Ein Bodyguard zum verlieben...

GeschichteAllgemein / P12
Jasper Frost König Simon Henstridge Prinzessin Eleanor Henstridge
01.11.2017
01.11.2017
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Kapitel 1

Jasper:
Ich beobachte wie die Regentropfen gegen das Fenster fallen und in einem Rinnsal hinablaufen.  Erst jetzt wird mir klar dass mir der Regen gefehlt hat. Die letzten Monate bin ich quer durch die Welt gereist, von einem warmen Ort zum nächsten.  Zuerst hatte ich mich auf meinen Auftrag gefreut.  Ich bin noch nicht weit in der Welt herum gekommen und dann bekam ich diese Chance. Im Nachhinein ist mir nicht klar was das ganze sollte.  Im Prinzip war es pure Zeitverschwendung. Aber Job ist Job und es wurde gut bezahlt. Das ist das Wichtigste. Ich will nie mehr wie in meiner Kindheit leben. Meine Eltern waren kriminelle, immer auf Ihren Vorteil bedacht, immer am planen ihres nächsten Coups. Schon als kleines Kind haben sie mich mit eingespannt. Ich wurde mehr oder weniger zum Taschendieb erzogen und das seit dem ich denken konnte. Mit 14 wurde ich erwischt und da meine sogenannten Eltern nicht auffliegen wollten, luden Sie mich bei meinem Onkel  Ted ab. Seit dem habe ich Sie nie mehr gesehen. Ted hatte es wirklich  nicht leicht mit mir. Meine Erziehung konnte ich nicht ablegen also klaute ich weiter und schwänzte die Schule. Ich kannte ja nichts anderes.  Aber er gab nicht auf und lehrte mir Anstand, Pflichtgefühl und hart zu arbeiten. Als ich alt genug war begann ich bei  „Ted Pryce Securiti“,  dem Unternehmen meines Onkels zu arbeiten. Ich schuftete unermüdlich und wollte immer besser werden. Ich wollte DER Beste werden. Ich wollte dass mein Onkel stolz auf mich ist. Nach ein paar Jahren hatte ich mir einen guten und soliden Ruf aufgebaut. Meine Aufträge als Personenschützer wurden immer größer und wichtiger. Ich fing an den Adel der Londoner Elite zu schützen und ich war immer zu 100 % bei der Sache. Immer unermüdlich und konzentriert, meine Sinne waren durch das Jahrelange Training mit Ted Rasiermesserscharf und ich erkannte schnell, wenn einem meiner Schützlinge Gefahr drohte. Mein Ruf wurde so gut, dass ich eines Tages vom Sicherheitsdienst des Britischen Königshauses eingeladen wurde. Sie wollten mich. Ich sollte König Cyrus persönlicher Bodyguard werden. Zuerst war ich mir unsicher. Natürlich wollte ich diesen Job. Ich fühlte mich geehrt. Aber ich wollte Ted nicht im Stich lassen. Mein Onkel war jedoch so begeistert von dem Angebot und konnte überhaupt nicht verstehen, warum ich nicht gleich zugesagt hatte. Ich versuchte ihm damals meine Bedenken zu erklären, aber er strich sie alle mit einer einzigen Handbewegung weg. „ Junge ich bin so stolz auf dich. Du hast es nun endlich geschafft. Ich bin froh dass dein Ehrgeiz dich so weit gebracht hat. Ich wollte immer nur das Beste für dich und nun zahlt sich das viele Training endlich aus. Keine Sorge, ich schaffe es auch alleine, aber ich will das du glücklich wirst. Also ruf endlich bei dem Sicherheitschef an und sag ihm zu. Und wenn du mal Urlaub hast, kannst du  mich besuchen und mir von dem ganzen Royalen Mist erzählen, der hinter verschlossener Tür abgeht“.
Also packte ich meine Sachen und zog in das britische Königshaus. Die wohl längsten 2 Jahre meines Lebens. Täglich bereute ich meine Entscheidung mehr. Am Anfang dachte ich noch es wäre eine Ehre, doch schon nach kurzem bereute ich meine Entscheidung. Aber ich wollte nicht aufgeben, trotz der widerlichen Exzesse, die hinter den königlichen Mauern jeden Tag stattfanden. Alle Mitglieder der Königsfamilie mussten sich den ganzen Tag mit Alkohol zuschütten oder mit Drogen betäuben um den Tag zu überstehen. Dazu kam noch das jeder es mit jedem und überall trieb. Ich gebe zu, am Anfang fand ich das noch recht amüsant und auch ich hatte meinen Spaß. Aber mir wurde nach und nach bewusste, das ich hier nicht bleiben konnte. Alle schienen ständig nur darauf bedacht zu sein, den Tag so schnell wie möglich rum zu bekommen ohne auch nur etwas Sinnvolles erledigt zu haben. Monatelang überlegte ich, wie ich meinem König erklären konnte, dass ich nicht länger sein Personenschutz sein und ich hier raus will. Aber dann nach 2 Jahren fand ich endlich einen Weg nach draußen. Niemand geringeres als der Onkel des Königs, Simon Henstridge bat mir einen Job an. Mir war völlig egal, was es für ein Job war, ich nahm Ihn an ohne zu zögern. Mr Henstridge ist der Premierminister und somit konnte ich mir nicht wirklich vorwerfen, auf der Karriereleiter nach unten gestiegen zu sein. Er beauftragte mich, seinen Sohn Liam zu schützen, egal wo er sich in der Welt aufhielt. Liam schipperte mit seiner Freundin Gemma Kensington, Erbin eines Diamanten Kartells mit Ihrer Jacht über die Ozeane. Also verbrachte ich die Letzten Monate in Brasilien, Florida, Südafrika, Thailand und Australien.  Ich bin mir nicht sicher, warum Liam Schutz braucht. Die meiste Zeit hielten sich die beiden auf der Jacht auf,  koxten und fingen schon am Morgen an Party zu machen. Vor 2 Tagen erhielt ich dann den Anruf von Premierminister Henstridge. Er sagte mir, ich solle nach London zurückkommen, sobald mein Ersatz eingetroffen sei. Er habe einen wichtigeren Auftrag für mich. Also packte ich mal wieder meine Sachen und nach dem James Hill, der neue Personenschutz von Liam an Bord war, machte ich mich auf dem Weg zurück in die Heimat.
Nun saß ich hier, im Vorzimmer des Premierministers und wartete auf meinen neuen Auftrag. Ein bisschen neugierig war ich ja schon. Warum hatte er mich zurück beordert?
Die Tür ging auf und sofort stand ich auf und nahm meine typische Strafe Haltung an, wie ich es immer Tat, wenn ich im Dienst war. Ich wurde hereingebeten und mir wurde Tee angeboten, den ich jedoch ablehnte. Ich war zwar Brite, aber ich bevorzugte dennoch lieber einen schönen starken Kaffee, anstatt dem typischen englischen Tee. Dem konnte ich irgendwie nichts abgewinnen.
Mr Henstridge räusperte sich. Ah, jetzt ging es endlich los. „ Ich hörte dass es bei Liam keine nennenswerten Vorkommnisse gegeben hat?“ „Das ist richtig Sir“ antwortete ich kurz und knapp. Warum sollte ich das auch näher erläutern, ich musste immerhin regelmäßige Berichte an Henstriges Sekretärin schicken. Ich gehe also davon aus, dass er über alles wichtige Bescheid weiß.
„Das ist gut. Sie fragen sich sicher warum sie ich Sie zurückbeordert habe. „ Müde rieb er sich mit den Händen über sein Gesicht. „Nun, es geht um meine einzige Tochter Eleanor. Sie hat schon wieder einen Personenschutz gefeuert. Ich weiß nicht genau der Wievielte dass dieses Jahr schon ist. Allerdings mache ich mir große Sorgen um Sie. Unsere Familie genießt große Aufmerksamkeit, aber es scheint Ihr nicht bewusst zu sein, das dieser Umstand auch Gefahren mit sich bringt. Sie ist der Meinung Sie benötigt keinen Schutz. Ich sehe das anders!“
Ich verstand nicht ganz  „ Sir, mit Verlaub, aber warum erklären Sie Ihr die Situation nicht einfach? Sie muss doch verstehen, dass Sie um Ihre Sicherheit besorgt sind.“
Er seufzte „Leider stehen wir in keinem guten Verhältnis zueinander. Sie redet schon seit Jahren nicht mehr mit mir und lässt niemanden wirklich an sich ran. Eleanor gibt mir die Schuld an dem Tod meines Sohnes Robert. Sie hat nie verkraftet das er so früh von uns gegangen ist. Sie ist der Meinung das Sie auch alleine zurechtkommt. Da irrt Sie sich. Ich erhalte täglich Morddrohungen gegen mich und meine Familie und ich will auf keinen Fall noch ein Kind verlieren. Ich gebe Ihnen daher den Auftrag, meine Tochter zu bewachen, mit allen erforderlichen Mitteln. Ich weiß dass Sie der Beste sind und ich vertraue auf Ihre Fähigkeiten, Sie mit Leib und Leben zu beschützen. Meine Sekretärin hat Ihnen bereits alle wichtigen Daten über Eleanor per E-Mail gesendet. Halten Sie mich regelmäßig auf dem laufenden.“
Mr Henstridge entschuldigt sich, da er in eine Besprechung muss und verabschiedet sich von mir.
Auf dem Weg zu meinem Auto  öffne ich das E-Mailpostfach auf meinem Handy und überfliege die Daten über Eleanor Henstrige. Viel ist es nicht. Name, Adresse, Geburtsdatum und ein kurzer Lebenslauf. Ich hatte irgendwie mehr erwartet. Zumindest mehr Details. Ich steige in mein Auto ein und fahre los. Das dürfte interessant werden.  Ich gehe im Kopf durch was ich über Eleanor weiß. Sie ist keine Unbekannte, man sieht sie regelmäßig in Klatschblättern und im Fernsehen. Sie ist ein typisches Partygirl, was Daddys Geld mit vollen Händen ausgibt. Sie ist eigentlich immer in schwarz gekleidet und soweit ich weiß den ganzen Tag high und besoffen. Jeden Tag sieht man Sie mit einem anderen Typen. Sie ist eine typische Millionärstochter und bei Ihrem Lebensstil definitiv eine Herausforderung, wenn es darum geht Sie zu schützen. Ich stöhne auf und fahre mir mit den Fingern durch die Haare. Das wird bestimmt kein leichter Auftrag…
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