He needs a Daddy

GeschichteRomanze, Familie / P16
18.10.2017
22.06.2018
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Guten Tag (okay, das war jetzt stumpf)
Die Idee hierzu kam mir ganz spontan und um sie nicht zu vergessen, habe ich es aufgeschrieben. Deswegen werde ich jetzt nicht viel dazu sagen, also lest es bitte einfach und ich würde mich sehr über ein Review freuen...

LG Jae
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„Ey Mädels, guckt mal, da ist wieder die Schlampe mit ihrem Kleinen. Muss die wieder Zeitungen verteilen, um sich und ihn zu ernähren?“, höhnte Taeyeon, als ich mit meinem vierjährigen Sohn an der Hand an ihr und ihren Freundinnen vorbei ging. „Der kleine tut mir ja schon leid. Ach wollte keine Schlampe als Mutter haben. Wie kann man  einem Kind das nur antun? Die brauch sich nicht zu wundern, wenn er wegen seiner Mutter gemobbt wird.“, meinte Yura.

Können die nicht wenigstens vor meinem Sohn damit aufhören?, bat ich im Stillen. Es reicht ja schon, dass sie regelmäßig in dem Café, in dem ich arbeitete, frühstücken uns auch sonst keine Gelegenheit auslassen, mich runter zu machen. Können die nicht wenigstens mein Kind davor verschonen?

„Mama, was ist eine Schlampe?“, riss mich die Stimme meines kleinen Engels aus den Gedanken. „Das ist eine unordentliche Frau, die nie aufräumt oder putzt und alle Sachen verschlampt.“, erklärte ich ihm die eigentliche Bedeutung dieses so verhassten Wortes.

Dann drückte ich ihm einige der Zeitungen in die Hand mit den Worten: „Willst du die in die Briefkästen verteilen, mein Schatz?“ Er nahm mir die Zeitungen aus der Hand und ging auf das Haus zu. „Jetzt lässt diese Bitch auch noch den kleinen für sich arbeiten.“, beschwerte sich Yura.

Jetzt reichte es mir! Ich ging auf die Mädchen aus meiner ehemaligen Klasse zu und musste mich zusammenreißen, sie nicht an zu brüllen, als ich sagte: „Es reicht doch schon, dass ich mir das immer anhören muss. Könnt ihr dann nicht wenigstens meinen kleinen davon verschonen?“ „Du musst diesem unschuldigen Kind auch die Wahrheit über seine Herkunft sagen. Irgendwann wird er seine Mutter hassen, weil sie eine Hure ist und ihm immer Lügen erzählt hat.“

„Sagt solche Wörter bitte nicht vor meiner Haustür und schon gar nicht in der Gegenwart eines kleinen Kindes.“, unterbrach plötzlich eine ruhige Stimme neben mir Seohyuns Redeschwall. Ich zuckte zusammen und der junge Mannverbeugte sich tief und entschuldigte sich: „Mianhae. Ich wollte sie nicht erschrecken.“

Er wurde von meinem kleinen Engel unterbrochen, der mir, über das ganze Gesicht strahlend, ein Lolly hinhielt und erzählte: „Guck mal Mama, das hat mir die Oma, die da an der Tür war, gegeben. Ich hab auch danke gesagt.“ Ich lächelte über seine Freude über ein Lolly.

„Und weil du so ein lieber Junge bist und deiner Mama beim Zeitungen verteilen hilfst, kriegst du von mir Schokolade. Magst du Schokolade? Hier, das kannst du sogar mit deiner Mama teilen.“, wandte sich der orangehaarige an meinen Sohn, welcher ihm sein breitestes Grinsen zeigte.

Daraufhin drückte der freundliche junge Mann ihm eine kleine Tafel Karamellschokolade in die Hand und mein kleiner Schatz freute sich: „Das ist Mamis Lieblingsschokolade. Jetzt musst du auch danke sagen Mama.“, wandte sich mein Sonnenschein an mich, ließ mich jedoch gar nicht zu Wort kommen, denn jetzt wollte er von seinem Gegenüber wissen: „Wie heißt du eigentlich?“

„Ich heiße Jiyong. Du kannst aber Ji sagen. Und wer bist du?“, lächelte Jiyong. „Ich bin Jiho. Du kannst aber auch Ji sagen.“, strahlte mein kleiner Liebling.

„Wow. Hätte nicht gedacht, dass die Schlampe so kreativ ist und sich einen halbwegs vernünftigen Namen ausdenken kann.“, spottete Taeyeon.

„Meine Mama ist keine Schlampe! Keine Wohnung auf der Welt ist so ordentlich und gemütlich, wie unsere!“, funkelte Jiho die Mädchen böse an. „Jiho. Du darfst nicht so mit den großen Mädchen reden. Die sagen sowas nur, weil sie die Wahrheit nicht wissen. Komm, wir müssen weiter. Wir haben noch ein Paar Zeitungen zu verteilen und dann machen wir uns was Leckeres zu essen, wenn wir wieder zu Hause sind.“, versuchte ich meinen wütenden Schatz zu beruhigen, konnte die Tränen aber nicht mehr zurückhalten.

„Mama. Nicht weinen Ich hab dich lieb.“ Mit diesen Worten schlang er seine Arme um meinen Hals und drückte sich an mich.

„Wollt ihr beiden vielleicht mit rein kommen. Ich koch euch einen Tee und dann helfe ich euch beim Zeitungen verteilen.“, bot Jiyong an und ging gefolgt von Jiho zur Haustür, sodass mir nichts anderes übrig blieb, den beiden zu folgen.
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