past and present

GeschichteDrama, Familie / P16 Slash
Chin Ho Kelly Danny "Danno" Williams Kona "Kono" Kalakaua Lou Grover Steve McGarrett
23.10.2017
08.09.2019
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Halli, Hallo,

eigentlich ist es ja nicht meine Art, neu zu posten, bevor ich Eure Reviews beantwortet hab. Aber anlässlich meines Geburtstags heute wollte ich Euch unbedingt ein weiteres Kapi zukommen lassen. Ich verspreche, das ich, wie immer, alle Kommis beantworten werde, und wünsch Euch viel Spaß beim Lesen….  

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Eure Tanja




Kapitel 45




Rückkehr nach Haus und Wiedersehen


Sie sprachen kaum, während sie im Schein des Mondes auf einer kleinen Waldlichtung saßen, zum einen, um sich nicht zu verraten, zum anderen, weil sich jeder für sich gedanklich auf die Mission vorbereitete.

Danny saß da, hob in Gedanken, immer wieder, Hölzchen vom Boden auf und warf sie in das kleine Feuer, das sie angezündet hatten.
Er war noch nicht einmal auf Hawaii gern im Regenwald unterwegs, wenn es sich vermeiden ließ. Nur einmal hatte er sich von Steve überreden lassen, in ihrer Freizeit eine Tour zu machen.
Damals hatten sie eine Leiche auf einem Felsvorsprung mitten im nirgendwo gefunden. Und das Ende vom Lied war gewesen, das Steve an einem Seil auf den Vorsprung hinunter geklettert, und, als er wieder zu Danny hochklettern wollte, beinahe abgestürzt war, und sich den Arm gebrochen hatte.  

Danny liebte ein gemütliches zu Hause, sein zu Hause, eine gemütliche Couch, eine Dusche, sein bequemes Bett, oder eine schöne Hotelsuite. Alles, was Zivilisation bedeutete. Das hier war nun mal einfach nichts für ihn.

„Steve hat geschrieben. Es scheint ihm besser zu gehen. Er schreibt, wir sind verrückt, das wir das hier tun und er warnt uns davor, uns wehtun zu lassen oder Schlimmeres. Er sagt, wir sollen auf uns aufpassen“, gab Danny in die konzentrierte und nächtliche Ruhe leise weiter.  

„Das sind doch gute Nachrichten“, stellte Lou zufrieden fest.

„Das stimmt“, pflichtete Danny ihm zu.    

„Vermutlich hat er sich bereits entlassen, bis wir wieder zurück sind“, mutmaßte Chin.

„Wahrscheinlich hat er den nächsten Fall schon gelöst, bis wir zurück sind“, scherzte Kono lächelnd.

Auch Joe versank kurz in Gedanken an den Sohn seines alten Freundes, der inzwischen selbst zu einem beeindruckenden Mann herangewachsen war. Er hatte viel erreicht, hatte inzwischen sogar eine eigene Familie, und war auch sein Freund.  

„Ich denke, wir sollten weiter. Wir haben noch eine knappe Stunde Marsch vor uns“, riss sich Joe, nach einer halben Stunde am Feuer und einem Kaffee für jeden, aus seinen Gedanken. Den Kaffee hatte er in in der kleinen Bordküche der Maschine gekocht und ihn in einer Thermosflasche mitgenommen.

„Einverstanden. Lasst uns die Sache hinter uns bringen“, stimmte Danny zu.

Bereits nach knapp weiteren fünfzig Minuten quer durch den nächtlichen Urwald konnten sie in der Ferne die Villa der Ortegas von einer Anhöhe aus erkennen. Sie holten aus ihren Rucksäcken ihre Nachtsichtgeräte heraus, und beobachteten das Anwesen.
 
Sie lebten hier ein wenig anders, als in Amerika. Da sie selten alle hier waren, war es nur ein großes Haus für die ganze Familie mit einzelnen Flügeln, verbunden durch ein Haupthaus. Dazu zwei kleinerer Gästehäuser. Das ganze ähnelte einem fünf Sterne Hotel.
Die Häuser waren weiß gestrichen, um die Sonnenstrahlen zu reflektieren, damit das Wohnklima angenehm blieb. Fenster, Türen und die Rahmen waren aus schwarzem Holz. Hinter dem Haus, im Garten, gab es einen großen Pool.  
Miguel würde es hier ewig aushalten können und wäre nach dem Angriff auf Steve und all seinen Straftaten irre, würde er nach Amerika zurückkehren.
Außerdem wussten sie inzwischen, durch weitere Ermittlungen während der Vorbereitung auf ihr Vorhaben, dass er einen Flug für seine Frau und seine beiden Kinder, ein Mädchen und einen Jungen, in eineinhalb Wochen arrangiert hatte. Er hatte eindeutig vor, für längere Zeit hier in Kolumbien zu bleiben.  

Über ihre Funkgeräte im Ohr trafen sie kurz und knapp ihre Absprachen.
Sie zählten acht Wachen, die patrouillierten, und zwei am Tor. Sie klärten, wie sie vorgehen und wer welche Wachen, die sie beobachteten, ausschalten würde, um schließlich zu Ortega vorzudringen, und ihn zu entführen.

Wade, Joe, Lou, Danny, Chin und Kono pirschten sich weiter an, bis sie sich alle kurz vor den Mauern des Anwesens in Position befanden, und waren dabei so unauffällig wie möglich.
Sie waren mit Gewehren und mit Handfeuerwaffen ausgestattet, wie immer bei einem Einsatz. Doch sie würden sie nur im Notfall benutzen.
Auch wenn sie hier außerhalb der Stadt, und weit weg von den nächsten Nachbarn waren, sie waren illegal  hier, und wollten keine Aufmerksamkeit erregen. Und natürlich wollten sie nicht, dass Miguels Leute sie vorzeitig kommen hörten.  

Gewohnt professionell und unauffällig schalteten sie die Wachen, die auf der Mauer vor ihnen patrouillierten, nacheinander mit gezielten Griffen und Schlägen aus und zwangen schließlich die zwei Wache am Tor, es zu öffnen.
Sie hielten sie in Schach und fesselten sie, während sie von ihnen wissen wollten, wo genau sich Ortega im Haus befand.

Alles war bis jetzt ohne großes Aufsehen von statten gegangen. und schließlich standen Kono und Danny mit ihren Maschinengewehren im Anschlag bei Miguel Ortega im Schlafzimmer. Währenddessen sicherten die anderen vorsorglich den Rest des Hauses vom Flur des Haupthauses aus.    
 
Miguel fuhr um halb eins in der Nacht aus dem Schlaf hoch, als Danny ihn mit einem: „Überraschung, Arschloch!“ begrüßte.

Er sah Danny und Kono eine Sekunde lang an, dann zuckte er mit seiner Hand Richtung seinem Nachttisch, auf dem eine Waffe griffbereit lag.  

„Tu das, und ich jag Dir mit Freude eine Kugel in den Kopf!“, kam es diesmal von Kono.



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Inzwischen war der Überfall auf Steve fast eine Woche her.

Der Rückweg zum Flugzeug vor zwei Tagen, mit Ortega im Gewahrsam, hatte etwa eine Stunde länger gedauert, da er mitten in der Nacht, mit seinen Händen auf dem Rücken gefesselt, durch den Dschungel hatte stolpern müssen. Danny, Chin oder Lou hatten ihn abwechselnd am Arm geführt.

Er … schien sich seinem Schicksal ergeben zu haben, denn er hatte kaum ein Wort gesprochen, meistens hatte er damit zu tun gehabt, unterwegs nicht auf die Nase zu fallen.
Er hatte zwischendurch nur nach etwas zu trinken gefragt, worauf sie erneut eine kurze Pause eingelegt hatten.

Auch auf dem Rückflug war er still gewesen, er hatte nichts zu der Tatsache gesagt, dass er gerade entführt wurde, oder zu seiner Tat in Steves Haus.
Vermutlich war ihm klar geworden, dass er verloren hatte, und vielleicht hatte sich auch Gedanken darüber gemacht, was jetzt auf ihn zukam.      

Nach ihrer Ankunft am Donnerstagabend hatten sie Ortega sofort von Hickham aus nach Halawa überstellt, natürlich separiert von seinem Bruder Louis.
Sie hatten ein entsprechendes Festnahmeprotokoll angefertigt, und die Sache war erledigt.

Natürlich musste Ortega sich das nicht gefallen lassen. Doch was sollte er tun?
Sie hatten angegeben, ihn bei seiner Einreise in die USA wegen des Verdachts auf versuchten Mord an Steve festgenommen zu haben. Und jeder von ihnen würde bei seiner Aussage bleiben, nicht in Bogota gewesen zu sein und das Land nicht verlassen zu haben. Es standen sechs Aussagen gegen seine. Außerdem war es letztendlich egal, wie er hier her gekommen war, mit Steve als Zeuge konnte Anklage erhoben werden und er saß, egal wie und warum, im Gefängnis.  

So sehr es ihnen allen wiederstrebte,  aber man hatte nun beiden Ortega Brüdern einen Deal angeboten. Wer zuerst über die illegalen Familiengeschäfte auspacken würde, um Franco Ortega ebenfalls dran zu kriegen und das Geschäft zu zerschlagen, würde mit Hafterleichterung rechnen können und weniger Jahre absitzen. Vermutlich handelte es sich nur noch um Stunden oder Tage, bis die „Familie“ sich selbst zerstörte, trotz bisherigem Zusammenhalt.

Steve hatte inzwischen, das wusste das Five- O Team von Sergeant Duke Lukela, zu dem Überfall auf sich ausgesagt.

Er war mitten in der Nacht die Treppe herunter gekommen, weil er etwas gehört hatte. Er hatte in Taylors Zimmer gesehen und sich vergewissert, dass es nicht sein Sohn war. Im nach hinein machte er sich Vorwürfe, das er Taylor nicht geweckt, und ihn sofort in das Versteck in Marys Zimmer geschickt hatte.  
Als er sich unten, mit gezogener Waffe, umgesehen hatte, war er mit einem Taser außer Gefecht gesetzt worden.
Nachdem er wieder zu sich gekommen war, war er mit Kabelbindern an einem Stuhl festgemacht gewesen. Sie hatten von ihm verlangt, dass er Louis Ortega unter irgendeinem Vorwand aus Halawa holen, und ihn ihnen übergeben sollte.

Er hatte Ortega und seinen Handlangern erklärt, dass er telefonieren würde, um eine Befragung von Louis für den nächsten Tag anzumelden, und es kein Problem sei, das sofort in die Wege zu leiten. Sie hatten ihm geglaubt, warum auch immer, hatten ihn daraufhin losgemacht und er hatte begonnen, um sich zu schlagen. Leider hatte er nur kurz die Oberhand gehabt, bevor er erneut in ihrer Gewalt geraten war. Schließlich hatte er seinen Sohn oben an der Treppe entdeckt und ihm Zeichen gegeben, sich in Sicherheit zu bringen.    


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Gutsches und White hatten vor, Steve noch zu besuchen, bevor White aufs Festland zurückkehren würde. Doch sie wollten ihm und sich selbst, nach dem Dschungelabenteuer, etwas Ruhe gönnen, und würden dies erst morgen tun.  

Auch Danny war zu Hause gewesen und hatte sich eine Mütze voll schlaf gegönnt. Danach hatte er eine Dusche genommen und war nun auf dem Weg ins Krankenhaus.
Der Rest des Teams war ebenfalls erst einmal nach Hause gefahren, um sich auszuruhen.

Er hatte seit seinem Flug nach Kolumbien kaum einen Moment Zeit gehabt und hatte bisher nicht wieder mit Steve gesprochen. Irgendwie machte er sich auf eine Art Standpauke gefasst, weil sie geflogen waren.    
Er war auf dem Weg zu Steves Zimmer, und würde ihm das erste Mal seit dem Überfall gegenüberstehen.  Wie würde sein Freund drauf sein? Was erwartete ihn?    

Er klopfte an die Tür, vernahm eine Aufforderung, einzutreten, doch was er sah, nachdem er dieser gefolgt war, verschlug ihm fast sofort die Sprache.
Er musste erst einmal sortieren, zwischen dem, was er sah und dem, was er eigentlich erwartet hatte. Doch seine Überraschung, die ihn hatte stumm werden lassen, hielt nur einen Augenblick.  

Steve stand in Cargohose und Shirt, eindeutig fertig zum Aufbruch, im Zimmer, seine Tasche gepackt auf dem Bett. Doch es war zu sehen, dass er immer noch Schmerzen hatte und noch längst nicht bei Kräften war.

Steve hatte sich umgedreht und sah Danny überrascht an.

„Danny!“ stellte er dann knapp fest. Alles andere, als das, was man sich nach knapp einer Woche, die sie sich nicht gesehen hatten, und dem, was sie alle hinter sich hatten, erwarten würde. Doch Danny entging diese Tatsache und Steves … Enttäuschung in diesem Moment völlig.

„Bist Du jetzt völlig verrückt, Du Neandertaler? Ist das wirklich Dein Ernst? Sie Dich an, Du kannst Dich kaum auf den Beinen halten, was, in drei Teufels Namen, hast Du vor?“

Das war das letzte, was Steve im Augenblick gebrauchen konnte und so antwortete er dementsprechend.
„Das siehst Du doch, oder? Ich entlass mich aus dem Krankenhaus, ich muss nach Hause!“    

„Kannst Du es so wenig erwarten, vor die nächste Kugel zu rennen, hast Du Todessehnsucht? Was ist nur, verdammt nochmal, los mit Dir? Ich fasse es …“, polterte Danny weiter.  

„Danny, halt die Luft an, okay!? Ich hab Malea am Dienstag das letzte Mal gesehen, seit Mittwochnacht hat sie sich nicht mehr bei mir gemeldet. Sie ignoriert meine Anrufe! Mary sagt nur, sie ist mit Taylor wieder bei uns zu Hause, mehr krieg ich aus ihr nicht raus. Ich weiß nicht, was Malea Taylor erzählt, aber er scheint von nichts zu wissen. Er war jeden Tag hier, er sagt, sie geht wieder arbeiten und ich hab ihn nicht weiter gelöchert. Ich will ihn da nicht mit reinziehen. Ich weiß einfach nur, dass irgendwas nicht stimmt. Ich hab ihr gerade geschrieben, das ich nach Hause komme, ich muss wissen, was los ist!“

Plötzlich erkannte Danny, das es nicht nur die Folgen des Überfalls waren, die ihn … so schlecht aussehen ließ. Nein, er machte sich Sorgen und war ziemlich fertig, weil er vermutlich kaum zur Ruhe gekommen war, kaum geschlafen hatte, seit sie weg gewesen waren. Und irgendwie bekam er fast ein schlechtes Gewissen, weil er bis her nicht für ihn dagewesen war. Nicht für ihn hatte das sein können.

„Okay, das … ich weiß nicht, was ich sagen soll.“

„Würdest Du mich nach Hause bringen? Bitte!“, kam es fast flehend von Steve, was doch ziemlich untypisch für ihn war.

„In Ordnung. Aber ich bringe Dich persönlich wieder her, sollte es Dir auch nur ein bisschen schlechter gehen, oder mir Deine Gesichtsfarbe nicht gefallen!“

Damit ging er zum Bett, nahm Steves Tasche und sie machten sich auf den Weg zum Schwesternzimmer, wo er seine Entlassungspapiere bekam, und eine Erklärung unterschrieb, dass er das Krankenhaus auf eigenen Wunsch verließ.
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