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The Sun Doesn't Shine Everytime (AT)

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
OC (Own Character)
03.11.2017
10.02.2018
6
17.798
 
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03.11.2017 1.594
 
Prolog


Da staunte der Farmer Karl nicht schlecht, als vor ihm plötzlich zwei junge Mädchen standen. Seine Aufgabe war es eigentlich, in die nächste Stadt zu fahren, um den neuen Besitzer der leerstehenden Farm auf dem Kantaten Viertel abzuholen. Er war der einzige, der das konnte, denn die nächste Stadt war fast einen Tagesritt entfernt, wenn man stets durchfuhr und er war der einzige, der einen Pferdekarren besaß. Es war ja nicht so, dass ein Pferdekarren wichtig war. Denn in Harmonika hatte man alles, was man brauchte. Dennoch war es Karls Aufgabe, neue Einwohner abzuholen. Aber wie gesagt, mit der Annahme den neuen Besitzer abzuholen lag er komplett daneben. Unsicher räusperte er sich. "Seid ihr die neuen Farmer?" Eine der beiden Mädchen nickte schüchtern mit den Kopf. "Ja, sind Sie der Herr, der uns abholen soll?" Karl betrachtete sie. Ihr schien er noch zuzutrauen, das sie fähig war, eine Farm zu führen. Überaus motiviert hatte sie ihre dunkelbraunen Haar geflochten und ein Kopftuch über gebunden. Ihre Füße steckten in Gummistiefeln. Sie trug eine Latzhose, die schon öfter mal die Erde gesehen hatte und darunter ein kariertes, blaues Hemd. "Klar." Erleichtert, die Richtigen gefunden zu haben, hielt Karl dem grünäugigen Mädchen die Hand hin. "Ich bin Karl, der Besitzer der Horn-Farm." Er bemerkte, dass an seinen Handschuhen noch Dreck klebte, aber das schien das Mädchen nicht zu stören. Die andere der beiden Mädchen nahm keine Notiz von Karl. Sie sah abwesend, mit erhobenen Kinn von den beiden weg. "Nao!" Das kleinere Mädchen stupste diese Nao an, als Karl auch ihr die Hand reichte. Sie erschrakt. Ihre kalten violetten Augen sahen abschätzen zu Karl, aber auch sie nahm seine Hand. Karl war erst einmal überrascht. Nicht wegen der Augenfarbe des Mädchens, nein, an Leute mit besonderen Augen oder Haarfarben war er gewöhnt. Es überraschte Karl, dass diese Nao seine Hand ergriff, auch wenn sie aussah, als wollte sie lieber Urlaub in einem Luxus Hotel machen, welches sie auf Harmonika lange suchen würde. Ihre hellblonden, fast weiß wirkenden Haare waren mit einer Spange nach oben gesteckt. Selbst Karl sah, dass hinter der einfachen Frisur eine Menge Aufwand steckte. Sie trug eine Jeans und ein Oberteil, welche beide zusammen wohl so viel Wert waren, wie Karls ganze Farm. Auch ihre Lederstiefel waren geputzt. "Und wer seid ihr?" fragte Karl nun doch neugierig. "Ich bin Uria und das ist Naomi." stellte das Mädchen mit den Kopftuch die beiden vor. "Sehr schön, na dann, wollen wir mal!" kündigte Karl an. Er nahm die beiden kleinen Koffer der Mädchen und legte sie auf seinem Heuwagen. Er betrachtete die Koffer. Obwohl er die beiden Mädchen gerade erst kennengelernt hatte, wusste er, welcher der beiden Gepäckstücke wem gehörte. Einer der Koffer sah aus, wie frisch gekauft. Der andere wirkte etwas schäbig. Löcher wurden von ein paar Aufnäher notdürftig repariert. Und doch war es selten, dass neue Bewohner Harmonikas selbst Sachen mitbrachten. Gut, viele blieben auch nicht lang. Aber das war ja auch egal, den Grund für die fehlenden Besitztümer kannte Karl nicht. "Steigt auf.", forderte er die Mädchen auf. Das ließen sie sich nicht zweimal sagen. Sie ließen sich auf dem Heu hinter Karls Kutschbock nieder, selbst Naomi mit ihrer feinen Hose. Karl tätschelte noch einmal seine beiden Pferde, die ihn so treu bis hier her gebracht hatten. "Jetzt geht es nach Hause, meine Süßen." versprach er ihnen und schwang sich hoch auf dem Kutschbock, um die Heimreise anzutreten.

"Sagt mal", unterbrach Karl nach einer Weile die Stille. Die ganze Hinfahrt, war es ruhig gewesen und dann waren sie noch die Nacht durchgefahren. Nun wollte Karl endlich mit jemandem sprechen. "Wie kommt es eigentlich, dass zwei so junge Mädchen wie ihr, eine Farm betreiben wollt?" Er drehte den Kopf zu den beiden. Er sah, wie Uria die Lippen bewegte, aber Naomi ihr zuvor kam. "Wir haben unsere Gründe." Karl nickte abwesend. Schließlich musste er sich auch auf den Weg konzentrieren. Trotzdem wunderte es ihn, dass Naomi diese Frage so sicher beantworten konnte. "Es könnte schwer werden..." setzte Karl an. Er dachte an das harte Leben eines Farmers. Tagein, tagaus schuften. Als Farmer musste man immer was verdienen, sonst sah es schlecht für Haus, und Herr aus. Und natürlich für die Tiere. Und wenn die Ernte mal mies lief, und Tierzucht, Fischerei und Bergbau wenig Ertrag brachten, musste man Dinge sammeln, in der Hoffnung, dass es soviel wert war, sodass es für ein Abendessen reichte. Jaja, er wusste es, als Farmer hatten man es nicht leicht. Vor allem, wenn man gerade erst anfing. Viele junge Leute, die viel besser ausgestattet waren als die beiden Gesellinen hinter ihm, hatten ihren Traum von der eigenen, kleinen Farm fallen gelassen. Ihnen war es doch zu anstrengend gewesen oder das Einkommen hatte vorne und hinten nicht gereicht. "Wir schaffen das schon." meinte Uria sicher. Karl wünschte den beiden, dass sie recht behielt. "Seid ihr beiden eigentlich Schwestern?" fragte Karl noch neugierig. Mit dieser Frage hatte er es zum ersten Mal geschafft, dass in Naomis Augen etwas anderes als Hochnäsigkeit lag. Sie warf Uria einen Blick voller Zuneigung zu, welchen die augenscheinlich immer nette Uria erwiderte. "Nein, sind wir nicht." meinte Uria lächelnd. "Wir sind einfach nur zwei Freundinnen, die sich zwar wie Schwestern fühlen, aber keine sind" sagte nun auch Naomi. Und das war das Netteste, was Karl von ihr bisher zu hören bekam. Vielleicht war sie doch eine ganz nette Person. Sein Blick fiel nochmal auf die beiden, wie sie ihre Reise genossen. Sie waren wirklich wie Tag und Nacht, fiel Karl auf. Er wollte aber noch etwas über die beiden wissen. "Darf ich noch weitere Fragen stellen?" wollte der Farmer wissen. Naomis entspanntes Grinsen verzog sich zu einer ernsten Maske. Karl traute ihr weiterhin nicht wirklich, aber Uria sah ihn freundlich an. "Klar, schießen Sie los!" Der Farmer wusste ihre gute Laune zu schätzen. "In welcher Jahreszeit seit ihr geboren?" fragte Karl die beiden. Er hoffte, dass sie mit den etwas anderen Zeitangaben vertraut waren. Die Zeit verging in Harmonika nämlich anders, als überall sonst. "Im Herbst." sagte Uria lächeln. "Im Winter." trug Naomi dazu. Sie lächelte immer noch nicht, aber Karl war froh, das sie sich am Gespräch beteiligte. "Schön und wann im Monat? Am Anfang, Ende oder in der Mitte?" "Am Anfang des Herbstes." sagte Uria. "In der Mitte." sagte auch Naomi. Karl nickte und rechnete sich aus, wann sie Geburtstag hatten. So war es einfach üblich in Harmonika. Der direkte Weg zu Fragen, das konnte ja jeder. "4. Herbst und 17. Winter?" fragte Karl trotzdem noch einmal nach. "Ja" bestätigte Naomi. "Und wann haben Sie Geburtstag?" fragte Uria. Karl freute sich über Urias Interesse. Noch nie hatte einer der neuen Farmer Karl nach irgendwas persönlichen gefragt. "Am 6. Sommer" sagte Karl glücklich. Er sah sich um, sie waren fast da. "Wundert euch nicht, zur Zeit ist das Land nicht gerade sehr ertragreich. Das hat auch die Menschen hier etwas verstimmt. Aber sie sind alle nett und helfen euch gerne weiter. Und das Problem mit dem Land wird sicher auch bald verschwinden." erklärte er den beiden noch optimistisch. Kritisch zog Naomi ein Augenbraue hoch, Uria sah so aus, als wollte sie noch etwas sagen, aber Karl hielt den Wagen an. "Wir sind da. Wenn ihr noch etwas braucht, ich bin immer für euch da. Ich wohne dort drüben!" Er deutete auf den Weg, den sie gekommen waren. "Dort sind die Flötenfelder. Ich wohne auf der sogenannten Horn Farm. Wie gesagt, kommt zu mir wenn ihr was braucht." Er half den beiden mit den Koffern. "Danke" sagte Uria noch. "Für alles." Naomi brummte etwas zustimmendes. "Gern geschehen." meinte Karl zufrieden. Er half gerne. Dann sprang er zurück auf seinen Wagen und drehte ihn um. Da fiel ihm noch etwas ein. Er hielt noch einmal neben den beiden an. "Ach ja, viel Glück euch beiden! Und natürlich: Willkommen in Harmonika auf den Ernte-Inseln!"


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Hey Leute, hier ein kleiner Autorenhinweis zum Schluß!
Ich hoffe mei kleiner Prolog hat euch gefallen. Bevor es mit Kapitel 1 weitergeht , möchte ich nur noch sagen, das Ideen oder Hinweise gerne in Kommentaren abgegeben werden können. Ich freue mich rießig über sowas!
Außerdem will ich euch versichern, auch wenn es sich um ein sehr langes Projekt handelt, mit einem Thema, was gerne mal aufgegeben wird: Ich will sie bis zum Ende durchziehen. ich habe gaaaaaaaanz viele Ideen und Szenen, die ich noch benutzten will. Wie regelmäßig ich das poste, ist 'ne andere Sache. Und wenn, hab ich spätestens meine Accountschwester, die mich da so lange bequatscht, bis ich was poste. (Aufforderung an dich, liebe Arhea!) Was ich damit sagen wollte: Ich ziehe das durch Leute!
Zum Schluß noch die Aufforderung, das ihr gerne bei unseren anderen Texten noch vorbeischauen könnt, falls es euch gefällt, was wir schreiben. Und wenn nicht, auch kein Ding.
Nun will ich aufhören. Viel Spaß noch beim Weiterlesen!
Gruß Lybe!
PS: Beachtet nicht meine Rechtschreibung und sowas... Mein Programm ist etwas enttäuschend in der Beziehung.
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Betagelesen von:  ~ Arhea
PS: Das mit dem Bequatschen kann ich gut ; ) Und schließlich möchte ich ja auch wissen, wie es weitergeht :D
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