Kann Liebe alles überstehen?

von Blubeline
GeschichteDrama, Romanze / P6
OC (Own Character) Sheldon Cooper
04.11.2017
01.01.2018
7
13.906
1
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04.11.2017 1.296
 
Hallo, ihr Lieben! :)

Ich weiß ja nicht, ob sich noch jemand von euch an die Geschichte erinnern kann? Es ist schon etliche Jahre her. Aber vor einiger Zeit kam mir der Gedanke, dass ich sie doch weiterschreiben könnte. Gesagt, getan. Einige Stellen wurden aber überarbeitet. Also lasst euch überaschen!
Hoffentlich gefällt euch meine Geschichte! Ich freue mich auf Nachricht von euch! :)

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„Sheldon? Was ist denn los? Ist etwas passiert?“, fragte Leonard, der in seinem Sessel saß und eine Flasche Wasser in der Hand hielt, als der Angesprochene die Wohnung ohne ein Wort betrat und an ihm und den anderen vorbeiging, in sein Zimmer rannte und die Tür hinter sich zuschlug. „Was hat das denn zu bedeuten?“, fragte Leonard seine Freunde. „Ich habe keine Ahnung, Leonard.“, antwortete Howard, welcher neben Raj und Penny auf dem Sofa saß. „Aber Sheldon benimmt sich doch oft komisch.“, gab Raj zu bedenken. „Also ich würde mir deswegen keine Gedanken machen.“, sagte Amy, die zu Rajs Füßen auf einem Kissen saß und sich an seine Beine lehnte. „Da muss ich Amy Recht geben.“, stimmte Bernadett ein, die auf der Sofalehne saß und an Howard lehnte.

„Sheldon ist merkwürdig und er wird es auch immer bleiben!“, gab Penny zur Antwort. „Ja schon, aber sonst hat er doch wenigstens immer ‚Hallo‘ gesagt. Er besteht doch auf diese Höflichkeitsform. Und er hat sich auch nicht beschwert, dass Penny auf seinem Platz sitzt. Das ist noch nie vorgekommen!“ „Ich denke, er wird sich schon melden, wenn er ein Problem hat.“, meldete sich Raj wieder zu Wort. Leonard sah trotzdem etwas skeptisch in die Richtung von Sheldons Schlafzimmer. Ihm kam Sheldons Verhalten mehr als komisch vor.

Sheldon war froh, in seinem Zimmer angekommen zu sein. Er warf seine Tasche achtlos auf den Boden und lies sich auf sein Bett fallen. Endlich konnte er seinen Gefühlen freien Lauf lassen. Die aufgestiegenen Tränen konnte er nicht mehr zurückhalten und so fing er hemmungslos an zu weinen. Zum Glück hatte er diesen Gefühlsausbruch vor seinen Freunden verbergen können. Sheldon hatte keine Ahnung, was er ihnen auf ihre Fragen hätte antworten sollen. Er konnte nicht mehr und er wollte auch nicht mehr. Im Moment war ihm einfach alles egal. Seine Welt war zusammengefallen.

In seiner linken Hand befand sich ein Brief. Dieser war noch geschlossen, aber Sheldon ahnte was sich darin befand. Er nahm den Brief in beide Hände, zerknüllte ihn zu einer Kugel und warf ihn quer durch sein Schlafzimmer. „Nein! Nein! Nein! Nein!“, rief er in sein Kissen, während er mit beiden Händen, welche er zu Fäusten geballt hatte, auf sein Bett einschlug. In seinem Herzen merkte er einen stechenden Schmerz. Eine alte Wunde war soeben wieder aufgerissen und dagegen konnte er nichts tun. Sein ganzer Schutzwall hatte Risse bekommen.

Er wusste nicht wie lange er da lag. Sein Zeitgefühl funktionierte momentan nicht. Draußen war es dunkel geworden, also musste es schon spät sein. Seine Augen waren verquollen und am liebsten hätte er wieder angefangen zu weinen. „Nein, du musst stark bleiben.“, sagte er zu sich selbst. Aber es gelang ihm nicht wirklich. Als sein Blick wieder auf den zerknüllten Brief fiel, überflutete ihn erneut das Gefühl der Verzweiflung. Alte Erinnerungen kamen in ihm hoch. Bilder, an die er die letzten fünf Jahre nicht gedacht hatte, die er verdrängt hatte. Es war alles wieder da, ausgelöst durch einen einzigen Brief, den er noch nicht einmal gelesen hatte. Sein pures Erscheinen hatte Sheldons Welt von der einen auf die andere Sekunden völlig aus den Angeln gehoben. Und wieder fing er an hemmungslos zu weinen, denn die Erinnerungen waren zu schmerzhaft. Er wurde erst ruhiger, als er spät in der Nacht einschlief.

Als Sheldon am nächsten Morgen erwachte, fühlte er sich so elendig, wie schon lange nicht mehr. Sein Mund fühlte sich trocken an und er musste etwas trinken. Mühevoll erhob er sich aus seinem Bett und hatschte in die Küche. „Guten Morgen, Sheldon“, begrüßte ihn Leonard, der gerade in der Küche stand und eine Tasse Kaffee trank. „Was war denn gestern los? Du bist gestern ohne ein Wort in dein Zimmer verschwunden. Wie siehst du überhaupt aus? Du hast ja noch deine Sachen von gestern an. Hast du darin geschlafen? Und dein Gesicht! Hast du geweint?“

Sheldon hatte immer noch verquollene Augen und Kopfschmerzen dazu. Er fühlte sich krank. Sheldon antwortete Leonard nicht, sondern nahm sich eine Tasse und einen Teebeutel aus dem Schrank und schüttete das schon gekochte Wasser darüber. Dann nahm er seine Tasse und verschwand wieder in seinem Zimmer. „Sheldon! Wo willst du denn jetzt schon wieder hin? Rede mit mir! Ich sehe doch, dass mit dir etwas nicht stimmt! Kann ich dir irgendwie helfen? Sheldon!“

Doch Sheldon war bereits wieder in seinem Zimmer verschwunden. Aber Leonard wollte sich damit jetzt nicht so einfach zufrieden geben und folgte ihm. Er betrat Sheldons Zimmer ohne anzuklopfen. Zu seiner Überraschung war die Tür auch nicht verschlossen, womit er bei Sheldons momentanem Verhalten eigentlich gerechnet hatte. „Niemand darf in mein Zimmer, Leonard. Geh bitte wieder.“, sagte Sheldon, als er Leonards Anwesenheit in seinem Zimmer vernahm. „Nein, Sheldon. Ich werde nicht gehen, bevor du mir nicht gesagt hast, was hier los ist. Es ist Samstag und bereits 10 Uhr. Du bist sonst seit Stunden wach, siehst Fern und arbeitest. Du bist weder geduscht noch angezogen bzw. umgezogen. Ich kenne dich bereits seit einigen Jahren und ich sehe eindeutig, dass hier etwas nicht stimmt. Also rede mit mir! Ich bin doch dein Freund. Du kannst mit mir über alles reden.“ „Nein, das kann ich nicht. Es gibt Dinge, bei denen kannst du mir nicht helfen. Und jetzt lass mich bitte wieder allein.“

Leonard sah Sheldon, der sich in seinem Bett vergraben hatte, an und verstand die Welt nicht mehr. So ein Verhalten war er von seinem Freund eindeutig nicht gewöhnt. So etwas kannte er bei ihm gar nicht. Leonard wollte Sheldons Bitte zu gehen gerade nachkommen, als er den zerknüllten Brief auf dem Boden entdeckte. Er hob ihn auf und faltete ihn wieder auseinander. „Sheldon! Was ist das denn für ein Brief? Ich glaub es ja nicht! Du hast ihn noch nicht einmal geöffnet! Sheldon, hörst du mir überhaupt zu? Der ist aus Schweden! Vom Comites, welches entscheidet, wer den nächsten Nobelpreis bekommt! Weißt du was das bedeutet?“ Leonard glaubte zu träumen. Er konnte nicht glauben, welchen Absender er da las. „Ja, das weiß ich. Könntest du den Brief jetzt bitte liegen lassen und gehen? Ich möchte jetzt wieder allein sein!“ „Sheldon? Was ist denn nur los mit dir? Du bekommst wahrscheinlich einen Nobelpreis! Das ist das, worauf du immer hinaus gearbeitet hast! Der Traum eines jeden Physikers! Ich fasse es nicht! Du bist Nobelpreisträger! Das ist wie in einem Traum!“

„Verschwinde!“, schrie Sheldon, „Wie oft soll ich es denn noch sagen? Ich möchte allein sein!“ Mit diesen Worten stand Sheldon auf, nahm Leonard den Brief aus der Hand, ging damit in die Küche und warf ihn in den nächsten Mülleimer. Leonard glaube nicht, was er da sah. Das war nicht Sheldons Art. Er benahm sich immer merkwürdig, aber so wie er sich momentan aufführte, das entsprach nicht seinem sonstigen Verhalten. Sein Freund sollte den Nobelpreis erhalten, was anderes konnte dieser Brief nicht bedeuten und Sheldon interessierte sich gar nicht dafür. Jener rannte wieder in sein Zimmer und schloss dieses Mal sogar die Tür hinter sich zu, damit er auch wirklich von niemandem gestört wurde. Sheldon warf sich wieder auf sein Bett und fing an zu weinen. „Warum nur? Warum? Was habe ich nur getan? Ich war so ein Idiot!“, fragte sich Sheldon immer und immer wieder.

Leonard, der wie traumatisiert in der Küche stand, ging zum Mülleimer und fischte den Brief wieder heraus. Er musste es den anderen erzählen. Vielleicht hatten sie ja eine Idee, was mit Sheldon sein könnte.
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