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Light A Way

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Jon Larsen Kaspar Boye Larsen Michael Schøn Poulsen Rob Caggiano
05.11.2017
31.03.2018
6
14.359
 
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05.11.2017 1.998
 
Hallo!
Ehrlich gesagt, hab ich während einiger meiner Geschichten, die ich die letzten Jahre verfasst habe, immer wieder Volbeat gehört - die Songs inspirieren mich einfach! :)
Nun hab ich mich dazu durchgerungen, eine Fanfic über die wohl talentierteste und beste Band der Welt verfasst und hoffe, die Geschichte gefällt euch auch...
Die gesamte Geschichte ist frei erfunden und bis auf die Band hab ich alle Charaktere frei erfunden.
So, genug gesagt - viel Spaß beim Lesen! :)
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„Nein, Tim. Wie oft muss ich es dir noch sagen? Ich will nicht auf solche Veranstaltungen mitgehen!“ Lara war gerade aufgestanden und machte ihre morgendliche Routine im Bad. „Bitte Lara. Ich brauch unbedingt eine Begleitperson! Wie sieht das denn aus, wenn ich da ganz alleine hingehe? JEDER hat eine Begleitung mit!“, beschwerte sich Tim und versuchte Lara zu einer Premieren-Vorstellung eines namhaften Films zu überreden. „Ich weiß nicht, wie oft ich mich noch wiederholen muss – ich WILL NICHT auf solche Veranstaltungen gehen! Das ist dein Ding – nicht meins! Frag doch Mandy, eure neue Mitarbeiterin. Die sagt bestimmt ja…“, Lara war gerade dabei, sich die Zähne zu putzen und warf ihren Freund einen mittlerweile bösen Blick zu. Sie war an dieses Betteln mittlerweile gewohnt – doch am frühen Morgen konnte sie das einfach nicht ab. „Klar, die sagt sicher ja. Ist ja auch die Tochter eines Chefs – sonst hätte sie die Stelle eh nie bekommen… Bist du sicher, dass du WIRKLICH nicht willst?“, wollte sich Tim nochmal vergewissern. Lara drehte sich um und sah ihn an: „Ja, bin ich. Such dir bitte eine andere Begleitung – mich interessiert so ein Roter-Teppich-Quatsch nicht…“, erläuterte Lara nochmals. „Na gut, aber sag im Nachhinein nicht, dass ich dich nicht gefragt hätte…“, zwinkerte ihr Tim zu, kramte sein Handy aus der Tasche und suchte eine andere Begleitung zur Filmpremiere am Abend.

Lara musste unwillkürlich lächeln – das war so typisch Tim. Im einen Moment redete er unerlässlich auf sie ein und im nächsten telefonierte er schon mit einer Kollegin, die natürlich sofort zusagte. Lara konnte das nicht verstehen – klar, es war sicher auch eine Erfahrung für sich, wenn man auf diversen prominenten Veranstaltungen Bekanntschaften machte, aber Lara war bereits ein paar Mal auf solchen Events dabei und sie hatte für sich befunden, dass das einfach nicht ihre Welt war.

Tim arbeitete in einer Firma, die für prominente Kunden die Werbetermine wie Interviews, Photoshoots, Film- oder Musikvideodrehs verwaltete und organisierte. Das war Tim’s Element, er verstand sich bisher mit all seinen Kunden prima – mit den meisten Kunden war er auch nach der „geschäftlichen“ Beziehung gut befreundet. Hin und wieder brachte er sogar ein paar seiner neuen Freunde mit nach Hause, wo sie für ein paar Tage oder Wochen vom Stress ihres Jetsetlebens abschalten konnten. „Nach Hause“ bedeutete, mit zu sich in Lara’s Haus. Tim wohnte nämlich in Lara’s Haus, das sie damals von ihren Großeltern geerbt hatte.

Es war ein großzügiges Haus, welches sie mit Hilfe ihrer Familie renoviert hatte und jetzt wie neu dastand. Das Haus war etwas abgelegen inmitten grüner Wiesen und auch ein kleines Waldstück gehörte dazu. Lara hatte das Erbe sofort angenommen, als sie erfuhr, dass ihre Großeltern ihr dieses vermacht hatten. Sie liebte es, hatte sie ja auch einen Großteil ihrer Kindheit dort verbracht.

Lara war fertig im Bad und ging in die Küche, um sich Frühstück zu machen. Dort saß Tim bereits wieder am Küchentisch und arbeitete. „Na, schon eine Begleitung gefunden?“, fragte Lara provokant, doch sie wusste, dass er sicher schon ein Date für diesen Abend hatte. Immerhin sah Tim sehr gut aus – schwarze Haare, braune Augen, muskulöser Körper. „Ich hab dir gesagt, du darfst dich nicht beschweren. Immerhin bist du immer die Erste, die ich frage“, zwinkerte ihr Tim zu und Lara wusste, dass er schon jemanden gefunden hatte.

Die Tür zur Küche ging auf und eine schlanke Brünette kam herein: „Ach verdammt, ich dachte, ich bin heute mal früher dran als sonst… Guten Morgen, ihr 2!“ Kessy, Lara’s beste Freundin und Arbeitskollegin von Tim stand in der Küche. Lara und Kessy kannten sich schon seit ihrer Schulzeit, obwohl die beiden erst durch den Job von Tim sich besser kennen gelernt hatten und nun beste Freundinnen waren. Kessy hatte einen Schlüssel zum Haus und war jederzeit willkommen. Selbst wohnte sie in dem nächsten Ort in einer kleinen Wohnung.

„Tja, das wird wohl nie passieren“, lächelte Tim, ohne von seinem Laptop aufzusehen. „Das befürchte ich auch. Ich hatte mich aber bemüht und bin gestern noch vor dir aus dem Studio abgehauen. Wie schaffst du das nur immer? Schläfst du überhaupt?“, kommentierte Kesse und stellte ihre Tasche auf dem Stuhl gegenüber von Tim. Doch Tim hörte schon nicht mehr zu – er war zu vertieft in seiner Arbeit. „Willst du auch einen Kaffee?“, fragte Lara ihre Freundin. „Oh gerne. Hat er dich schon gefragt wegen heute Abend?“, meinte Kessy sofort. „Kannst du dir denken oder?!“, gab Lara als Antwort zurück. „… und du hast wieder Nein gesagt. Warum? Das wird DER Film dieses Jahres und du willst nicht bei der Premiere dabei sein? Manchmal verstehe ich dich nicht…“ Lara trank einen Schluck von ihrem Kaffee: „Jap. Kessy, das ist einfach nichts für mich. Ich vergönne euch euren Erfolg von ganzem Herzen, aber für mich ist diese Schein-Glitzerwelt nichts…“ Kessy nickte: „Ich weiß, worauf du anspielst. Aber nicht alles ist nur Schein – es gibt auch normale Leute auf solchen Events. Eines Tages bekomm ich dich dazu, dass du mitkommst!“ Lara lächelte nur und nahm sich ihren Frühstücksteller – 2 Brote mit CottageCheese und Gurkenscheiben – und verzog sich ins Wohnzimmer. Kessy gesellte sich zu Tim und die beiden arbeiteten weiter an ihrem Projekt.

Es war Samstag und für Lara Wochenende. Ihre beiden Freunde mussten oft auch an einem Wochenende arbeiten, dafür hatten sie dann wieder lange Zeit frei und konnte ihre neu-gewonnen Freunde (die früher Klienten waren) irgendwo in der Welt besuchen. Kessy und Tim waren beide offene Typen, die auf Leute zugingen und sie auch sofort in ein Gespräch verwickeln konnten. Da war Lara anders – sie brauchte oft etwas, bis sie Vertrauen zu den Personen gewann; sie war eher der schüchterne und ruhige Typ.

Lara war Angestellte in einer kleineren Baufirma und kümmerte sich um die Buchhaltung und Sekretariatsaufgaben. Sie machte diesen Job schon seit 5 Jahren und es gefiel ihr; auch die geregelten Arbeitszeiten gefielen ihr. Da es ein schöner frühlingshafter Samstag war, beschloss sie, den Garten auf Vordermann zu bringen. Früher hätte sie nie gedacht, dass sie die Gartenarbeit einmal lieben würde, doch diese Arbeit half ihr, den Kopf frei zu bekommen. Also holte sie sich ihr Werkzeug aus der kleinen Gartenhütte, stöpselte ihre Kopfhörer in die Ohren und machte sich daran, den Garten vom Unkraut zu befreien.

Nach einigen Stunden nahm Lara einen Schluck von ihrer Wasserflasche und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Obwohl es erst Anfang April war, war es schon ziemlich warm draußen. Auf ihrem IPhone lief gerade „Our Loves Ones“ von Volbeat, welcher sie an ihre Großeltern erinnern ließ. Sie kannte nur die Songs der Band, sie wusste nicht einmal, wie die Leute aussahen oder wie groß die Band war. Sie mochte einfach ihren Musikstil. In diesem Moment fuhr ein dunkler Wagen in die Einfahrt und parkte. Es stiegen 4 Personen aus dem Auto, die Lara nicht kannte. Doch sie war das mittlerweile schon gewöhnt; viele der Leute, die Tim betreute kannte sie nicht, obwohl sie in deren Metier nicht unbekannt waren. Alle 4 winkten Lara zur Begrüßung und sie hob ebenfalls die Hand. Der Fahrer – ein schwarzhaariger, großer Mann mit Cap – machte Anstalten, zu Lara zu gehen, da kamen auch schon Tim und Kessy aus der Haustür. „Hey Guys. Habt ihr gut hergefunden?“, begrüßte Tim gleich die Männer und Kessy tat es ihm gleich. Lara schenkte dem Ganzen nicht mehr Beachtung und griff wieder zu Harke, um im Garten fertig zu werden. Da hörte sie Tim’s Stimme vom Eingang des Hauses: „Hey Süße. Ich und Kessy fahren mit den Jungs ins Studio. Ich weiß nicht, ob wir vor der Premiere heute Abend nochmal Heim kommen – warte nicht auf uns!“ Lara hatte einen Kopfhörer aus ihrem Ohr gezogen und hörte Tim zu. „In Ordnung. Viel Spaß!“, rief sie zurück und stöpselte den Hörer wieder in ihr Ohr.

Am frühen Nachmittag war Lara dann endlich fertig mit ihrer Gartenarbeit und sie betrachtete zufrieden ihr Werk. Sie würde zwar nie an die Gartenkünste ihrer Großmutter ran kommen, doch  immerhin war das ganze Unkraut entfernt, die bereits eingepflanzten Blumen waren zurückgeschnitten bzw. wieder frisch aufgeputzt. In den leeren Beeten war neue Blumenerde und nun konnten auch neue Pflanzen eingesetzt werden. Lara beschloss, in den Baumarkt zu fahren und sich für neue Pflanzen inspirieren zu lassen. Sie wusch sich den gröbsten Dreck von ihrem Körper und Gesicht, setzte sich eine Kappe auf und fuhr in den Baumarkt ihres Vertrauens. Sie fand tatsächlich ein paar neue und pflegeleichte Pflanzen.

Nach etwa einer Stunde war sie wieder zu Hause und pflanzte die neuen Blumen auch gleich ins Beet. Sie war gerade damit fertig, da bog das Auto vom Vormittag wieder in die Einfahrt. Ein ziemlich angepisster Tim stieg aus dem Fahrzeug und schimpfte vor sich hin – der Fahrer mit dem Cap versuchte, ihn zu beruhigen. „Nein, das ist nicht zu entschuldigen! Wer überträgt ihr überhaupt die Aufgabe, sich um solche wichtigen Sachen zu kümmern?! Ich fass es nicht – warum kannst du da so ruhig bleiben? Wer weiß, wo eure Sachen jetzt sind?!“, Tim war auf 180. Lara schloss die Tür der Gartenhütte und ging zu den Männern.

Sie brauchte Tim nicht mal zu fragen, da schoss es schon aus ihm heraus: „Weißt du, was diese tolle neue Mitarbeiterin MANDY gemacht hat? Sie hat es geschafft, dass die Instrumente dieser Band IRGENDWO sind, nur nicht hier! Sie hat mir versprochen – gestern schon – dass alles im Studio ist! Und dann vertraut man EIN Mal darauf, was sie sagt und was ist? NICHTS ist im Studio! Keiner weiß, wo die Instrumente sind! Wahrscheinlich sind die nicht mal am Flughafen angekommen!“ Tim redete sich immer mehr in Rage, doch Lara unterbrach ihn: „Das weißt du doch gar nicht wirklich oder? Hast du Robert vom Terminal schon angerufen? Der müsste doch da einen Überblick haben oder?“, sagte sie mit beruhigender Stimmung. „Robert? Ja stimmt, an den hab ich noch gar nicht gedacht. Danke Lara, bist ein Schatz“, sagte Tim ruhiger und hatte schon sein Handy gezückt, drehte sich um und telefonierte mit dem Flughafenmitarbeiter.

„Du weißt wenigstens, wie du deinen Freund runter bringst. Ich hab das die ganze Fahrt hierher nicht geschafft“, meinte der Schwarzhaarige mit dem Cap neben Lara. „Ja, an einigen Tagen kann er sehr aufbrausend sein. Nach so vielen Jahren weiß man, wie man den besten Freund wieder auf den Boden bringt“, lächelte Lara leicht. „Wie unhöflich von mir – ich bin Michael“, stellte sich der Mann nun offiziell vor. „Ich bin Lara“, erwiderte sie den Handschlag. „Du bist also die gute Seele in Tim’s Leben. Wir haben schon einiges von dir gehört“, meinte Michael. „Oh je – ich hoffe, nur Gutes“, lachte Lara. „Natürlich“, erwiderte er sofort mit einem Zwinkern. Da fielen Lara erstmals die unheimlich schönen blauen Augen auf.

„Lara, du bist meine Rettung! Die Instrumente sind wirklich am Flughafen angekommen, doch noch immer am Terminal, weil sie keiner vom Band geholt hat! Robert hat unsere Anschrift gelesen und wollte uns heute auch anrufen, doch durch den Stress ist er noch nicht dazu gekommen… Kann man sich das vorstellen? Komm Michael, wir müssen nochmal zum Flughafen, dann können wir endlich im Studio anfangen!“, Tim kam erleichtert von seinem Telefonat zu den beiden zurück und hatte Lara fest in die Arme geschlossen. „Na siehst du – ist doch alles halb so wild“, sagte Lara. „Ja, Gott sei Dank! Aber das  wird noch ein Nachspiel für Mandy haben! Komm, wir fahren gleich los“, sagte Tim und Michael verabschiedete sich mit einem Winken von Lara: „Wir sehen uns.“ Lara hob ebenfalls die Hand und ging ins Haus, um sich zu duschen.
 
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