Ein Bekannter aus der Vergangenheit

GeschichteAbenteuer / P12
Eve Baird Flynn Carsen Jankins / Galahad
30.10.2017
29.09.2019
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Hallo,

ich wage mich mal in eines meiner Lieblingsfandoms und komme hier mit einer FF um die Ecke.
Ich hoffe, dass ich die Charaktere nicht allzu sehr verfehlt habe,

Jegliche Ähnlichkeiten mit anderen FFs sind vollkommen unbeabsichtigt und nichts hiervon gehört mir, außer Izzy und der Idee.
Ich verdiene hiermit auch kein Geld.

Hier kommt jetzt das erste Kapitel.
(Hoffentlich) viel Spaß beim Lesen!

Alexa

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Kapitel 1

„Thomas, John, Jared! Ihr geht nach Westen! Harrison, George, Lucas! Ihr geht…“, wollte Drake die Gruppen einteilen um nach unseren verlorenen Wölfen zu suchen, wurde aber unterbrochen, als eine blonde Frau den Abhang zu uns auf die Lichtung heruntergerutscht kam.
Sie vielleicht fünf Zentimeter größer als ich und hatte die blonden Locken hochgesteckt.
„Flynn!“, sie klang wenig begeistert uns zu sehen, aber wer war das schon?
Ich meine, wir stehen mitten in der Nacht, wenn es eiskalt in Shirts und Jeans hier, irgendwo im nirgendwo, in einer Gruppe von 14 Leuten und sehen jetzt auch nicht sonderlich freundlich aus.
Wir könnten glatt Serienmörder sein, die gerade ihre letzten Opfer verbuddelt haben…
Da wäre ich jetzt auch nicht sonderlich begeistert…
Nur ein paar Sekunden nach ihrem Ruf schlitterten drei weitere Personen auf die Lichtung, nach dem sie nicht besonders elegant den Abhang heruntergestolpert waren.
Ein Schwarzhaariger, der aussah, als würde er am liebsten sofort wieder umdrehen-wenn er wüsste war wir sind noch verständlicher als ohnehin schon-, ein Braunhaariger, der sich nach einem Fluchtweg umsah, wie es die Blonde tat und eine rothaarige Frau, die uns mit großen Augen anstarrte.
„Wer sind die Colonel Baird?“, fragte sie beunruhigt und starrte jeden von uns an, bevor sie sich wieder der Blonden widmete.
Inzwischen hatte sich das Rudel um sie herum verteilt und schnitt ihnen jeglichen Fluchtweg ab.
„Ich habe keine Ahnung, Cassandra.“, antwortete Baird der Rothaarigen, welcher diese Antwort nicht zu gefallen schien.
„Nach wem hast du gerufen?“, fragte Drake Baird in einem unfreundlichen Ton und funkelte sie an.
Er hatte es noch nie so wirklich mit Menschen gehabt…
Wie aufs Kommando stürmte ein dritter Mann auf die Lichtung.
Doch er hatte den kleinen Abhang erst beim letzten Schritt gesehen und rutschte nun wankend zu uns herunter, bevor er an einer Wurzel hängen blieb und elegant wie ein Troll zu Boden segelte.
Eher aus Reflex, als dass ich ihm helfen wollte, griff ich nach ihm und hinderte ihn am Aufschlag auf dem Boden.
Ohne großen Kraftaufwand stellte ich ihn wieder auf die Füße und kassierte dafür ein wütendes Knurren von Drake, dem Alpha des Rudels.
Der Dritte war irgendwie anders.
Nicht nur, dass er einen Anzug trug, sogar mit passender Krawatte, er war scheinbar auch noch nicht richtig hier angekommen zu sein.
Er sah aus, als hätte er gerade einen Sprint durch eine Dornenhecke hingelegt und hatte irgendein merkwürdiges Messer in der Hand.
Was zum Geier haben die denn bitte hier gemacht?!
„Oh, danke!“, bedankte er sich bei mir fürs Aufhelfen.
Nun war ich mir endgültig sicher, dass dieser Mann nicht mehr alle Tassen im Schrank hatte.
Er sah von einem zum anderen und schien krampfhaft herausfinden zu wollen, was ihm an dieser Szene hier entgangen war.
Zu einem Schluss kam er aber nicht.
„Wer seid ihr?“, blaffte Drake und funkelte nun auch die vier Anderen an.
„Wir…sind…Bibliothekare?“, fragte der Schwarzhaarige vorsichtig.
„Ich kenne den Bibliothekar! Und ihr, seid es nicht!“, rief Drake.
Ich unterdessen beobachtete den zuletzt Eingetroffenen.
„Aber wir sind die Bibliothekare!“, rief nun Cassandra und sprang gleich einen halben Meter zurück, als Thomas auf sie zuging.
Das war der Startschuss für die Anderen.
Auch der Rest des Rudels kam näher.
„Was wollt ihr denn?“, fragte Cassandra ängstlich und Baird schob die Bibliothekare hinter sich.
Natürlich mit Ausnahme von dem zuletzt Eingetroffenen, der wie angewachsen dastand und fieberhaft überlegte.
„Flynn!“, sagte Baird eindringlich und sah zu ihm, bevor ihr Blick durch die Runde ging.
„Ihr habt doch Brad, Cole, Alan, Mike und Steve geholt!“, rief er aufgebracht und seine Augen leuchteten im Alpharot auf.
„Nein! Das waren wir nicht!“, rief Cassandra.
„Wer sind die fünf Verschwundenen?“, fragte Flynn.
„Familie. Sie sind Familie! Und wir wollen sie wieder!“, rief Drake und machte noch einen Schritt auf die Fünf zu und knurrte laut.
Ich spannte die Muskeln, bereit zum Sprung.
„Unlogische Anschuldigungen, unmenschliches Knurren und Rudelverhalten. Was zum Teufel seid ihr? Was übersehe ich? Was übersehe ich denn nur?“, murmelte er vor sich hin und ich verstand ihn kaum, obwohl ich nur eineinhalb Meter von ihm entfernt stand und ein übermenschliches Gehör besaß.
Erst als er anfing mit dem Messer oder Dolch, oder was auch immer das war, herumzuspielen, begann ich mir Sorgen zu machen.
„Hört zu, wir haben eure Verwandten nicht.“, begann Baird, „Wir wissen auch nicht, wo sie sind. Wir wollten nur etwas suchen.“
Passend zu ihrer Aussage, hielt Flynn das Messer in der Hand.
„Ja genau! Noch mehr von uns, die ihr verschleppen könnt!“, brüllte Drake, „Ich lasse euch keinen weiteren von uns holen!“
Noch einmal leuchteten seine Augen rot auf.
„Loup-Garous!“, rief Flynn auf einmal laut und Drake sah zu ihm, genauso wie die anderen Bibliothekare.
„Ihr seid Werwölfe!“, rief er erneut laut, was ihm aber nur verärgerte und verwirrte Blicke einbrachte.
„Die habe ich aber irgendwie anders in Erinnerung, Flynn!“, merkte der Schwarzhaarige an.
„Ja, da stimme ich stimme ich Ezekiel zu!“, sagte der andere Braunhaarige.
„Sie sind eine bestimmte Art von Werwölfen. Sie verwandeln…“, ihm wurde das Wort abgeschnitten, als Drake sich vor ihm verwandelte und nur knapp mit seinen Krallen verfehlte.
Während ich auf Drake zusprang, waren die Vier weiter hinten stehenden auf der Flucht, weiter von uns weg.
Ich meine, wenn ein Wolf, groß genug um einem in die Augen zu sehen, vor dir steht, dann ergreifst du doch die Flucht, oder?
Anscheinend galt das für jeden, außer für Flynn, denn der stand da wie festgetackert und wurde von Drake zu Boden gerissen.
„Flynn!“, rief Baird entsetzt.
Ich hatte mich verwandelt und Drake von ihm weggerissen.
Würde man mich fragen warum, würde ich antworten: Weil er der Bibliothekar ist.
Woher ich das so sicher weiß?
Weil ich den Ausdruck in seinen Augen bereits gesehen hatte.
Bei Judson, dem ersten Bibliothekar, den ich jemals kennengelernt hatte.
Und das ließ keinen Zweifel daran, dass er der Bibliothekar war.
Drakes dunkelbraun-schwarzer Wolf stand zähnefletschend vor mir und versuchte sich vorbei zu drängen.
Doch ich würde ihn nicht vorbei lassen.
Mit angelegten Ohren und zähnefletschend, funkelte ich ihn aus meinen alpharoten Augen an.
>>Drake! Das ist der Bibliothekar!<<, knurrte ich ihn laut an.
Ich war im Moment heilfroh, dass nur er meine Gedanken hören konnte, denn sonst würde ich dem ganzen Rudel meine gesamte Vorgeschichte herunterbeten dürfen und darauf hatte ich keine Lust.
>>Ich kenne den Bibliothekar! Der da, ist es nicht!<<, auch er knurrte laut.
>>Ich kannte den Judson vor dir. Ich kannte ihn länger als du! Und ich kann dir versichern, Drake: Dieser Mann ist der Bibliothekar!<<, ich sprach langsam und deutlich, betonte jedes Wort.
Mit jedem Wort machte ich einen Schritt auf ihn zu und knurrte laut.
Je näher ich kam, desto kleiner wurde Drake.
Er mochte sich die Alphastellung erkämpft haben, aber ich hatte das Blut eines Leitwolfs in mir und damit sogar über ihn Befehlsgewalt.
Der Rest des Rudels zog genau wie er die Köpfe ein und bewegte sich rückwärts.
>>Verwandel dich zurück, Drake.<<, befahl ich und nahm wieder meine Menschengestalt an.
Mit noch immer leuchtenden Augen rückte ich mein dunkelgrünes Top wieder zurecht und drehte mich dann zu den Fünf um.
„Es tut mir sehr leid, wenn er dich verletzt hat, aber er ist ein wenig reizbar, seit wir fünf unserer Familienmitglieder verloren haben.“, sagte ich und ignorierte Drakes Grummeln.
„Ich hoffe, dass ihr gefunden habt, was ihr suchtet.“, setzte ich noch hinzu.
„Danke, haben wir. Gehen wir Leute!“, sagte Ezekiel und wollte schon gehen, hielt aber inne, als das Rudel am ihm vorbeimarschierte.
Sie würden weitersuchen und ich ließ sie, auch wenn ich wusste, dass sie die fünf Verlorenen nicht finden würden.
Ich wusste, wer sie hatte, hatte es auch schon mehrfach gesagt, wurde aber erfolgreich ignoriert.
„Wir sind dann mal weg.“, sagte Flynn und war schon fast von der Lichtung verschwunden, als ich mich noch einmal an ihn wendete.
„Du bist der Bibliothekar. Dann kehrst du in die Bibliothek zurück?“, fragte ich.
„Warum bist du dir so sicher, dass ich wirklich der Bibliothekar bin?“, stellte er eine Gegenfrage.
„Ist eine lange Geschichte, aber ich würde gerne wieder mal zur Bibliothek. Ist schon lange her.“, antwortete ich.
„Ja, wir sind auf dem Weg in die Bibliothek.“, sagte nun Flynn und ging weiter.
"Das ist gut. Ich bin dabei.", sagte ich und wollte schon hinter ihm her, als mich Baird stoppte.
"Du wirst nicht mitkommen.", sagte sie an mich gewandt und drehte sich dann zu Flynn.
"Wir können sie nicht mitnehmen. Wir bringen ja auch keine Touristen in die Bibliothek!"
"Ich weiß, Eve. Deswegen, werden wir sie ja auch wieder abhängen.", meinte er leise zu ihr.
"Ah.", damit schien sie einverstanden zu sein.
Er wusste, was ich war, schien aber dennoch davon auszugehen, dass er mich abhängen konnte.
Zu Fuß.
Im Wald.
Wo ich Heimvorteil hatte.
Unsere Gruppe war noch keine 5 Minuten unterwegs, als das Spiel auch schon begann.
Sie nahmen de Beine in die Hand und rannten weg.
Ich lachte leise und folgte ihnen dann mit genügend Abstand, damit sie mich nicht bemerkten.
Und das geduldig 2 Stunden lang.
Ok, am Anfang der Wanderung waren wir mitten in der Pampa, aber trotzdem, die Strecke wäre auch in einer Stunde zu schaffen gewesen…
Und diese ganze Stapferei durch den Wald nur, um am Ende vor einem Plumsklo stehen zu bleiben.
Ok, er hatte offensichtlich eine an der Waffel.
Ins Staunen brachte mich dieser bunte Haufen erst, als das Plumsklo –oder besser seine Tür- zur Bibliothek führte.
Oder zumindest zur Außenstelle, die mit der Bibliothek verbunden war.
Breit grinsend sprang ich an Flynn vorbei und lief durch die Tür.
Hatte der Spinner es also doch geschafft!
Durch die Tür, bog ich im Gang hinter dem Raum rechts ab und folgte dann den verschiedenen Korridoren, bevor ich in der Halle vor dem Speer des Schicksals stehen blieb und mich lachend im Kreis drehte.
Als ich mich umsah, stellte ich fest, dass nicht einmal umgeräumt worden war.
Es war noch genauso, wie damals.
Ich wurde geschubst und drehte mich um, nur um Ex vor mir fliegen zu sehen.
„Ex!“, lachte ich und rannte ihm hinterher, als er losflog.
In einem Tempo, dass hier drin verboten sein sollte, raste ich durch die Reihen und riss dabei erstaunlicherweise nichts zu Boden.
Früher waren durchaus Bücher aus den Regalen gefallen.
Einmal quer durch die Bibliothek gehetzt, kam ich wieder bei den Bibliothekaren zum Stehen.
„Mr. Carson! Sie können doch nicht jeden herbringen!“, tadelte Galahad.
„Aber sie wusste von allem und sagte, sie wäre bereits zuvor hier gewesen!“, versuchte Baird meine Anwesenheit zu verteidigen.
"Außerdem haben wir versucht sie loszuwerden und das hat scheinbar auch funtkioniert, aber dann ist sie einfach an uns vorbei durch die Tür und hier drin verschwunden.", erklärte Ezekiel ihm.
„Ach Galahad! Jetzt lass den armen Mann doch! Er kann ja nichts dafür.“, lachte ich und setzte mich auf den Tisch.
„Isobell!", rief er zuerst überrascht, bevor er sich wieder fing und mich mit einem "Du sollst doch nicht!" vom Tisch scheuchte.
„Was verboten ist, macht nur noch mehr Spaß!“, erinnerte ich ihn, „Wie ist es dir ergangen, Galahad?“
„Recht gut. Und dir?“, antwortete er und -zu meinem Erstaunen- umarmte mich.
„Mir auch, Danke der Nachfrage.“, sagte ich.
„Sie kennen sie, Jenkins?“, fragte Baird.
Ich zog eine Augenbraue hoch.
„Jenkins, ja?“, stichelte ich leise.
Ich hatte mich immer geweigert seine Alias zu benutzen, wenn ich mit ihm redete.
„Ja, ich kenne sie.“, wandte er sich wieder an Baird.
„Und wer ist sie? Und wann zum Teufel…NICHT anfassen!“, fragte Flynn und ich lachte als er eine halbe Panikattacke bekam, weil ich eines der herumliegenden Bücher in der Hand hatte.
Und ja, das war nicht ganz unberechtigt, immerhin war es gefährlich, aber das wusste ich.
Ich war dabei gewesen, als Judson es vom damaligen Bibliothekar hatte herbringen lassen.
Noch immer schmunzelnd legte ich das Buch wieder hin, bevor er noch einen Herzinfarkt bekam.
„Dieses Buch“, ich deutete darauf, „sollte definitiv nicht hier rumliegen, mein Lieber.“
Ich sah ihn mahnend an.
Bevor wir hier noch in eine Diskussion über gefährliche Bücher verfielen, schritt Galahad ein und begann die Fünf vorzustellen.
„Wenn ich dir vorstellen darf, das sind Ezekiel Jones,…“, er deutete auf den Schwarzhaarigen.
„…Jakob Stone,…“, der mir bisher namentlich Unbekannte hob die Hand.
„…Cassandra Cillian,…“, die Rothaarige winkte mir zu.
„…Flynn Carson,…“, ich schmunzelte, als er das Buch vom Tisch nahm und mich skeptisch ansah.
„…und unsere Hüterin Colonel Eve Baird.“, beendete er die Vorstellungsrunde.
„Und wer ist sie?“, fragte Cassandra, erneut auf die Frage aufmerksam machend.
„Mein Name ist Isobell Cane, aber nennt ich doch Izzy.“, nahm ich Galahad die Antwort vorweg.
„Und woher weißt du von der Bibliothek? Und wann warst du bitte hier?“, fragte Flynn, während er vorsichtshalber noch einige andere Dinge aus meiner Nähe entfernte.
„Das ist immer noch eine lange Geschichte, aber wenn du sie unbedingt hören willst, dann erzähle ich sie dir.“
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