Es war einmal im Lande Myojo...

GeschichteRomanze, Fantasy / P12 Slash
23.10.2017
31.07.2019
40
132313
1
Alle Kapitel
30 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Im größten der Königreiche Myojos, welches von der Familie der Ichinoses regiert wurde, herrschte große Aufregung. Vor einigen Tagen hatte die Königin ihr erstes Kind zur Welt gebracht: Prinzessin Haru. Aus diesem Grund wurde ein großer Ball veranstaltet, zu dem Gäste aus allen umliegenden Königreichen eingeladen waren.
Doch der Besuch eines bestimmten Gastes war fast ebenso denkwürdig wie die Geburt der Prinzessin: die gute Fee namens Koko, von der es hieß, sie habe sich seit 100 Jahren keinem Menschen mehr gezeigt,  hatte ihre Anwesenheit angekündigt.  
So kam es, dass nachdem die Regenten der Nachbarkönigreiche ihre Glückwünsche ausgesprochen hatten, sich die großen Türen des Ballsaals öffneten und eine Frau mit langen, schwarzen Haaren, welche sie zu einem hohen Zopf gebunden hatte, eintrat. Mit stolz erhobenem Kinn schritt sie mit federleichten Schritten durch die Menschenmenge, welche ehrfürchtig zurückwich, um der Fee Platz zu machen. Als diese beim Königspaar angekommen war, verneigte sie sich leicht und sagte mit melodischer Stimme:"Ich danke Euch für den herzlichen Empfang,  Eure Hoheiten. Es ist mir eine Ehre, hier zu Gast sei  zu dürfen."  "Die Ehre ist ganz unsererseits, Fee Koko", sagte der König freundlich und die Königin nickte lächelnd.  Die Angesprochene schenkte dem Königspaar ein strahlendes Lächeln und senkte ihren Blick auf das kleine Bettchen, in dem die neugeborene Prinzessin lag. Als Haru den Blick der Fee bemerkte, gluckste sie fröhlich und bewegte ihre winzigen Ärmchen. Die Fee hielt ihr einen Finger hin, welchen die  Prinzessin mit ihrer kleinen Hand ergriff.  " Eure Tochter versteht etwas davon,  ihre Mitmenschen für sich zu gewinnen", meinte die schwaarzhaarige Fee augenzwinkernd. "Wohl wahr", lachte der König,  "mit ihrem Lächeln wickelt meine kleine Prinzessin jeden um den Finger." Die schwaarzhaarige Fee bedachte Haru mit einem letzten Lächeln,  bevor sie sich wieder dem Königspaar zuwandte. "Über den lieblichen Anblick Eurer Tochter habe ich beinahe vergessen Euch mein Geschenk zu überreichen. "  Neugierig sah sas Königspaar die Fee an , als diese einen kleinen Wandspiegel aus ihrem Umhang hervorzauberte. "Dies ist ein  besonderer Spiegel, der Euch in schweren Zeiten helfen soll. Solltet Ihr einmal nicht mehr weiter wissen, seht einfach in diesen Spiegel und er wird Euch zeigen,  welche Eurer Entscheidungen Euch zum Ziel bringen wird." Erstaunt sahen der König und die Königin ihren Gast an. "Ich danke Euch für Euer Geschenk, doch wir haben keine Verwendung dafür. Seine Entscheidungen sollte ein Regent nämlich nur mit seinem Verstand und seinem Herzen treffen. ", erklärte der König freundlich aber bestimmt. "Ganz wie Ihr wünscht", antwortete die Fee höflich und verneigte sich leicht, " dennoch gehört er nun Euch. Ob Ihr den Spiegel behaltet oder ihn wegwerft bleibt ganz Euch überlassen. " "Nun gut", gab der König nach und bedeutete einem seiner Diener, den Spiegel entgegen zu nehmen.  "Wir werden ihn aber gewiss niemals benutzen, nicht wahr Meichi?", fügte der König an seine Frau gewand hinzu. Diese hielt ihren Blick  jedoch noch immer auf den Spiegel gerichtet. "Ob dieser Spiegel uns wohl tatsächlich in Zeiten der Not helfen könnte?  Bestimmt wird es für meinen Mann nicht immer so  leicht wie jetzt, unser Reich zu regieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen", dachte sie. Als die Königin es schaffte,  ihren Blick wieder zu heben,  bemerkte sie, dass du die schwarzhaarige Fee ihr direkt ins Gesicht sah und für einen Moment glaubte die Königin zu sehen, wie sich ihre Mundwinkel leicht zu einem zufriedenen Lächeln verzogen.  Ein Schauer lief über Meichis Rücken. Schnell schaute sie zu ihrem Mann, welcher sie bereits erwartungsvoll ansah. " Selbstverständlich werden wir den Spiegel nicht benutzen", beeilte sich die Königin zu sagen, "ich kümmere mich persönlich darum, dass er verschwindet." Daraufhin nickte der König zufrieden. Ihr Gast verneigte sich erneut und sagte entschuldigend: "Es tut mir leid,  Euch kein passenderes Geschenk überreicht zu haben." "Erhebt Euch", bat der König die Fee, "Ihr seid unser Gast und wir freuen uns, Euch heute hier begrüßen zu dürfen,  egal ob Ihr nun ein Geschenk für uns habt oder nicht. Und nun lasst das Fest beginnen."
Die Musikkapelle begann zu spielen und einige der Anwesenden begannen zu tanzen. Ein Großteil umringte jedoch die schwarzhaarige Fee.So auch das Königspaar.  "Sagt Fee Koko, warum habt Ihr Euch seit einhundert Jahren keinem Menschen mehr gezeigt? ", fragte ein junger Adliger  neugierig. "Ganz einfach", lächelte die Angesprochene," in den letzten einhundert Jahren herrschte Frieden in den Königreichen und somit gab es hier nichts für mich zu tun." Bei diesen Worten erschienen Sorgenfalten auf der Stirn des Königs. "Wollt Ihr damit sagen,  dass der Grund für Euer Erscheinen ein bevorstehendes Unheil ist?", fragte er die Fee. "Aber nein", antwortete diese schnell und lächelte den König beruhigend an, " doch wegen meiner langen Abwesenheit sind nun alle Menschen,  denen ich geholfen habe und an deren Seite ich gekämpft habe, bereits von uns gegangen. Daher dachte ich mir, dass die Geburt Eurer Tochter ein guter Anlass wäre,  um unser Bündnis zu erneuern und den Menschen auch in Zukunft meine Hilfe zuzusichern, bevor ich noch zu einer Legende werde." Sie lachte, als habe sie einen guten Witz gemacht,  woraufhin sich auch die Umstehenden wieder entspannten. "Ihr seid uns jederzeit willkommen", versicherte der König, "mögt ihr uns vielleicht etwas von Euren bisherigen Heldentaten erzählen?  Zwar kennt jeder Bewohner unseres Landes  die Geschichten über Euch, doch es wäre sicherlich interessant diese aus Eurer Sicht zu hören." "Liebend gern", sagte die Fee mit einem strahlenden Lächeln, " fragt mich was Ihr wissen möchtet und ich erzähle Euch davon." Schon prasselten die Fragen auf die Schwaarzhaarige ein, welche diese bereitwillig, der Reihe nach beantwortete. Einzig Königin Meichi blieb still.  Wann immer der Blick der Fee den der Königin streifte,  hatte Meichi das Gefühl, dass diese ihr bis in den tiefsten Winkel ihrer Seele schauen konnte.  "Sie weiß es", dachte Meichi nervös,  während sie sich unauffällig die Arme rieb, um ihre auffkommende Gänsehaut zu vertreiben," sie weiß, dass ich den Spiegel zu gern einmal ausprobieren würde. Und genau deswegen muss ich ihn so schnell loswerden wie möglich."


                                         ***

So, das war der Einstieg in diese Geschichte. Die Kombination von Akuma no Riddle und traditionellen Märchen wirkt vielleicht etwas seltsam, aber ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere dieser Fanfiction eine Chance geben würde. (Falls überhaupt jemals jemand diese Geschichte anklickt XD)
Review schreiben