Zwei Ärzte sind einer zu viel

GeschichteMystery, Romanze / P16
Trafalgar Law
08.11.2017
21.05.2019
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___Auf der Polar Tang zehn Meilen unter der Meeresoberfläche___

Bepo

Mit Daenerys auf der Schulter huschte Bepo durch die vertrauten Gänge der Polar Tang.
Ich hoffe, es ist richtig, Daenerys mit an Deck zu nehmen, aber wie ich dich kenne hast du deine Gründe, Käpt’n Law.
Bepo richtete seine Ohren auf und schaute mit hoch erhobenem Kopf in den Gang vor sich. Je näher er dem großen Operationsraum herantrat, umso lauter wurde das Stimmengewirr der Crew. Die schwere Metalltüre, die in den großen Operationsraum führte, stand offen. Er trat über die Türschwelle in den Raum. Uni lehnte rechts von der Türe mit verschränkten Armen an der Wand. Die gesamte Crew hatte sich hier eingefunden.
Die neuen Crewmitglieder scharrten sich um Käpt’n Law, der bewusstlos auf der Liege lag. Sie redeten alle durcheinander, so dass man kaum einzelne Stimmen zuordnen konnte. Penguin stand neben Shachi und Ikkaku. Auf dem Boden hatte sich Shachi niedergelassen. Er stütze seine Hände auf den verschränkten Beinen und sah zu Penguin hinauf. Dieser bettete seine Hände auf der Hüfte und sah zu Shachi und Ikkaku hinunter. Ikkaku sitze neben Sachi. Sie hatte ihre schmalen Knie umfasst.
Bepo steuert auf die zweite Liege zu, die links von dem Käpt’n Laws lag.
Wie Hammerschlägen klopft es, Bepo gegen die Schädeldecke.
Clione wippte auf der Liege mit den Füßen nach vorn und zurück. Als er Bepo bemerkte, stieß er sich von der Liege ab und landete leise auf den Füßen. Er half Bepo Daenerys von seiner Schulter zu nehmen und sie vorsichtig auf die Liege zu legen.
Bepo linste sich über die Schulter zu den Neulingen rüber.
Aus dem Stimmengewirr über die Folgen des Kampfes zwischen Käpt’n Law und Daenerys schälten sich erst langsam einzelne Stimmen heraus.
„Der Käpt’n hätte uns nicht unter Deck befehlen sollen, dann wäre nichts passiert“, bemerkte Pâma. Er ballte seine Hände zu Fäusten. Seine Pompadour Frisur vibrierte vor Zorn.
„Zusammen hätten wir sie besiegen können.“, brüllte Kushi.
„Das Mädchen ist ein geflügeltes Biest.“, knurrte Hachimaki.
„Jungs, macht mal halblang.“, mischte sich Ikkaku ein.
Sie stützte sich von Boden ab und trat näher an die Jungs heran. Vor ihnen stemmte sie ihre Hände in die Hüfte.
„Was mischt du dich da ein, Ikkaku! Du hast sie doch an Deck gesehen. Schau mal was sie uns und unserem Käpt’n angetan hat“, brüllte Pâma ihr entgegen.
„Was machst du an ihrer Stelle, wenn man dich wegen einer Verwechslung foltert?“, schmiss Ikkaku die Worte den drei Neulingen entgegen.
Bepo sah zu Uni rüber, der nur mit dem Kopf schüttelte.
„Frauen haben in einer Piratencrew nichts verloren“, packte Kushi, Ikkaku grob ihren bandagierten Arm. Sie riss sich aus seinem festen Griff. „Schalt ein Gang zurück, Kushi!“, griff Penguin ihn an der Schulter.
Kushi schlug Penguins Hand weg.
Ehe sich Kushi versah, gab ihm Ikkaku eine Ohrfeige, die von den Wänden wiederhallte. Kushi sah Ikkaku mit weit aufgerissen Augen an.
„Nimm das sofort zurück“, presste Ikkaku aus ihrem Mund.
„Schaltet mal ein Gang wieder runter“, mischte sich Shachi ein, der Ikkaku von ihnen wegzog.
Pâma sah zu Bepo rüber und verzog sein Gesicht.
„Hey Bepo, was macht sie hier? Sie hat schon genug angerichtet! Wir wollen die hier nicht!“, brüllte Pâma, der mit dem Finger auf sie zeigte. Er stürmt auf Bepo zu, der sich vor im aufrichtete.
„Ja genau, warum schmeißen wir sie nicht über Board?“, schloss sich Hachimaki an.
Jetzt reichts!
Bepo Schritt nach vorne und packte Pâma und Hachimaki an den Krägen. Mit verzogenen Augenbrauen sah Bepo die Beiden an. Die schwarze Pompadour Haare von Pâma, blieben standhaft bei dem Schwung auf dem Kopf an Ort und Stelle, während Hachimaki das Stirnband über ein Auge rutschte.
„So ihr Beiden. Da ihr noch nicht lange zu unserer Crew gehört, erkläre ich euch folgendes. Ich bin hier der Vize-Käpt’n und sobald Käpt’n Law verhindert ist, gebe ich hier die Befehle! Meine Entscheidungen, meine Befehle. „Die“, wie sie ihr bezeichnet hat einen Namen. Ihr Name ist Daenerys. Ich kenne unseren Käpt’n seit Jahren. Es hat immer einen Grund gegeben, wie, was und warum der Käpt’n handelte wie er handelte. Da der Käpt’n Daenerys nicht getötet hat, gibt es einen Grund. Diesen Grund werden wir erst erfahren, sobald der Käpt‘n zusammengeflickt und wieder aufgewacht ist. Das kann er leider nicht, weil ich mich mit drei Idioten wie euch herumschlagen muss, die hier meine Zeit verschwenden. Ist das jetzt angekommen?“
Bepo knurrte und fletschte die Zähne, dabei schaute er abwechseln zwischen den Beiden hin und her. Beide nickten ihn mit aufgerissenen Augen zu. Nach einer kurzen Weile ließ er sie los. Sofort fielen Beide auf ihre Hintern.
„Da ihr viel Zeit zum Schimpfen habt, verweise ich euch für diese Woche zum Küchendienst. Das Essen sollte in zwei Stunden fix und fertig auf dem Tisch stehen, ansonsten überlege ich mir eine Strafe, die ihr so schnell nicht vergessen werdet! Habt ihr mich verstanden?“
Alle drei nickten nur und verschwanden in Eiltempo den Raum.
Bepo sah sich kurz in der Runde um.
Clione, Uni und Jean Bart waren die Einzigen, die nicht in dem Kampf verwickelt waren.
„Clione, Uni und Jean Bart ihr steht an meiner Seite? T’schuldigung“, schaute Bepo abwechseln zwischen den Dreien hin und her.
„Aye Vizekäpt‘n“, sagte sie im Chor.
„Wir helfen dir und bleiben bei Daenerys und bewachen sie.“, unterbrach Clione Bepo, als dieser etwas zu ihnen sagen wollte.
„Ich werde in die Kommandobrücke unseren Kurs bis zur nächsten Insel halten“, zeigte Jean Bart mit dem Daumen hinter sich.
Bepo nickte ihnen zu und wand sich zu Shachi, Penguin und Ikkaku.
Jean Bart verließ mit schnellen Schritten den Raum und ließ die Türe hinter sich ins Schloss fallen.
„Wie sieht es bei euch aus? t’schuldigung“, fragte Bepo.
„Shachi muss noch verarztet werden. Danach sollte er in seiner Kajüte für ein paar Stunden ein Nickerchen machen. Das gilt auch für Penguin. Ich helfe den Verletzten“, übernahm Ikkaku das Reden und griff ihren bangagierten Arm.
Shachi stimmte mit einem Nicken ein, ohne dabei wie üblich das diskutieren anzufangen.
„Ich helfe Ikkaku, Shachi rüber zu bringen und komme gleich wieder zu euch“, sage Penguin.
Die Beiden zogen Shachi vorsichtig auf die Beine, doch Shachi verzehrte sein Gesicht.
„Passt doch auf!“, knurrte er ihnen entgegen, als sie durch die Türe traten.
„Chairo und ich können auch helfen.“, mischte sich Panda ein. Panda ist ein Pandabär, auch er kann sprechen wie Bepo. Chario nickte und zog seine gelbe Mütze tief ins Gesicht. Er kratzte sich an der linken
Wange auf der ein Pflaster klebte. Seine zwei geflochtenen Zöpfe sind wegen des Kampfes total verfilzt.
„Gut. Ihr drei kümmert euch um die restlichen Verletzten, während ich mich um unseren Käpt’n kümmere. Ihr nehmt am besten den kleinen Operationsraum, als Krankenzimmer.“
Gegenseitig halfen sie sich auf die Beine und verließen gemeinsam den Raum.
Zum Glück ist keiner lebensbedrohlich verletzt. , sah Bepo seinen Crewkollegen hinterher.

Uni schloss hinter sich die schwere Metalltüre, sodass sie ungestört waren. Nun waren
Clione, Uni, Käpt’n Law, Bepo mit Daenerys allein in dem Raum.
Uni schlug seine Ärmel ein und befestigte sie mit einem breiten Nylonband. Clione machte es ihm gleich und zog sich Mundschutz und Handschuhe an.  Aus einem Einbauschrank neben Daenerys zog Clione verschiedene aus Edelstahlbehältern heraus, richtet das Instrumentarium mit sterilen Tüchern und Tupfer vor.
Uni schloss den Käpt’n an verschiedene Gerätschaften an. Zuerst maß er den Blutdruck mit einer Manschette, die er um Laws Arm wickelte. Dann schloss Uni ihn an das EKG, das gleich mit dem Herzströmen von Law mit piepsendem Laut ertönte.  Er versuchte die ganzen Kabel ein bisschen zu sortieren, bevor er den Clip von dem Pulsoximeter an den Zeigefinger von Law klippte, um die Sauerstoffsättigung und den Puls zu messen.
Bepo scheuerte sich in dem Waschbecken gründlich die Pfoten.
„Wie siehts aus, Jungs?“
„Blutdruck, Puls, Herz und Sauerstoff ist alles noch im Normalen Bereich“, antwortete Uni, der gerade den Pullover von ihrem Käpten zerschnitt. Achtlos schmiss er den zerschnittenen Lumpen in den Müll. Er legte eine Decke über Laws Körper bis zum Bauchnabel hinauf.
Bepo trocknete sich gründlich die Pfoten und trat näher an den Tisch heran, auf dem die Operationsinstrumente fein säuberlich geordnet waren. Sogleich kam Clione auf ihn zu, um ihm beim Befestigen seiner Ärmel zu helfen.
„Die Wunde am Kopf sieht schlimm aus. Der Oberkörper hat einen tiefen Kratzer abbekommen und im Unterarm ist noch eine kleine Schnittwunde. Außerdem hat der Blutergüsse auf dem Oberkörper verteilt. Er müsste auch innere Blutungen haben.“, listete Uni die Wunden auf, als er gerade an der Liege einen Rasierer anschloss.
„Wir fangen mit dem Kopf an. Im Moment ist das, das wichtigste.“
Das Geräusch des Rasierers übertönte die Herzströme des EKG’s.
„Tut mir leid Käpt’n, aber ich muss dir leider einen Sidecut verpassen.“, sagte Uni, als den Rasierer an seinem Kopf ansetzte. Mit absoluter Vorsicht rasierte er an der Platzwunde entlang, ein paar Mal musste er mit einem Skalpell ein paar Haarsträhnen abschneiden.
Er rasierte dem Käpt’n nur so viel weg, wie es sein muss.
Bepo inspizierte die klaffende Kopfwunde, die etwa ein Durchmesser von vier Zentimeter hatte. Erleichtern atmete er auf.
„Seid ihr bereit? Wird schon schief gehen.“, motivierte er sich selbst.

„Du wirst ihn nur mit deinen Pfoten umbringen“, ertönte die sanfte Stimme von Daenerys. Bepo verharrte einen Moment, als er sich über die Schulter sah und die Ohren spitzte. Eine Stimmlage, die Bepo schon kannte. Es war dieselbe leichte Stimme, die er zum ersten Mal in der Apotheke gehört hatte. Daenerys saß über ihre Knie gebeugt an der Kante und ließ ihre Beine baumeln. Als sie mit ihrem himmelblauen Auge ansah, hatte er das Gefühl, als würde sie durch ihn hindurchsehen. Ihm schossen Tränen in die Augen, da der Kontrast zwischen den Farben ihm zu unterschiedlich war.
„Ist euer Käpt’n etwa der Einzige in eurer Piratenbande das operative Handwerk gelernt hat? Wie erbärmlich“
Elegant sprang sie von der Liege und landete, ohne dabei einen Ton zu machen.
Uni zeigte, nachdem er ein Skalpell in der Hand hatte, in Daenerys Richtung.
„Kommst du unserem Käpt’n zu nahe, ramm ich dir das Skalpell in deinen Hals“
Innerhalb von zwei Herzschlägen, hat sie ihm das Skalpell abgenommen. Clione stellten sich in Angriffsposition, als Daenerys unerwartet das Skalpell zurück in die Lücke auf den Tisch mit den Operationsinstrumente legte.
„Das ist kein Spielzeug. Entspannt euch, ich habe nicht die Energie mit euch zu kämpfen“
Sie lief geradewegs an Bepo vorbei, um sich ein Handtuch nass zu machen. Sie wischte sich das Blut ab, das sich den Weg über ihre Schulter gebahnt hatte.
Bepo sah ihr auf den Rücken, der zwei Löcher in ihrem Top aufwies.
Sie schmiss das Handtuch in einen Abwurfeimer, in dem sie die gebrauchten Handtücher sammelten.
„Ich werde ihn operieren“, sagte sie, als sie ihre Haare zu einem Dutt zusammensteckte.
Bepo sah sie mit offenen Mund an, als Uni das Wort ergriff.
„W-was? Du spinnst doch! Glaubst du wirklich, dass wir dich in die Nähe unseres Käpt’n lassen?“
„Ihr habt keine andere Wahl! Ich bin die Einzige, die hier abgesehen von eurem Käpt’n, die medizinisches Handwerk ausübt!“
Sie öffnete den Wasserhand und schrubbte gründlich ihre Handinnenflächen und Handrücken. Ich muss ihr leider recht geben. Klar hat Law mir viel beigebracht, aber so eine große Operation kann ich nicht machen. Und Penguin. Er hat kann nur kleinere Wunden operieren, dachte sich Bepo, als sie sich die Hände trocknete. Dann trat sie wieder zu ihnen rüber.
Von weiten konnte Bepo Schritte hören, als es auf einmal an der Türe kloppte und Penguin hereintrat.
„Bepo, kann ich euch helf…“, ließ Penguin den Satz in der Luft hängen, als er an ihm vorbei zur Daenerys sah.
Penguin ließ den Rucksack fallen, den er aus dem anderen Raum mitgebracht hatte.
„Warum stehst du schon wieder auf den Beinen? Was zum Teufel bist du?“
Seine Sinne waren geweckt, da er mit Bepo schon einmal mitbekommen hatte, wie eisern sie sich Daenerys wehren konnte. Sie ist eine gute Kämpferin.
„Ah gut, du hast meinen Rucksack dabei. Ich hoffe, dass die Maske noch drinnen ist“
Sie durchquerte den Raum und lief an Bepo, als sie vor Penguin stehen blieb.
„Antworte gefälligst!“, bellte Uni ihr hinterher.
Sie wollte nach ihrem Rucksack greifen, doch Penguin packte sie an der Schulter und wirbelte sie um, so dass sie mit dem Rücken zu ihm stand. Dann legte er ihr seinen Arm um den Hals und hielt ihr eine Klinge an den Hals.
„Keine plötzlichen Bewegungen, sonst siehst du dein Leben innerhalb einer Sekunde an dir vorbeiziehen“
Reflexartig griff sie nach seinem Arm, als Penguin sie im Schwitzkatzen genommen hatte. Er einen Kopf größer als sie. Und in der Lage sie allein festzuhalten. Daenerys hat ihn bei ihrer Flucht nur in den Bauch geschlagen.
„Wieso sollten wir dir glauben? Du hast ihn schließlich so zu gerichtet“, meldete sich Clione zu Wort.
Daenerys warf ihm einen scharfen Blick zu, der Bepo an deren Käpt’n erinnerte. In den Moment ertönte das EKG's, das die Herzfrequenz des Herzschlags des Käpt'ns hinabfiel.
„Umso länger wir hier diskutieren, um so schneller gibt euer Käpt’n den Löffel ab. Ich bin nicht scharf drauf, was ihr mit mir macht, wenn er stirbt!“
Penguin riss sie an dem Arm herum, packte sie am Hals, sodass sie ihm in die Augen schauen musste. Daenerys ring nach Luft, als sie sein Armgelenk mit beiden Armen packte.
„Ein Tänzchen gefällig“, presste Daenerys hervor, bevor der Griff um ihren Hals fester wurde.
„Bete dafür, dass unser Käpt’n am Leben bleibt. Dass wäre besser für dich, denn sonst…“
„Einverstanden…Aber sollte ich merken, dass du versuchen unseren Käpt‘n zu schaden, werden wir nicht zögern dich zu töten. Mag sein, dass der Käpt’n dich verschont hat, doch vertrauen tue ich dir nicht.“
„Bepo, das kann nicht dein Ernst sein?“, brüllte Uni und sah Bepo fassungslos an.
Bepo hatte die Spritze zurück auf den Tisch gelegt und verschränkte die Arme vor der Brust.
Mich sträubte der Gedanke, das sie an unseren Käpt’n herumschnippelte. Daenerys ist ein guter Mensch, doch hat sie unseren Käpt’n verletzt
Clione sah mit ballenden Fäusten zu Boden.
„Sie hat recht, uns sind die Hände gebunden. Es ist bis jetzt noch nie vorgekommen, dass unser Käpt’n so schwer verletzt war. Lasst uns sofort anfangen, bevor es zu spät ist“
Penguin ließ nach ein paar Sekunden ihren Hals los, sogleich fiel sie auf die Knie und hustete.
Daenerys griff sich den Rucksack, zog ihn zu sich heran und öffnete den Reisverschluss. Sie kramt kurz darin rum und zog etwas raus.
Es war Phantommaske mit Nylongurten dran.
„Was hast du denn damit vor?“, fragte Bepo verwundert.
„Fragen verschieben wir auf später“
Durch die Maske wirkt ihre Stimme dumpf, als würde sie durch ein Kissen sprechen, doch verstehen konnte er ihre Worte noch gut.
Penguin schloss die Türe, die die ganze Zeit geöffnet gewesen war und machte sie zu.
„Penguin, du wirst ihr assistieren“, wand sich Bepo an ihn. Nachdem er wie die anderen sich die Ärmel fixiert hatte und ein Mundschutz über die Nase zog, standen alle um den immer noch bewusstlosen Law.
Bepo gab ihr die Spritze mit dem Narkosemittel, die sie Law in die Vene der Armbeuge injizierte. Kurz darauf zeigte das EKG, das sich der Herzrhythmus senkte.
Kurz darauf trat Daenerys zum Kopf von Law, hielt den Kopf in neutralen Position und öffnete seinen Mund. Penguin gab ihr das aufgeklappte Laryngoskop – einen Metallspatel samt Lampe und einen langen Kunststoffschlauch (Tubus). Mit der Hilfe des Laryngoskops konnte sie den Tubus in die Luftröhre einführen und den Kehlkopf vom Käpt‘n einsehen.
„Kommst du mit dem Tubus in die Luftröhre rein?“, fragte Pengun, der die Op-Lampe so positionierte, dass Daenerys mehr Licht hatte.
„Einen Moment“
Sie blockte mit einer aufblasbaren Manschette den Tubus, so dass der Tubus in der Luftröhre abgedichtet ist und die Luft nicht entweicht oder Mageninhalt in die Lunge gelangen kann.
„Ich habs. Er ist drinnen“, sagte sie und drückte Penguin das Laryngoskop in die Hand.
„Uni, schließt du das Beatmungsgerät an mundseitiges Ende des Tubus an“
Daenerys sah rüber zu Bepo, der sich etwas auf ein Klemmbrett notierte. Sie musste lachen.
„Wirklich? Ihr dokumentiert das alles?“
„Vom Käpt’n so vorgeschrieben“, sagte Bepo.
Bevor Daenerys die Wunden versorgte, röntgen sie den Körper des Käpt’n. Neben der Platzwunde, dem Schnitt über die Brust und den Armverletzungen sind ein paar Rippen angebrochen.
Penguin sah ihr genau über die Schulter auf die Finger.
Zuerst nähte sie die Schnittwunde, die quer über den Brustkorb erstreckte mit eine Rückstichnaht zu. Die Platzwunde musste mit zehn Stichen genäht werden, danach machte sie um den Kopf ein Druckverband das gleiche gilt für die Wunde am Arm. Clione und Uni umkreisten sie wie Raubtiere, jeder Zeit bereit, um sie zu springen. Bepo beobachtete Daenerys ganz genau. Sie war die Ruhe selbst, als sie ihren Käpt’n nähte. Die leichten Verbrennungen am arm behandelte sie mit einer Brandsalbe und bandagierte sie auch ein. Nach etwa zwei Stunden waren sie fertig.
„Wir sind fertig“, sagte Daenerys und trag von dem Käpt’n ein paar Meter weg.
Sie zog sich die Maske vom Gesicht.
„Wundert euch nicht, wenn ich kurz im Land der Träume verschwinde“
Bepo zog seine Augenbrauen zusammen und sah zu den Jungs rüber. Die ebenfalls ein fragende Gesichtszüge zeigten.
„Ok, wie sage ich euch es am besten. Ich kann kein Blut riechen“

Trafalgar Law

Leicht und schwerelos fühlte sich sein Körper an, als läge er auf der Meeresoberfläche. Das Gefühl hatte er seit Jahren nicht mehr gespürt. Nach dem er die Operationsfrucht gegessen hatte, um genau zu sein. In den Ohren rauschte es, wie bei voller Fahrt auf der Polar Tang durch die Weiten des Meeres. Die Luft um ihn herum schmeckte nach verbranntem Holz. Law öffnete seine Augen und fand sich in undurchsichtige Finsternis wieder.
Was ist das hier für ein Ort?
Von Minute zu Minute sank die Temperatur. Er verschränkte seine Arme vor der Brust, als ob er sich selbst umarmte.
Der Tag begann ssso viel versprechend. Und jetzt dasss hier. Meine Chance esss Daeneryss endgültig heimzuzahlen zum Greifen nah und meine Freiheit habe ich immer noch nicht. Und das ist allein dein Werk, Kapitän Trafalgar D. Water Law.
Vor ihm erschien eine mittelgroße schlanke Frau mit schwarzen langen Haaren, die in der Luft schwebten. Ihre Haut zeigte eine unnatürliche bleiche, wie die eines Toden. Sie trug ein schwarzes, schulterloses, bodenlanges Kleid, das am Boden wie dicker, schwarz, beißender Rauch in die Luft aufstieg.
„Aha, und wer bist du?“, fragte Law.
Nyx, Göttin der Finsternisss und der Nacht. Du hassst bestimmt Mythen von mir gehört und Malereien an Tempelmauern gesssehen.
Sie schwebte zurück und baute sich vor ihm auf und vergrößerte sich. Der dicke, schwarz, beißende Rauch wurde dunkler und unheimlicher. Während die frostige Finsternis von ihm ein wenig ablässt. Sie sah aus, wie das eines Wesens, das man nachts nicht freiwillig allein begegnen wollte.
Ihm stellten sich die Nackenhaare auf.
„Nein und nein.“
Ich habe eine Menge alter Geschichte nachzuholen.
Sie verwandelte sich zurück in die menschliche Größe.
Ihre Augenhaut und ihre Iriden waren schwarz ausgefüllt, wie bei dem Kampf auf der Polar Tang.
„Du bist also die Göttin, die durch Daenerys Körper gesprochen hat.
Jetzt kann ich wenigstens ein Gesicht zu ordnen, das sich von Daenerys unterscheidet.
Ein kleiner gessscheiter Mann, du doch bist.
„Was willst du von mir?“, fragte Law und verschränkte die Arme.
Wo ist mein Nodachi?
Hier wirsssst du dein dämliches Metallblech nicht brauchen. , seufzte sie übertrieben.
„Erteil mir keine Vorträge, sondern antworte mir. Was willst du?“
Warum ssso angriffslustig? , verzog sie den Mund.
Er versuchte, keine Miene zu verziehen, während ihr Grinsen breiter wurde.
Genug geredet, Zeit für mehr Stimmung, findessst du nicht.
„Die Stimmung ist jetzt schon zum Niederknien. Du brauchst dir wegen mir keine Umstände machen.“
Die Göttin fixierte ihn mit belustigender Miene.
„Was zum…was ist das jetzt?“, stach es Law in seinem Herzen.
Deine Seele ssschwebt momentan zwischen den Welten. Wie sssehr ihr euch an eurem jämmerlichem Leben krallt, obwohl esss zwecklos ist.
„Ich stelle hier die Fragen!“, brüllte er, als er zu Boden sank und sich an der Stelle des Herzens in seinen Pullover griff. Es fühlte sich an, als das elektrische Stöße durch sein Herz jagten.
Wie ssehr ihr umss Leben kämpft, und doch habt ihr keinen Einfluss darauf. Erbärmlich.
„Klappe“, knurrte Law
Ssso frech wie eh und je. Ssschieß los. Ssstell deine Fragen?
„Warum bist du in Daenerys Körper?“

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Hallo ihr Lieben,

ich wünsche euch ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2019.
Die Geschichte geht spannend weiter....

LG Shirayuri
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