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Nach Recht und Gesetz

Kurzbeschreibung
OneshotHumor, Krimi / P6 / Gen
Mozzie Neal Caffrey Peter Burke
07.11.2017
07.11.2017
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1.697
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07.11.2017 1.697
 
Hier ist mein Beitrag für Who zum Wichteln „Offen für Neues“ von Sisi12. Das Ganze hat seine Wirkung nicht verfehlt, denn ich hatte zwar schon einmal den Namen der Serie gehört, sie aber nie geschaut. So habe ich mir also einige Folgen angesehen und hoffe, dass ich die Charaktere immerhin einigermaßen getroffen habe. In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen.


Eigentlich sollte es eine relativ ruhige Woche werden. Im Moment gab es keinen offenen Fall und Peter Burke hatte sich deswegen darauf eingestellt, den Papierkram zu erledigen, der normalerweise liegen blieb.

Aber wie das immer so ist, herrschte nicht lange Ruhe. Das Telefon klingelte und es meldete sich ein Mitarbeiter des Metropolitan Museum of Art. Er erklärte, dass in der Nacht im Sherman Fairchild Paintings Conservation Center – also in der Restaurierungsabteilung für Bilder - eingebrochen worden. Bislang hatte man nur gemerkt, dass das Gemälde „The Grand Canal Venice“ von William Turner – welches dort gerade zur routinemäßigen Restaurierung war - verschwunden war. Jedoch wusste man nicht, ob dieses nun wirklich gestohlen worden war oder eben nicht, da der Einbruch schnell entdeckt, der Einbrecher dementsprechend aufgeschreckt wurde und schnell die Flucht ergriffen hatte.

Man musste also dort nachsehen, ob das Gemälde noch da war und eventuelle Überwachungsvideos ansehen. Das war etwas, worauf sich Neal insbesondere freute und hoffte, irgendwie darum herumzukommen. Da er die Nachricht über das scheinbar gestohlene Bild bekommen hatte, als er in der Badewanne lag, war er davon noch weniger begeistert als sonst. Denn er hatte sich für den heutigen Tag eigentlich einen entspannten Tag bei June vorgestellt, keinen neuen Fall.

Jedoch war Neal immerhin gut gelaunt genug, um Peter einen Vortrag über William Turner und den Preis seiner Bilder auf dem Kunstmarkt zu halten: „William Turner war ein englischer Maler, der Ende des 19. Jahrhunderts lebte. Er galt als Vorreiter der Impressionisten und es gibt kaum Bilder von ihm, die nicht in irgendwelchen Museen hängen, da er sie in seinem Testament an den englischen Staat vermacht hat – die Tate Gallery hat die meisten von ihm. Hier in New York haben nur das Metropolitan Museum of Art und die Frick Collection  jeweils ein Bild. Dementsprechend erzielen seine Bilder auf dem Kunstmarkt ziemlich hohe Preise und ich schätze, dass der Einbrecher darauf hinauswill.“ „Wirklich? Ich dachte, das Bild sei so bekannt, dass man es nicht verkaufen könnte. Es gab doch mal einen Fall irgendwann in den Neunzigern mit zwei Turner- Leihgaben, die dann Jahre später wieder aufgetaucht sind*, ich weiß nicht so recht…“, überlegte Peter laut.

So kamen die beiden bis zum Museum zu keiner Einigung über das Motiv des Täters. Dort angekommen stellten sie als Erstes fest, dass es dort direkt leider keine Überwachungskameras gab, da man diese beim Restaurieren gewöhnlich nicht brauchte. Jedoch gab es im restlichen Museum welche, die vielleicht doch etwas gesehen haben könnten und deren Aufzeichnungen aufbewahrt wurden.

Diese ließ sich Peter aufs Revier bringen und schaute sie gemeinsam mit seinem Team durch, während Neal–zusammen mit einigen weiteren angeforderten Leuten- sich die Erlaubnis geholt hatte , in den Räumen nach dem Bild zu suchen.  Es wurde dadurch nicht einfacher, dass sich die Restaurierung in zwei Stockwerken abspielte und sie beide durchsuchen mussten.  So klopften sie gegen die Wände und Fußböden, konnten dort allerdings nichts finden. Immerhin waren Teile des Dachs verglast, dort konnte also nichts sein.

Währenddessen hatte das Team um Peter Burke auf den Überwachungsvideos auch noch nichts Anständiges gefunden: Das Spannendste war ein Junge, der mit seinem Teddy im Arm an der Hand seiner Mutter vorbeilief und dem dieser direkt vor dem Museum aus der Hand fiel. Zum Glück wurde das sofort bemerkt, die Passanten hoben den Teddy auf und gaben ihn dem kleinen Jungen wieder.  Zudem wurden die umliegenden Restaurants und das Restaurant sowie die Cafés im Metropolitan Museum mit Lebensmitteln und anderen Sachen wie beispielsweise Klopapier beliefert.

Aber was war das? Eine vermummte Gestalt kam aus dem Museum, etwa um die Uhrzeit, zu der das Gemälde vermutlich verschwunden war. Allerdings hatte sie nichts bei sich, was auf das Gemälde hindeuten könnte und die Tasche, die der vermeintliche Dieb dabeihatte, war nicht groß genug, um darin ein Bild verstecken zu können. Also musste das Bild wohl noch im Museum sein. Aber wo war es? Und wie sollte man den Einbrecher am besten schnappen?

Kurz entschlossen rief Peter Neal an, um ihn auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen: „ Wie sieht´s aus, habt ihr bislang etwas gefunden?“ „Nein, alles so wie es sein sollte.  Das Bild ist auf alle Fälle schon mal nicht hier, wir haben alles abgetastet. Wie ist es bei dir, gab es irgendetwas Spannendes bei den Bändern?“, erkundigte sich  Neal. „Na ja, nur der übliche New Yorker Alltag. Wir haben zwar den Einbrecher gesehen, aber er war nicht zu erkennen und hatte das Bild auch nicht bei sich. Allerdings kannte er sich wohl im Museum aus, er war relativ schnell unterwegs und wusste, wo es hinging“ Neal war jetzt noch interessierter: „Wo kam er denn her?“ „Tja, er kam wohl aus dem Lieferanteneingang. Aber was soll die Frage? Neal, du hast doch hoffentlich nichts Illegales vor? Neal, bist du noch dran?“ Darauf erhielt Peter allerdings keine Antwort mehr, denn Neal hatte bereits aufgelegt.

Neal hatte nämlich keine Zeit zu verlieren und wollte sich nicht auch noch von Peter und seinen Bedenken seinen schönen Plan ruinieren lassen. Dementsprechend rief er kurz entschlossen Mozzie an, um ihn vorzuwarnen und machte sich dann auf den Weg zu ihm, um ihm von seinem Plan zu erzählen. Der war davon sofort Feuer und Flamme, denn auch er war der Meinung, dass das Bild nirgendwo anders sein könnte und das die sicherste Methode für den Einbrecher war, das Bild herauszuschmuggeln – und höchstwahrscheinlich auch den Einbrecher selbst dabei zu finden, da Peter ja gesagt hatte, dass sich dieser im Museum auskannte.

So machten sich die beiden an die Vorbereitungen für ihren Plan. Mozzie begann mit der Recherche, während Neal die Feinheiten des Plans ausarbeitete. So waren sie am nächsten Morgen bereit, ihren Plan zur Aufdeckung des Einbruchs durchzuziehen.
Währenddessen fragte Peter sich, was Neal wohl vorhatte, denn irgendein Geistesblitz war ihm wohl gekommen, als Peter ihm verraten hatte, dass der Einbrecher sich  im Museum ausgekannt hatte. Das bedeutete also, dass der Einbrecher vermutlich dort arbeitete, aber was konnte Neal der Information mehr abgewinnen als er? Na ja, vielleicht war es besser, wenn er erst einmal eine Nacht darüber schlief, so schnell konnte den beiden doch nichts einfallen, oder?  So schlummerte er selig bis zum Morgen, da ihm nichts eingefallen war, was Neal und vermutlich Mozzie - wer sonst?- vorhaben könnten.

An ebendiesen Morgen standen Neal und Mozzie früh auf und machten sich auf den Weg zu einem der Unternehmen, dass die Gastronomie des Metropolitan Museums mit Lebensmitteln belieferte.  Nun kam der schwierige Teil : Sie mussten den Fahrer des LKWs – es schickte nur einen, ein Grund, genau dieses Unternehmen auszuwählen - davon überzeugen, statt ihm fahren zu dürfen, was nach einiger Überzeugungsarbeit und dem Zeigen einiger gefälschten Papieren auch gelang.  Jedoch wies er Mozzie und Neal noch darauf hin, den LKW frisch zu tanken, da die Tankfüllung wohl noch gerade für Hin- und Rückfahrt ausreichen dürfe. Anschließend präparierten sie den Wagen noch entsprechend mit einem nicht leicht zu findenden Peilsender.

So fuhren die beiden nun zur Metropolitan Museum, Neal mit dem LKW und Mozzie mit dem Auto hinterher und trafen sich vor dem Lieferanteneingang. Dort luden sie ihre Fracht ab und brachten sie in die Lagerräume, wo sie bereits erwartet wurden.  Dabei ließen sie den LKW mit Absicht offen und den Schlüssel stecken, um zu sehen, ob der Einbrecher, der zwangsläufig dort arbeiten musste, den Wagen als Fluchtfahrzeug nutzen würde. Als sie zurückkehrten, war der LKW wie erwartet verschwunden. Jedoch konnten Mozzie und Neal mit dem Peilsender ganz genau verfolgen, wohin der Verdächtige fuhr. Dementsprechend einfach konnten sie sich an seine Fersen heften.

Währenddessen war Peter bereits in seinem Büro angekommen. Dort erhielt er auch wenig später die Meldung von Verkehrspolizisten, dass sich ein Lebensmittellaster und ein ihm folgenden Auto in ungewöhnlichem Tempo in der Nähe des Metropolitan Museums durch Manhattan bewegten. Peter war sofort klar, dass es sich dabei wohl um irgendetwas handelte, was Neal und Mozzie ausheckten.  So verfügte er, dass man sich an die Fersen dieses Lasters setzen müsste.

Dieser hatte mittlerweile Manhattan fast vollständig hinter sich gelassen und machte sich nun auf, es über eine Brücke verlassen, als der Motor zu stottern begann und der LKW stehen blieb, weil ihm der Treibstoff ausgegangen war. Der Fahrer stieg entnervt aus und begann zu schimpfen. Allerdings hatte er dazu nicht lange Zeit, denn Mozzie und Neal hatten ihm in ihrem Auto bereits erreicht und hielten ihn auf. „Na, das nächste Mal würde ich vorher auf die Tankanzeige schauen, bevor ich ein Auto klaue“, erklärte ihm Neal belustigt. Gleichzeitig waren auch schon Polizeisirenen zu hören und die den Wagen ebenfalls verfolgenden Polizisten eingetroffen.  Sie konnten den Dieb ohne Probleme verhaften, vor allem, da sich im Anhänger des LKWs auch das Bild fand. Später stellte sich heraus, dass der Dieb es in der Eile nach dem Einbruch in einem  der Lagerräume versteckt hatte.

Diese Aktion blieb für Neal nicht folgenlos, da Peter ihm eine ordentliche Predigt zum Thema halb illegale Aktionen hielt. Er lachte aber nur und meinte: „Peter, was meinst du? Fängst du trotzdem alle, bei denen ich dir geholfen habe, wenn ich nach Recht und Gesetz handeln würde?“

*Für Interessierte, die wissen wollen, wovon Peter redet: z. B. Zeitungsartikel zum Kunstraub aus der Frankfurter Kunsthalle Schirn

Die Vorgaben waren:
Fandom: White Collar
Charaktere: Neal Caffrey, Mozzie, Peter Burke (und nur falls sich jemand wirklich reinvertiefen möchte Rachel Turner)
Genre: Humor oder Spannung, wenn möglich eine Mischung aus beidem
Gewünschtes Format: Oneshot
Rating: höchstens P16(Slash)
Schlagworte, die irgendwie eingebracht werden sollen: Impressionist, Brücke, Teddy, William Turner, Klopapier
Sonstige Anmerkungen für den Wichtel: Ich würde mich freuen, wenn Mozzie und Neal irgendetwas aushecken und Peter (zu Recht?) misstrauisch wird und versucht dahinter zu kommen, was es ist und wie er sie stoppen kann. Das ist aber nicht zwingend, mach das draus, womit du dich am wohlsten fühlst :) Viel Spaß beim Schreiben!
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