Ein Vorbild als Traum

von Twiety
GeschichteFantasy / P12
31.10.2017
10.11.2017
7
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Ein Vorbild als Traum

Diese Geschichte ist ein Beitrag zu dem aktuell stattfindenden Wettbewerb, den Fanfiktion.de veranstaltet.

Ich würde mich ,sollte ich gewinnen, sehr über die 3DS Version von Fire emblem Warriors freuen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! Natürlich würde ich mich sehr über Reviews als Feedback, und über Sternchen als Unterstützung beim Wettbewerb freuen^^

Im Krieg

Nebelschleier überzogen das Schlachtfeld, das bald der Todesort von Hunderten, wenn nicht sogar Tausenden von Soldaten, werden sollte. Es war eine weite karge Ebene welche an der Grenze von Aitoris zu Gristonne lag. Eine fast schon unheimliche Ruhe lag über der Landschaft. Auf der einen Seite stand die riesige Armee Gristonnes, welche nur darauf wartete, die dagegen fast schon mickrige Armee Aitoris' zu vernichten, welche etwa zwei Kilometer entfernt von ihnen wartete.Doch während Gristonne mit starken Kriegern glänzen konnte, hatte Aitoris eine Vielzahl von talentierten Magiern, dutzende Ballisten und Katapulte, und einige der besten Reiter auf dem ganzen Kontinent auf ihrer Seite.
Aitoris König Yoran, ein begnadeter Wyvernritter , welcher auch noch der einzige auf dem Kontinent war, gab seinem obersten General den Befehl zum Angriff. Ein Kriegshorn wurde geblasen, und auch die Armee von Gristonne fing nun an sich vorwärts zu bewegen. Nach kurzer Zeit trafen sie Aufeinander. Es wäre falsch gewesen zu sagen, dass Gristonne keine gute Taktik hätte, doch sah man einen auffälligen Unterschied zwischen der Aufstellung der Armeen. Da Aitoris, von den Rittern mal abgesehen, kaum Truppen hatte, die sich im Nahkampf beweisen konnten, mussten die alle Nahkampfeinheiten, allen voran die Ritter, eine Mauer zwischen Gristonnes Armee, und Aitoris Spezialeinheiten bilden. Neben den Rittern gab es auch noch viele Generäle und einige Schwertmeister, die sich niemals treffen ließen, um der Armee von Gristonne nicht die Möglichkeit zu lassen, einen Vorteil aus ihrer Waffenvielfalt zu ziehen. Im kompletten Gegensatz dazu stand die Armee Gristonnes, die nur ein paar dutzend Magier und gar keine Ballisten oder Katapulte in dieser Schlacht besaß. Sie konzentrierten sich auf die physische Stärke und ihre Truppenzahl, doch liefen sie fast nur gegen die Mauer aus Truppen von Aitoris an, um dann, ohne dem Gegner stark zu schaden, niedergestreckt zu werden.
Trotzdem war nicht jeder von Aitoris Soldaten ein Naturtalent, und auch sie hatten Verluste zu beklagen. Doch ihre Taktik, die es ihren Fernkampfeinheiten ermöglichte den Feind anzugreifen, ohne dass er sich wehren konnte, machte ihre geringe Truppenzahl fast wett.

***
Yoran flog über das Schlachtfeld hinweg und überschaute ihre momentane Situation. Das Glück schien tatsächlich auf ihrer Seite zu seine, denn ihre Reihen wurden nicht durchbrochen. Er wusste, dass es kaum Pegasi und nur einen Wyvern auf dem Kontinent gab, jedoch schaute er sich dennoch um, ob der Luftraum wirklich sicher war. Aitoris bildete keine Pegusritter aus, doch er war sich nicht sicher, ob dies auch auf Gristonne zutraf. Natürlich konnte er es mit einigen von ihnen Problemlos allein aufnehmen, er wusste wie stark er war, doch ein Speer von hinten, oder ein gut gezielter Pfeil von einem Bogenschützen, welcher auf einem Pegasus mitgenommen wurde, konnten ihn dennoch töten.
Zu seiner Erleichterung, schien er weit und breit der Einzige zu sein, der sich in der Luft befand.
Er schätzte ab, was er nun tun sollte. Er konnte direkt auf das Schlachtfeld fliegen, und sich einiger Soldaten dort annehmen, doch das wäre, als würde man eine Ameise zertreten, die gerade aus ihrem Bau kam. Es würde nichts bringen, und seine Leute brauchten seine Hilfe gerade nicht dringend. Doch was wäre, wenn er den König töten würde? Oder ihn zur Kapitulation zwang? Es könnte als Feige gewertet werden, dass er einfach überraschend hinter dem Schlachtfeld auftauchte, und den König von Gristonne, Oskar, angriff, doch würde dies, wenn es zum Ende dieses schrecklichen Krieges führen würde, vielen das Leben retten.
Er beschloss, dass es das Wert war. Er flog in Richtung Basiscamp der Armee von Gristonne. Es erstreckte sich über mehrere Kilometer. Trotz der mehreren Tausend Zelte, war es nicht schwer auszumachen, welches Zelt dem König gehörte. Es war viel größer, und vor ihm standen zwei gut ausgerüstete Wachen. Sie bemerkten ihn schon früh, doch brachte ihnen das nichts, da er rasend schnell auf sie zuflog, und sie mit zwei Hieben seiner Axt enthauptete. Sie war ein Familienerbstück. Seit etwa 500 Jahren wurde die überaus mächtige, zweischneidige, schwarze Waffe weitergegeben. Er selbst wollte sie auch später einmal an seinen Sohn Shion weitergeben.
Yoran stieg von seinem rotfarbenem Wyvern ab, und betrat das Zelt. Doch zu seiner Überraschung fand er nicht den König vor. Vor ihm stand ein kleiner Junge, welcher etwa im Alter von zehn Jahren sein musste. Nach der kurzen Überraschung, wurde ihm klar, dass dies der Prinz von Gristonne sein musste. Warum sonst, sollte er in solch einem großen Zelt sein, welches dazu noch von zwei Elite Wachen bewacht wurde? Warum der König von Gristonne jedoch überhaupt ein Kind mit ins Kriegsgebiet mitnahm, war ihm unklar.
Er bemerkte, dass der Junge ihn hasserfüllt anstarrte. Er musste wissen, wer Yoran war. Oder er hatte einfach nur gesehen, was Yoran mit den Wachen getan hatte.
Jetzt musste er aber entscheiden, wie er vorgehen wollte. Es war schrecklich einen kleinen Jungen als Geisel zu nehmen, doch war nicht auch das akzeptabel, wenn dafür der Krieg endete? Immerhin würde er ja nicht schlecht behandelt werden. Seine Kinder würden sich sicher gut mit ihm verstehen.
,,Wo ist dein Vater, junger Mann?“, fragte Yoran ihn.
Der Junge schaute ihn trotzig an, und sagte:,,Sie schrecklicher Mensch! Ihnen sage ich überhaupt nichts!“.
Yoran seufzte. Er wollte ihm nicht erklären, wer eigentlich für diesen Krieg, und somit auch schlussendlich für den Tod dieser beiden Männer verantwortlich war. Er beschloss, dass man aus dem Jungen nichts mehr rausbekam, und zog ihn am Arm nach draußen und schleppte ihn auf seinen Wyvern. Er hasste sich selbst dafür. Eigentlich hatte er sich immer für einen guten Menschen gehalten, doch sie waren erst seit wenigen Tagen im Krieg, und schon hatte er eine Geisel genommen, die zu allem Überfluss noch ein Kind war. Der Krieg brachte immer das schrecklichste von den Menschen zum Vorschein.
Yoran hielt den jungen Prinzen fest, während er gen Himmel flog. Als ob diese Situation nicht schon schlimm genug wäre, hatte der Junge augenscheinlich auch noch Höhenangst, denn er war kreidebleich und schwitzte. Als er wieder über dem Schlachtfeld war, flog er soweit runter, dass jeder ihn verstehen würde. Er holte sein Magiebuch aus der Satteltasche seines Wyvern, und beschwor einen Bolgagone Zauber, den er gen Himmel schickte. Er explodierte, und das Schlachtfeld schien einzufrieren. Alle schauten neugierig, woher die laute Explosion kam. Als Yoran sich sicher war, dass die meisten ihre Aufmerksamkeit ihm zugewandt hatten fing er an, lautstark seine Rede zu halten:,, Soldaten aus Gristonne und Aitoris, hört mich an. Dieser Krieg muss enden, egal wie wir das erreichen. Ich habe den Prinzen von Gristonne hier vor mir auf dem Wyvern sitzen“, jeder war in der Lage zu sehen, dass vor dem König eine zusammengesunkene Gestalt saß, die die traditionelle Kleidung des gristonnischen Königshauses anhatte.,,Ich mache Oskar, König des Königreiches Gristonnes, das Angebot zu kapitulieren, damit er seinen Sohn zurück bekommt. Solltet ihr dem zustimmen, werden wir versprechen, dass wir euer Land nicht unter unsere Fittiche nehmen, obwohl es uns zustände. Wir erwarten eure Antwort“, beendete Yoran seine Ansprache, und flog damit in Richtung des Schlosses von Aitoris. Sein oberster General würde für ihn ein Angebot zur zeitweiligen Waffenruhe an Gristonne schicken, damit diese Bedenkzeit hätten. Er war sich sicher, dass der König das Angebot annehmen würde. Wie falsch er damit doch lag.


So, dies war das erste Kapitel meiner Geschichte. In den späteren wird der Fokus natürlich noch auf die Königskinder von Aitoris gelegt. Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen^^. Wie schon gesagt, würde ich mich sehr über Feedback und/oder Unterstützung freuen
LG Twiety
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