~ I wish You could see Me ~

OneshotAllgemein / P6
26.10.2017
26.10.2017
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Kurzes Vorwort: Die Geschichte habe ich vor Jahren geschrieben (als ich noch auf meinem Jelsa-Trip war XD), des wegen sag ich mal entschuldigt meinen damaligen Schreibstil, falls dieser jetzt nicht so gut ist. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht ob mein derzeitiger gut ist oder nicht, aber das tut jetzt nichts zur Sache. Ich hab den halt auf meinem PC gefunden und dachte mir warum nicht veröffentlichen?

Auf jeden Fall wird es bei dem OneShot bleiben, da man daraus eigentlich eine komplette Geschichte schreiben könnte, aber irgendwie fehlen mir die Ideen hehe... ^^"

Naja, ist ja auch egal, ich wünsche viel Spaß beim Lesen ^-^






I wish You could see Me



Kälte.
Dies war das erste was er hatte verspüren können.
Er wusste nicht genau wo er sich befand, aber er verspürte das Gefühl der Schwerkraftlosigkeit. Egal wo er sich befand, er würde irgendwo, in irgendeinem dunklen Raum mitten in der Luft schweben. Orientierungslos ließ er sich treiben. Er war viel zu müde dafür gewesen, auch nur mit dem kleinsten Muskel zu zucken.
´Wie bin ich nur hier hergekommen? Wo bin ich überhaupt? Ich kann an keinerlei Erinnerung zurückgreifen… Ich weiß noch nicht einmal wer ich bin…´
Erschrocken riss er die Augen auf.
´Wie kann es sein, dass ich mich an nichts erinnere. Nicht einmal meinen Namen kenne ich…! Was ist denn nur passiert, dass ich hier gelandet bin? Wo bin ich überhaupt?´
Vorsichtig schaute er sich um, aber das einzige was seine blauen Seelenspiegel vernahmen, waren trübsinnige Dunkelheit. Er sah sie überall. Egal wo er auch hin schaute. Nur diese finstere Schwärze, die ihn allmählig zu verschlingen versuchte.
Auch wenn er nicht wusste wo zum Henker er gelandet war, konnte er schon vermuten, dass er sich unter Wasser befand. Diese Erkenntnis traf ihn in der ersten Sekunde des Umschauen. Solche Geräusche konnte man nur unter Wasser erzeugen, wenn man sich bewegte.
Wenn er sich aber unter Wasser befand musste er schnell auftauchen, schließlich hätte er ertrinken können, wenn er nicht schleunigst auftauchen würde, oder?

Aber wohin?
Umhüllt von dieser Schwärze konnte er nicht heraus finden wo oben und unten war. Ohne Orientierung einfach drauf los zu schwimmen, war keine Option.
Ideenlos, was er hätte tun können, ließ er sich weiter von dem Wasser treiben. Er hatte das Gefühl, als würde er sinken, also müsste er um aufzutauchen nach vorne, beziehungsweise oben, schwimmen. Dennoch gab ihm diese Annahme nicht die nötige Garantie, um aus diesem mit Wasser gefüllten Loch zu entkommen.

Die Kälte.
Da war sie wieder!
Für einen kurzen Moment vergessen, verspürte er sie im nächsten wieder. Mit nur einem Unterschied. Dieses Mal war diese anders gewesen. Sie war nicht mehr so schlimm wie am Anfang, während seinem Zurückkommens ins Bewusstsein.

Ja… und die Illusion vom Sinken war ebenfalls verschwunden. Jetzt fühlte er das Gegenteil. Als ob eine unsichtbare Macht ihn nach oben zog aus diesem Loch. Zwar langsam, aber sanft. Und mit jeder verstrichenen Sekunde, meinte er ein Licht zusehen, welches immer größer und größer wurde.
Er begab sich zur Oberfläche!
Aber Wer oder Was war dafür verantwortlich?

Wer auch immer das war, er vertrieb die Kälte. Und die Dunkelheit dazu.
Ehe er sich versah, befand er sich schwebend in der Luft. Schwer atmete er ein. Der Sauerstoff durchfüllte seine Lungen und er fühlte sich wie neugeboren. Seine schwere Atmung verlangsamte sich allmählich und er schaute in den mit Sternen verzierten Nachthimmel. Und vor ihm der Mond. Groß und strahlend. Das Mondlicht erhellte die dunkle Gegend und der Junge glaubte eine gewisse Wärme vom diesem zu empfangen.
´Wer bist du?´, fragte der Junge in Gedanken. Natürlich bekam er keine Antwort. Was hatte er sich erhofft? Das der Mond mit ihm spricht? Wie absurd wäre dies gewesen?
´Wer bin ich bloß?´, fragte sich der Junge betrübt. Nicht mit einer Antwort rechnend, schaute er kurz zu Boden und bemerkte das er mitten in der Luft schwebte.

>>Jack Frost<<

Der Junge schreckte hoch. Hatte er sich dies eingebildet? – Nein, es war ganz gewiss der Mond gewesen, welcher dem Jungen diesen Namen zugeflüstert hatte.
Langsam wurde Jack Richtung Boden getragen. Wenige Zentimeter über dem Boden ließ ihn diese unsichtbare Macht vorsichtig los. Auf den Boden angekommen, schaute Jack gen Himmel. Der Mond strahlte nicht mehr wie vorhin, aber das Licht reichte um die Dunkelheit über dem See zu vertreiben. Auch wenn Jack dies nicht gemerkt hatte, unter seinen Füßen hatte die Oberfläche des gefrorenen Sees ein spiralen förmiges Muster angenommen, als der Junge auf dem Boden ankam. Sein Alter betrug 16 bis 17 Jahre, aber Jack war sich dem nicht sicher, weil er sich nicht an seine Vergangenheit erinnern konnte. Aber dem Aussehen nach würde er sich in dieses Alter einschätzen. Auch war ihm aufgefallen das er schneeweißes Haar besaß, aber das ganz ungewöhnliche an ihm war, dass er Eiskräfte besaß. Er konnte nach Belieben Sachen zu Eis verwandeln, Schnee erzeugen oder gar fliegen. Dafür benutzte er einen langen Stock, bestehend aus Holz, wessen oberes Ende gebogen war. Diese Form ähnelte einer Zuckerstange, welche man zur Weihnachtszeit als Baumschmuck benutzte und manchen Kindern ein fröhliches Lächeln aufs Gesicht zauberte, wenn sie diese verspeisen durften.
Jack hatte seine Kräfte schnell entdeckt. Denn ehe er den neben ihm liegenden Stock aufnahm, entdeckte er diese unglaublichen Kräfte. Nach einigen Runden um den See flog er in die Lüfte und flog davon. Kaum zu glauben! Und dennoch fand er Gefallen daran und es machte ihm Spaß diese Kräfte zu besitzen.
Doch schon bald fand er den hohen Preis für diese Kräfte heraus…
Nach einiger Zeit war er auf einen der kahlen Bäume gelandet und hatte ein vor Lichtern blühendes Dorf entdeckt. Ohne zu zögern betrat er das Dorf und schaute sich um. Überall fröhliche Kinder, die mit ihren Eltern durch das Dorf zogen. Vielleicht auf den Weg nach Hause oder sonst wo hin. Vielleicht fand in dem Dorf ein kleines Fest statt oder es war immer so fröhlich gewesen. Jack konnte es sich nicht erklären, aber ihm gefiel die warme Atmosphäre. Immer noch überwältigt von der Entdeckung seiner Kräfte lief er durch die Menschenmenge und fragte die vorbeigehenden Leute, ob sie seine Kräfte gesehen haben. Keiner schien aber zu reagieren. Jack fand es fragwürdig und fragte einzelne Personen ob sie ihn sehen, aber kein einziger reagierte. Selbst die vorbeilaufenden Kinder schenkten ihm keine Aufmerksamkeit. Er war für die Leute nicht sichtbar. Selbst wenn Jack versuchte jemanden zu berühren, jedoch glitt seine Hand durch die Person durch. Als wäre er ein Geist, den die Leute nicht erblicken konnten. Völlig allein und traurig über diese Erkenntnis verließ er das Dorf und floh in die dunkle Nacht.

***


Seit diesem Ereignis waren nun sechs Monate verstrichen und der Sommer kam über das Land daher. Die Temperaturen stiegen an und die Tage wurden endlich länger. Endlich hatte man die Gelegenheit reife Beeren sammeln zu gehen. Draußen hörte man jeden Tag das fröhliche Gelächter von spielenden Kindern. Und in diesem mittendrin befand sich Jack Frost. Er hatte immer noch keine einzige Person gefunden, die ihn sehen konnte. Aber bemerkt hatte er, dass die Menschen seine Taten sehen konnten, sprich wenn er es an einem Platz schneien ließ konnten die Menschen dieses Phänomen beobachten, aber Jack selber sahen die Menschen nicht. Er wanderte durchs Land, auf der Hoffnung jemanden anzutreffen, mit dem er sprechen konnte. So einsam wie er sich unter den Menschen fühlte, konnte niemand nachvollziehen. Ihm würde doch nur eine einzige Person reichen, die mit ihm sprechen könnte, oder war dies schon zu viel verlangt?
Frustriert zog er weiter. Etwas anderes blieb ich nicht übrig, da er nicht in der Lage war mit jemanden zu reden. Obwohl reden konnte er mit den Leuten, nur bekam Jack keine Antwort. Und der Mond antwortete Jack ebenfalls nicht mehr.

Erschrocken zuckte der Weißhaarige zusammen als zwei schreiende Kinder durch ihn durch rannten. Natürlich bemerkten sie ihn nicht. Seufzend schaute er sich um. In Gedanken verloren hatte er gar nicht bemerkt wo seine Reise ihn hingeführt hatte. Er war in einem Königreich gelandet. Und hier schienen sich sehr viele Leute zu versammeln.
´Was hier wohl los ist?´, stellte sich Jack die Frage und wollte der Sache auf den Grund gehen. Während er durch das Dorf schritt, schnappte er von den Leuten einige Sätze auf die eigentlich mit demselben Inhalt gefüllt waren. Phrasen wie „Endlich werden die Türen der Palasts geöffnet!“ oder „Endlich bekommt Arendelle eine neue Königin!“ oder „Wann findet noch einmal die Krönung statt?“.
Jack konnte sich zusammen reimen, dass der Palast lange Zeit verschlossene Türen besaß und dass eine neue Königin gekrönt werden sollte. Was wohl mit dem Vorgänger passiert war, wusste Jack jetzt nicht. Aber er wollte das Königreich nicht verlassen. Wenn schon solch ein Fest veranstaltet wurde, wollte er es ein wenig genießen. Schließlich kamen viele Leute aus verschiedenen Ländern in das Königreich und wer wusste, vielleicht befand sich unter diesen Leuten jemand, der in der Lage war Jack zu sehen. Also folgte er den Leuten zum Palast.
Ehe man das Tor zum Schloss geöffnet hatte, strömten die Leute in den Innenhof. Aber eine Person schien nicht den Palast betreten zu möchten, sondern lief aus diesem heraus, gegen die Richtung des Menschenstroms. „Vielleicht eine Adelige aus dem Palast“, vermutete Jack. Da die Menschen sich drängelten und versuchten so schnell wie möglich in den Innenhof einzudringen, gab es unten kam Platz und Jack konnte wenig erkennen. Ohne zu zögern flog er in die Luft und begutachtete das Schloss. Der Innenhof war bunt gefüllt von Menschen, die in den verschiedensten Farben bekleidet waren. Erst jetzt fiel dem Weißhaarigen die Größe des Schlosses auf. Es war riesig! Kein Wunder, dass die Leute so gierig danach waren, es zu betreten. Zunächst wegen der Krönung der Königin, aber auch wegen des Größe und Pracht des Schlosses.
Einige Zeit begutachtete er das Gemäuer, bis ihm eine junge, beinahe weißhaarige Frau auffiel. Sie stand auf dem Balkon und schien die große Menge von Menschen zu beobachten. Mit einem tiefen Seufzer verlies den Balkon und ging ins Innere. Jack bemerkte, dass sie eine große Angst ausstrahlte. Schnell flog er zum Balkon und landete auf dem Geländer. Vorsichtig kletterte er von diesem runter und betrat schleichend das Zimmer. Auch wenn sie ihn höchst wahrscheinlich nicht wahrnehmen konnte, ging er auf leisen Sohlen in ihr Zimmer. Die junge Frau stand vor einem kleinen Tisch, der an der Wand stand. Über dem Tisch befand sich ein Gemälde von einem Mann. Er schien der vorherige König zu sein, denn er trug edle Kleidung, eine Krone auf dem Kopf und in den Händen ein Zepter.
Jacks Blick fiel wieder auf die Hellhaarige. Ihr fast weißes Haar war schön zu einem Dutt zusammen geflochten und sie trug ein grün-schwarzes Kleid. Darüber hatte sie einen dunkelvioletten Umhang an.
Sie zog die türkisen Handschuhe aus und legte sie auf den dunkelbraunen Tisch. Vorsichtig versuchte sie das Schmück Döschen und den Kerzenständer in die Hand zu nehmen, aber ehe sie diese Sachen in der Hand hatte, überzog die Gegenstände eine Eisschicht und die künftige Königin legte die gefrorenen Sachen schnell auf den Tisch zurück. Zügig zog sie ihre Handschuhe wieder an.

Jack staunte nicht schlecht, als er sah, dass er und die junge Frau die gleichen Kräfte teilten, aber sie schien diese nicht zu kontrollieren und hatte Angst vor ihnen.
Jack sah dies als seine Chance an und sprach die junge Frau an.

„Hallo?“, fragte er erwartungsvoll. Aber die junge Frau zeigte keinerlei Reaktion. Sie ging einfach, ohne ihm eine Antwort zu schenken.
Sie sah ihn nicht!
Sie sah ihn einfach nicht!
So wie jeder andere!
Jetzt hatte er schon jemanden gefunden mit gleichen Kräften, aber dennoch blieb Jack allein. Diese Kräfte schienen wie ein Fluch zu sein. Die junge Frau fürchtete sich vor ihnen und Jack war einsam wegen ihnen.
Wortlos verließ die junge Frau den Raum und warf die Tür zu. Jack ließ den Kopf hängen. Im nächsten Moment überkam ihn eine solche Wut und er flog so schnell wie möglich raus aus dem Zimmer. Aus dem Schloss. Aus dem Königreich. Er wollte einfach nur noch weg von hier. Sein Vorhaben, bis zum Ende des Festes zu bleiben, verwarf er sofort und flog weiter weg.
Er konnte einfach nicht fassen was passiert war. Er hatte sich doch so viel erhofft und dennoch wollte das Schicksal nicht zulassen, dass er jemanden traf mit dem er sich hätte austauschen können.

Und so flog er nun weg von dem Land ohne das Wissen, wie diese junge Frau hieß und mit der Frage, warum sie trotz ihrer Kräfte ihn nicht sehen konnte...
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