Zwei Ärzte sind einer zu viel

GeschichteMystery, Romanze / P16
Trafalgar Law
08.11.2017
25.11.2019
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Trafalgar Law

Dicker, schwarzer Rauch, der sich um Nyx Körper hüllte, schwebte in der Luft. Es war so, als würde der Rauch ein eingenleben führen und eine Art Schutzschild um sie kreisen. Der üble Geruch erinnerte ihn an menschliche Verwesung.
Ihr Menschen seid so berechenbar. , lachte sie hysterisch.
„Was meinst du?“
Ishigo* oder wie der Trottel hieß musste mir die Gunst erweisen und du konntest nicht anders, als Daenerys für den Angriff auf deinen Kameraden verantwortlich zu machen.
„Das warst du. Warum? Das wirst du bitterlich bereuen. Ich werde dich…“, brach Law ab und spürte neue Elektrostöße.
Er japste nach Luft und spuckte den schimmligen Geschmack aus dem Mund.
Tut weh nicht war. Genau wie bei Daenerysss. Dasss war fantastisch. Du hast ihr nicht nur die Freiheit geraubt, sssondern die Persönlichkeit zerstört. Tief in deinem Herzen weissst, du das ich recht habe.
„Und warum hat Daenerys versucht, mich aufzuhalten?“
Sssie hat die Angewohnheit jeden vor mir retten zu wollen. Sssie zwingt sich dazu, die Kontrolle über mich zu erlangen, sodass ich keinen Ssschaden anrichte. Ihr Körper wird ssschwächer und ssschwächer, somit auch das Sssiegel, das mich hier hält. Eins musst du dir eingestehen. Dein Herz ist genaussso schwarz wie meinsss.
Da gibt es eine Sache, die du für mich erledigen musst. Hilf mir das Siegel zu brechen, das mich hier festhält. Du wirst dafür entlohnt werden.
„Was könnte ich von einer Göttin bloß wollen?“
Kapitän Law, ich kann in die tiefsssten Ecken deiner Seele schauen und weiß, wasss dich begehrt. , zischte sie.
„Wirklich? Und das wäre dann genau was?“
Die Wiederbelebung einer geliebten Person. Wie heißt er doch gleich. Ah ja, genau Don Quichotte Rocinante viele kannten ihn unter dem Decknamen Corazón.
Woher weiß sie von ihm? , biss sich Law auf die Lippe und stand auf.
Innerlich zog sich alles zusammen, die schmerzlichen Erinnerungen spulten wie ein Film von Anfang bis Ende. Das erste Treffen mit Corazón, die lustigen, schönen Erinnerungen mit ihm, das Heilmittel als Teufelsfrucht, seinen Tod und die Freiheit, die Corazón ihm schenkte. Kalter Schweiß, lief ihm über dem Rücken.
Deine Rache hassst du an seinem Bruder schon bekommen. Alssso warum nicht der Ausgleich. Rückkehr gegen Freiheit.
„Niemals! Eher lass ich mich töten, als Freiheit mit einem Pakt des Bösen einzugehen. Daenerys ist keine schwache Frau, wie du sie beschreibst.“, brüllte Law.
Einige Sekunden vergingen, bevor sie im ruhigen Ton antwortete.
Warum interessierst du dich so für sssie? Du kennst sie doch gar nicht. , schwebte sie um Law herum, der sie dabei nicht aus den Augen verlor.
„Wer ist sie? Die Tatsache, dass du in ihr versiegelt wurdest, sagt mir, dass sie Stärke besitzt.“
Sssie ist nur eine Sterbliche, die ihrer Leidenschaft als Ärztin nachgeht. Ihr wird viel Ressspekt und Ansehen entgegengebracht wird.
Was ihn umgab, war nicht mehr die frostige Finsternis, sondern ein samtenes, warmes Dunkel.
„Du bist eifersüchtig auf sie.“, stellte Law fest.
Wie lächerlich. Wie kommst du auf ssso etwas? Von jedem gemocht und begehrt zu werden. Sssich mit sssterblichen Abzugeben und gute Laune zu verbreiten. Nein, das ist nichtsss für mich. Was für ein fürchterlicher Gedanke, der dir durch deinen dummen Kopf herumschwirrt.
„Wie kam es dazu, dass du in sie versiegelt wurdest?“
Du lässt wohl nicht locker, wasss? Na gut. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern wer mich in Daenerys Körper versssiegelt hat. Wäre auch schön, um wahr zu sein.
Law spürte, wie sein Herz schwerer wurde. Er hielt sich seine Hand an seine Brust.
Glückwunsch, du bissst jetzt komplett mit Daenerysss Seele verbunden. , grinste sie.
„Wie meinst du das?“, fragte er und sah sie an.
Was glaubst du, wie du hier bei mir landen und wir uns so gut unterhalten konnten.
Law drehte ihr den Rücken zu und schloss die Augen.
Das kann nicht real sein. Ich habe mächtig was auf den Kopf bekommen. Aber es fühlt sich so real an.
Er ballte seine Hände zu Fäusten.
Law, hast du die Chance in die Freiheit zu gelangen genutzt? , hallte es in seinen Ohren wieder.
Das ist doch Corazóns …
Law linste über seine Schulter. Sogleich fing sein Herz an zu pochen. Mit aufgerissenen Augen drehte er sich vollständig um und sah in die schwarzen Augen und in das teuflische lachen von Nyx, die die Frechheit besaß, die Stimme von Corazón zu imitieren.
Diese Art von Freiheit habe ich nicht für dich gesehen. Du hast deine Chance nicht genutzt. Und jetzt bin ich Tod. Ich bin für dich gestorben. Ich habe mich geopfert und so dankst du es mir? Ich bin enttäuscht von dir…
„Halts Maul", schrie Law und griff nach ihr.

Daenerys

Als sie die Augen öffnete, sah sie mehrere Augen auf sich gerichtet. Ihre Augen tränten, als sie wegen der Helligkeit der Op-Leuchte ein paar Mal blinzeln musste. Ihre Übelkeit schnürrte ihr immer noch den Hals zu.
„Was schaut ihr denn so?“, fragte sie. „Uns faszinierend das Horn auf deiner Stirn“, antwortete Penguin, der ihr den Nacken hielte.
Sofort griff sie sich an die Stirn und tastete sie ab. Sie konnte keine Beule ausmachen. Die Jungs grinsten, als sie ihr Gesicht verzog.
„Haha. Ich habe selten so gelacht“
Bepo stütze sich auf die Beine, als er Aufstand. „Penguin, kümmere dich um Daenerys Wunden“, sagte er. Penguin, stützte Daenerys Rücken und schob sie vorsichtig gegen die Lehne, damit sie sich anlehnen konnte. Ihrer Glieder wurden schwer. Sie fing an zu gähnen. Bepo sah rüber zu den den anderen Beiden, die gerade dabei waren, die blutverschmierten Tupfer und das benutzte Operationswerkzeug zusammensammelten. „Uni und ich bringt den Käpt‘n in seine Kajüte. Clione mach hier den Raum sauber. Penguin. Im Anschluss bringst du Daenerys in ein Zimmer. Alles andere besprechen wir später“, erwiederte Bepo, als er sich die Handschuhe von den Pfoten zog.
„Aye, Vizekäpt’n“ Die Jungs antworteten ihm im Synchron.
Clione sammelte alles auf, was sich noch auf der Liege befand, bevor er die Bremse der Liege löste. Uni zog am Fußende die Liege hinter sich her, sogleich Bepo das Steuern der Liege auf der anderen Seite übernahm. Die Türe fiel automatisch ins Schloss. Sie sah ihnen eine Weile hinterher. Der Verschluss der Maske war leicht, zu lösen, nachdem sie sich diese über den Kopf zog.
Der harte Boden bestand aus kaltem Stahl, der durch ihre Knochen strahlte. Sie versuchte ihr zittern zu unterdrücken, indem sie mit ihren Armen ihre Beine ganz fest zusammendrückte. Sie wollte sich nicht für die Hilfsbereitschaft der Heart-Piraten hingeben lassen. Nicht die, die sie entführt, gefoltert und gefangen hielten.
Neben ihr ertönte ein Wasserstrahl, der aus dem Wasserhahn kam. Penguin stand mit dem Rücken zu ihr gedreht.
Ich könnte, doch…
„Denk, nicht mal dran mich anzugreifen und zu verschwinden!“, sagte er. Daenerys beendete aprupt den Gedanken.
Sie verdrehte die Augen und betete ihren Kopf auf ihren Knien.
„Du solltest dich sauber machen, sonst entzünden sich deine Wunden wieder“, hielt er ein Handtuch hin.
„Kümmere dich um deinen Mist“, schüttelte sie den Kopf.
„Setzt dich wenigstens auf die Liege. Sonst bekommst du noch eine Blasenentzündung“
„Wenn du mich dann in Ruhe lässt!“
Sie stützte sich vom Boden ab und setzte sich auf die Liege.
Stechende Kopfschmerzen breitete sich aus.
Sofort zuckte Daenerys unter Penguins Berührung zusammen, so als ob sie auf eine heiße Platte gefasst hätte.
„Hey, was soll das werden?“, knurrte sie.
„Du hast ein paar Splitter in der Schädeldecke. Ich muss sie entfernen, bevor du dich mehr verletzt und die Schnitte sich entzünden. Neben ihm auf dem Operationstisch stand ein Handschuhspender, aus dem Penguin sich ein paar Handschuhe zog. Er schnappte sich eine Nierenschale. In die Nierenschale schüttete er destilliertes Wasser rein. Diese stellte er neben Daenerys auf der Liege ab. Außerdem holte er eine Pinzette, Wattepads und ein Desinfektionsspray.
„Darf ich?“, zog Penguin sich die Handschuhe an. Daenerys sah Penguin an, bevor sie sich zur linken Seite dreht.
Er strich Daenerys Haar vorsichtig zur Seite, um sich einen Überblick über die Schnitte zu verschaffen.
„Du hast mehrere kleine Schnitte von Glasscherben auf der rechten Seite. Ich werde versuchen…“
„Hast du einen Rasierer da? Es geht einfacher und schneller, wenn du die rechte Seite um die Wunden abrasierst!“, unterbrach Daenerys ihn und sah ihm in die Augen
Penguin blinzelte ein paar Mal, bevor er zu einem Schrank zusteuerte und einen Rasierer rauskramte. Unter der Liege steckte er den Stecker in eine Steckdose und schaltete ihn an.
Das Geräusch des Rasierers und die vorsichtigen Berührungen von Penguins warmen Händen wirkte beruhigend auf sie. Kurze Zeit später schaltete Penguin den Rasierer aus. Clione ging zu ihm rüber und flüsterte ihm ins Ohr.
„Ich sehe mal nach den Jungs. Wenn noch etwa sein sollte, gib mir bescheid“
„Geht klar“
Damit zog sich Clione aus dem Raum zurück. Nun waren sie beiden alleine.
Penguin tauschte den Rasierer mit einer Pinzette aus.
„Es könnte etwas ziehen“, konzentrierte Penguin sich auf seine Arbeit.
Ein dumpfes, taubes Gefühl breitete sich in ihrem Kopf aus. Zwar löschte es den stechenden Schmerz aus, doch jetzt erinnerte sich Daenerys wieder an die Schnittwunde, und sie konzentrierte sich voll auf Penguins Gesicht, um sich nicht vorstellen, was seine Hände machten. Unter seiner Mütze leuchteten weiße Haasträhnen im Lampenlicht, während er sich über meinem Kopf beugte. Daenerys spürte ein leichtes Unwohlsein in der Magengegend, aber sie wollte sich auf keinen Fall so zimperlich anstellen wie sonst. Es tat nicht weh, sie merkte nur ein leichtes Ziehen, das sie zu ignorieren versuchte. Kein Grund für Übelkeit, schließlich war sie kein kleines Mädchen mehr. Seine Gelassenheit war verblüffend, zumal sie im völligen Gegensatz zu der Reaktion der anderen stand. Sie konnte keine Spur von Nervosität in seinem Gesicht ausmachen. Seine Bewegungen waren schnell, sicher und vorsichtig zugleich. Das einzige Geräusch außer unserem ruhigen Atmen war das leise Pling, Pling, als die winzigen Glassplitter einer nach dem anderen in die Nierenschale fielen.
„Wieso hast du mich euren Kapitän operieren lassen, wenn du dich genauso mit Medizin auskennst?“, fragte sie und verzog das Gesicht, als er ein weiterer Splitter in die Nierenschalte fallen ließ.
„Ich wollte wissen, was du als Ärztin draufhast. Doch ich hätte nicht gedacht, dass du Angst vor Blut hast“
„Ich hätte, euren Käpt’n töten können!“
„Die Chance hattest du mehrere Male. So wie unser Käpt’n nach dem Kampf aussah, hast du was drauf, doch hast du es nicht geschafft“
Sie ließ sich Penguins gesagte auf sich wirken.
„Woher hast du das Gelernt?“, wollte sie wissen,“ Selbst Bepo und Shachi…“ Sie ließ den Satz in der Luft hängen und schüttelte verwundert den Kopf.
„Jahrelange Übung“, sagte er. „Im Gegensatz zu Bepo und Shachi habe ich wie Käpt’n Law von meinem Vater medizinisches Handwerk gelernt“
„Glaubst du, es wäre schwerer, wenn du bei Marine im Krankenhaus arbeiten müsstest, als ein Pirat hier auf dem Uboot?“ „Das fragst du mich als Pirat?“ Er zuckte die Schulter, aber seine Hände blieben ruhig. „Ich hatte noch nie das Bedürfnis zur Marine zu gehen“ Er lächelte sie kopfschüttelnd an. „Dafür macht mir meine Arbeit als freier Pirat zu viel Spaß“
Pling, pling, pling. Sie war erstaunt, wie viel Splitter in ihrem Kopf steckten. Sie hätte gerne einmal kurz geguckt, wie das Häufchen anwuchs, aber sie wollte sich ja nicht übergeben, und da wäre das auf jeden Fall kontraproduktiv gewesen.
„Was gefällt dir daran ein Pirat zu sein?“, fragte sie. Ihr kam es absurd vor – immer wieder vor der Marine wegzulaufen und sich zu verstecken. Außerdem wollte sie, dass er weiterredete; die Unterhaltung lenkte sie von dem mulmigen Gefühl im Magen ab.
„Hmm. Das Schönste ist für mich, wenn meine… besonderen Fähigkeiten es mir erlauben, in Freiheit und in Unabhängigkeit mit den Heart-Piraten zu reisen.“
Er verzog einen Mundwinkel zu einem halben Lächeln.
„Freiheit…wie kann man frei sein von der Marine und anderen Piraten gejagt zu werden?“, fragte sie, während sie ein neues schmerzhaftes Ziehen an der Haut spürte.
„Du als behütete Zivilistin wirst es niemals verstehen können“, wiedersprach er.
Daenerys entfuhr es ein schallendes Gelächter.
„Behütete Zivilisten? Jeder Mensch trägt seine eigenen Päckchen mit sich herum“
„Was ist dein Päckchen, das du tragen musst?“, sagte er und stieß seine Hände neben ihren Beiden ab.
Seinen Blick hielt sie ein paar Sekunden stand, als sie zu ihrer Hand sah. Sie strich sich die Schulter, sah sie nicht an, sonst drohte sie sich zu übergeben, wenn sie das Blut sah.
Er untersuchte ihren Kopf noch einmal. „So“, sagte er und durchtrennte den Faden „Fertig“ Er strich mit einem Handtuch, das mit einer sirupfarbenen Flüssigkeit getränkt war, gründlich über die Wunde. Es roch merkwürdig und ihr wurde es schwindlig. Der Sirup brannte auf der Haut.
„Was ist das?“ hielt sich Daenerys ihre Hand vor dem Mund.
„Hey, alles gut“, beruhigte Penguin sie, „Die Wunde muss desinfiziert werden, sonst entzünden sie sich“
Daenerys hielt sich die Hand auf den Mund und nickte nur knapp.
„Kannst du dann bitte meine Hand loslassen?“, fragte Penguin nach.
Daenerys sah zu seiner Hand. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass sie nach seinem Handgelenk gegriffen hatte. Abrupt ließ sie ihn los.
Vorsichtig tupfte er mit einem Handtuch auf die Wunden. Danach war ihr Arm dran, auf dem das dünne Rinnsal ihrer Kopfwunden hinuntergelaufen und getrocknet war. Durch das warme Wasser in dem Handtuch kribbelte es auf ihre Haut.
Es kostete sie sehr viel Kraft nicht auf ihren blutverschmierten Arm zuschauen.
Sie konnte sich nicht erinnern, wann sie zum letzten Mal so vorsichtig berührt, geschweige denn umarmt wurde.
Plötzlich ging die Türe auf, durch die eine etwas genervt dreinschaunde Ikkaku reinkam. „Warum ich? Bepo hättet jeden Fragen können!“, knurrte sie. Ihre Hände zu Fäusten geballt hielt sie einen weißen Overall, ein weißes Top und dunkelbraune Stiefel.
„Du bist hier die einzige Frau in der Crew. Außerdem sind Daenerys die Sachen von den Jungs zu groß“
„Das ist mir scheiß egal! Sie ist keine von uns!“ Die lockige Frau funkelte böse zu ihr rüber. Daenerys verstand nicht, warum sie ihr einen böse Blick zuwarm. Ihr Käpt’n hatte sie schließlich hier her geschleppt.
„Na los, Ikkaku“, seufzte Penguin.
Ikkaku ließ die Klamotten vor ihm auf den Boden fallen. „Ups“
Er sah Ikkaku direkt in die Augen. „Wie kindisch, du dich wieder aufführst“
Penguin griff nach den Sachen und hob sie auf.
„Hier, zieh das an. Ich weiß, dass du die Kleidung nicht gewöhnt bist, aber es ist besser als zu frieren. Außerdem kannst du dich an dem Waschbecken waschen“, hielt Penguin Daenerys den Overall und das Top hin. In der anderen Hand hielt er die braune Stiefel. Daenerys sah zu ihm hinauf. Mit Top und Unterhose saß sie auf der Liege im Schneidersitz. „Gebt mir meine eigene Kleidung zurück. Nicht, dass es nochmal zu einer Verwechslung kommt und die Marine meinen könnte, das ich zu euch gehöre. Warum lässt ihr mich nicht gehen? Eurer Käpt’n ist stabil!“ Daenerys kratzte sich an der Schulter.
„Erstens sind deine Sachen kaputt, als wir dich reanimieren mussten und zweitens haben wir das nicht zu entscheiden“, antwortete Ikkaku.
„Jetzt bloß nicht persönlich werden!“, kniff Daenerys die Augen zusammen. Ikkaku verdrehte übertrieben die Augen.
„Hast du ein problem?“, fragte Daenerys und sah zu Ikkaku rüber die sie weiterhin mit bösen Blicken fixierte.
„Nein, du etwa?“
„Du solltest dich jetzt anziehen! Wenn du weiterhin so nackt rumläufst, werden deine Erkältung wieder schlimmer“, faltete Penguin das Handtuch.
Daenerys sah zu der Kleidung rüber.
„Würdest du dich bitte umdrehen?“, sagte sie.
Er sah sie ein paar Sekunden an, bevor er tat wie geheißen und sich zur Türe umdrehte. Bevor Daenerys ihm den Rücken zuwandte wartetes sie noch ein paar Sekunden.
„Das gleiche gilt für dich!“, murrte sie.
„Das kannst du knicken!“
Ikkaku drehte ihren Kopf schief, als wollte sie damit sagen, dass sie egal was Daenerys sagte, sich nicht umdrehen würde.
Sie drehte sich um, als sie sich das Top über den Kopf zog. Ihr BH hatte auch ein paar Blutflecken abbekommen. Unter der Kleidung, die Ikkaku ihr angeboten hatte, war auch ein BH dabei. Daenerys sah über ihre Schulter hinweg und bemerkte Ikkakus Blick, der ihren Körper studierte.
„Zu schade, dass nicht alle Frauen mit Brüsten gesegnet sind, nicht wahr, Penguin“
„Ach halt doch die Schnauze!“
Ikkaku wurde leicht rot im Gesicht und ballte ihre Hände zu Fäusten.
Daenerys konnte sich das rot angelaufenen Gesicht von Penguin nur erahnen und wusste, dass wenn er ein Blick riskieren würde, von Ikkaku und mir die Faust zu spüren bekommen.
Nachdem sie das frische Top angezogen hatte, bemerkte wie sehr sie erschöpft war. Ihre Augenlieder fühlten sich schwer an. Als sie den Overall ansah und die Jolly Roger der Heart-Piraten auf dem Rücken entdeckte sträubte sie sich zunächst dagegen. Doch sie wusste, dass sie momentan nichts ausrichten könnten.
„Darf ich dich etwas fragen, Daenerys?“
Sie stieg in die Beine des Overalls und zog ihn bis zur Hüfte hoch an. Mit den Ärmeln schnürte sie einen Knoten vor ihrem Bauch fest. Sie rollte den Rücken des Overalls nach innen, so dass man die Jolly Roger nicht mehr zu sehen war.
„Wie schon gesagt, ich bin euch keine…“
„Das meine ich nicht“, sagte Penguin, „Wie kann es sein, dass jemand wie du kein Blut sehen kann, obwohl du Ärztin bist?“
„Das geht euch nichts an“
Daenerys machte knotete die Ärmel vor ihrem Bauch zu. Ein paar Mal zupfte sie hier und da an dem Overall herum.
„So ich bin fertig. Was habt ihr jetzt mit mir vor?“
Penguin drehte sich wieder zu ihnen herum. „Zunächst werden wir dein Zimmer zeigen. Dort wirst du bleiben, bis der Käpt’n wieder wach ist. Und dann wird er entscheiden, was mit dir passiert“
„Ich will ein Zimmer mit Meerblick“
Lachte Daenerys mit dem Seitenblick zu Ikkaku.
„Tu nicht so, als ob du hier was zu sagen hast“, sagte Ikkaku und verschrenkte ihre Arme. Daenerys merkte die Feindselichkeit, die von Ikkaku ausging und musste innerlich grinsen.
„Dann sind wir ja schon zwei“
Daenerys konnte sich ein hämisches lachen nicht verkneifen, was Ikkaku veranlasste die Fassung zu verlieren.
Ikkaku griff nach einem Dolch und zog ihn aus ihrem Halfter. „Ich bringe dich um, du Miststück“ Penguin sprang zwischen sie und packte das Armgelenk von Ikkaku.
„So, das reicht! Hört mit der Zickerei auf! Geh schon mal vor.“
„Sie hat doch angefangen!“
Ikkaku versuchte sich aus dem Griff von Penguin zu befreien, doch gelang es ihr nicht. Kurze Zeit später beruhigte sich Ikkaku wieder und steckte ihren Dolch weg, nachdem Penguin ihr Handgelenk wieder los gelassen hatte.
„Und du bist hier nicht in der Position so mit uns zu reden. Vergiss nicht, wir haben dein Herz und deine Flügel“
Er trat näher zu ihr heran und funkelte sie durch seine zusammengeniffen Augen an. Richtig, sie hatten ihr Herz und ihre Flügel. Wie konnte sie das vergessen. Auch wenn sie hier fliehen könnte, wäre sie trotzdem Tod.
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Guten Tag Ihr Lieben,

ich möchte mich bei Euch herzlich bedanken, dass ihr mich mit euren Kommentaren und mit Euren Sternen unterstützt. Das ermutigt mich weiter zu schreiben und mir noch mehr Mühe beim Schreiben zu geben. Vielen Dank!

LG Shirayuri
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