Zwei Ärzte sind einer zu viel

GeschichteMystery, Romanze / P16
Trafalgar Law
08.11.2017
13.10.2019
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Daenerys wollte auf keinen Fall zu spät zu ihrer Schicht erscheinen. Etwas außer Atem kam sie schließlich in der Markstraße von San Fardo an. Als sie am Ende der Straße ankam, blieb sie stehen. Sie stützte sich mit den Händen auf ihren Beinen ab. Die Hitze breitete sich unter ihrem Mantel aus. Weiße Schneeflocken glitten vom Himmel und legten sich wie ein weißer Schleier über die Erde. Immer wieder streckte sie die Arme aus, um das Gleichgewicht zu halten.
Sie schwor sich einen der Bewohner zu erwürgen, sollte sich einer über einen kurzen Winter beschweren, atmete sie aus, sodass sich Rauchwolken bildeten.
Die vielen Straßen waren wie leergefegt und doch leuchteten in manchen Fenstern helle Lichter. Sie lief an einer Kneipe vorbei, die Beliebtest der ganzen Stadt. Durch die offene Türe drang ein lauter Bass ihr entgegen. Mittlerweile tobte ein leichter Schneesturm durch die Gassen. Sie hielt sich einen Arm übers Gesicht, um besser sehen zu können. Die Kapuze zog sie sich tief in ihr Gesicht. Nach einer Weile sah sie die Leuchtreklame vom San Fardo Hospital. Das einzige Hospital auf der Insel mit hauseigener Apotheke. Es gab mehrere Apotheken auf der Insel, doch war keine so ausgestattet wie die im Hospital. Schiffsärzte können sich hier Arzneimittel und Operationsbesteck kaufen. San Fardo liegt auf der Grandline, die durch einen Seezug mit Water Seven verbunden ist. Sie wird auch „Die Stadt des Karnevals“ genannt.
Der historische Karneval in San Fardo ist mit seinen Masken, Herkulesspielen und Feuerwerken der Bekannteste der ersten Hälfte der Grandline. Daenerys bezweifelte jedoch, dass dieses Jahr, wegen des heftigen Schneesturms der Winter-Karneval stattfindet. Sie überquerte den großen Platz, doch bevor sie die Schiebetür des Hospitals erreichte, rutsche sie elegant auf dem Boden aus.
Das musste mit jetzt passieren., lachte sie.
Die Schiebetüre ging auf und eine junge Frau mit schulterlangen Haaren und runder Brille rannte auf sie zu.
„Musst du eigentlich immer so einen charmanten Auftritt hinlegen?“, lachte sie mit ihrer klaren und volltönenden Stimme, wie die einer Glocke.
„Dank, für deinen Applaus“, begrüßte Daenerys sie.
„Scherz bei Seite“, ihre Lippen wurden dünn, „Hast du dich verletzt?“
„Nein, du weißt ja, mein Hinterteil ist so elastisch wie ein Trampolin“, sagte Daenerys, als sie sich mit beiden Händen von dem Boden abstieß. Sie strich den Schnee weg, der auf dem Mantel klebte, während der kalte Wind an ihm zerrte. „Lass uns rein gehen, bevor wir hier festfrieren“
Die junge Frau nickte und drückte ein schwarzes Klemmbrett gegen die Brust. Daenerys folgte ihr durch den Eingang. Als sich die Schiebetüren hinter ihr schlossen, lief ihr ein warmer Schauer über den Rücken. Als Daenerys weiter in das Innere des Gebäudes vordrang zog sie sich die Kapuze vom Kopf. Matsuri zupfte ihren knielangen Rock zurecht und strich ihren weißen Ärztekittel glatt, was wegen ihrem großen Brustumfang kaum möglich war. Um ihren Hals baumelte ein Stethoskop.
Der Empfangsbereich sah wie in jedem anderen Hospital aus. Der Raum ist groß und rechteckig, außerdem wirkte er hell und freundlich. Neben dem Eingang war hinter einer Glasscheibe die Anmeldung, die gerade nicht besetzt war. Gegenüber von der Anmeldung standen mehrere Bankreihen, auf dem ein paar Patienten verteilt saßen. Ein Patient schlug gegen einen Snackautomat, der wieder eine Schokolade nicht herausrücken wollte. Auf beiden Seiten vom Automaten waren die Zugänge zu den Toiletten. Hinter der Anmeldung war der Zugang zur Notaufnahme.
„Daenerys, was machen Sie hier wieder für ein Theater?“, ertönte eine raue Stimme, der sich seine rote Nase rieb.
Ein alter gebückter Mann mit weißen Haaren und einem Stock kam zitternd auf sie zu geschlendert.
„Kyukyu-hakase“, sagte Matsuri und drehte sich zu ihm um.
„Guten Abend, Kyukyu-hakase. Ich wollte unserer Schneeräumer daran zu erinnern, dass sie den Eingangsbereich vergessen haben zu räumen“, antwortete Daenerys ihm.
„Wie immer einen Spruch auf den Lippen“
Der Kyukyu-hakase wandte sich an Matsuri.
„Wo ist Akihiro-san?“
Matsuri hielt sich den Zeigefinger an den Kopf und hielt das Klemmbrett fest an die Brust.
„Vielleicht steckt er bei dem Wetter fest?“
„Nehmen Sie ihn nicht in Schutz. Ich habe ihn noch nie pünktlich hier aufschlagen sehen.“
Der Kyukyu-hakase kratze sich die Stirn, die ein rotes Kreuz zierte und sah zu ihr rüber.
Er zeigte mit dem Stock zu Daenerys.
„Daenerys, sie sollten nach Hause gehen! Ihre Urlaubstage häufen sich, weswegen ich sie in den Zwangsurlaub geschickt habe“
„Lassen Sie mich bitte arbeiten. Viele Kollegen sind krank.“, sagte Daenerys und machte einen Schritt auf ihn zu.
„Matsuri-san, bitte gehen Sie an die Arbeit!“
Matsuri verbeugte sich, doch als sie weg ging sah sie Daenerys mit ihren rehbraunen Augen mitfühlend an. Daenerys zwang sich zu einem Lächeln.
Der Kyukyu-hakase wandte sich zu mir, während er seinen weißen Schnauzer zwischen den Fingern zwirbelte.
„Daenerys-san, ich bewundere Ihren starken Arbeitswillen. Sie arbeiten Tag ein, Tag aus. Sie brauchen auch mal eine Pause. Sonst brechen Sie eines Tages zusammen und töten versehentlich jemanden“
„Ich brauche keine Pause. Mir geht es gut“
„Das habe ich in Ihrem Alter auch gesagt. Nun sehen Sie was aus mir geworden ist. Ich würde als zittriger alter Knacker, in dem Film Quasimodo den ersten Platz gewinnen“
Daenerys sah lächelnd in seine Augen, in denen noch der Geist des Willens brannte.
„Sobald Akihiro zu der Schicht in der Apotheke auftaucht werde ich ihn für Sie erwürgen“
Sie drückte sich den Arm, bis Kyukyu seufzte.
„Ziehen Sie ihn vorher aus, das macht es leichter ihn schneller zu verscharren“, sagte er und wandte sich zum Gehen, „Na schön, aber ich will sie die nächste Woche hier nicht sehen.“
Sie machte eine tiefe Verbeugung und verharrte ein Moment.
Mit schnellen Schritten durchquerte sie die Empfangshalle. An der nächsten Ecke bog sie in einen breiten Gang ein, der in die Notaufnahme führte. Die weißen Gänge des Hospitals sahen alle gleich aus. Als sie zum ersten Mal hier war, hatte sie sich verlaufen. Mittlerweile kannte sie die Gänge wie ihre eigene Westentasche.
Die folgte dem Korridor bis zu einer Türe, durch die sie gerade eintreten wollte. Plötzlich öffnete sich die Türe von selbst, durch die drei Personen rannten. Zwei Frauen traten hindurch. In der Mitte schoben sie eine Krankentrage. „Vorsichtig, macht Platz“, schrie die Frau mit dem Pferdeschwanz, die eine Sanitäter Kleidung trug. Auf der Krankentrag lag eine Person, die blutüberströmt festgeschnallt war. Um den Hals trug er eine Notfall-Halskrause Ein Hosenbein war zerfetzt, sodass man das gebrochene Bein sehen konnte. Auf ihm drauf kniete ein männlicher Sanitäter mit schwarzen kurzen Haaren, der eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführte. „Achtundzwanzig Jahre, männlich, Quetschungen, durchtrennte Arterie, massiver Blutverlust. Rechts Bein wurde abgebunden. Ich habe versucht ihn während des Transports zu intubieren, aber keine Chance, kein Puls mehr.“
Die andere Frau stellte sich als Matsuri heraus.
„An den Monitor Druckinfusion anschließen, vier Konserven 0 Negativ und Suprarenin.“
„Habe ich schon zwei Mal gemacht. Immer noch kein Puls. Kammerflimmern.“, rief der der schwarzhaarige Sanitäter. Wie in Zeitlupe konnte Sie das Geschehen mitansehen, bis sie um die nächste Ecke verschwunden waren. Ein beißender metallischer Geruch stieg ihr in der Nase. Plötzlich schlugen Erinnerungen von mehreren blutüberströmten Körpern auf sie ein. Ein Anflug an Übelkeit überkam sie. Sie presste sich die Hand vor den Mund. Ihr Adrenalin pulsierte in ihrem Kopf. Ihr lief der Schweiß über das Gesicht. Mit tiefen Atemzügen versuchte, sie sich zu beruhigen. Kurz schloss sie die Augen und merkte, wie ihr Tränen die Wangen runter lief. Mit zitternden Händen wischte sie sich ihre Tränen weg. Unsicher und desorientiert trat sie durch die Türe, mit der Hand stützend an der Wand. „Daenerys?“, ertönte eine männliche Stimme. Hastig drehte sie sich um. Vor stand ein dünner Mann mit einer Kappe und Arbeitslatzhose. Noaki
„Hey Naoki. Lange nicht mehr gesehen. Wie geht es dir?“, strich Daenerys eine Strähne hinter ihr Ohr.
„Was hast du?“, ignoriert er ihre Frage und musterte sie.
Bitte geh! Er darf mich so nicht sehen.
Sie versuchte ihn anzulächeln, doch beführet sie, dass es eher nach einer Gesichtslähmung aussehen könnte.  
„Das waren nur die Nachwirkungen des plötzlichen Schneeeinfalls“, log sie.
„Sicher? Danach sah es aber nicht aus“, sagte Noaki mit erhobener Augenbraue.
„Das liegt im Auge des Betrachters“
geh endlich, bitte!
Kopfschüttelnd stützt er seine Hände in die Hüfte.
„In meinen Augen arbeitest du mir zu viel. Mach mal‘n Pause“, seufzte er.
„Das ist kontraproduktiv“, lächelte sie.
Noakis schallendes Gelächter durchfluteten die Gänge, wie das eines Echos.
„Ich weiß, wo du morgen sein wirst“, grinste er sie an.
Ihre Knie waren weich und zitterten, so dass sie sich an der Wand abstützte.
„Ach ja. Und wo werde ich morgen sein?“
„Du wirst morgen mit mir bei einem produktiven Abendessen um zwanzig Uhr im Diner sitzen“
„A-ahm, Noaki ich…“
„Keine Ausreden, ich hole dich um halb sieben ab“
Noaki zog den Ärmel nach hinten, um auf seine Uhr zu schauen.
„Ich muss los. Hab noch ein Marathonfahrt durch den Sturm“
Noaki legte ihr kurz seine Hand auf den Kopf, eher er sie losließ.
„Wir sehen uns“, winkte er ihr lächelnd zu, als er den Rückzug antrat.
„Lass die Finger von den anderen hübschen Apothekerinnen
Er drehte sich noch kurz um und lächelte. „Ich doch nicht“
Sie winkte ihm freundlich hinterher.
Alle hier auf der Insel wussten, das Noaki in sie verliebt war. Um ihn nicht zu verletzen versuchte sie Ausreden zu finden, um nicht mit ihm essen gehen zu müssen. Sie lief durch die Türe, bog um die Ecke und trat durch eine Türe ein, neben der eine Schild mit der Aufschrift „Apotheke“ hing. Es war ein kleiner heller und quadratischer Raum. Gegenüber dem Eingang waren schmale, in die Wandeingelassene, Garderobenspinde. Rechts vom Eingang hing ein Waschbecken mit einem Spiegel darüber. Ihren Rucksack legte sie auf die Bank, die mitten im Raum stand. Vor ihrem Spinnt drehte sie am Zahlenrat ihre Zahlenkombination ein.
Nach einem leises klicken, öffnete sie die Tür und hängte ihren Mantel auf einen Bügel in den Spind. Als sie auf die Bank Platz nahm, zog sie ihre Tasche zu sich her. Beim Öffnen des Reisverschluss verklemmte sich der Stoff in den Hacken. Durch das hin und her ziehen, öffnete sich der Rucksack dann doch. Eine schwarze Box mit Reisverschluss zog sie aus dem Rucksack. Die Box legte sie geöffnete auf den Waschbeckenrand. An dieser Stelle ist anzuführen, dass Daenerys es lästig findet sich ständig Insulin spritzen zu müssen. Sie drückten den vordersten Insulinpen aus der Schlaufe und steckte ihn in den Mund. Hinter einem Netzteil holte sie eine Pennadel raus, riss die Packung auf und zog mit den Zähnen den Penhülle ab. Daraufhin schraubte sie die Nadel auf den Pen fest. Sie hob den Pen hoch, so dass sie die silberne Flüssigkeit ansehen konnte.
Auf ein neues du Biest!
Nachdem aufziehen des Pens, schob sie ihr Shirt über die Brust, bildete eine Falte und spritzte das Insulin langsam in die Haut rein. Danach zog sie die Nadel ab, schmiss sie in den Mülleimer unter dem Waschbecken und setzte die Penhülle wieder drauf. Als sie den Pen wieder in die Schlaufe schob, ging sie zurück zu ihrer Tasche und ließ die Box in ihr verschwinden. Des Weiteren ersetzte sie ihre kniehohen Stiefel mit weißen Clogs mit Fersenriemen. Am Waschbecken öffnete sie den Wasserhahn uns spritzte sich Wasser ins Gesicht. Großzügig bediente sie sich an dem Papiertuchspender und tupfte sich das Gesicht ab. Den Blick in den Spiegel ließ sie einen Moment innehalten.
Sie wusste, dass sie Noaki sage musste, welche Gefühle für sie hegte, sonst verletzte sie ihn wo möglich noch mehr.
Mit Haargummi in der Hand rollte sie sich ihren Haaren zu einem Dutt hoch. Es war zwar kein Meisterwerk und doch würde es für die nächsten paar Stunden halten. Ehe sie den Raum verließ, zog sie den weißen Kittel vom Kleiderbügel und stellte ihren Rucksack in den Spind.
Auf dem Weg in die Apotheke schlupfte sie in den Kittel. In der Hintertüre trat sie durch ein Lager vor zu den Tresen. Die Apotheke war hell eingerichtet. Medikamenten und medizinischen Utensilien wurden in den Regalen von unten beleuchtet.
Am anderen Ende der Tresen standen ein paar geschlossene Kartons, die von Noaki geliefert wurden. Weiter vorne im Laden beugte sich eine dunkellilahaarige Frau im Ärztekittel in einen riesigen Karon rein, so dass Daenerys noch ihr hinteren Teil sehen konnte.  
„Pass auf, dass du nicht reinfällst, sonst muss ich dir nachspringen und dich retten“, lachte Daenerys, als sie näher herantrat.
Rinko schaute auf und lächelte ihr freundlich entgegen. „Daenerys“, rief sie und kam hastig auf sie zu gelaufen.
„Liebes, was machst du hier? Du hast doch Urlaub.“, legte ihre Stirn in Falten.
Rinko ist etwa zwischen vierzig und fünfzig Jahre alt, denn so genau wusste Daenerys es nicht. Rinko feiert jedes Jahr aufs Neue ihren "zwanzigsten Geburtstag“ Strähne für Strähne waren ihre Haare zu einem Dutt hochgesteckt. Ihre Lachfalten um die Augen und um den Mund ließ ihre Person noch reifer erscheinen.
„Ich ersetzte Akihiro, bis er da ist. Kyukyu hat mir es erlaubt.“, erklärte ich ihr. Sie stemmte die Hände in die Hüfte und rümpfte die Nase
„Ja klar, so wie ich dich kenne hast du ihm Honig ums Maul geschmiert!“
„Komm schon. Wir brauchen jeden den wir kriegen können. Nur bis er da ist und danach gehe ich nach Hause, versprochen!“
„Okay, okay“, hob sie die Hände.
Ihr Blick schweifte nochmals durch den Laden.
„Dieser Schnee macht uns sehr zu schaffen. Viele Bewohner sind durch den frühen Schneeeinfall überrascht worden. Die Erwachsenen versuchen alles, um gesund zu bleiben. Die Kinder hingegen kämpfen momentan.“, sagte Rinko.
Rinko legte ihre Hand auf Daenerys Schulter.
„Ich mache uns einen Kamillentee. Ich bin gleich wieder da.“
Rinko verschwand hinter den Tresen mit dem Karton in der Hand in einen anderen Raum.
„Danke“, rief Daenerys ihr hinterher.
Rinko verbrachte einen Großteil ihre Zeit damit, jenen Menschen einen Rat zu erteilen, Trost zu spenden und mütterlich zu pflegen.
Daenerys stützte sich gegen die Tresen und sah zu den Kartons rüber.
Sie lief auf den Stapel an Kartons zu, worauf auf dem ersten Karton das Cuttermesser lag. Sie nahm das Cuttermesser in die Hand, schnitt das Klebeband durch und öffnete den ersten Karton. In dem Karton waren Schmerztabletten drinnen. Den Karton schliff sie hinter sich her. Nach und nach hob sie die Tablettenschachteln heraus und sortierte sie in das Regal ein.
Plötzlich sah sie ein Schatten über die Wand des Regals huschen.
Sofort ließ sie den Karton fallen und wirbelte herum. Vor ihr stand ein junger Mann, Mitte zwanzig. Der Typ müsste etwa zwei Köpfe größer sein als sie. Er machte sich nicht die Mühe, sich bei ihr zu entschuldigen. Daenerys erinnerte sich nicht, die Türglocke gehört zu haben.
„G-guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?“, fragte sie den Fremden.
Sie folgte seinem Blick zu den ungeöffneten Kartons, die sich neben den Tresen stapelten.
„Wie ich sehe, haben Sie heute neue Lieferung bekommen.“, bemerkte er und griff sich an die weiße Mütze mit schwarzen Punkten. Seine Stimme klang ruhig, doch hörte Daenerys einen etwas eisigen drohenden Unterton. Sie beäugte seinen langen dunklen Mantel, auf dem er auf dem linken Ärmel ein gelbes Symbol trug. Die Form des Logos, kam ihr bekannt vor, doch sie kam nicht darauf. Es war so, als läge es ihr auf der Zunge
„Wegen des Schneesturms kommt es zu Verzögerungen.“, erklärte sie ihm.
Ohne sie zu beachten, hielt er ihr einen gefalteten Stück Papier hin. Daenerys blinzelte verwundert, doch nahm sie ihm den Zettel ab.
Sie öffnete den Zettel und sah eine stichpunktartig handgeschriebene Auflistung an medizinischen Utensilien.
Zwischenzeitlich inspizierte der Kunde mit der Wollmütze die Regale, als sie ihren Blick von der Notiz löste. Im Augenwinkel erregte etwas anderes ihre Aufmerksamkeit. Ein großer Eisbär mit schwarzen Knopfaugen stand vor ihr. Ein Polarbär stand in einem orangefarbenen Overall mit einem weißen Schall und braunen Stiefel vor ihr. Auf der linken Brustseite befand sich dasselbe Zeichen, wie das von dem Mann, doch der Unterschied war, dass das Zeichen schwarz war. Außerdem trug er ein langes Schwert in der Pfote.
„Stimmt was nicht? `tschuldigung“, erklang die leicht raue Stimme des Eisbären.
„Wenn ich Sie so ansehe, wird mir warm ums Herz und lässt mich das kalte Wetter da draußen vergessen“, lächelte sie dem Eisbären entgegen.
Sie wandte sich zu dem Mann, der die Verpackung eines Arzneimittels studierte. Er griff sich ans Ohrläppchen, an dem zwei goldene Ohrringe steckten. Mit dem Blick auf die Liste lief sie hinter die Tresen und stellte den leeren Karton auf die anderen Kartons.
Mit einem Stift ging sie die Liste nochmal durch, um sich nochmal ein Überblick zu verschaffen, die der Mann benötigte. Vor den Tresen tippte der Typ mit dem Daumen auf die Oberfläche. Sie linste auf seiner linken Hand und konnte das Tattoo mit den Buchstaben D, E, A, T und H erkennen. Als sie sich dem Zettel wieder zuwandte, verschwamm ihr plötzlich die Sicht vor den Augen.
Was ist denn jetzt los?, legte sie ihre Stirn in Falten und blinzelte unauffällig. So wie die Verschwommenheit gekommen war, verschwand sie auch wieder.
„Den Trinkschlauch mit Adapter müssten wir bestellen“,
„Ist nicht nötig“
Daenerys nickte ihm langsam an.
Hinsichtlich darauf, dass er nicht sonderlich gesprächig war und ihr nur kurz und knapp antwortete, entschloss sie sich dazu sich etwas zu beeilen. Neben dem Mink standen ineinander gestapelten Körbe. Sie trat an ihm vorbei, der sich nicht von der Stelle bewegt hatte und nahm sich einen Korb herausnahm.
Ihr wurde es auf einmal wahnsinnig heiß.
Was ist denn nur los mit mir?
„Sie brauchen Kopf- und Fiebertabletten. Ich kann Ihnen diese hier empfehlen.“, richtete sie sich an den Schwarzhaarigen. Um an die Tabletten zu kommen, musste sie sich strecken.
Aus ihrem Augenwinkel bemerkte sie eine Bewegung. Die tätowierte Hand trat in mein Sichtfeld und griff nach der Tablettenpackung.
Der Typ ist echt riesig.
Er stand direkt hinter ihr, was sie nervös machte. Sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen. „Die Tabletten können auch für Gliederschmerzen genommen werden“, erläuterte sie freundlich.
„Wenn es Ihnen nichts ausmacht, nehme ich Ihnen den Korb ab. `tschuldigung“
Der Eisbär griff nach dem vollen Korb, der Daenerys in der Hand hielt.
„Sehr aufmerksam“, lächelte sie.
Der Eisbär folgte ihr leise auf Schritt und Tritt.
Gemeinsam suchte sie die ganzen Arzneimittel zusammen. Jede kleine Bewegung drehte sich alles in ihrem Kopf und ihr wurde heißen und heißer. Sie versuchte sich damit abzulenken, woher sie den Fremden kennen könnte. Als sie alles zusammengesucht hatten, rief der Eisbär: „Käpt‘n Law, ich glaube wir haben alles.“
Zwischenzeitlich hatte sich Law einen eigenen Korb befüllt und stellte ihn auf den Tresen.
Daenerys drehte den beiden kurz den Rücken zu, um einen Schrank zu öffnen, in dem die chirurgischen Instrumente gelagert wurden.
„Dann schauen wir doch mal“, sagte sie, als sie ein paar Behälter mit Skalpellen, Klemmen und anderen Instrumenten auf den Tresen ausbreitete.
Der Käpt’n sah in die geöffneten Behälter rein.
„Keine Angst, greifen Sie rein, die Klammern beißen nicht“, lächelte sie, was sie jedoch gleich wieder bereute, als er böse sie schief ansah.
Nach ein paar Minuten stöberte in den Behältern rum, bis er sich endgültig entschieden hatte.
„Brauchen Sie noch etwas?“, fragte sie ihn, doch dieser schüttelte den Kopf, als er den Korbinhalt überflog.
Sie lief kurz ins Lager hinter und holte zwei mittelgroße Kartons. Als sie das Lager verlassen wollte, krallte sie sich reflexartig an ein Regal, um nicht zu fallen.

Trafalgar Law

Law war mit seiner Crew gerade auf dieser Insel angekommen, als er ein Schild bemerkt. Dieses Schild führte zu einem Hospital mit hauseigener Apotheke. Es kam ihm sehr gelegen, dass er in der Apotheke chirurgische Instrument kaufen konnte.
Seine Leute und er waren seit mehr als acht Tage auf dem Uboot gewesen. Die Sehnsucht mal wieder in eine Kneipe zu gehen, hat nicht nur ihn, sondern auch seine Leute gepackt. Er wollte schnell die Sachen einkaufen, um auf die Tolar Tang zurückkehren zu können. Die schwarzhaarige Apothekerin jedoch, arbeitete ihm viel zu langsam. Außerdem wundert es ihn, dass sie ihn nicht kannte. Seit er die Marine offiziell hintergangen hatte, waren sein Name und sein Bild überall in den Zeitungen. Als er sie von der Seite aus betrachtete, merkte er, dass sie sehr blass und ihre Wangen leicht gerötet waren. Als sie zu ihm aufsah, verharrte er einen Moment und sah ihr in die Augen. Sie hatte ein typisches Iris-Heterochromie, folglich hat sie zwei verschiedene Augenfarben. Das linke Auge leuchtete in einem himmelblau. Während das andere Auge dunkelbraun, fast schwarz zu sein schien.
„Ich müsste vorher noch Ihren Ärzteausweis sehen“
Law griff in die Manteltasche nach seinem Ausweis und zeigte ihn ihr.
Als sie ihn kurz studiert hatte bedankte sie sich freundlich. Mit zwingender geduldig sah er ihr zu, wie sie die Instrumente und die Arzneimittel einscannte und in die Kartons legte.
„Wann findet der Karneval eigentlich statt?“, fragte Bepo, aus heiterem Himmel.
Law folgte seinem Blick. Auf einer Regalsprosse hing ein Plakat mit einer goldverzierten Maske darauf. Um sie herum sind Trommeln, Luftschlangen und Konfetti zu sehen. Unter der Maske war die Aufschrift Karneval
„Der Karneval wäre eigentlich nächste Woche, doch bei diesem Schneesturm bezweifle ich, dass er überhaupt stattfinden wird“
Law schob das Geld auf den Tresen zu ihr rüber. Bepo nahm den ersten Kartons entgegen, während er sich einen Karton unter dem Arm klemmte und vorauslief.
„Brauchen Sie den Kassenzettel?“, fragte sie
Law drehte sich nochmal zu ihr um und sah, wie Bepo seine Pfote ihr entgegenstreckte.
„Sie haben echt ein weiches Fell“, lächelte sie, „Kommen Sie gut, zu ihrem Schiff“
Er hielt kurz inne, bis das bimmelte der Türglocke ihn veranlasste, ohne ein Wort aus der Apotheke zu gehen. Bepo folgte ihm.
Der Schneesturm war immer noch voll im Gange, als sie sich von der Apotheke entfernten und mitten auf den Platz des Hospitals stehenblieben. Bepo nahm ihm den Karton ab.
Law hält einen ausgestreckten Arm mit gespreizten Fingern vor seinen Körper weg und erzeugte einen kleinen Kreis, so groß wie seine Handfläche, in die Luft.
„Room“, sagte er, als im nächsten Moment sich dieser Kreis in einem großen Umfeld, eine Art Kuppel, um Law und Bepo ausbreitete.
Als er den Ring- und den kleinen Finger anlegte, die restlichen Finger ausstreckt und diese Hand dann vor sein Gesicht hält.
"Shambles“
Von einer Sekunde auf die andere stand er mit Bepo am Hafen, an der die Polar Tang, ein Uboot der Trafalgar-Klasse, ankerte. Daneben standen
Unmittelbar vor der Polar Tang, redeten seine Leute durcheinander.
„Was soll hier die Versammlung? Habt ihr alle Vorräte verstaut?“, fragte er seine Leute.
Der Erste, der antwortete, war Shachi: „Alles ist verstaut.“
Er drückte Shachi den Karton in die Hand.
„Okay, Bepo und du verstaut noch die Kartons. Dann werden wir eine Kneipe aufsuchen.“, befahl er.
„Saufen, saufen, saufen“, jubelte seine Leute.
Nachdem Bepo die Kartons in den Op gebracht hatte, stand ihnen nichts mehr im Weg. Der Sturm wütete nicht mehr so stark wie vorher. Sie schlenderten zwischen den Straßen von San Fardo hindurch, bis sie an einer Kneipe ankamen. Gegenüber von der Kneipe stand ein niedriges Holzhaus, unter dem ein Brunnen zu vermuten ist.
Seine Crew und er traten in die Kneipe ein. Man hatte von draußen bereits Musik spielen gehört. Das war eine kleine Kneipe mit mindestens dreißig runden Tischen. Seine Crew hatte ein wenig Abseits drei Tische, in Beschlag genommen, als er sich zu ihnen gesellte. Er zog sich seinen Mantel aus, warf ihn über einen leeren Stuhl und setzte sich. Die Kneipe war rammelvoll. Die Liveband drehten ordentlich auf. Der Schlagzeuge schwang gekonnt seine Drumsticks über die Trommeln. Der Gitarrist rutschte ohne Mühe mit den Fingern über die Saiten. Ein groß gebauter Mann mit braunen kinnlangen Haaren kam auf ihn zu.
„Was kann ich euch bringen?“, fragte er.
Seine Crew schrie nach Bier. Während der Barkeeper die Bestellung aufnahm, sah Law sich um, ob es Gäste gab die ihnen Ärger machen könnten. An den Tischen saßen alte Säcke, die sich nur für ihr Bier interessierten. An den Tresen saßen auch Männer. Einer der Männer flirtet mit einer jungen, zierlichen Frau. Ihre blonden Haare gingen ihr bis zu ihrem Hintern.  Er nippte an seinem Bier. Viele seiner Leute bestellten immer mehr Bier und wurden von mal zu mal betrunkener. Shachi hatte Penguin im Schwitzkasten und versuchte den Text der Band zu folgen. Vergebens, da er nicht einmal den Ton richtig traf. Andere seiner Crew feuerten sich beim Armdrücken zu. Er hörte der Band eine Weile zu, bis ihm das blasse Gesicht von der Frau mit den verschiedenfarbigen Augen in den Sinn kam.  
Law hielt bei dem Gedanken inne. Warum denkt er gerade jetzt an sie?
„Käpt'n Law an was denkst du?“, fragte Bepo. „An nichts bestimmtes“, sagt er. Mit den Daumen trommelte er an das Glas seines Bieres.
Der Barkeeper kam mit fünf Maß Bier in jeder Hand, gefühlte das hunderte Mal, und verteilte sie an ihnen. Ein paar Männer am Nebentisch fingen laut an zu Pfeifen und zu Jubeln an. Er sah zu ihnen rüber, und fragte sich, warum sie so tobten. Deren Tisch sah genauso aus wie ihre, vollgestellt mit leeren Biergläsern. Drei alte Säcke hielten jeweils ein Maß Bier in der Hand und hoben es in die Luft. Merklich folgte er deren Blicken und hob die Augenbraue. Neben der Band stand die junge, zierliche Frau, die mit dem Typ geflirtet hat.
Die Band ging auf eine andere Musikrichtung ein. Kurz darauf fing die Frau an bei dem Takt an zu tanzen. Sie lachte, wärend die Gäste anfingen bei dem Takt zu klatschen.
„Hey Käpt'n, ich gehe… nochmal zur Death. Ich habe was…. vergessen.“, lallte Penguin.
„Geht klar“, sagte Law und widmete sich wieder seinem Bier.
Penguin wandte sich zum Gehen. „Verlauf dich nicht, Penguiiiiiin.“ riefen Shachi und Uni im Chor hinterher.
„Ja ….und pass auf, dass du nicht weg fiegst... fliegst“, gegarte Ikkaku. Sie hatte sich auf Shachis Schulter gestützt und hob den Maßkrug in die Luft.
Penguin grinste nur und verließ die Kneipe. Mit einem Knall fiel die Türe ins Schloss. Das Bier hielt Law zwischen seinen Händen. Mit den Daumen wischte er über das kalte Glas.
„Wenn das nicht mal der berühmte Trafalgar Law ist.“, ertönte eine helle Stimme. Er löste seinen Blick von dem Glas und schaute hinauf. Vor ihm stand die Frau, die neben der Band getanzt hatte. Er hat gar nicht mitbekommen, dass die Band wieder auf Rock übergegangen war.
„Wer will das Wissen?“, hackte er desinteressiert nach. „Ich. Du bist mir sofort aufgefallen. Mein Name ist Yui.“, stellte sie sich vor. Sie setzte sich einfach neben ihm und schlug ihre Beine übereinander. Sie war süß mit ihren Sommersprossen.
„Und was willst du jetzt von mir?“, erkundigte er sich.
„Nicht hier. Wie wärs, wollen wir uns in meinem Zimmer unterhalten?“, flüsterte sie und legte ihre Hand auf sein Bein. Sie trug ein figurbetonendes blaues Kleid, das ihr bis unter den Hintern ging. Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter ab, sodass sie ihm ihr Dekolleté präsentierte.
„Was bietest du an?“, fragte er. Ihm kam der Duft nach Rosen entgegen, als sie mit ihren rehbraunen Augen ihn ansah.
„Alles was du willst“, hauchte sie ihm ins Ohr. Ihre Hand glitt auf seinem Bein hinauf. Ihre Lippen kamen näher die seinen. Bevor sie sich küssten, ertönte ein lauter Schuss.

_________________________In der Apotheke___________________________

Daenerys

Nachdem Käpt‘n Law gegangen war, waren sie bis fünfzehn Uhr geblieben. Rinko-sensei hatte zwei Tassen Tee geholt. Gemeinsam räumten sie die Kartons aus und verstauten die Ware. Die Stunden verflogen und Akihiro-san kam einfach nicht. Rinko-Sensei und Daenerys saßen hinter den Tresen auf Tritthockern und tranken grünen Tee. „Daenerys, ist wirklich alles in Ordnung? Du schaust so blass aus.“, fragte Rinko-Sensei.
„Ich leide unter einem akuten Vitamin-D-Mangel, wie jedes Jahr im Winter“, sagte Daenerys.
Sie nahm einen großen Schluck grünen Tee. Die Wärme der Flüssigkeit schmeichelte ihren Rachen. „Du solltest jetzt gehen, Daenerys“, sagt Rinko-sensei.
„Ja, das sollte ich wirklich“, nickte sie. Sie leerte ihre Tasse. Rinko-sensei nahm ihr die Tasse ab und verschwand in Richtung Kochnische.
„Einen schönen Tag und gute Nacht, Rinko-sensei. Man sieht sich.“, verabschiedete sie sich.
„Gute Besserung“, rief sie ihr nach.
Eilig betrat sie zur Apoteke raus. Mit großer Erleichterung stellte sie fest, dass der Sturm aufgehört hatte zu toben. Sie schlenderte über den großen Platz und trat den Weg nach Hause an.
Vielleicht sollte Noaki eine Chance geben. Er liebevoll und weiß sich zu benehmen, ein echter Gentleman. Außerdem ist er nicht so ein Angeber wie die meisten Männer.

Ihr erschienen die grauen Iriden von Law vor ihrem inneren Auge. Sie blieb abrupt stehen.
„Das gibt’s nicht…“, sagte sie
Käpt’n Law…
Jetzt wusste, sie woher sie Käpt’n Law kennt. Er gehört zu den Rookies. Piratenanfänger, die sich durch ihre Taten einen Namen gemacht haben. Er soll sehr gefährlich sein.
Würde er einfach so auf unschuldige Zivilisten verletzten?
Sie schüttelte den Kopf. In wenigen Metern bot ich in die Straße der San Fardo Kneipe ein. Sie hob den Kopf und sah zwei Gestalten. Als sie näher ran trat erkannte sie, dass einer der Beiden die Arme nach oben hielt, während der Andere eine Scharfschützengewehr auf ihn richtete. Sie riss die Augen auf und war wie erstarrt.
„Hey Alter, gaaaanz luhig…ruhig. Ich bin un…bewaffnet. Wenn du mein Geld willst, dann nimm… es.“, lallte der Mann, der mit dem Rücken zu ihr stand und die Arme in der Luft hielt. Er hatte einen weißen Overall und eine schwarze Mütze an.
„Ich will dein Geld nicht, ich will Rache“, schrie ein Mann mit rauer Stimme.
Sie konnte den Mann mit der rauen Stimme nicht ausmachen.

Ein Schuss löste sich. Was zum Teufel… Der Typ mit dem Overall fiel und der Schnee färbte sich rot. Der Schütze lief auf sie zu und hielt sein Gewehr auf sie. Sie konnte ihn nicht erkennen, da er eine schwarze Mütze, einen schwarzen Schal und einen schwarzen Mantel trug.
„Aus dem Weg“, schrie er und schoss mehrmals auf sie. Sie wich aus und rang mit dem Gleichgewicht.
Scheiße, warum muss mir jetzt schwindelig sein.
Er stand jetzt direkt vor ihr. Sie trat ihm das Geweht aus der Hand und boxte mit der anderen Hand in sein Gesicht, dieser fiel Rückwärts in den Schnee.
Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte in den Schnee
Stöhnend rappelte er sich auf und rannte davon.
„Stehen bleiben.“, brüllte sie, doch er war in der Dunkelheit verschwunden. Sie sah zu dem Gewehr rüber, packt es und stolperte auf den Verletzten zu.
Daenerys konnte bei der Dunkelheit und bei dem Blut, dass sich mit dem Neuschnee vermischt hatte die genauen Wunden nicht ausmachen, dazu trug er einen weißen Overall. Ein Anflug von Übelkeit überkam sie, doch sie unterdrückte es. Auf dem Arm konnte sie ein Symbol ausmachen.
Moment… das ist doch das Symbol von…
Zwei weibliche Stimmen fingen an zu schreien.
Sie legte das Gewehr neben sich und zog die Handschuhe und den Schal aus. Plötzlich packte jemand sie am Arm.
„Bitte ….hilf…mir“, flehte er, doch wurde bewusstlos und ließ sie los.
Sie presste die Handschuhe und den Schal auf die Wunde. Sie bemerkt, dass viele Stimmen durcheinanderredeten.
Plötzlich packte sie jemand heftig am Armgelenk und zog sie mit Gewalt nach oben.

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Mein erstes Kapitel ^^
Entschuldigung im voraus für die Schreibfehler!! :)
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