Proelia Draconigenarum  Season II - Discord of Darkness

GeschichteThriller, Freundschaft / P16
Aki Crow Hogan Jack Atlas Leo Luna Yusei Fudo
19.10.2017
08.10.2019
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Das grelle Licht im Stadion legte sich.
Vorsichtig schaute Suke unter ihren Händen hervor. Die Finsternis um sie herum war verschwunden, sie saß wieder neben ihren Freundinnen und den Zwillingen in der Tribüne. Sie zuckte auf, als sie registrierte, dass die beiden D-Wheels auf der Rennstrecke zum Stillstand gekommen waren. Stardust Dragon und Red Demon's Dragon hingen regungslos in der Luft, als seien sie versteinert.
"Was ist denn... gerade passiert?", hauchte Ruka verdattert.
Rua sah sich um. "Hm? Oh, schaut mal!", und wies auf die Anzeigetafel. Diese verlautbarte, dass Jack's LP auf 0 standen.
"Yuusei hat gewonnen!", rief Suke überglücklich und stand auf, "ich hab's ja gewusst!"
"H-hey, Su-chan, mach halblang!", brachte Mikaja hervor, "kommt schon, wir müssen ihr nach, bevor wir sie verlieren - mal wieder!"
'Wo rennt ihr denn jetzt bitte hin?", fragte Hotaru überrascht, als auch Rua und Ruka nun eilig folgten, "mit ihnen herrscht andauernd so eine Action... Ich kann doch nicht so schnell."
Die beiden Mädchen und die Zwillinge stürmten gemeinsam die Treppe hinunter. Unbeholfen lief Hotaru ihnen hinterher, doch jäh wurde ihr Weg von zahlreichen Journalisten und Pressefotografen versperrt.
"Die tauchen auch immer dann auf, wenn man sie nicht braucht," schimpfte sie leise, "natürlich passiert mir das."

Langsam tappte Jaime durch die Gänge. Sie hatte sich zuvor aus der Krankenstation geschlichen, um herauszufinden, was tatsächlich geschehen war, da die Übertragung auf dem Bildschirm auf einmal versagt hatte. Zuletzt hatte sie gesehen, dass das weiße D-Wheel sehr gewaltsam zum Stehen gekommen war, und obwohl sie es nicht offen zugeben würde, sorgte sie sich um Jack.
Als sie um die Kurve bog, lief ihr auf einmal Hotaru über den Weg, die an den Presseleuten vorbeischlüpfen konnte
"Ah, du bist es," grüßte diese, "Suke hat uns erzählt, dass du zusammengeklappt bist...?"
"Ich bin in Ordnung, macht euch bitte keine Gedanken um mich," versicherte die Rosahaarige, "ich glaube allerdings, man muss sich dennoch um jemanden kümmern."
Hotaru zog eine Augenbraue hoch. "Redest du etwa von Jack Atlas? Wieso willst du unbedingt zu ihm?"
"Wenn man die ganze heiße Luft aus ihm heraus lässt, ist er erstaunlicherweise erträglich."
"Das hat sich bis vor kurzem ja noch ganz anders angehört. Um den solltest du dir auch keine Gedanken machen. Wenn du nicht nach ihm siehst, wird er dich vielleicht in Ruhe lassen."
Jaime schüttelte den Kopf. "Jack nicht. Die anstrengendsten Männer werden letzten Endes immer zurückkommen."
Schon von weitem hörten sie lautstarken Protest zahlreicher Stimmen, in dem der aufrichtige Applaus und die Jubelrufe untergingen. Als sie die Arena erreicht hatten, waren überall Großaufnahmen von Yuusei zu sehen.
Eine unwohle Befürchtung stieg in der Französin auf. "Was ist geschehen? Wie ging das Duell aus?"
"Jedenfalls nicht zugunsten von Jack," erwiderte die Schwarzhaarige und zeigte auf die Anzeigetafel, auf der weiterhin das Ergebnis prangte.
Im ersten Moment weiteten sich Jaime's olivgrüne Augen, aber dann lockerte sich ihr Gesichtsausdruck. "Oh. So ist das also."
"Musste ja wirklich heiß hergehen. Da wird einer abtransportiert."
Die beiden sahen auf die Rennstrecke hinunter, wo einer der Duellanten auf eine fahrbare Krankentrage verfrachtet wurde.
Rasch machte Jaime auf dem Absatz kehrt und ging die Treppe hinunter, um den Krankenwagen zu verfolgen.
"Warte mal, wo willst du hin?", fragte Hotaru verwirrt.
"Ich möchte wissen, in welches Hospital sie ihn bringen," antwortete sie, "ich werde so lange die besorgte Göttergattin spielen müssen, bis Monsieur Goodwin den Vertrag kündigt."
"Das dürfte aber ziemlich ungemütlich werden, jetzt, da Jack doch den Titel verloren hat---"
Jaime zuckte mit den schlanken Schultern. "Unglücklicherweise wird es ihm sogar sehr übel aufstoßen. Es war ja ausgerechnet durch Suke's amour."
"Da wir gerade beim Thema sind...", erinnerte Hotaru sich, "wo könnten sich Suke und Mika inzwischen rumtreiben? Vorhin sind sie einfach so abgezischt."
Die Rosahaarige seufzte schwer und wies erneut auf die Rennstrecke. "Das ist einfach. Bei Suke's amour."

Ein Großteil der Zuschauer lehnte sich nach wie vor gegen den Sieger des Turniers auf. Yuusei hingegen sah Jack beunruhigt hinterher, der soeben auf der Trage aus dem Stadion befördert wurde, als er auf einmal eine nicht unbekannte Stimme aus unweiter Ferne vernahm.
"Yuusei!", rief Suke, plötzlich rannte sie auf ihn zu und stolperte beinahe, er konnte sie gerade noch auffangen, "Yuusei! Du hast gewonnen!"
"Was machst du denn hier...?", fragte er verblüfft, als kurz darauf auch Mikaja und die Zwillinge ankamen.
"Yuusei, schau mal!!", rief Rua völlig panisch und zeigte ihm seinen rechten Arm, "was ist das denn?? Das sieht fast so aus wie das von Ruka!"
Er erstarrte, als er das rote Leuchten nun auch bei dem kleinen Jungen erkennen konnte. Es war recht blass, aber nicht allzu schwer zu erkennen.
Mikaja schaute sich erstaunt um, da es um die kleine Gruppe herum ungewöhnlichen leise geworden war. Sowohl die Jubel- als auch die Protestrufe waren nahezu verstummt.
"Ich möchte euch ja wirklich nicht unterbrechen, aber... findet ihr nicht auch, dass es irgendwie ziemlich ruhig ist?", stellte sie erstaunt fest, "fast so als... würde die Zeit stillstehen, nicht wahr?"
Ruka zuckte auf. "Marvy... Marvy war das! Wir müssen uns beeilen!", sie riss an dem Spitzensaum von Suke's schwarzen Minikleid, "er will uns helfen!"
Das Surren eines D-Wheels drang durch die Stille, als eine silbergraue Maschine auf die kleine Gruppe zu hielt. Mikaja erkannte rasch, dass sie zu Marvin gehörte, und rief im Affekt laut über ihn, woraufhin er bei ihnen stehen blieb. "Dear gods, you didn't need to go all horror movie on me!", entfuhr es ihm scherzhaft.
"Was ist hier los??"
"It seems that Goodwin's turkeys are at it again," mutmaßte Marvin und stieß entnervt Luft aus, "and it's quite possibly the most disturbing thing I've ever seen. Ihr solltet wirklich sofort von hier verschwinden. Ich hab da drüben einen alten Ausgang entdeckt, folgt mir, so schnell ihr könnt!"

"Thank Gods there's this route," meinte der Brünette erleichtert, während die sechs durch den unterirdischen Gang schritten, "ich konnte nicht länger mitansehen, wie dieser Kerl Goodwin versucht, euch auszunutzen."
"Aber warum reagierst du denn jetzt so?", wollte Suke verwirrt wissen, "du hast doch freiwillig an diesem Turnier teilgenommen...?"
"That doesn't mean anything. Many kiss the hand they wish to cut off," Marvin schüttelte den Kopf, "bis auf die Tatsache, dass man nur noch eine von Goodwin's Händen abschneiden könnte. Er hat einen falschen Arm, eine Prothese, und seinen richtigen hebt er wie ein verrückter Professor in einer Röhre auf."
Angewidert schüttelte Mikaja sich. "Gruselig."
"Not anymore," zeigte er auf, "nachdem der einzige Grund, wieso er sich diese ganze Mühe überhaupt gemacht hatte, sich dazu entschlossen hat, auf little Rua hier überzugehen, kann er das Ding eigentlich getrost wegschmeißen. Das hat keinen Nutzen mehr für ihn."
"Du meinst dieses Symbol, nicht wahr?", erkundigte Ruka sich und hob ihren rechten Arm, "was weißt du über diese... Signer?"
"I really have no idea, I only care about the dragons," antwortete Marvin mit einem Schulterzucken, "das ist das Einzige, was zählt."
Ein mulmiges Gefühl kam in Rua auf, als er das fremdartige Zeichen erneut anschaute. Es schien sich inzwischen zu verfestigen, da es immer deutlicher zu erkennen war. Allerdings breitete sich mit jedem Mal auch ein kurzer, aber pochender Schmerz in seinem rechten Arm aus. Rua biss die Zähne zusammen und hielt sich die schmerzende Stelle.
"Du spürst es jetzt auch, oder?", flüsterte seine Schwester sorgsam.
Suke schaute schüchtern zu Yuusei, der zu ihrer Seite ging und sein D-Wheel neben sich her schob. Schließlich sah auch er sie an.
Sie lächelte. "Ich konnte dir noch gar nicht richtig zu deinem Sieg gratulieren!"
Er antwortete nicht. Suke missdeutete seinen Blick jedoch und nahm niedergeschlagen die Augen wieder von ihm.
"Ich bin hier vorher schon mal lang gegangen, actually," erklärte Marvin dann, "und wenn ich mich nicht täusche, endet der Tunnel nur unweit von einer Waldanlage entfernt. Angel Pine, I think."
"Oh, da kenne ich mich aus! Unser Ferienhaus steht dort," wusste Suke schnell, "wir könnten da unterkommen."
"Zumindest bis sich der ganze Aufruhr gelegt hat," ergänzte Mikaja, "außerdem meint sie damit, dass ihr dort unterkommen könnt."
"Was soll das denn heißen?"
"Wir beide können nicht bleiben, Su-chan, das ist dir doch hoffentlich klar??"
Die Rothaarige erahnte, dass es so kommen musste und eine weitere Trennung unweigerlich bevor stand. Sie schaute zurück zu Yuusei, der ihren Blick weiterhin nicht erwiderte. Aber... das geht doch nicht... Ich will ihn jetzt nicht im Stich lassen... Ich kann nicht...!

"Nach einem Treffen mit Goodwin und Konsorten steht mir gerade wirklich nicht der Sinn," murmelte Jaime vor sich her, als sie erneut durch den Korridor ging, "ich muss Doro verständigen, sodass sie mir eine unauffällige Mitfahrgelegenheit zurück an das Hotel schickt. Wenigstens konnte ich noch das Krankenhaus ausfindig machen. Vielleicht werde ich ihn besuchen... und vielleicht werde ich dies aus freien Stücken tun, aber nur vielleicht..."
Kurz blieb sie stehen, um ihre rosa Sandalen auszuziehen, da deren Absatz laut über den Boden klapperten und Jaime möglichst unbeachtet das Stadion verlassen wollte, doch gerade als sie sich an der Wand abstützte, sodass sie aus dem ersten Schuh hinausschlüpfen konnte, spürte sie jemanden auf ihre bloße Schulter tippen. Im diesem Moment überrascht fuhr sie herum und schnappte nach Luft. Zwei Männer der Security standen hinter ihr.
"Ma'am," sprach der größere von ihnen, das verdunkelte Visier seines Helmes blitzte kurz auf, "wir müssen Sie bitten, uns zu folgen. Befehl von Goodwin."
"Ich kann mich nicht entsinnen, dem ausdrücklich zugestimmt zu haben," erwiderte Jaime schnippisch, als sie sich wieder gefangen hatte, "in meinem Vertrag steht nichts davon, dass ich diesem alten Mann nach der Pfeife tanzen muss. Ich sollte lediglich eine gute Figur zur Seite des Kings machen, und nach den Ereignissen der letzten Stunden dürfte sich das nun von selbst erledigt haben."
"Ich befürchte, die momentanen Umstände zwingen Sie dazu, Mademoiselle Delevingne," entgegnete Yeager, der zu der kleinen Gruppe stieß, "Direktor Goodwin rechnete bereits damit, dass Sie sich weigern, also schickte er mich. An Ihrem gemeinsamen öffentlichen Image ändert sich nichts. Sie werden sich weiterhin an seiner Seite präsentieren und, bei Bedarf, ihn vertreten. Wir bitten um Ihr Verständnis."
Jaime warf dem Vizedirektor der Security einen verachtenden Blick zu, dessen süffisantes Grinsen sie erzürnte. Das bedeutet also auch, dass ich ihn nun besuchen muss, ob es mir lieb ist oder nicht... Oder aber, ich wende das Blatt. Das wäre doch gelacht.


An einem unbekannten Ort versammelten sich fünf vermummte Leute in einer düsteren Halle, die allein durch das Licht von Kerzen auf einem alten Kronleuchter und einem schwachen Feuer in einer Herdstelle erhellt wurde.
"Wer ist der schwächste Teil auf der Seite des Feindes?", fragte einer der Männer, sein Gesicht war hinter einer schwarz-blauen Kapuze verborgen.
Eine der Frauen in einem Mantel mit orangefarbenen Streifen bewegte die Hände beschwörerisch über das Feuer, vor dem sie kniete. "Man könnte meinen, es sei das kleine Mädchen," antwortete sie, "doch in Wahrheit ist es eine junge Frau. In jeder Kette befindet sich ein schwaches Glied, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses eine zerbricht. Ihr Geist ist schwach, sie ist Illusionen hilflos ausgeliefert. Leichtgläubigkeit und eine benebelte Sicht ist durchaus eine gefährliche Mischung---!"
Die Frau verstummte, als plötzlich eine fürchterliche Kälte über die Halle einbrach. Ein heftiger Wind folgte, der durch den gesamten Raum blies.
"Ich bin die Wurzel allen Übels," sprach eine körperlose, polternde Stimme in dem Sturm, die Erde bebte bei jedem Wort, "ich zerstörte bereits Königreiche, da wart ihr nicht einmal ein Gedanke. Sinnt ihr auf Vergeltung? So sollt ihr mir folgen. Unterwerft euch mir. Verhelft mir zu meinem alten Stolz und eure Belohnung wird unermesslich sein."
"Was ist das?! Wer spricht dort?", verlangte der andere Mann zu wissen, auf seiner dunklen Kutte prangten rote Streifen.
"Seid das Gefäß meiner Finsternis und ich werde euch großzügig entlohnen," donnerte die tiefe Stimme, "ich möge euch mit weiteren Kräften ausstatten, um euch zu stärken, auf dass ihr meinen Willen vollenden werdet."
Ein tiefschwarzer Nebel strömte aus dem Wind und flog um die fünf Leute herum. Wie ein Parasit kroch er in ihre Körper.
"Dich ernenne ich zum Träger meiner Macht," fuhr der Körperlose fort, "so sage ich dir, geh und verfluche den Kopf dieser elenden Gruppierung, bringe das abgrundtief Böse aus ihm heraus! Doch wisset, scheitert ihr in eurem Vorhaben wird meine Rache grausam sein!"
Die Kälte schwand, der Wind legte sich. Gerade noch konnte sich der Mann in der schwarz-blauen Kluft auf den Beinen halten, seine Verbündeten waren durch das Maß der dunklen Energie zusammengebrochen. Keuchend stürzte dann auch er zu Boden.



Das Ferienhaus der Familie Mitsukawa war ein geräumiges, weiß gestrichenes Gebäude mit zwei Stockwerken, an dem einige Kletterrosen in die Höhe wuchsen. Zur Seite stand ein breites Carport, sodass die Pinienzapfen und -nadeln und die Blätter der wenigen Laubbäumen nicht auf die Fahrzeuge fielen. Es lag zudem direkt an einem stillen Waldsee, über den ein kleiner Steg ragte.
Suke war sichtlich erleichtert, das Haus zu sehen, nachdem sie den düsteren Tunnel endlich verlassen hatten. Sie rannte voraus auf die Veranda und suchte an ihrem Schlüsselbund nach dem Schlüssel.
"Was ist denn das für ein See?", fragte Ruka.
"Er heißt Serene Lake, weil er so ruhig ist," antwortete Suke und öffnete die Eingangstür, "ich finde es total toll, wenn sich nachts das Mondlicht darauf spiegelt!"
"Das würde ich auch gerne mal sehen," gestand das kleine Mädchen und ergänzte, dass auch der Sonnenschein das Wasser wie Sterne glitzern ließ.
Im Wohnzimmer ließ Rua sich auf das Sofa fallen und betrachtete verwundert seinen rechten Arm. Von dem Symbol war nur noch ein blasser Umriss zu sehen.
Ruka bemerkte seine Nachdenklichkeit und erkundigte sich erneut bei Marvin: "Weißt du wirklich nichts darüber?"
"Sorry, sweetie, tu ich wirklich nicht," antwortete der Brünette mit einem Schulterzucken, "ich würde euch eben echt gerne weiterhelfen, aber ich hab keine Ahnung."
"Wir könnten Aki-chan fragen," warf Suke ein, die ebenfalls helfen wollte, "sie hat ja auch so eins, schon seit Jahren, sagt sie. Vielleicht weiß Aki-chan ja doch mehr!"
"Das wäre auch mal eine gute Frage," fügte Mikaja hinzu, "ich hab sie seit dem letzten Duell weder gesehen noch von ihr gehört. Wo ist Aki eigentlich---?"
Sie unterbrach sich selbst, als auf einmal Sirenen vor dem Haus zu hören waren.
"Hier spricht die Security, das Haus ist umstellt!", rief die Stimme von Kenta, verstärkt durch ein Megaphon, "Fudou Yuusei, kommen Sie unverzüglich heraus!"
Die Schwarzblauhaarige sah vorsichtig aus dem Fenster nach draußen. "Die Herrschaften haben ihn aber schnell gefunden, das muss man ihnen lassen."
"So funktioniert das nicht!", schimpfte Ushio und riss Kenta das Megaphon aus der Hand, "hörst du mich, du Dreckskerl!? Die Stadt ist definitiv kein Zufluchtsort für dich! Wenn du deine Visage nicht sofort zeigst, komm ich rein und werd dich persönlich rausschleppen!"
Suke zuckte zusammen. Gerade war ihr klar geworden, wie man Yuusei ausfindig machen konnte. "Das Tracking-Programm!", stieß sie aus, "es war die ganze Zeit an!"
Mikaja schüttelte den Kopf. "Dein Vater hat leider eine wirklich ungesunde Ansicht, was deine Freiheit angeht, wenn wir mal ganz ehrlich sind."
"Es ist in Ordnung," meinte Yuusei plötzlich und stand auf.
"Why the frick are they only asking for you?", warf Marvin auf, der ebenfalls aus dem Fenster lugte, "was ist denn mit den kids?"
"Warum müssen wir zurück?", wollte Rua wissen, als er von Suke übertönt wurde: "Ihr könnt noch nicht gehen! Was, wenn wir uns nie wiedersehen??"
"Mach dir keine Sorgen, Suke-san," sprach Ruka ihr gut zu und lächelte, "wir werden uns wiedersehen. Bestimmt bald!"
Langsam öffnete Yuusei die Haustür. Rua trottete ihm niedergeschlagen voraus, hatte aber den linken Arm um seine Schwester gelegt.
Auf halbem Wege blieb Yuusei noch einmal stehen und blickte sich zu Suke um, die hinter der Tür stand und in Mikaja's Armen lag, um sich von ihr trösten zu lassen.
Die Stimme, die ich an diesem seltsamen Ort gehört habe... überlegte er im Stillen, sie hörte sich fast so an wie ihre.