt in den hinteren Teil des Autos.

Dort saß ein kleines verängstigtes Mädchen. Ich sah sie traurig an:''Ich weiß es nicht.'', log ich. Das war wohl das beste für sie. Das Mädchen kam ins Licht. Sie sah so anders aus. Ihre Haut war bräunlich und die Hüftlangen Haare kastanienbraun. Sie war so dünn, dass ich Angst hatte, sie beim nächsten Windzug davonsegeln zu sehen. Ihr Arm, sowie ihre Wange bluteten und aus den blauen Augen quollen Tränen. Auch sie schien mich zu beobachten.

Fragend sah sie mich an:'' Wer bist du?'', die Frage brachte mich, warum auch immer, zum Lächeln. ''ich bin Jiyong, und du?'' Langsam fing sie an zu schluchzen. ''Ich weiß es nicht.'' Ich wusste nicht, wieso ich das tat, aber ich ging noch näher an die Autotür und zog die verdellte Tür mit einem Ruck auf, was die kleine ziemlich erschreckte. Lächelnd hielt ich ihr die Hand hin und sah sie an. Sie nahm meine Hand und ließ mich ihr aus dem Auto helfen.

Als sie sich mit mir auf die Wiese begab, zog ich meine Jacke aus und legte sie ihr um ihre schmalen Schultern. Youngbae kam auf uns zu und sah mich fragend an. Ich deutete auf das Auto und gab ichm mit einem Handzeichen zu verständigen, nichts davon zu erzählen. Er sah die kleine an und grinste: ''Hallo, wer bist denn du? Mein Name ist Youngbae.'' Sie antwortete wieder, dass sie es nicht wüsste, worauf er mich nur geschockt anstarrte.

Youngbae rief einen Krankenwagen und die Polizei.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich erwachte aus meinem Schlaf und sah, dass auch Youngbae nicht mehr in seinem Bett war. Eilig ging ich ihn suchen. Es waren nun die Tage nach dem Unfall vergangen, mein Bein war gebrochen und Youngbaes Arm genau so. Über die kleine wussten wir noch nichts, bis wir an diesem Tag von der Polizei und dem Jugendamt besucht wurden.

''Mr. Kwon? Wir müssen mit Ihnen reden. Es geht um das Mädchen, das sie am Unfallort gefunden haben.'' Ich wurde aufmerksam. Die Frau vom Jugendamt übernahm. ''Wie Sie sicherlich ahnen können, sind die Eltern von Min Bea noch am Unfallort verstorben. Da ihre Eltern aber Einwanderer waren, dessen Familien wir nicht kontaktieren können, da uns dazu die Daten fehlen, hat Bea nun niemanden mehr. Sie erinnert sich auch an nichts mehr weder was vor, noch was kurz nach dem Unfall passiert war. Lediglich Ihren Namen weiß sie noch. Die kleine ist 8 und sie in ein Heim zu stecken wäre sinnlos, da heutzutage fast nur noch Säuglinge und Kleinkinder von Familien adoptiert werden. Und Bea möchte unbedingt zu Ihnen, sie will Sie unbedingt sehen.''

An diesem Tag besuchte ich Bea und schloss sie auch gleich in mein Herz. Sie lachte so viel, war so stark, trotz ihrer Lage. Und es stand für mich fest, wie ich dem Kind helfen werde.

Ich werde sie adoptieren.

Und das mit 21.
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