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Endless Death

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Horror / P16 / Het
Armin Castiel Lysander Nathaniel OC (Own Character) Pia
20.10.2017
03.05.2022
71
179.308
6
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
28.07.2018 1.708
 
Upsss... Ferien ficken das zeitliche Empfinden xDD

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Ich wachte morgens mit pochendem Schädel auf und verspürte das Bedürfnis, liegen zu bleiben. Flip hatte sich irgendwann zu mir gesellt und kuschelte sich an mich. Mir ging es miserabel und bekam nicht einmal meine Augen vollständig auf, also vergrub ich mein Gesicht in Flips weichem Fell und verharrte in meinen warmen Decken. Es dauerte nicht lange, bis ich wieder einschlief und erst wieder erwachte, als der Raum von der unverwechselbaren Stille des Alleinseins erfüllt war. Ich blinzelte benommen, bis ich Flips leises Winseln gemeinsam mit der sanften Berührung meiner Hand bemerkte. Meine Augen öffneten sich nur langsam - und erblickten dann flüssiges Gold. Meine Hand war von einer deutlich größeren umschlossen, herrlich warm und vertraut und ich war unsagbar erleichtert, dass Nathaniel es war, der mich in so einem erbärmlichen Zustand sah. Es brauchte noch einige Blinzler, bis ich scharf sah. Er setzte mich vorsichtig auf.
„Guten Morgen, Sveezy...", seine Stimme war sanft und er ließ meine Hand nicht los, wofür ich ihm wirklich dankbar war. Ich murrte mit anhaltenden Kopfschmerzen.
„Moin, Nath..."
„Du machst dein Kopfschmerzgesicht...", er blickte mich ruhig an.
Ich hoffte, mein Blick wäre Antwort genug und wurde nicht enttäuscht.
„Dann werde ich nicht viel sprechen. Du hast das Frühstück verpasst und ich wollte dir was vorbeibringen."
Ich erahnte einen Teller mit belegtem Brot auf der Fensterbank über uns.
„Danke... Wie spät ist es denn?", reden war wirklich ätzend.
„Kurz nach Zehn", er reichte mir den Teller und ließ meine Hand los. Ich begann langsam, zu essen. Er setzte sich neben mich und lehnte sich gegen Wand. Flip gähnte und machte sich davon. Es war still während ich aß. Nath saß in einem marineblau-weiß gestreiften T-Shirt neben mir und schwieg genauso wie ich es tat. Mir ging es etwas besser, nachdem ich etwas gegessen hatte, aber die gestrige Nacht lastete noch auf mir. Ohne es wirklich zu merken, legte ich meinen Kopf auf Naths Schulter ab. Ich bemerkte, wie sein Kopf sich in meine Richtung drehte und dachte mir noch nichts dabei.
„Die Erlebnisse gestern setzen mir mehr zu als ich zugeben mag", ich raunte bloß. Er brummte zustimmend.
„So geht es jedem von uns..."
„Du hast aber nicht deinen gesamten Mageninhalt ausgekotzt...", ich konnte ihn dabei einfach nicht ansehen. Es war mir furchtbar peinlich und trotzdem schüttete ich meinem besten Freund das Herz aus. Nath schwieg kurz, doch dann zog er mich sanft an sich und ich legte meinen Kopf auf seinem warmen und aktuell gestreiften Brustkorb ab.
„Die Realität hat mich überfahren wie ein Bulldozer...", sein Herzschlag war so entspannend.
„Jeder geht damit anders um, Sveezy. Du hast dich erbrochen, ich hab die ganze Nacht nicht geschlafen und die anderen werden da auch irgendwie daran nagen. Jeder reagiert da anders. Das muss dir nicht unangenehm sein", er fuhr beruhigend über meinen Rücken. Ich schloss die Augen. Er war so herrlich warm.
„Ich will aber nicht schwach sein...", es würde mich wundern, hätte er mich verstanden.
„Das hatten wir doch schon einmal", sein Oberkörper vibrierte bei seinem leisen Lachen kurz wie ein Kätzchen, „Wenn wir keine Momente der Schwäche haben können, gehen wir kaputt."
„Das ganze Leben ist ein ewiges Wiederanfangen", es rollte mir regelrecht von der Zunge.
„War das ein Zitat? Oder kam deine innere Dichterin und Denkerin durch?", Nath schien es aber verstanden zu haben. Auch wenn es Deutsch war.
„Ein Zitat. Von Hugo von Hofmannsthal", ich schmiegte meine Wange an sein Shirt. Nath roch so vertraut nach... positiven Dingen. Unerklärlicher Weise nach alten Büchern und Lakritz... einfach toll. Sein Griff um mich wurde ein wenig enger und er stütze sein Kinn auf meinem Kopf ab. Wir blieben so eine Weile sitzen, bis Nath anfing zu gähnen.
„Da ist jemand müde...", ich schmunzelte. Er nickte bloß und rieb sich ein Auge. Meine Arme legten sich zögerlich um seinen Oberkörper. Es wurde still im Schlafraum der Mädchen und wir beide genossen die Stille. Die Schüsse draußen blendeten wir gänzlich aus und konzentrierten uns auf die Atmung des anderen. Es tat gut zu wissen, dass es Nath wie mir ging und auch ihn die frischen Erinnerungen quälten. Es dauerte nicht sehr lange, bis sich Nathaniels Atmung veränderte und langsam und gleichmäßig wurde. Mein bester Freund war tatsächlich eingeschlafen. Ich drückte mich enger an ihn und umarmte ihn fester, um mich von ihm unbemerkt wirklich an ihn zu kuscheln. Es tat gut und war tröstlich, aber ich ließ es nur zu, wenn wir alleine waren - im Gegensatz zu früher im Kindergarten oder in der Grundschule, wo ich wirklich verschmust ihm gegenüber war. Ich traute mich nicht, mich zu bewegen, weil ich ihn auf keinen Fall wecken wollte und so war es naheliegend, dass auch ich wieder einschlief.


„Boah... ihh! Komm von der weg, Nath, du holst dir ja Flöhe!", eine schmerzhaft penetrante Stimme riss uns aus dem Schlaf. Uns war beiden sofort klar, wer uns geweckt hatte.
„Amber, sei still!", Nath stand langsam auf und sah seine Schwester an, „Du hast gesehen, dass wir geschlafen haben, also was soll der Mist? Streng dein Hirn mal an!"
Ich war frustriert. Wir hatten sicher nicht lange geschlafen - meine Kopfschmerzen waren noch immer präsent.
„Aber Nath... ich wollte nur dein Bestes... nachher bekommst du Flöhe von ihrer Töle!", sie quakte einfach weiter. Wieso nochmal war sie nicht die Synchronstimme von Donald Duck?
„Flip ist gepflegt und wenn du wirklich mein Bestes wollen würdest hättest du mich schlafen lassen. Außerdem gehen Haustierflöhe nicht auf Menschen", er massierte sich die Schläfe, „Würdest du bitte gehen?"
Sie beschwerte sich noch einmal lautstark und stampfte davon. Es war kurz still, bevor er seufzte.
„Tut mir leid wegen Amber."
„Ich kenn sie doch...", ich nahm sein Angebot - mir hoch zu helfen - an und ergriff seine Hände.
„Tut mir leid um deinen Schlaf", ich ließ seine warmen Hände ungern los.
„Halb so wild. Es hätte nur meinen Schlafrhythmus zerstört", er lachte leise, „Wie spät ist es denn?"
Ich nahm mein Smartphone von der Fensterbank.
„Kurz nach Zwölf."
„Toll, vielleicht zwei Stunden Schlaf", er seufzte leise. Ich lachte.
„Da sind ja unsere Turteltäubchen! Wir haben uns schon gefragt, wo ihr seid!", Alexy grinste uns entgegen.
Turteltäubchen? Wie kam er bitte darauf?
„Was ist los, Alexy?", Nath sah ihn an.
„Wir machen in zehn Minuten für die Neuen eine Vorstellungsrunde in der Cafeteria. Kommt ihr bitte?", der Blauhaarige trällerte seine Frage und verschwand dann.
„Ich geh schon einmal vor", er lächelte mich leicht an. Kam es mir so vor oder schaute er bedauernd? Ich musste es mir eingebildet haben.
„Ich zieh mich schnell um und komm dann nach", ich nickte.
Nathaniel ging also und ich schloss die Tür, um mich umzuziehen. Im Anschluss kämmte ich kurz mein Haar, ließ es aber offen, als ich mich auf den Weg in die Cafeteria machte. Dort angekommen wanderte mein Blick durch die Runde. Es waren glaube ich alle da. Ich sah Kyra bei ihrem Bruder, der Blauhaarigen und deren Mutter, Cas und Lys waren mit Pia und Devi ebenfalls bei ihnen und Leigh und Rosa waren auch nicht weit. Selbst Amber saß mit Li an einem Tisch und plapperte vor sich hin. Ich entdeckte Nath bei Armin, Viola und Alexy, zu denen ich mich gesellte. Armin grüßte müde und ich nickte als Gruß, bevor ich mich neben Nath setzte.
„Wessen Idee war das?", ich stützte meinen Kopf mit meiner Hand.
„Meine. Die Neuen sollten uns kennen und soetwas wie ein Willkommen haben, damit sie sich zur Gruppe zugehörig fühlen!", Alexy schien begeistert von der Idee. Ich schmunzelte. Er hatte ein gutes Herz und die Intention war eindeutig ehrlich. Er konnte nichts dafür, dass mir soetwas nicht lag.
Alexy war begeistert von dieser Vorstellungsrunde und hatte sich etwas, wie sagte er, phänomenales ausgedacht. Er würde mit seinem Namen und seinem Lieblingstier anfangen und danach der Person nach ihm auftragen, was sie abgesehen vom Namen von sich vorstellen sollte.
„Mensch, Alexy, wir sind doch nicht im Kindergarten...", Armin seufzte und platzierte seinen Kopf auf dem Tisch. Ich lehnte mich leicht über die Tischplatte.
„Seit wann hast du etwas gegen Spiele?", ich lachte. Natürlich waren Vorstellungsspiele nicht Armins Spezialität. Meine ja auch nicht. Ein paar von uns fingen an zu lachen. Aber Alexy sah zufrieden aus, er stellte sich von einer freigeräumten Fläche aus vor und nannte seinen Namen und sein Lieblingstier, den Koala, bevor er Armin auftrug sich mit seiner Lieblingsgemüsesorte vorzustellen. Wir überstanden das recht gut, auch weil niemand an der zweiten Information so wirklich interessiert war und immer nur solche Sachen wie Lieblingsfarben, Lieblingsessen, Lieblingskleidungsstücke, Lieblingsblumen, Lieblingsliedern und Lieblingslieblingen abgefragt wurden. Der Großteil war besorgt, als Kim die Vorgabe von Amber erfüllen musste. Zum Glück konnte diese das „Wer ist dein Lieblingstyp?", - 'Typ' Heidi-Klum-mäßig unnötig langgezogen - clever kontern.
„Ein Typ, der cool drauf ist und nicht nervt", war ihre Antwort und fragte dann Melody nach ihrem Lieblingsautor. Als wir dann mit uns Sweet Amoris Schülern, Iris' Bruder Thomas und ihrer Mutter Isabelle durch waren und auch Leigh, Lysander, Rosalia und Pia sich vorgestellt hatten, kamen die Neuen an die Reihe. Es ging mit Devi weiter, die ihren Lieblingsfreund nennen sollte.
„Ich bin Devi und vier Jahre alt. Meine Lieblingsfreundin ist sie!", sie lief zu Kyra hinüber und sprang ihr auf den Schoß. Kyra knuddelte das Mädchen. Devi nannte noch die nächste geforderte Kategorie.
„Ich heiße John. Ich bin ihr", er deutete auf Kyra, „älterer Bruder und meine Lieblingssüßspeise sind die Pancakes meiner Schwester."
Weiter ging es mit Kyra, die sich mit ihrer Lieblingsjahreszeit vorstellen sollte.
„Ich bin Kyra. Meine Lieblingsjahreszeit ist der Frühling, denn dort beginnt der Kreislauf des Lebens von Neuem."
Es ging weiter.
„Ich bin Laeticia, nennt mich aber bitte Laeti, und meine Lieblingsaccessoires sind Haarspangen."
Sie gab ihrer Mutter eine Vorgabe.
„Ich heiße Patricia und bin Laetis Mutter. Meine Lieblingsbeschäftigung ist das Haareschneiden und -frisieren. Weil ich Friseurin bin."
Wir waren wirklich viele verschiedene Persönlichkeiten hier.


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Dieses Kapitel wurde Ihnen präsentiert von: @Nastalia
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