[WDUR] - Und du hast es immer noch nicht gelernt!

von Hedwig93
OneshotDrama, Freundschaft / P6
01.11.2017
01.11.2017
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Im Rahmen des Wettbewerbs "Wettbewerb der Unendlichen Runden!" von Duece, entstand dieser OS. Der Wettbewerb ist zu finden unter:
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Die Vorgabe ist:
Ron und Hermione streiten sich über Rons essverhalten. Kein bestimmtes Pairing. Deadline 19.11.2017 23:59 Uhr.

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OS: Und Du hast es immer noch nicht gelernt!

Hermine Granger war kein gewöhnliches Mädchen und somit verwunderte es niemanden in ihrer Familie, als sie den Brief von Hogwarts bekam. Sie war eine Hexe und dazu noch eine ziemlich gute, wie sich in den ersten Wochen im Internat herausstellte. Viele gingen sogar soweit, sie als die begabteste Hexe ihrer Generation zu bezeichnen. Damit hatte sie schnell Lily Evans, später Potter den Titel als <Klügste Hexe Ihrer Zeit> abgerungen, ohne dass sie es jemals beabsichtigt hätte.

Auch in ihrem sechsten Schuljahr ging es ihr nicht anders. Sie war zu einer jungen Frau herangewachsen und liebte es noch immer zu lesen und zu lernen. So wunderte es niemanden, dass sie schon vor acht Uhr an einem Samstagmorgen in der Großen Halle saß und las. Sie trug einen feinmaschigen beigen Wollpullover mit kleinen braunen Fasern. Sie liebte diesen Pullover, denn er war von ihrer Oma gestrickt worden und war kuschelig und warm. Genau das, was man in Schottland im Winter brauchte.
‘Die sollten wirklich mal die Wärmezauber überall im Schloss verteilen und nicht nur in den Klassenzimmern und Büros’, dachte sie und blätterte eine Seite in <Zauberkunst und ihre Anwendung zur Verteidigung> um.

Einer ihrer besten Freunde, Ron Weasley, setzte sich ihr gegenüber auf die Bank am Tisch der Gryffindors und blickte sie kurz an.
‘Immer nur lesen und dann auch noch Bücher, die wir gar nicht lesen müssen!’, wunderte sich Ron und sah, wie Hermine von ihrem Toast abbiss, ohne auch nur einen Blick von den beschriebenen Seiten des Buches abzuwenden.
“Guten Morgen, Ron”, sagte sie als sie den Bissen geschluckt hatte. Sie blickte auf die andere Seite des Tisches und schloss das Buch. Natürlich nicht, ohne ihren Daumen zwischen die Seiten zu legen, damit sie gleich wieder wusste, wo sie aufgehört hatte.
“Morgen, Herms. Schon wieder am Lesen, mmh?”, fragte Ron und griff nach der Kelle für das Rührei und lud sich den ganzen Teller mit der gelber Masse voll. Die grünen Schnittlauchstückchen schimmerten in dem Berg frech hervor. Ron legte noch drei Streifen gegrillten Speck oben drauf und genoss den Anblick.
“Natürlich, das ist interessant”, begann sie und holte tief Luft. Jeder wusste, was nun folgte. Einer der berühmte Vorträge von Hermine Granger. “Es geht um die Möglichkeiten der Anwendung von Zauberkunst zur Verteidigung”, fuhr sie fort.
‘Ach was? Wäre ich nicht drauf gekommen, dass der Titel des Buches auch im Buch vorkommt’, dachte Ron und hatte schon den zweiten Löffel Rührei im Mund.

Seine Lippen glänzten schon vom Fett, in dem die Eier gebacken wurden. Er kümmerte sich nicht darum und schaufelte fleißig weiter gelbe Masse in seinen Mund.
“Und da steht dann, dass man den Avis Zauber zum Beispiel auch zur Verteidigung anwenden kann. Die kleinen Vögelchen könnte man als eine Art Dartpfeile verwenden”, schloss Hermine ihren Vortrag. Natürlich wusste Ron weder, was sie in der Zwischenzeit erzählt hatte, noch was Vögel mit Avis zu tun haben.
‘Das muss ein Zauberspruch sein’, dachte er sich und merkte, dass Hermine ihn wartend anstarrte. Anscheinend war eine Regung von ihm notwendig. “Das ist ja sehr interessant. Vielleicht kommt es...ähm...in Verteidigung mal dran?”, murmelte er und hoffte, dass die Antwort wenigstens einigermaßen zu dem passte, was seine beste Freundin vorhin erzählt hatte.
“Das wäre wirklich interessant. Ich glaube, dass kann sollte man mal anregen”, nickte Hermine und öffnete ihre Buch erneut.

Sie begann an der Stelle weiter zu lesen, wo sie vorhin aufgehört hatte. Sie wusste nun, wie sie die kleinen Vögel, die sie so liebte als Waffe einsetzten konnte.
“Sag mal, wasch ischt Dortpfeile?”, mampfte Ron und kleine Stückchen Ei verteilten sich quer über den Tisch und auch Hermines Buch bekam einiges ab, was dazu führte, dass sich kleine Fettflecken auf den Seiten bildeten. Sie rümpfte ihre Nase und griff nach ihrem Zauberstab, der neben ihr auf dem Tisch lag. Sie murmelte etwas und schon waren die Seiten wieder sauber.
“Man, Ron! Pass auf, das ist aus der Bibliothek und Madame Pince bringt mich um, wenn ich die Bücher schmutzig zurück bringe. Herrgott, lern endlich, wie ein vernünftiger Mensch zu essen”, maulte Hermine und sah, wie Ron seinen Bissen schluckte.
“Reg dich ab, Du bist eine Hexe. Was sind nun diese Dortpfeile?”
“Das heißt Dartpfeile und das ist ein beliebtes Kneipenspiel in der Muggelwelt. Da werden handgroße Pfeile auf eine Scheibe geworfen”, erklärte Hermine und formte mit den Händen eine runde Scheibe. “In der Mitte gibt es am meisten Punkte. Ansonsten gibt es verschieden Flächen, die mit verschiedenen Punkten verknüpft sind. Wer am meisten hat, hat gewonnen.”
“Verstehe, das ist dann so ähnlich, wie Froschklatscher. Da werden Frösche gegen eine Scheibe geworfen und die bleiben dann da hängen.”

Hermine blickte überrascht. Sie hatte noch nie etwas von <Froschklatscher> gehört.
“Aber da werden doch wohl keine echten genommen, oder?”, fragte sie erschrocken, als ihr der Gedanke kam. Sie war zu langsam, denn Ron hatte schon den nächsten Löffel Ei im Mund. Ein kleines Stück Speck ragte noch aus seinem Mundwinkel heraus. Gerade als Hermine das erblickte und angewidert das Gesicht verzog, hörte sie ein kurzes Rauschen und sah noch, wie Ron das Stück Speck in den Mund zog.
‘Widerlich, wie kann man nur solche Manieren haben...also so gut wie gar keine’, dachte sie und rümpfte die Nase angewidert.
“Dasch ist doch gerade der Reiz. Wenn der Frosch”, mampfte Ron und trank etwas Kürbissaft. “wenn er quakt, dann gibt es noch Extrapunkte”, vollendete er seinen Satz und einige Tropfen orange-roter Saft lief an seinem Kinn herab. Der erste Tropfen landete auf seinem Teller, der nächste kurz davor.
“Das ist barbarisch und Du tropfst. Genau da”, protestierte Hermine und zeigte auf die Stelle an ihr Kinn.
“Ischt egal. Isch ge’ gleich duschen”, mampfte Ron und wieder verteilten sich Stückchen vom Ei.
“Jetzt REICHT ES MIR HIER! LERN ENDLICH RICHTIG ZU ESSEN. ICH WILL DEIN ESSEN WEDER IM AUSSCHNITT NOCH AUF MEINEN BÜCHERN!”, schimpfte Hermine lautstark und machte dabei jedem Heuler Konkurrenz. Von den Nachbartischen und auch vom Lehrertisch blickten nun alle zu den beiden.

Harry Potter, der Auserwählte, wie sie ihn seit diesem Jahr nannten, hörte schon von draußen vor der Eingangstür der Großen Halle die Stimme seiner besten Freundin.
“Was hat denn Ron nun schon wieder angestellt?”, brummte er laut und ging durch die Tür. Er eilte zu seinen Freunden und setzte sich daneben.
“DANN GEH UND LES’ IN DER BIBLIOTHEK. ICH HAB’ MIR SAGEN LASSEN, DASS MAN DORT ZUM LESEN HINGEHT”, schrie Ron mindestens genauso laut, wie Hermine kurz zuvor.
“UND TROTZDEM KANNST DU NUR ESSEN, WIE EIN SCHWEIN, NEIN, WAS SAGE ICH DA? JEDES SCHWEIN HAT MEHR MANIEREN ALS DU!”, konterte Hermine und sprang wütend vom Tisch auf. Auch Ron sprang auf und beide funkelten sich böse an.
“Guten Morgen, Ihr beiden. Musste das nun sein?”, fragte Harry etwas genervt und die beiden anderen blickten zu ihm hin. Wenn Hermines Blicke Vögel wären, dann würde jetzt genau das anwenden, was sie gerade gelernt hatte.
“FRAG IHN!”, schrie sie ihn an und zeigte mit dem Finger wild fuchtelnd auf Ron. Harry schüttelte nur seinen Kopf und seine Blicke wanderten zwischen seinen beiden besten Freunden hin und her.
“Gut, dann gehe ich jetzt mit Ron in die eine Ecke und dann kann er mir das erzählen, wie er die Sache sieht und dann mache ich mit Dir das Gleiche, aber in der anderen Ecke.”
“Wie im Kindergarten”, maulte Hermine und setzte sich leicht eingeschnappt wieder. Sie nahm ihr Buch und zauberte es wieder sauber.

“Nun erzähl, Ron? Was ist passiert?”, fragte Harry seinen Freund, als sie die rechte hintere Ecke der Halle erreicht hatten.
“Sie liest am Essenstisch und wundert sich, dass dann Essensstückchen auf den Seiten ihres Buches landen”, begann er die Situation aus seiner Sicht zu schildern.
“Und Du denkst nicht, dass Du Dir abgewöhnen könntest, mit vollem Mund zu sprechen? Denn dann würde das gar nicht passieren”, bot Harry einen Lösungsweg an. Ron überlegte kurz und dachte an seine Mutter. <Ronald Weasley, wenn Du nicht endlich lernst den Mund beim Essen zuzulassen, dann…>, verhallte die Stimme von Molly Weasley in Rons Kopf.
“Ja, na schön. Vielleicht sollte ich daran arbeiten.”

Harry nickte und ging nun zu Hermine. Er packte sie am Arm, um die zögernde Hermine sanft hinter sich her in die entgegen liegende Ecke zu ziehen. Auch hier hörte er sich ihre Sicht genauestens an.
“Aber denkst Du nicht, dass es an einem Schreibtisch oder auf einer Couch im Gemeinschaftsraum bequemer ist zu lesen? Immerhin maulst Du doch immer über deinen Rücken?”
“Du meinst, dass das davon kommen könnte?”, fragte Hermine hoffnungsvoll.
“Na ja, so gekrümmt, wie Du hier am Tisch immer sitzt, kommt das sicherlich davon”, meinte er und legte eine Pause ein, in der er zu Ron hinüber sah.  “Vertragt Euch doch einfach wieder. Es lohnt sich doch gar nicht, wegen so etwas zu streiten. Eure Freundschaft zu ruinieren.”
“Du hast ja recht, Harry”, seufzte Hermine. “Danke”, fügte Hermine noch hinzu und küsste ihn auf die Wange. Harry errötete leicht, doch das sah zum Glück niemand mehr. Hermine war schon zu Ron geeilt und Harry stand noch mit dem Gesicht zur Wand und damit versteckt für die anderen.

Als er glaubte, dass sich seine Gesichtsfarbe normalisiert hatte, ging er zurück zu seinem Platz.
“Ronald Weasley, wenn Du nicht endlich lernst den Mund beim Essen zu zulassen, dann gibt es keinen Nachtisch mehr für dich”, höhnte Draco Malfoy vom Slytherintisch und klatschte sich mit Goyle ab. Ron wurde etwas rot im Gesicht und er wusste, er musste etwas ändern.


***



Hermine und Ron hatten sich wieder vertragen und tatsächlich hielt der Frieden schon seit nunmehr vier Wochen an. Harry besuchte nach dem Frühstück an einem nassen Samstag Hagrid und verbrachte seinen Vormittag mit ihm. Kurz vor dem Mittagessen verabschiedete er sich von Hagrid.
“Pass auf dich auf, Hagrid und Grüße an Madame Maxime”, sagte Harry und sah noch, wie Hagrid im Flohnetzwerk verschwand. Er grinste, bei dem Gedanken, dass Hagrid und Maxime nun zusammen in Paris durch die Straßen schlenderten. ‘Es sei Ihnen gegönnt.’ Er ging über die Ländereien zurück ins Schloss und glaubte seinen Ohren nicht zu trauen, als er die Eingangshalle betrat.
‘Nicht schon wieder’, dachte er sich und ging auf die Eingangstür zur Großen Halle zu.
“UND DU HAST ES IMMER NOCH NICHT GELERNT, DASS ES HIER IN UNSERER WELT ANDERS IST!”, rief Ron so laut, dass es ein Wunder war. dass die Rüstungen nicht klapperten.
“UND DESWEGEN HABT IHR AUCH SO VIELE PROBLEME. IRGENDWELCHE DUNKLEN LORDS UND ANTIQUIERTE REGELN!”, maulte Hermine lauthals. “ICH GEHE, MIT WEM ICH WILL, WANN ICH WILL, WOHIN ICH WILL UND, OB DU ES NUN WILLST ODER NICHT, ICH MACHE MIT IHM, WAS ICH WILL!”
“Miss Granger und Mr Weasley, ich möchte doch sehr bitten. In all den Jahren habe ich so etwas nicht aus meinem eigenen Haus erlebt”, schalt Minerva McGonagall ihre beiden Schüler.
“Nein, nur viel Schlimmeres”, flüsterte Dean Thomas und verstummte sofort, als er den Blick seiner Hauslehrerin sah. ‘Mist, die hat aber noch gute Ohren.’
“Entschuldigung. Es wird nicht wieder vorkommen”, versuchte Hermine die Situation zu entschärfen. Die Hauslehrerin nickte und ging auf den Lehrertisch zu. Kurz vor dem Ende des Gryffindortisches drehte sie sich noch einmal um.

Hermine und Ron hatten schon die Hoffnung ohne Abzug aus der Sache herauszukommen und widmeten sich wieder ihrem Frühstück.
“Das will ich auch hoffen, Miss Granger, denn von meinen Schülern erwarte ich das Beste. Zehn Punkte Abzug für jeden von Ihnen”, sagte Professor McGonagall. Ron wollte schon beginnen zu protestieren. “Und wagen Sie es nicht jetzt etwas zu sagen, Mr Weasley, sonst sind es zehn Punkte für jedes Wort des Streits.” Ron war sichtlich geschockt und brauchte deutlich länger, um sich zu erholen, als die Hauslehrerin brauchte, um den den Lehrertisch zu erreichen.

“Seht ihr nun, was Ihr davon habt? Ich glaube es nicht, dass ihr Euch immer streiten müsst. Worum ging es überhaupt”, fragte Harry und nahm Platz.
“Darum, dass Hermine zusammen mit Ginny über irgendeinen Jungen gesprochen hat, den sie zu der Slug-Party einladen will. Und ich fragte nur, wer das ist.”
“Das stimmt aber nicht, Ron. Du wolltest wissen wer er sei, damit Du schauen kannst, ob Hermine mit ihm gehen darf”, stellte sich Ginny auf die Seite ihrer Freundin.
“Ich bin mir sicher, dass ein tolles Mädchen wie Hermine einen guten Jungen findet und da haben wir, Ron, leider kein Mitspracherecht”, bemerkte Harry. Damit war die Sache für ihn gegessen und er kümmerte sich um sein Essen. Er hasste diese Streitereien und freut sich darauf, dass er heute Abend bei Slughorn und der Party seine Ruhe vor dem Ron-Hermine-Konflikt hatte.  


***


Einige Stunden später schlenderte Harry gerade zurück in den Gemeinschaftsraum. Er war in der Eulerei gewesen, um einen Brief von seiner Hedwig überbringen zu lassen. Er war für Lupin und er hoffte, dass er bald zurück schrieb. Er war die einzige Verbindung zu seinen Eltern, die er noch hatte. Plötzlich packten ihn zwei Hände am Arm und sie zogen ihn in ein leeres Klassenzimmer.
“Hey, was soll das”, fluchte Harry in die Dunkelheit. Das Klassenzimmer erhellte sich und er erblickte Hermine. “Ach, Du bist es. Ihr habt euch doch nicht schon wieder gestritten?”
“Nein, haben wir nicht. Dieses Mal. Ich wollte Dir aber erklären...ich meine... ich dachte, ich frage Ron, damit er auch zu der Party kann. Immerhin hat er sich ja so beklagt. Denn den Jungen, den ich eigentlich fragen wollte...von dem ich schon so lange gefragt werden wollte, nun, ist selber ein Gast von Slughorn. Aber Ron mischte sich natürlich gleich ein. Und ich würde doch wohl auch nicht noch mit dem Jungen danach irgendwo anders hingehen”, plapperte Hermine ohne Luft zu holen. “Als ob ich so ein Mädchen bin.”
“Verstehe”, kam es langsam von Harry und er kratze sich am Kinn. “Dann stehst Du auf...Cormac?”, fragte er. ‘Oh, bitte, lass mich falsch liegen’, betete er.
“Was? Nein! Ich wollte Dich fragen”, ereiferte sich Hermine und bemerkte erst jetzt, was sie ausgeplaudert hatte. Sie schlug sich die Hände vor das Gesicht.
“Als Freunde, meinst Du?”, wunderte sich Harry und Hermine schüttelte fast unmerklich den Kopf.

Harry kannte seine Freundin so gut, dass er auch die kleinste Regung bemerkte und er wusste nicht warum, aber diese kleine Geste freute ihn. Er war sogar richtig glücklich. Hermine drehte ihren Blick verlegen zur Seite. Ihr war das alles etwas zu viel.
‘Glückwunsch, Trampel. Nun ist es endgültig vorbei’, dachte sie niedergeschlagen. Harry machte unbemerkt von ihr einen Schritt auf sie zu und legte einen Arm um sie. Er legte seine Hand auf ihr Gesicht und zwang sie so, ihn anzusehen.
“Ich will dein hübsches Gesicht sehen, wenn ich mit Dir spreche. Dreh es mir bitte nicht weg”, flüsterte er ihr ins Ohr.

Sie blicken einander direkt In die Augen und ihre Lippen näherten sich immer weiter. Weiche Lippen trafen auf vom Quidditch angeraute Lippen und sie küssten sich.
“Ich liebe”, begann Hermine zwischen den Küssen zu sprechen. Harrys Hand wanderte über ihren Rücken und die warmen Hände auf ihrer nackten Haut unter dem Pullover, den sie trug, gefielen ihr.
“Dich. Ich auch”, vollendete Harry den Satz und ihre Lippen trafen sich erneut.

Beide wussten, dass sie an diesem Abend zusammen zu der Party gehen würden und auch danach noch viele weitere gemeinsame Momente erleben würden.


Intermezzo:

“Ob die beiden nun endlich zusammen gefunden haben?”, fragte Ginny ihren Bruder am Abend, kurz bevor sie selber zu der Party ihres Zaubertrankelehrers gehen würde.
“Ich hoffe es doch. Immerhin habe ich mich echt angestrengt”, lachte Ron.
“Wir sind schon schlimm, oder?”, meinte Ginny lachend.
“Nein, nur gute Freunde und besorgt um die beiden. Ganz ehrlich, ich weiß nicht, wie Harry es schafft aber ich könnte Hermine nicht vierundzwanzig Stunden am Stück ertragen. Die beiden passen einfach gut zueinander.”
“Das stimmt. Dann hab’ trotzdem einen schönen Abend”, verabschiedete sich Ginny und ging auf das Portraitloch zu. Kurz bevor sie dadurch verschwunden war, ertönte noch einmal die Stimme von Ron.
“Ach, und Ginny! Benimm’ dich und bis eins bist Du wieder zurück. Allein”, sagte Ron ernst und zwinkerte seiner Schwester zu. Ginny sagte nichts und nickte nur. Sie lächelte und verstand, dass ihr Bruder anscheinend kurz davor stand, endlich erwachsen zu werden. Es wurde auch Zeit.
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