Beyond the Rain

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Akihiko Usami Misaki Takahashi Shinobu Takatsuki
18.10.2017
26.09.2019
7
16.898
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19.10.2017 2.168
 
~ Misaki ~

Seitdem Prozess sind vier Monate vergangen...
Sein Vater wurde für 8 Jahre Haft verurteilt mit Sicherheitsverwarnung.


Die Tatsache das sein Vater nun im Gefängnis saß, bedeutete jedoch nicht das der 18-jährige frei von ihm war... denn noch immer kontrollierte er seine Gedanken, Gefühle aber vor allem auch seine Träume. Regelmäßig durchlebte der Schüler seine Gewalt aufs Neue, nicht nur im Schlaf.

Letztens lies der braunhaarige aus versehen ein Glas fallen, als er ein Buch las. Er war so vertieft in den Roman das er sein Getränk neben ihn nicht beachtete und es mit seinem Ellbogen umstieß. Es zerbrach in viele Scherben die sich überall auf den Teppich verteilten und der Boden saugte den Saft auf. Er hörte gleich wie jemand kam, schnelle Schritte stand auf und sofort hielt er sich die Ohren zu, ging in die Knie als diese Person sich immer mehr näherte. Er erinnerte sich an das letzte Mal als das passierte, sein Vater gab ihn eine Ohrfeige, stieß ihn zu Boden und trat immer wieder auf ihn ein...er spürte den Schmerz bereits. Er schloss seine Augen, da er nicht sehen wollte was ihm gleich bevor stünde. Der Schüler hörte sein Erzeuger bereits in seinem Kopf hallen...

„Schau dir diese Sauerei an!“
„Du mieses Stück Scheiße!“
„Na warte Junge!“ 


„Es tut mir Leid...Vater ...bitte...“ wimmerte er leise, denn er war sich sicher das er gleich den ersten Schlag zu spüren bekam.

„Shh, Misaki...hab keine Angst, ich bin's nur...” ertönte plötzlich eine unglaubliche ruhige und vertraute Stimme, der Schüler spürte wie sanfte, keine groben Hände seine Schultern berührten. Langsam öffnete er seine Augen ... er brauchte einen Augenblick um zu verstehen, das ihm keine Gefahr drohte und löste seine Haltung und sah in Akihiko's besorgte Gesicht.
„Niemand wird Dir etwas tun, das lasse ich nicht zu!“ sagte er einfühlsam und dennoch bestimmt. Der Schüler sah es ihm an, das er das wirklich ernst meinte...seine Worte gaben ihn Sicherheit und behutsam nahm der Autor die Hände des 18-jährigen und tastete sie sanft ab. „Alles in Ordnung, das war doch nur ein Glas. Zum Glück scheinst Du Dich nicht verletzt zu haben“ sagte er beruhigt, nachdem er sie sorgfältig kontrollierte.

Für den Schüler war es noch immer unbegreiflich, das es tatsächlich jemanden gab der sich um sein wohlergehen sorgte. Jemand, der sich so aufopferungsvoll um ihn kümmerte...obwohl er es nicht verdiente und dennoch war er nicht in der Lage ihm seine Dankbarkeit zu zeigen...zumindest nicht so, wie es angemessen wäre, wie es sich der Autor bestimmt gewünscht hätte.
Akihiko arbeitete in den Monaten nicht damit er voll und ganz für Misaki da sein konnte.  Der ehemalige Lehrer wusste immer, wie er Misaki beruhigen konnte und war dennoch sehr Vorsichtig und zurückhaltend mit seinen Berührungen... der 18-jährige wusste wie sehr er Akihiko damit enttäuschte, wenn er diese auswich...doch er konnte nicht anders.

Misaki stellte sich immer wieder vor, wie sein Vater vor Zorn in der Zelle tobte und randalierte...eines Tages würde er aus dem Gefängnis entkommen, da war sich der Schüler sicher.
Seine größte Angst... das er Keiso noch einmal in seinem Leben begegnen könnte.
Doch das war eigentlich nicht möglich, selbst wenn er raus käme...würde er ihn nicht finden. Akihiko versicherte Misaki, das nicht einmal die Polizei seine neue Adresse kannte.

Der Autor hatte ihm ein eigenes Zimmer mit einem eigenen Bett angefertigt. Er besaß einen wunderbaren großen Schreibtisch und sogar ein Laptop. Drei Monate lang schlief er in seinem eigenen Zimmer, doch seine Alpträume wurden zunehmender schlimmer, da der Autor fast jede Nacht in sein Zimmer kam um ihn zu trösten. Er schlug vor, ob Misaki lieber in seinem Bett schlafen möchte, doch der 18-jährige wies den Vorschlag zuerst ab. Nicht mal weil er Angst vor seine Nähe hatte, das war es nicht nur... er genoss es, von dem älteren getröstet zu werden und er hatte das Gefühl, das seine Hemmschwelle nach und nach ein bisschen sank und es eigentlich etwas schönes war, sich in starken Armen fallen zu lassen. 

Der Grund war ein anderer, sein Geheimnis. Seitdem sie umgezogen sind, hatte es Akihiko nicht mehr mitbekommen und das, obwohl es fast einmal in der Woche geschah. Misaki wusste nur zu gut, wie er unbemerkt das Laken und seine Bettdecke waschen konnte...es war ihm nach wie vor unglaublich peinlich und verhinderte, das der Autor davon irgendwas mitbekam. 
Doch die Angst vor der Dunkelheit, vor dem Einschlafen wurde großer, so das er nicht mehr alleine sein wollte. In den letzten drei Wochen schlief auch viel besser. Er fühlte sich bei dem älteren zunehmender geborgen und sicherer. 

~~~~~

„N-nein...nein bitte Vater, Du hast doch vorgestern bereits mit dem...” wimmerte der Schüler leise als er sein Vater mit dem Instrument sah. Seine Angst lähmte seinen Körper.
„Was erlaubst Du Dir?“ sagte sein Vater wütend und packte sein Sohn am Kragen.
„Bitte...i-ich weiß nicht warum...“ stammelte er..doch dieser Satz wurde durch ein Schlag ins Gesicht unterbrochen. „Du mieser kleiner Dreckskerl...Du hast wohl doch Lügen über mich verbreitet was?!“
„N-nein“ antwortete der Junge leise. „Du undankbarer kleiner Bengel!“ er druckte sein Sohn an die Wand und kam mit seinem Gesicht immer näher. "Ich hätte wohl Deinem Lehrer sagen sollen, das Du immer noch ins Bett machst!! Ob sie auch Windeln in der Schule haben? Was meinst Du?!“ sagte er gefährlich leise und stieß ihn mit voller Wucht in die Magengrube, er sackte zur Boden...dann musste er erneut sein Hemd ausziehen und sich auf dem Bauch legen. Sein Erzeuger setzte nun zum ersten Schlag an.

Doch bevor das Instrument seit Rücken berührte wachte der 18-jährige Schweiß gebadet auf, atmete schwer und brauchte einen Augenblick um zu realisieren, das dass nur wieder ein Traum war…und nicht mehr die Realität... Seine Realität

„Hey Kleiner, alles in Ordnung?“ ertönte plötzlich eine verschlafende sanfte Stimme neben ihn. „Ja“ antwortete der Schüler schnell und leise, nachdem er sich wieder sammelte denn er wollte den Autor nicht erneut mit seinen Träumen belasten. Er beobachtete Akihiko dabei, wie er zufrieden wieder einschlief und ein Blick auf die Uhr verriet ihn, das es bereits vier war, also entschloss er sich dazu aufzustehen. Der Schüler war zu nervös, als das er hätte weiter schlafen können, denn heute stand sein erster Schultag bevor.

Misaki lief ins Bad und stellte sich unter die Dusche. Der erste Schultag...an einem fremden Ort in einer neuen Schule...heute war es soweit. Der 18-jährige erinnerte sich nicht daran, wann er das letzte Mal vor der Schule solche Angst hatte, doch vor diesem Tag fürchtete er sich schon seit Wochen. Mit etwas Glück würde er die Rolle des Außenseiters wieder bekommen, wie in seiner alten Schule auch und die anderen würden ihm somit in Ruhe lassen...aber was wenn sie anfangen würden, ihn zu hänseln?

Als er aus dem Bad kam hörte er auch schon wie Akihiko aus dem Bett stieg und erstmals zur Küche lief um den Kaffee durchzulassen. Sie Frühstücken gemeinsam, doch Misaki sprach kaum an jenem morgen...Akhiko fuhr ihn danach zur Schule und brachte ihm zum Eingang. 
„Egal was sein möge, ruf mich einfach an und ich werde da sein“ sagte er besorgt, der 18-jährige wusste genau das Akihiko sich ebenfalls Gedanken machte. „Ja, das werde ich“ antwortete der Schüler leise und der Autor gab ihn noch einen letzten Kuss ehe er sich verabschiedete und Misaki auf sich alleine gestellt war.

Im Klassenraum angekommen, schien seine neue Lehrerin ihn bereits erwartet zu haben. Sein Name stand an der Tafel und die Klasse war unglaublich ruhig. Er stellte sich schüchtern neben ihr während sie sich vorstellte und dann ihren Blick die Klasse widmete. „Liebe Schüler, begrüßt unser neuer Schüler Takahashi, Misaki“ sprach sie freundlich und wartete auf eine Reaktion der Klasse. „Hallo Takahashi“ sprachen fast alle im Chor und die Lehrerin fuhr fort. „Bevor ihr ihn mit fragen löchert müsst ihr wissen das er dieses Jahr wiederholt, denn er hat letztes Jahr seine Eltern in einem Autounfall verloren. Daher bitte ich euch, besonders nett und höflich zu ihm zu sein“ sagte sie eindringlich, aber ohne daraus eine große Sache zu machen...Sie war wirklich sehr nett und die einzige Person, die die wahre Geschichte über den Schüler kannte. 

Er erinnerte sich noch genau an das Gespräch vor einen Monat, es war Akihiko's Vorschlag, wenigstens die Klassenlehrerin Frau Ishida einzuweihen. Misaki war dagegen aber im Laufe des Gesprächs jedoch, empfand er sie als unglaublich freundlich und zuvorkommend und sie erinnerte ihn an den Autor, als er damals noch sein Lehrer war ...und ein wenig an seine Mutter...als sie noch lebte. Er änderte seine Meinung und versuchte, auch nur irgendetwas davon, was sein Vater ihn Jahrelang antat in Worte zu fassen aber Akihiko musste ihn helfen...denn alleine konnte er darüber nicht reden. Der Autor fasste sich erstaunlicherweise kurz damit, alsob er sich vorher genau überlegt hatte wie er es sagen könnte. In wenigen Worten, eine Kopie vom Gerichtsbeschluss und mit zwei kurzen Beispielen wurde alles gesagt, Er  wurde jedoch nicht erwähnt. Das so zu hören wirkte etwas befremdlich für den braunhaarigen...alsob er über einen fremden Jungen sprach.

Der 18-jährige erinnerte sich noch genau an ihr Gesicht...sie war schockiert und zutiefst bestürzt, für einen Augenblick lang schwieg sie...war nicht in der Lage etwas zu sagen. Es tat Misaki schon fast Leid, das er sie damit konfrontierte...bereute seine Entscheidung ihr das gesagt zu haben...er hätte nie gedacht das es eine so unglaubliche Wirkung auf andere hatte.
„Bitte entschuldige“ sagte sie plötzlich leise. „Misaki...“ begann sie langsam und sah ihn dabei ernst in die Augen. „Es tut mir so unglaublich Leid, das Du in Deinen jungen Jahren schon schon so viel Leid erfahren musstest, ich werde tun, was in meiner Macht seht um Dich zu unterstützen“ fuhr sie fort und der Autor bat die Lehrerin sogar noch darum, Misaki vom Sportunterricht zu befreien, da es unangenehm werden könnte wegen seinen Narben auf dem Rücken. Dies war den Schüler unendlich peinlich und er zog sich dann doch ganz zurück...doch das Ergebnis von dem ganzen Gespräch war sehr positiv...er musste nicht an den Sportunterricht teilnehmen und sollte noch irgendetwas anders sein wusste der 18-jährige, das er das seine Klassenlehrerin anvertrauen konnte.

Misaki starrte nun nicht mehr die Klasse an, sondern sah verlegen auf den Boden.

Es stimmte nicht, das seine Eltern so ums Leben kamen... nur seine Mutter, aber Akihiko und er einigten sich darauf, das dass noch am besten wäre. So würde niemand fragen warum er das Jahr wiederholte... und auch nicht nach seinen Eltern, nicht nach seiner Mutter … oder seinem Vater. „Du kannst Dich neben Takatsuki setzen“ bat sie ihm höflich und da das der einzige leerer Platz im Raum war, konnte er zum Glück diese Aufgabe leicht zu lösen. Er setzte sich stumm hin und er war sich sicher das die ganze Klasse mitbekommen hatte, wie nervös er doch war und einige würden sich bestimmt schon über ihn lustig machen...wie vielleicht auch sein Nachbar.

Die Lehrerin fuhr mit dem Unterricht fort, doch Misaki konnte sich nicht darauf konzentrieren. Er fühlte sich so unwohl, er war es nicht gewohnt in der Schule neben jemanden zu sitzen...er wusste nicht wie er sich verhalten sollte, ob oder was er sagen sollte. Vielleicht war es doch eine schlechte Idee, wieder zu Schule zu gehen...er hätte von Akihiko unterrichtet werden sollen, wie er es vorgeschlagen hatte...als alternative wenn das hier doch zu schwer wird.

„Takahashi, richtig?” riss plötzlich eine Stimme neben ihn aus seinen Gedanken. Er drehte sich langsam zu seinen Nachbarn um „J-ja?“ antwortete er leise, daraufhin lächelte Takatsuki leicht „Ich bin Shinoubu, aber Du kannst mich ruhig Shino nennen, wie es alle hier tun. Ich muss mein Abschlussjahr auch wiederholen, also mach Dir keine Sorgen da sind wir schon zur Zweit“ sagte er freundlich. „W-wirklich?“ kam als Antwort stotternd raus und Takatsuki nickte nur bestätigend. Diese Information beruhigte den 18-jähriger ungemein, es war so schon ungewöhnlich das jemand die Klasse wiederholen musste aber er konnte sich glücklich schätzen das er damit nicht alleine war. Jedoch ihm weitere Fragen zu stellen, wie es dazu kam das er wiederholen musste...oder wie alt er war traute Misaki sich nicht. Er versuchte nun doch den Unterricht zu folgen, eher er nur stumm da saß. Die Lehrerin schrieb Prüfungstermine an die Tafel und nervös schrieb sie sich der Schüler in seinen Terminkalender...ohne weiter auf Shinoubu zu achten.

„Nicht der 2, am 22. schreiben wir unsere Arbeit“ verbesserte Shinobu ihn, als er einen Blick in Misaki's Heft warf. Der Braunhaarige schaute ihn nur erschrocken an, sah dann aber wieder zur Tafel und stellte fest, das er recht hatte. „Danke“ sagte er höflich und das ohne zu stottern und korrigierte darauf hin das Datum. Misaki konnte es sich nicht erklären, doch plötzlich war er sehr zuversichtlich das er die Schule schaffen würde. 
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