Ghetto Girl

von -bambi-
GeschichteRomanze / P18 Slash
16.10.2017
17.03.2020
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99.375
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30.03.2019 4.265
 
Nachdenklich kratzte ich mich am Kopf, sah mich in dem gesamten, riesigen Raum um. Tatsächlich, bei dem offenen Eingang auf der rechten Seite war eine Wendeltreppe, die nach unten führte. Außerhalb des Raums hatte ich gesehen, dass noch eine normale Treppe nach oben führte. Wie viele Stockwerke es wohl hatte? Und wie es da unten aussehen würde?

Seufzend, mit einem sehnsuchtsvollen Blick auf den Wodka, drehte ich mich komplett zu den Treppen um lief langsam darauf zu. Schiffschwanken hatte ich mir immer schlimmer vorgestellt, aber mein Gleichgewichtssinn litt trotzdem und deshalb vermied ich zu schnelle Bewegungen. Gerade jetzt war hinfallen nicht das, was ich tun wollte. Wenn ich da unten war, musste ich vielleicht nicht mehr das ganze Wasser sehen, das wäre toll. Zumindest für einen kurzen Moment zu vergessen, dass wir auf einer schwimmenden Kiste waren, die jederzeit untergehen könnte.

Die Blonde rief mir irgendwas hinterher, aber das ignorierte ich erst mal. Jetzt gerade wollte ich nur irgendwo hin, wo ich nicht mehr darüber nachdenken musste, dass ich hier jede Sekunde ertrinken könnte. Immer wieder entwichen mir leichte, leise Seufzer, während ich die Wendeltreppe nach unten ging. Dort unten sah es praktisch noch luxuriöser und protziger aus.

Immer noch alles weiß, strahlend hell mit kleinen, schwarzen Elementen. Der erste Raum, den man betrat, war ein offenes Wohnzimmer mit einer riesig großen, strahlend weißen und absolut fleckenlosen Couch, die gegenüber eines monströsen Flatscreens war. Was war das hier für ein beschissener Ort? Wer wollte so protzig leben und reisen? Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sich jemand so wohl fühlen konnte.

Die Küche war praktisch im Wohnzimmer, einzig der Übergang von Teppich auf edle Fliesen zeigte, dass der eine Raum endete und der andere anfing. Langsam schritt ich mit meinen nackten Füßen über den sagenhaft weichen Teppich. Bei jedem einzelnen Schritt sanken meine Füße wenige Millimeter ein, wurden von dem schwarzen Flaum umfangen. Seltsames Gefühl, etwas so Weiches hatte ich noch nie berührt. Sand war fast genauso weich, vor allem der sonnenerwärmte. Nur, dass man am Strand die einzelnen Partikel genau fühlen konnte. Jedes einzelne Sandkorn, wenn man sich darauf konzentrieren wollte.

Dieser Teppich war so weich, dass ich nicht das geringste Staubkorn spüren könnte. Vermutlich war es auch peinlich genau gesäubert worden, zumindest wirkte es so auf mich. Auf der anderen Seite des Raums führte die Türe in das wohl größte und hellste Schlafzimmer, das ich jemals gesehen hatte. Ein riesiges Fenster, verhangen mit langen, durchsichtigen Vorhängen, ließ die Sonnenstrahlen direkt hineinscheinen. Auch hier schien alles vom Edelsten zu sein, erneut alles in schwarz und weiß. Das Bett war so groß wie das Zimmer meiner jüngeren Brüder, auch hier lag der Teppich vom Wohnzimmer aus.

Schnell hatte ich auch den Raum hinter mich gebracht und starrte fassungslos auf das Badezimmer. Tageslichtbad, metergroße Glasdusche, ein großer, quadratischer Pool mit einem gigantischen Spiegel über einem Marmorwaschbecken. Das hier war wie eine der zehntausend Folgen von Schöner Wohnen, die meine kleinen Brüder manchmal sahen.

„Verfickte Scheiße“, murmelte ich entgeistert. Hier könnte ich nicht mal aufs Klo gehen, wenn ich wollte. Die ganzen Reinigungsmittel würden mir vermutlich auch einfach den Arsch verätzen. Inzwischen fühlte ich mich schon fast so, als hätte mich jemand aus meinem Körper herausgestoßen. Die ganze Umgebung war so unwirklich, dass ich mich nur noch wie ein Zuschauer fühlte.

Wie mechanisch lief ich zum Kühlschrank, holte ein paar Säfte und Energiedrinks raus und versuchte die Massen an Flaschen darin zu ignorieren. Wenn ich mir die Namen der Sektsorten durchlesen würde, würde ich nur wahnsinnig werden. Wie teuer die sein konnten wollte ich lieber überhaupt nicht wissen. Wem gehörte dieser ganze Scheiß?

Langsam verlor ich meine Ruhe auf diesem verfluchten Scheißschiff. Tief durchatmend begann ich meinen Aufstieg nach oben, sah mich nachdenklich dort um. Wir waren verdammt nah an diese Felsen gekommen, von denen sie geredet hatte. Inzwischen konnte ich sogar schon den Eingang sehen, den sie erwähnt hatte. Eine wunderschöne Bucht, das hatte sie gesagt. Und obwohl sie ziemlich nah an den Docks war, schienen hier weniger Leute zu sein. Der Lärm war deutlich weniger geworden, ich konnte niemanden schreien hören.

Vielleicht waren dort nur wir. Vögeln auf einer verfluchten Luxusyacht kam mir deutlich mehr so vor wie etwas, das ich machen würde. Nicht etwa damit zu fahren, als würde ich in diese Welt gehören. Sightseeing war nicht gerade meine große Leidenschaft, vor allem wenn man nur Wasser und Steine sehen konnte. Und vielleicht andere, nervtötende Menschen. Wie gebannt sah ich dabei zu, wie das Boot einlenkte, wie wir der Öffnung der Felsen immer näher kamen und schließlich direkt zwischen den Felswänden waren.

Ein beklemmendes Gefühl, obwohl es eine unglaubliche Aussicht war, von hier nach oben zu starren. Die Felsen waren sicherlich zehn Meter hoch und dazwischen sah man den Himmel und vereinzelt sogar einige fliegende Möwen. Schon wieder etwas, das ich noch nie in meinem ganzen Leben gesehen und sie mir gezeigt hatte. Mein Herz schlug immer härter, meine Atmung ging wieder etwas flacher und die Panik kam zurück.

Von einer Sekunde auf die andere konnte ich es wieder tief in mir fühlen, ohne groß darüber nachzudenken lief ich auf die Bar zu und kippte mir eine Menge Wodka in eines der langen Gläser. Das Erstbeste, das ich aus der Hand nehmen konnte, um einzufüllen, war einer der Energiedrinks, die ich jetzt dazu schüttete. Der altbekannte Geruch nach Gummibärchen mischte sich mit dem beißenden Alkoholduft, ich lauschte beruhigt dem prickelnden Geräusch der Bläschen im Glas.

Diese Art von Routine beruhigte meine Nerven bereits ein bisschen, ich wusste genau, was ich von diesem Getränk zu erwarten hatte. Es würde meine Wangen in Flammen aufgehen lassen und meinen Kopf endlich wieder etwas leichter machen. Meine tausend wirbelnden Gedanken in einen befreienden Nebel hüllen und mir damit eine Pause gönnen. Eine winzig kleine Pause von allem. Dann könnte ich bestimmt wieder richtig atmen und die Furcht würde etwas schwinden. Wenn ich nur genug davon trank.

Hastig kippte ich das erste Glas in einem Zug runter, konnte gerade noch so einen zischenden Laut unterdrücken. Die Mischung war etwas zu hart gewesen, erfüllte aber ihren Zweck. Das Brennen in meiner Kehle breitete sich gemächlich in meinem Körper aus. Langsam kroch es in meinen Brustkorb, vertrieb einen Teil der eisigen Kälte, die meine Angst hinterlassen hatte und kroch weiter Richtung Magen. Ein gutes Gefühl, tatsächlich gelang mir ein tiefer Atemzug schon etwas leichter.

Sehnsüchtig mischte ich den Wodka erneut, schaffte dieses mal nur das halbe Glas. Beinahe hätte ich gekeucht, die Stärke des Drinks war kaum noch akzeptabel. Aber wenn ich das Schwanken des Schiffs mit meinem eigenen Schwanken verschleiern wollte, musste ich noch mehr trinken. Viel mehr.

Als mich plötzlich von hinten zwei warme Arme umschlangen zuckte ich so hart zusammen, dass ich mir einen Teil meines Drinks über den Handrücken kippte. Beinahe automatisch drängte sich mein Körper der plötzlichen Wärmequelle entgegen, dem Sicherheit versprechenden Gefühl, von jemandem festgehalten zu werden. „Trink doch nicht alles alleine“, raunte mir eine weiche Stimme direkt ins Ohr. Deutlich konnte ich heißen Atem über meine Ohrmuschel und meinen Nacken streichen spüren, bemerkte viel zu deutlich, wie ihr Gesicht meine Haare auf meine Haut drückte.

Wie ihre Brüste sich warm und weich gegen meinen Rücken schmiegten. Ich konnte sogar fühlen, dass ihre Nippel steif waren und gegen meine empfindliche Haut drückten. Sogar durch den Stoff meines Shirts und Hemdes konnte ich das merken, hätte fast unfreiwillig gestöhnt. Geschickte Hände hatten sofort den Weg unter mein Oberteil gefunden, strichen langsam und federleicht über meine Haut.

Wann mich jemals jemand so sanft angefasst hatte, konnte ich nicht sagen, aber augenblicklich stellten sich alle noch so kleinen Härchen an meinem Körper vor Genuss auf. Ein leichtes Prickeln folgte ihren Fingerspitzen, je näher sie meinem Bauch und meinen Seiten kam, desto stärker wurde das Gefühl. Wie verzaubert schloss ich meine Augen, ließ meinen Kopf langsam nach hinten fallen.

Als würde man dem lange unterdrückten Impuls zu schlafen endlich nachgeben und sich in die Arme einer gnädigen Dunkelheit fallen lassen. In ein beruhigendes Nichts, in dem es keine negativen Gefühle gab. Nur, dass dieses Mal sogar positive Gefühle erspürbar waren. Nicht nur das, sie fluteten mein gesamtes System regelrecht. So extrem lange war es nicht her, dass ich gevögelt worden war!

Trotzdem fühlte es sich wahnsinnig intensiv an. So merkte ich gar nicht richtig, dass mich der weiche Körper ganz langsam in eine bestimmte Richtung dirigierte. Das war ein so kleiner Teil meines Unterbewusstseins, der schlicht komplett von ihren Fingern und Lippen überlagert wurde. Inzwischen hatte sie angefangen, zarte Küsse auf meinem Nackenwirbel und meinen Schultern zu verteilen.

Sie sollte aufhören, so verdammt vorsichtig zu sein! Ich hasste diesen Blümchensex. Der weckte nur dumme Sehnsüchte und Hoffnungen, das war niemals gut. Ich konnte es mir gar nicht erlauben, mir so etwas wie Zuneigung ihrerseits einzubilden. Es wäre tausendmal besser, wenn sie grob wäre. Dann konnte ich gar nicht auf falsche Gedanken kommen. Wenn man einen schnellen, guten Fick wollte, musste man auch selbst dafür sogen, dass er kurz blieb. Ein kleiner Teil von mir kämpfte dagegen an, dass ich den rechten Arm hob. Ließ mich alles langsamer machen, als ich es eigentlich vorhatte und so dauerte es ewig, bis ich schließlich über mich gegriffen und ihren Kopf erwischt hatte.

Ein leises, verräterisches Seufzen huschte über meine Lippen, erschreckte mich selbst so sehr, dass ich es tatsächlich schaffte meine Finger ruckartig in ihre Haare zu krallen. Ein gleichzeitig überraschtes, schmerzerfülltes und lustvolles Stöhnen entwich ihr, ging mir direkt ins Ohr. Die verschiedensten Emotionen darin und die Tatsache, dass sie noch immer einen so erregenden Ton von sich geben konnte machte mich extrem an. Sofort ging ein angenehmes Ziehen durch meine Perle, ließ sie vorfreudig zucken.

Diese verdammte kleine Hure! Ein Schmunzeln huschte über meine Lippen, dann nutzte ich ihre kurz schwächer gewordene Verteidigung. Der Griff um meinen Körper war nicht mehr so fest, also hielt ich meine Finger in ihren Haaren verkrallt und drehte mich zu ihr um. Als ich die Augen öffnete, wusste ich sofort, wo wir waren, ohne dem ganzen zu viel Beachtung zu schenken. Sie hatte uns aus dem Raum heraus befördert und ans Ende des Schiffes gebracht. Dort befand sich eine Plattform, von der man direkt ins Meer springen könnte und, soweit ich wusste, eine Leiter mit der man auch wieder nach oben kam.

Sofort schlug mein Herz schneller, die Panik kam mit aller Kraft wieder in meinen gesamten Körper zurück. Mit einem festen Ruck presste ich die Blonde gegen die nächstbeste Wand, sodass ich mit dem Rücken zum Ende des Bootes stand. Das Schiff hatte komplett gestoppt, vermutlich hatte sie vorhin tatsächlich angelegt. Mitten im Meer, das konnte ich aus den Augenwinkeln gut erkennen.

„Wenn ich‘s sanft will, knall ich ne Jungfrau! Fick mich richtig, kleine Pussy!“, raunte ich mit harter Stimme. Wie zum Beweis grub ich meine Zähne leicht in ihr Ohrläppchen, das entlockte ihr ein weiteres, heiseres Keuchen, bei dem sich meine Nackenhaare aufstellten. Ich konnte sehen, dass sich bei meinen Worten ganz kurz ihre Augen geweitet hatten, wie aus Schock, nur um dann doch wieder vor Genuss zuzufallen.

Sie sah verdammt heiß aus mit ihren flammend roten Wangen und den leicht geöffneten Lippen. Da könnte man fast auf die Idee kommen, sie küssen zu wollen. „Lass uns schwimmen gehen“, erwiderte sie fast schon erstickt. Atemlos, lächelnd sah sie mir in die Augen. Wenn sie genau hingesehen hätte, hätte sie die Panik in meinen Augen wohl erkennen müssen, aber sie bemerkte nichts.

Um mir nichts anmerken zu lassen presste ich sie fester mit dem Körper gegen die Bootswand, versuchte mich von dem Rauschen der Wellen nicht in Panik versetzen zu lassen. Wir würden ganz sicher nicht ins Wasser springen! „Vergiss es!“, presste ich leise hervor. Sie trug verdammt nochmal zu viel! Ein schneller Griff, eine ruckartige Bewegung, dann fielen ihre Shorts langsam zu Boden.

Das Grinsen, das sich auf ihre Lippen legten, konnte ich beinahe physisch spüren, sehnsüchtig umschloss ich ihre Beine mit meinen Händen. Fuck, war die weich! So weiche Haut, trotzdem konnte ich deutlich definierte Muskeln spüren. Genauso eine starke Gänsehaut, keuchend drückte sie ihr Becken fester an mich. Sie trug keine verfickte Unterwäsche. Kleine Schlampe!

Hatte sie die ganze Zeit über nur die Shorts angehabt? Fuck, das war echt heiß. Gierig grub ich meine Zähne in ihre Halsbeuge, verursachte ein starkes Zucken. Wieder dieser sanfte, erregte Laut, der direkt durch mich hindurch floss. Ihr Stöhnen machte mich mehr an, als es gut für mich sein konnte. Wieder glitten ihre Hände über meinen Oberkörper, dieses Mal meinen Rücken entlang. Es war eine so sanfte, streichelnde Berührung, dass auch mein Körper erregt gegen ihren zuckte.

Langsam, mit viel zu viel Geduld, zog sie in der Bewegung mein Shirt und das Hemd über meinen Kopf, streichelten jeden Millimeter frei werdender Haut. Ein kurzer, kühler Lufthauch streichelte meine Haut, brachte mich für ein paar Sekunden zum Zittern. Nicht einmal einen Wimpernschlag später war mein BH ebenfalls geöffnet und ich stand mit nacktem Oberkörper vor ihr. Gleiche Bedingungen für alle, schätzte ich.

Hastig riss ich auch ihr Oberteil runter, der BH-Verschluss war ein Kinderspiel. Inzwischen konnte ich es schon längst mit einer Hand, ohne ihn dabei sehen zu müssen. Ein kurzes Zusammendrücken meiner Finger und schon schnappte er auf und entblößte diese wundervollen Brüste. Darauf musste ich mich noch nicht einmal konzentrieren.

Jetzt war sie komplett nackt. Unwillkürlich machte ich einen kleinen Schritt nach hinten, um sie besser ansehen zu können. Alleine ihr Anblick raubte mir den Atem.

Wunderschön. Ein paar winzige Narben zierten ihren Oberkörper, die durch eine leichte Bräune weiß hervorstachen. Ihr Bauch war, wie verdammt nochmal erwartet, flach. Man sah ihr deutlich an, dass sie in ihrem Leben viel Zeit mit Sport verschwendet hatte. Sie war drahtig, hatte leicht definierte Muskeln und trotzdem ausgeprägte Hüften. Ganz langsam glitten meine Augen über ihren Körper, fing bei ihrem Gesicht an und wanderte ganz langsam tiefer.

Ihre Haut sah genauso weich aus, wie sie sich anfühlte. Einzelne Schweißtropfen liefen von ihrem Hals tiefer, über ihr Schlüsselbein und langsam zwischen ihren Brüsten entlang. Schwer schluckend leckte ich mir über meine Lippen, meine Augen blieben unglaublich lange an ihren Nippeln hängen. Bereits jetzt waren sie unglaublich steif, es war fast unmöglich, den Blick abzuwenden.

Aber eine Kleinigkeit lenkte meine Aufmerksamkeit auf sich, unbarmherzig zog die winzige Stelle meine Augen an. An ihrer linken Schulter, direkt am Gelenk, war eine kleine, kreisförmige Narbe. Ich war so fokussiert darauf, dass ich gar nicht bemerkte, wie sie einen Schritt auf mich zu gemacht hatte. Langsam, beinahe ungläubig fuhren meine Fingerspitzen über die kleine Unebenheit, glaubte sogar Muskelgewebe darunter spüren zu können. Eine Schusswunde. Woher um alles in der Welt hatte sie das?

Als sie meine Handgelenke kurzentschlossen umfasste und meine Hände so ganz langsam zu sich zog, glitt eine weitere Gänsehaut über meinen Rücken. Sie war so wunderschön!

So würde ich auch gern aussehen, aber mein Körperbau ließ eher auf einen Jungen schließen. Ohne meine langen Haare und Beine würde ich sicherlich als Kerl durchgehen. Meine Brüste waren nicht besonders groß, ich hatte keine ausgeprägten Hüften, einzig mein Hintern gefiel mir. Meine Statur war eher etwas abgemagert als dünn. Trotzdem starrten mich ihre inzwischen tiefblauen Augen hungrig an, das ganze fühlte sich fast wie ein Blickfick an.

Sehnsuchtsvoll machte sie einen Schritt auf mich zu, griff nach meinen Schultern und drückte mich weitere Zentimeter nach hinten. Im ersten Augenblick war mein Verstand durch den Anblick hier viel zu vernebelt, aber als die Erkenntnis über mir zusammenbrach vertrieb das jegliche Lust aus meinem Körper. Sie wollte mich von Bord schubsen!

Wäre ja nichts Schlimmes, sie konnte nichts von meiner Panik ahnen. Erschrocken merkte ich, wie meine rechte Ferse ins Leere trat, ich mich gerade noch so auf den Zehen halten konnte.

Sekundenlang hing ich in einer vollkommenen Starre, meine gesamten Muskeln verhärteten sich und weigerten sich, auch nur die geringste Bewegung zu vollführen. Schwankend, mit reiner Todesangst in jedem meiner Knochen. Es waren vielleicht zwei Sekunden, aber für mich schienen sie gar nicht mehr enden zu wollen. Als würde eine Ewigkeit an mir vorbeiziehen, in der ich die gesamte Zeit über meinen eigenen Tod vor meinem inneren Auge sehen konnte.

Dann griffen zwei Arme nach mir, zogen mich einen winzigen Schritt vom drohenden Abgrund weg und zurück gegen ihre nackte Haut. Wie kalt mir geworden war, in diesen paar Augenblicken, wurde mir erst bewusst, als mich ihre Hitze wieder einlullte. Zitternd schlang ich ebenfalls die Arme um ihren Körper, presste mich an sie, als wäre sie ein Rettungsring.

Mein Puls raste, ich keuchte, als wäre ich kilometerweit gerannt und alles an mir bebte. Fuck! Verdammte Scheiße! Die ganze Zeit über war mir klar gewesen, was für ein verficktes Risiko ich hier einging. Auf einer Blechbüchse mitten im Meer, obwohl ich untergehen würde wie ein scheiß Stein. Und ich war es eingegangen, weil ich mir sicher gewesen war, dass ich niemals auch nur in die Nähe der Brüstung kommen würde.

Das war der wohl ekelhafteste Adrenalinschub meines Lebens gewesen, noch immer presste ich mich haltsuchend an die Blonde, atmete ihren Duft tief ein. Erneut wanderten ihre Fingerspitzen über meinen Körper, hauchzart fuhr sie meinen Rücken entlang. Die Hitze ihrer Haut zog leichte Spüren über die meine, wärmten diese winzigen Stellen und verursachten mir eine Gänsehaut. Der Vergleich zwischen den kalten und warmen Punkten ließ mich heftiger beben und entlockte mir sogar ein kleines Seufzen. Eines, das nicht getränkt war von Angst, sondern von Sehnsucht. Zärtlich streichelte sie weiter, glitt meine Wirbelsäule nach unten.

Die Panik wurde in Sekundenbruchteilen wieder Lust gewichen, der plötzliche Wechsel ließ meinen Kopf noch viel mehr schwirren. Als sie am Saum meiner Hose ankam, rutschten ihre Finger direkt unter den Bund. Wurden durch den Stoff etwas fester gegen meinen empfindlichen Hintern gedrückt, brachte mich zum Keuchen. Dieses Mal hörbar lustdurchtränkt, vor lauter Scham über den unbeherrschten Laut grub ich meine Zähne in ihr Schlüsselbein. Fast in der selben Sekunde stöhnte sie laut auf, zuckte hart gegen meinen Körper und riss gleichzeitig mich fester an sie.

Überrascht stockend riss ich meine Augen wieder auf, starrte direkt auf ihre weiche Haut. Meine Nasenspitze war nur wenige Zentimeter von ihr entfernt, sofort konnte ich meine Bissspuren erkennen. Gleichzeitig verwirrt und fasziniert musterte ich die Abdrücke, leckte mir unbewusst über die Lippen. Ihre Finger streichelten wieder höher, kaum dass sie den Stoff meiner Hose hinter sich gelassen hatte setzte sie ihre Nägel ein. Erst sanft, kaum spürbar, dann grub sie mit jedem Millimeter ihre Krallen tiefer in mein Fleisch.

Erhitzt keuchend drückte ich meinen Unterkörper fester gegen ihren, in der Hoffnung es würde die pulsierende Lust, die von dort kam und meinen gesamten Körper einhüllte, etwas im Zaum zu halten. Wenn ich mich nur fest genug gegen sie pressen konnte, könnte ich die Gefühle vielleicht ein kleines bisschen zurück drängen. Aber es half nicht, wieder stöhnte ich leise gegen ihre Haut, mein Körper konnte sich gar nicht mehr entscheiden, ob er sich gegen sie oder gegen ihre Nägel drücken wollte.

Also blieb mein Unterkörper direkt an ihrem und mein Oberkörper drückte sich gegen ihre Hände, auch wenn ich nicht viel Spielraum hatte. Sie drückte mich weiterhin gegen sich, Haut an Haut. Dass ich angefangen hatte, mit meinen Fingern durch ihre Haare zu wühlen und sie mit der anderen Hand auf ihrem Rücken enger an mich zu ziehen war mir nicht einmal aufgefallen.

Mit dem plötzlichen Drang, ihre wunderschönen Lippen mit meinen zu versiegeln konnte ich im ersten Moment gar nicht umgehen. Ich starrte nur darauf, wenige Zentimeter mit meinen Lippen von ihren entfernt. Konnte ihren Atem fühlen und riechen, erahnte jedes noch so kleine Seufzen. Jedes Mal, wenn sie wieder etwas härter schluckte oder ihr gesamter Körper wie unter einem elektrischen Impuls zuckte. Als würden lauter kleine Stromstöße ihr Zucken verursachen.

Irgendwann merkte ich, dass sie ebenso sehnsüchtig auf meine Lippen starrte. Ihre tiefblauen Augen schwammen förmlich in Verlangen und Zuneigung, wieder musste ich hart schlucken, leckte mir über meine ganz trocken gewordenen Lippen. Nicht nachgeben! Niemals küssen. Das wäre mein Untergang. Allein dieser Wunsch danach brannte in mir wie Säure.

Hilflos seufzend ließ ich meinen Kopf nach vorne sinken, direkt an ihren Lippen vorbei. Für den Bruchteil einer Sekunde glaubte ich, sie auf meinen zu spüren, aber das Gefühl verschwand so schnell, dass ich es mir auch eingebildet haben könnte. Stattdessen küsste ich ihren Hals, grub meine Zähne erneut tief in ihr weiches Fleisch. Hörte den erregten, halb erstickten Schrei und spürte, wie ihre Nägel sich tiefer in meinen Rücken bohrten.

Beinahe glaubte ich, so etwas wie Blut auf meiner Haut zu fühlen und drückte mich dennoch der Berührung entgegen. Es war ein erschreckend erregender Schmerz, der kleine Stromschläge durch meinen gesamten Körper jagen ließ. Wieder drängte ihr Körper enger an meinen, ohne es mitzubekommen drehte ich mich mit ihr in meinen Armen etwas.

Durch die ganzen Eindrücke, ihren Atem, ihren Duft, die ganzen Berührungen verlor ich langsam meine Orientierung. Das Rauschen des Meers, das von überall zu kommen schien tat ihr übriges, vorsichtig versuchte ich, wieder zu irgendeiner dieser Wände zu kommen. Wollte sie dagegen pressen, sie mit meinem Körper fest dagegen drücken und sie ficken. Sie noch viel lauter stöhnen lassen.

Hier war weit und breit niemand, keine von uns musste sich hier zusammen reißen.
In der nächsten Sekunde passierte es. Ein starker Ruck ging durch ihre rechte Körperhälfte, ein erschrockener Aufschrei ihrerseits ließen meine Alarmglocken augenblicklich wieder schrillen. Dann geschahen zwei Dinge auf einmal. Die Blonde musste ins Leere getreten sein, denn sie kippte einfach nach rechts weg. Als wäre da gar nichts mehr, kein Schiff, keine Reling.

Sie schrie und fiel und in der selben Sekunde griff sie nach meinem Arm. Wie ein Reflex, ich konnte den Schrecken und das Entsetzen in ihren Augen sehen. Im nächsten Atemzug konnte ich erkennen, was mir blühte. Durch den Schock darüber, plötzlich zu fallen hatte sie sich an mir festgekrallt, um sich zu halten. Aber ich hatte kein Gleichgewicht.

„Ich kann nicht schwimmen!“, platzte es panisch aus mir heraus. Meine Worte waren nicht schnell genug, in der nächsten Sekunde konnte ich spüren, wie auch mein Fuß ins absolute Nichts trat. Wie ein gewaltiger Ruck durch meinen Körper ging, als plötzlich ihr gesamtes Gewicht an meiner Hand riss und zog mich auf das Meer zu.

Ich würde ersaufen! Einfach so, noch nicht einmal volljährig. Schreck und Terror breitete sich in mir aus, als mein Körper durch die Erdanziehung nach unten gerissen wurde. Es war, als würde der Tod persönlich nach mir greifen und mich in mein nasses Grab zerren. Der panische Schrei, der mir in der Kehle steckte, wollte im Flug gar nicht aus mir entweichen.

Erst, als mein Kopf durch viel zu warmes Wasser stieß, brüllte ich mir die Lungen aus dem Leib. Das Salzwasser gelangte mir sofort in meine vor Angst geweiteten Augen, ließ sie schlimmer brennen, als jemals zuvor. Es war unleugbar schön hier im Wasser, es war komplett durchsichtig und klar. Ich konnte die Felsen und das Schiff sogar durch die Lichtbrechung im Wasser erkennen, aber das beruhigte mich keineswegs.

Panisch paddelte ich mit meinen Füßen, so fest ich nur konnte. Irgendwie schaffte ich es, mich nach oben zu bringen, meinen Kopf wieder durch die Wasseroberfläche zu stoßen. Gleichzeitig erleichtert und erschrocken schnappte ich nach der nötigen Luft, merkte erst jetzt wie dringend mein Körper das Atmen brauchte. Verdammt! Hektisch drückte ich meine Arme und Beine so fest und schnell ich konnte gegen den Sog von unten, um meinen Kopf weiter über Wasser halten und atmen zu können.

Vor Angst war mein Sichtfeld ganz klein geworden, mein Verstand wollte meine Umgebung gar nicht mehr in mein Gehirn lassen. Dort gab es nur noch einen einzigen Gedanken und der wurde von meiner Schädeldecke immer und immer wieder zurückgeworfen. Ich würde ersaufen!

In der Sekunde, in der ich nochmal nach Luft schnappen wollte, schlug eine Welle über mir zusammen. Statt der sehnsüchtig erwarteten Luft spülte es brennendes Meerwasser meine Kehle entlang, ließ es direkt in meine Lungen laufen. Der Salzgehalt brannte höllisch in meinem gesamten Körper, vor Schreck versteifte ich mich und ging unter wie ein Stein.

Noch mehr Panik machte sich in mir breit, es fühlte sich an als würde es langsam aus meinem Körper herausfließen und mich komplett einhüllen. Automatisch brachte mich der Geschmack und das Gefühl des Meerwassers zum Keuchen und Würgen, bei der Schnappatmung gelangte noch mehr Wasser in meine Lungen. Ich wusste, dass ich meine Augen weit aufgerissen hatte, durch den Schmerz, der auch dort allgegenwärtig war, doch ich konnte gar nichts mehr sehen.

Irgendwas griff nach mir, hielt mich an den Schultern und aus einem Reflex heraus klammerte ich mich an was auch immer es war. Spürte deutlich, dass das Ding nachgab und ebenfalls tiefer sank. Irgendwie hatte ich es geschafft, das Keuchen zurückzuhalten, aber stattdessen spürte ich einen endlosen Druck auf meinen gesamten Körper. Als würde etwas aus mir herausplatzen wollen oder eine Bombe wollte mich von innen heraus zerreißen. Gleichzeitig brannte mein Brustkorb und meine Lungen, als stünden sie in Flammen. Oh fuck, ich musste dringend wieder an die Oberfläche! In Todesangst strampelte ich wie verrückt, trat einfach nur Wasser und krallte mich fester in das weiche Ding, das noch immer meine Arme gepackt hatte.

Ich wollte schreien, husten und endlich wieder atmen. Mein Blut pulsierte bereits in meinem Kopf, von der Anstrengung, das Wasser weiterhin in meinen Lungen zu halten und nicht noch mehr zu schlucken. Es dauerte wenige Sekunden, dann wollte ich einfach nicht mehr. Der Druck war zu groß, alles in mir brannte und meine Muskeln wurden mit jeder Bewegung steifer.

Es wurde immer schwerer, überhaupt noch zu existieren.
Also ließ ich es schließlich sein.
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