Ghetto Girl

von -bambi-
GeschichteRomanze / P18 Slash
16.10.2017
18.10.2019
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Ich hab wieder etwas längeres angefangen :) Es spukt mir schon eine Weile im Kopf rum und macht wirklich Spaß zu schreiben. Jetzt bin ich dabei, es so zu bearbeiten, dass man es auf die Welt loslassen kann, ohne Sorgen :)
Als kleine Warnung, wer Albino von mir bereits kennt, es wird in etwa dieser Schlag sein. Versager-Eltern,
Schule scheiße, Bildung für den Arsch, Ghettosprache, Kriminalität und natürlich, wie fast von mir gewohnt, wird irgendwann auch Lemon kommen. Keine Gewaltverherrlichung, sollte ich vielleicht dazu sagen :) es ist einfach ein wenig derber und düsterer.
Aber ich hoffe, ihr habt genauso viel Freude daran es zu lesen, wie ich es beim Schreiben hatte. Die Uploads haben noch keine regelmäßigen Daten, ich mach das so, wie ich gerade motiviert bin. Aber wird nicht Jahre auf sich warten lassen, versprochen :)
Ach ja, Kurzbeschreibungen sind im Moment gar nicht mehr meine Stärke :) ich hoffe, ihr gebt der Geschichte trotzdem eine Chance


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„Heute wird die Miete fällig!“

Zähneknirschend warf ich der Frau am Küchentisch einen Blick zu, schlurfte dann weiter in Richtung Kaffeemaschine. Es war gerade einmal sechs Uhr morgens, ich hatte noch keinen Kaffee gehabt und konnte deutlich den neuesten Kater spüren. Gestern Nacht war irgendwann beinahe zu heute Morgen geworden, erst vor zwei oder drei Stunden war ich ins Bett gefallen. Dass mich meine Mutter mit solchen Sprüchen begrüßte war ja nicht unbedingt etwas Neues für mich, aber dennoch ärgerte es mich.

Ich war hungrig und hatte das große Bedürfnis, mir das Kaffeepulver direkt über die Nase reinzuziehen, nur um ihn schneller in meinen Kreislauf zu bekommen. Zwei Stunden Schlaf waren eindeutig zu wenig gewesen, aber meine geniale Mutter sah aus als wäre sie noch gar nicht schlafen gegangen. Zu ihrem Glück war meine Müdigkeit stärker als der Drang die Frau zu erschlagen. „Bis heute Abend sind noch 374 Dollar fällig.“

Augenrollend schnappte ich mir den Behälter mit dem Kaffeepulver, konnte direkt fühlen wie leicht er geworden war. Was für eine Scheiße, ich hatte doch erst vor ein paar Tagen neuen gekauft! Wer hatte schon wieder so viel davon gesoffen? „Deine Brüder haben ihren Anteil schon bezahlt“, fuhr sie ungerührt fort. Die Frau saß auf ihrem Arsch, bewegte sich keinen Millimeter und trank aus ihrer hässlichen Tasse.

Warum sollte sie sich auch um irgendwas kümmern, es war ja nur Dienstag, ein Schultag und wir sollten etwas Essen. Und vielleicht sogar etwas zu essen mitnehmen. Solange sie nur wieder vier Scheiben Toast in sich reinstopfen konnte war das ja egal. Gleichgültig zuckte ich mit den Achseln, brachte gerade einmal zwei Löffel Kaffeepulver aus der Dose und seufzte frustriert auf. Was für eine verdammte Scheiße, die beiden Tassen Kaffee würde ich mal wieder mit meinem Leben verteidigen müssen, wenn Tai erst mal wach geworden war.

„Der Rest ist dein Anteil. Wo ist das Geld?!“ Ihre Stimme war eine Spur lauter und schärfer geworden, wie immer, wenn es um Geld ging. Genauso wie letzte Woche, als sie mich gegen eine Wand gedonnert hatte, um mir Geld fürs Einkaufen abzunehmen. Natürlich war sie am Abend darauf natürlich high, aber ohne Lebensmittel nach Hause gekommen war. Wäre ich doch nur volljährig! Wieder zuckte ich mit den Achseln, suchte in der vollgestellten Spüle nach einer Tasse.

Es war gar nicht so einfach, der Abwasch war zuletzt vor zwei Wochen gemacht worden und in den meisten Tassen hatte sich viel zu hartnäckiger Schimmel angesetzt. Der andere Teil hatte Risse und es würde die ganze Zeit Kaffee verloren gehen, also auch scheiße. Nach einer Weile, in der ich meine Mutter die ganze Zeit vor Zorn und Ungeduld schnauben hören konnte, hatte ich eine akzeptable Tasse gefunden, spülte sie kurz mit Wasser ab und stellte sie zur Kaffeemaschine.

„Du musst deinen Anteil zahlen!“, fauchte sie aufbrausend. Gleich würde eine Tasse fliegen. Oder etwas in dieser Richtung. Dabei wusste diese scheiß Frau ganz genau, dass ich vor zehn Uhr und mindestens drei Tassen Kaffee kein Wort sprach. Sie kannte mich schon seit siebzehn Jahren und trotzdem war ihr alles scheißegal. Solange sie nur irgendwie an Geld kommen konnte. Die Rechnung war nie höher als 250 Dollar gewesen und dennoch kam so ein Dreck von ihr.

Im Moment war ich einfach viel zu fertig um mit ihr zu diskutieren, es kam sowieso nichts dabei heraus. Das hatte ich schon so oft versucht, es war einfach wirkungslos. Genervt und innerlich total angespannt kramte ich in meinem Rucksack herum. Es war ätzend, dass ich ihr schon wieder mein ganzes Geld abtreten musste, aber das war noch immer besser, als sich Scherben aus dem Gesicht zu pulen.

Irgendwann hatte ich den kleinen Umschlag gefunden, warf ihn einfach über die kleine Anrichte auf den Küchentisch. Natürlich gab meine Mutter jetzt erst mal Ruhe, musste ja ihr verfluchtes Geld zählen. Zähneknirschend öffnete ich den Kühlschrank, wäre beinahe wieder weg gezuckt. Augenblicklich breitete sich in meiner Nase ein übler Gestank aus, ich wollte gar nicht erst herausfinden, wo das herkam.

Ein kurzer Blick reichte, da wusste ich schon, dass sich die Frau wirklich das letzte Essbare in diesem Kühlschrank gekrallt hatte. Keine Eier, keine Milch, kein scheiß Brot mehr. Was sollten wir jetzt essen? „Das sind 226 Dollar. Fehlen noch 148 Dollar!“, stellte die Frau nüchtern fest. Wieder trafen meine Zähne hart aufeinander, knirschten so fest, dass leichter Schmerz durch meinen gesamten Kiefer schoss. Ich musste meinen Kaffee mal wieder schwarz trinken, genervt fuhr ich mir durch die Haare, nippte an der heißen Flüssigkeit.

Es tat trotzdem gut, endlich etwas Kaffee trinken zu können, obwohl ich den Geschmack so weniger mochte. Es hatte ein leicht fruchtiges Aroma, aber ohne Milch merkte man doch schon viel deutlicher, wie billig das Pulver eigentlich war. „Das brauche ich bis heute um vier, alles andere ist zu spät“, fügte sie noch immer wütend hinzu. Dass ich sie ignorierte war vermutlich nicht meine beste Idee gewesen, aber ich hasste Gespräche am Morgen.

Mehr als alles andere und ich hasste eine ganze Menge. „Schule!“, rang ich mir mühsam ab. Jede einzelne Silbe fiel mir so unglaublich schwer, als ob sich meine Zunge gar nicht mehr bewegen wollen würde. Sie war wie gelähmt, lag in meinem Mund wie ein toter Hamster. „Und? Du fällst in jedem Kurs durch, tu doch nicht so!“ Wortlos starrte ich sie an. Die Worte waren wie ein Schlag ins Gesicht gewesen, ich wusste noch nicht einmal, was ich dazu sagen sollte.

Klar, Schule war mir scheißegal, aber ich fiel in keinem einzigen Kurs durch! Selbst, wenn ich nicht in der Schule war, selbst wenn ich über die Hälfte der Zeit mit Schwänzen und Kiffen verbrachte stand ich in jedem Kurs verflucht gut. Der Stoff an dieser schrottigen Ghetto-Highschool war so schlecht, dass es ein Kinderspiel war. Sogar stockbesoffen, ohne Schlaf und zwei Joints vorher und ich hatte beinahe die volle Punktzahl.

Meine Mutter behauptete auch ständig, mein Vater wäre Professor an irgendeinem guten College gewesen. Eines dieser Spitzenteile, auf die sogar kleine Chinesen gehen wollten. In der zweiten Klasse hatte sie mich testen lassen, mein IQ lag irgendwo über hundertdreißig. Aber was brachte mir das? Top Noten und trotzdem würde ich hier elendig verhungern, wenn ich kein Geld auftrieb. „Schaff das Geld bis heute um Vier an oder du findest beim Zurückkommen andere Türschlösser wieder!“, drohte sie mit scharfer Stimme.

Wieder starrte ich sie einfach nur an, konnte immer noch nicht ganz verarbeiten, was für eine Scheiße sie eigentlich von sich gegeben hatte. Diese abgehalfterte Hure saß hier und verurteilte mich, während sie nicht mal die Highschool geschafft hatte! Und wie sie erst aussah. Die erste Stripperin, bei der man wirklich nicht sagen konnte, wofür die Männer eigentlich bezahlten. Oder bei der man sich fragte, ob Männer wirklich so anspruchslos sein konnten.

Die Drogen zeigten sich besonders in ihrem Gesicht, es war eingefallen, ihre Wangenknochen traten in merkwürdigen Winkeln hervor. In gewisser Weise sah sie aus wie ein Skelett, auf das man Haut gezogen hatte. Ihre Augen traten aus den dafür vorgesehenen Höhlen hervor, waren mit dunkelroten Adern durchzogen. Ihre Pupillen waren seit der Geburt meines kleinen Bruders nicht mehr geweitet gewesen, ihre Haut hatte eine ungesunde, gräuliche Färbung angenommen. Sogar ihre Haare zeigten, dass sie nicht mehr auf der Höhe war. Dass ihr Drogen lieber waren als ihre Familie.

Sie waren schmutzig blond, ungepflegt und sahen total durcheinander aus, als hätte einer der Männer, für die sie die Nacht über getanzt hatte, richtig durchgenommen. Ihre Klamotten gehörten eigentlich mir, waren jetzt schmutzig und die Jeans an ihren Knien durchgerieben und zerrissen. Sie war viel zu dünn, die Lippen aufgerissen und ihre Zähne sahen aus wie bei einer Methsüchtigen. Vielleicht war sie das auch, woher sollte ich das schon wissen.

„Und wie?!“, wollte ich giftig wissen. Die halbe Tasse Kaffee hatte ich bereits gelehrt, wenigstens fiel es mir jetzt nicht mehr so schwer, Worte aus meinen Überlegungen in tatsächliche Geräusche umzuwandeln. Wenn ich gerade aufgestanden war, konnte ich tausende Gespräche in meinem Kopf durchgehen, aber während dem Schlaf verlor ich irgendwie die motorische Fähigkeit, mit meiner Zunge Worte zu formen. Es war richtig anstrengend, als müsste ich es jeden Tag aufs Neue wieder von vorne lernen.

„Ist mir scheißegal! Weck deinen Bruder und bring ihn in die Vorschule!“, erwiderte die Frau gereizt. Wieder presste ich meinen Kiefer aufeinander, ballte langsam meine Hände zu Fäusten. Das war doch ihr verdammtes Assi-Baby! Sie hatte ihn unbedingt in die Welt setzen müssen, von irgendeinem Typen, dessen Namen sie nicht einmal kannte. Nur für einen Bonus auf dem Sozialscheck, ich würde sie am liebsten erwürgen.

Und noch während ich im Kopf hunderte verschiedener Möglichkeiten durchging, wie ich sie jetzt am besten Ermorden konnte ohne in den Knast zu müssen, war sie aufgestanden. Ließ den fast aufgegessen Toast und die Kaffeetasse einfach stehen und ging die Treppe nach oben. Irgendwo in der Ferne konnte ich eine Türe zuschlagen hören, während meine Schultern vor Anspannung und Wut regelrecht zitterten. Ich hasste sie! Hoffentlich würde sie sich heute eine Überdosis setzen, überall war es besser als mit dieser Fotze! „Hure“, wisperte ich zornbebend.

Jetzt musste ich mich auch noch darum kümmern, dass ihr kleiner Hosenscheißer angezogen war, was zu essen bekam und ihn dann auch noch zu allem Überfluss in die Vorschule bringen? Was war das für eine kranke Vorstellung? Dabei musste ich jetzt innerhalb von gerade einmal sieben Stunden über hundert Dollar verdienen. Wenn es so einfach wäre, wären wir sicherlich nicht mehr hier in diesem versifften Haus. Dass wir hier überhaupt noch wohnen konnten, konnte ich mir gar nicht vorstellen. Vermutlich war die Bude nach unserem Auszug keinen Dollar mehr wert.

Den Kühlschrank wollte ich nicht nochmal öffnen, der Gestank hatte mir vollkommen ausgereicht. Da würde ich heute nichts Genießbares mehr finden, also musste ich mich auf die Schränke stürzen. Eine halbe Packung Cornflakes war irgendwo in die hinterste Ecke eines Hängeschranks gerutscht, wortlos holte ich das raus. Irgendwo war auch noch eine Dose Tunfisch zu finden, mehrere halboffene Packungen verschimmeltes Brot, eine geöffnete Dose mit Bohnen, die jetzt wohl vollständig vergammelt waren. So in etwa sahen alle Lebensmittel aus, bis auf Mehl, ein paar Haferflocken, eine halbe Tube Tomatenmark, ein Glas Brühe und eine Dose mit einem Aufdruck in einer mir fremden Sprache.

Einkaufen wäre dringend mal wieder angesagt, aber jetzt hatte meine Mutter meinen letzten Dollar. Und mehr aufzutreiben als das, was ich ihr jetzt sowieso schon schuldete würde vermutlich unmöglich werden. Vor allem in der kurzen Zeit. In sieben Stunden konnte ich kein Auto klauen und mir gleichzeitig Gedanken darum machen, wer es kaufen könnte. Bei Manny konnte ich nicht einfach so auftauchen und hoffen, dass er irgendeinen Wagen akzeptieren würde. Einen Auftrag von ihm am helllichten Tag anzunehmen war zu riskant, außerdem bezahlte er selbst erst, wenn er bezahlt worden war.

Also nachdem die Wagen verschifft worden waren. Das war schon mal keine Option. Dinge aus der Schule klauen war zu brisant, zu hoch war das Risiko, erwischt zu werden. Betteln würde ich heute auch nicht mehr schaffen, nicht in der Höhe des Betrags. Klauen ging auch nicht, wenn ich keinen Abnehmer hatte. Einen Kiosk überfallen wäre eine Möglichkeit, aber wie hoch war da das Risiko, erwischt zu werden? Vor allem so ganz ohne irgendein Alibi. Tai schuldete mir noch eine kleine Pflanze, die könnte ich verticken. Wenn ich genug verlangte, würde es gerade noch so reichen. Seufzend fuhr ich mir über die Augen, ließ meine Finger langsam durch meine Haare gleiten. Was für ein Scheißtag.

Langsam ging ich die Treppen nach oben, zog immer mal wieder das offene Hemd etwas fester um meinen Körper. Irgendwo aus einem der Zimmer drang laute Musik, also war Tai wohl schon wach. Immerhin etwas. Das Haus war verdammt klein, oben gab es gerade einmal drei Zimmer und ein Badezimmer, unten war es nicht besser. Eine Küche, ein kleiner Abstellraum, das Wohnzimmer und mein „Zimmer“. Eigentlich war ich wie Harry Potter.

Mein Treppenzimmer hatte zwar keine Türe, aber der Platz war ähnlich. Da ich das einzige Mädchen der Familie war und meine Mutter sich eher die linke Titte abhacken würde, als mit mir ein Zimmer zu bewohnen, hatten sie mir da unten in der Nische zwischen den Treppenstufen und dem Boden einen Schlafplatz gebaut. Davor hing ein hässlicher, altrosa Vorhang, der mir die Illusion von so etwas wie Privatsphäre gab. Darin war eigentlich nichts weiter als eine Matratze, Decke und Kissen, eine Steckdose und etwas Platz am Fußende der Matratze für meinen Rucksack und einige Bücher. Das war mein Zimmer.

Die Jungs, vier Stück an der Zahl, teilten sich jeweils zu zweit ein Zimmer, meine Mutter hatte ihr eigenes. Ich wusste nicht mal genau, ob ich wirklich in eines der Zimmer ziehen wollen würde. Vermutlich nicht, aber ich wollte mir auch nicht allzu viele Gedanken darübermachen. Mit meinen Brüdern in ein Zimmer zu ziehen wäre glatter Selbstmord. Tai hatte auch so schon oft genug versucht, mir Streiche zu spielen während ich schlief. Einmal hatte er auf mich gepinkelt.

Ich war so ausgerastet, dass ich ihn mitten in der Schule mit einem Hockeyschläger verdroschen hatte, bis mich die Polizisten von ihm weggezogen hatten. Dabei hatte ich auch noch zwei von ihnen schwer verletzt. Dummerweise, musste ich wohl sagen. Dafür, meinen Bruder krankenhausreif geprügelt zu haben, wäre ich nicht in den Jugendknast gekommen. Aber wegen zwei fetten Polizisten im Krankenhaus? Das ganze Polizeirevier war solidarisch im Gerichtssaal gewesen. Einschüchternd, wenn ich ehrlich war.

Tai hatte mir inzwischen vergeben, aber ich könnte ihn vermutlich sogar totprügeln und er würde noch immer lachen. North Side-Kids. Die respektierten noch Prügel, das einzig gute am Leben hier. Wenn man kräftig genug zuschlug, hatte man Recht, auch ohne wirklich im Recht zu liegen. Etwas, das hier jeder respektierte. Sogar meine Brüder. Und im Laufe der Zeit hatte ich mir oft mein Recht erkämpfen müssen, mit allen Mitteln. Die ältesten zwei waren wesentlich größer und viel stärker als ich, wenn ich nicht unfair spielte, machten die beiden mich eiskalt platt.

Tai und Kai teilten sich ein Zimmer, ebenso wie Sasha und Vlad. Tai war mein Zwillingsbruder, drei Minuten jünger als ich und ein absoluter Idiot. Wenn es hart auf hart kam, konnte ich mich jedoch auf ihn verlassen. Er und mein anderer Bruder Michail, der drei Jahre jünger war als ich und sich Kai nennen ließ, vertickten zusammen die unterschiedlichsten Drogen, das Gras dafür züchtete meistens ich. Wo sie den Rest her bekamen konnte ich gar nicht sagen und vermutlich war das auch besser so.

Vlad war zehn und angeblich ein Unfall, was den Altersunterschied erklärte. Nach Vlad war meine Mutter eigentlich für unfruchtbar erklärt worden und hatte die Pille abgesetzt. Sie war ganze sechs Jahre lang unfruchtbar gewesen, dann war sie plötzlich schwanger mit Sasha. Der Dreijährige war wirklich süß, alle anderen waren jetzt schon mit Drogen und Waffen in Kontakt. Für Sasha würde ich mir wünschen, dass wir irgendwann mal die Kurve bekommen würden.

Damit er nicht irgendwann mit fünf das erste Mal eine Waffe in der Hand halten würde. An manchen Tagen wusste ich gar nicht, ob ich meine Familie hasste, oder ob ich sie liebte. Meistens mochte ich sie, bis sie irgendwelche dummen Dinge anstellten. Wortlos, ohne anzuklopfen riss ich die Türe zum Zimmer der beiden Jüngsten auf. Der Geruch, der mir entgegen kam war wirklich atemberaubend, für einen kurzen Moment konnte ich tatsächlich nicht mehr atmen. Es stank nach vergammeltem Essen, Schweiß und alten Klamotten.

Wann die beiden wohl das letzte Mal gelüftet hatten? „Hey, klopf gefälligst an!“, rief Vlad aufbrausend. Der Junge lag noch immer im Bett, murrte und riss sich dann die Decke über den Kopf. Als ob das was bringen würde. „Schule!“, murrte ich nicht minder schlecht gelaunt. Mit einer schnellen Bewegung hatte ich ihm die Decke vom Körper gerissen, warf sie einfach achtlos auf den Flur. Vlad war schwer wach zu kriegen, er war ein verdammt bockiges Kind. Schon immer gewesen und würde das wohl auch immer bleiben.

„Wenn du nicht in zehn Minuten unten bist, haben die anderen alles aufgefressen! Zwei Schüsseln Müsli, der Countdown läuft“, erinnerte ich ihn mürrisch. Verdammt, was war das eigentlich für ein beschissener Tag. Jetzt musste ich auch noch diese ganzen Idioten aufwecken. Gut, derjenige, der als erstes aufstand machte das sowieso immer, aber in letzter Zeit blieb das viel zu oft an mir hängen. Was war nur los im Moment? Und Tai hatte sich auch noch nicht bewegt.

Bei dem Jungen half es wenigstens, er sprang aus dem Bett, als hätte ihn etwas gestochen. Ein wütender Blick in meine Richtung, dann war er auch schon aus dem Zimmer verschwunden. Seine Decke blieb im Gang liegen, er trat sogar noch ein paar Mal darauf herum. Als ob er mich damit ärgern konnte, das war schließlich sein Dreck, den würde ich garantiert nicht wegräumen. Was für Idioten doch in diesem Haus wohnten.

Der Dreijährige sah mich aus seinem Gitterbett mit leuchtenden Augen an, einen kurzen Moment lang war ich versucht einfach umzudrehen und zu gehen. „Ri-Ri“, krähte er fröhlich. Sogar in dem Abstand, den wir gerade zueinander hatten, konnte ich nur zu deutlich sehen, wie sehr er strahlte. Dass sogar ein kleiner Sabberfaden über sein Kinn lief, weil er beim Grinsen einen Finger im Mund behielt. Er war schon knuffig.

Und er konnte meinen Namen nicht richtig aussprechen, deshalb sagte er immer Ri-Ri. Terry wäre für den Kleinen wohl auch etwas zu viel gewesen. Er konnte auch so schon sehr wenig sprechen, meistens war ich mir sicher, dass er gar nicht reden wollte. Vlad hatte auch schon viel früher angefangen, sich richtig auszudrücken. Wieder mein ganz wortkarges selbst hob ich den Jüngsten aus dem Bettchen, schenkte ihm eines der seltenen Lächeln, die ich morgens eigentlich gar nicht verteilte. Er war auch zu lieb.

Er würde irgendwann eine Chance haben, da war ich mir sicher. Denn bevor meine Mutter ihn versauen konnte, würde sie gestorben sein. Und dann hatten Tai und ich das Sagen hier und wir würden alles geben, um das meiste Kriminelle von ihm fernzuhalten. Das meiste. Manche Dinge würde er natürlich auch wissen müssen. Ein kurzes Schnüffeln an dem kleinen Jungen und ich wäre beinahe einen weiteren Tod durch Erstickung gestorben. „Oh Gott du stinkst ja“, brummte ich angewidert. Was war heute nur los?

Baden wollte ich ihn jetzt nicht auch noch! „Wir ziehen dir schnell was Sauberes an, dann geht das noch einen Tag“, entschied ich lächelnd. Solange man es nur mit genug Begeisterung sagte, war der Kleine auch sofort dafür. So giggelte er fröhlich, streckte mir seine kleinen Ärmchen entgegen. Kurz bekam er das Piercing an meiner Augenbraue zu fassen, beinahe hätte ich ihn fallen lassen vor Schreck. Er hatte es mir aus der anderen Augenbraue schon mal rausgerissen, da war er noch keine zwei gewesen, seitdem war dort eine Narbe quer über der ganzen Augenbraue. Dort wuchsen auch keine Haare mehr, was mich bei meinem Anblick im Spiegel jedes Mal etwas störte.

Eigentlich sah ich gar nicht so scheiße aus, wenn man mal bedachte, welche biologische Grundmaterial mir zur Verfügung gestanden hatte. Ich hatte tiefe, dunkelblaue Augen, die eine exotische Mandelform abbekommen hatten. Da meine Mutter so etwas nicht besaß, musste ich das wohl von meinem Vater haben. Meine Haare waren immer wild, lockig und fielen wie Flammen über meine Schultern. Eigentlich war ich rein braunhaarig, hatte aber noch einen roten Schimmer hineingebracht, so sah es jetzt ein wenig aus wie Fuchsfell.

Ich war zwar nur etwa 1,75 groß, dafür aber schlanker als die meisten in meiner Klasse, ohne so dürr auszusehen wie meine Mutter. Nicht gerade sehr kurvig, weil meine Hüften einfach nicht ausgebildet waren, aber ich war nicht flach. Meine Brüste hatten eine schöne Form, waren in relativ guten Form, nicht zu klein, aber eben auch nicht groß. Meine Brüste glichen meinen flachen Hintern aus. Mein Körper war immer mit blauen Flecken oder anderen Hämatomen überzogen, was von den meisten Machtkämpfen und Prügeleien hier im Viertel kam. Genauso die Narbe an meinem Nasenrücken, als Kai mit einem Topf nach mir geworfen und mich mitten im Gesicht getroffen hatte.

Die verschiedenen Piercings hatte ich mir mit fünfzehn stechen lassen, es war so eine schlechte Arbeit gewesen, dass es sich entzündet hatte. Aber jetzt war es perfekt und ich konnte mir mein Leben gar nicht mehr ohne vorstellen. Meine Lippen waren schmal, genauso meine Nase. Ich war zwar keine typische Schönheit und meine Wangenknochen und der scharfe Blick verrieten meine russische Herkunft sehr deutlich, aber ich war auch nicht hässlich. Zumindest hatte mich noch niemand von der Bettkante geschubst.

Das war doch ein gutes Zeichen, oder?

So in Gedanken versunken verging die Zeit ziemlich schnell, in der ich den Kleinsten anzog und das Zimmer der anderen Jungs stürmte. Tai war wirklich schon wach, lag auf seinem Bett und sog gerade an einer Zigarette. Als mir der Duft hier entgegenschlug, wusste ich augenblicklich, dass es keine Zigarette war und grinste leicht in mich hinein. Wenn das nicht perfekt für den Kater wäre, was dann? „Bring ihn runter und sorg dafür, dass er noch was zu essen hat, bevor Vlad alles in sich reinschaufelt. Ich sammel n bisschen Wäsche zusammen.“

Mit den Worten drückte ich ihm den kleinen Jungen in die Arme, nahm ihm den Joint ab und zog selbst erstmal genussvoll daran. Der Dampf waberte meine Kehle entlang, einen Moment lang hatte ich ein Gefühl, als wäre es scharf, dann war es wieder verschwunden. Der Geschmack von Gras war irgendwie wirklich unverkennbar, das hier war besonders gut. Eine meiner speziellen Züchtungen, die eigentlich nur ein Unfall gewesen waren. Anfangs hatte ich beim Bestäuben einfach irgendwas gemacht, was natürlich zu einer Menge Kreuzungen geführt hatte.

Inzwischen hatte ich es besser im Griff, aber in dem Fall hatte es sich als Glücksgriff erwiesen. Der THC Wert war beinahe doppelt so hoch gewesen und knallte besonders gut rein. „Hat Lola nicht hier übernachtet?“, wollte ich leise wissen, als er schon fast zur Tür raus war. Er blieb kurz stehen, sah mich mit seinen unverkennbar blauen Augen an. Er war mir sehr ähnlich, die gleiche Augenfarbe und -Form, sein Teint war meinem sehr ähnlich. Er war etwa fünf Zentimeter größer als ich und muskulös, ansonsten sah man auch ihm an den Wangenknochen an, dass er halb-russisch war.

Auch er hatte eine fette Narbe im Gesicht, links über seiner Augenbraue an der Stirn, ein Überbleibsel der Hockeyschläger-Aktion von mir. Immerhin erinnerte es ihn immer daran, dass er mich ja nicht unterschätzen sollte und ich mir sicher nicht alles gefallen lassen würde. Seitdem ließ er mich größtenteils in Ruhe. Zwar nicht immer, aber es war ein guter Anfang gewesen.

„Kai hat die ganze Zeit gefurzt, da ist sie verschwunden“, meinte er belustigt. Lola war sowas wie seine Freundin. Eigentlich war sie wirklich seine Freundin, ich wusste, dass er sie liebte und sie ihn genauso mochte, aber beide wollten sich nicht auf diesen Begriff festlegen lassen. Obwohl keiner von ihnen Interesse an anderen hatte. Es war total bescheuert, sie sollten sich langsam wirklich mal festlegen. Aber das war deren Entscheidung.

Ich wusste ja selbst, wie scheiße Beziehungen sein konnten. „Wie sieht’s im Lager aus? Ich muss heute noch eine Menge verkaufen“, wollte ich nachdenklich wissen. Das Gras wirkte nicht sofort, jedenfalls merkte ich es noch nicht. Ich fühlte mich etwas ruhiger, das Reden fiel mir wieder leichter. Aber ansonsten kam es mir noch genauso komisch vor. Ich kam mir noch genauso unfunktional vor, wie noch beim Aufstehen selbst. „Wir haben die Tage erst was getrocknet und verpackt, kannst eigentlich direkt loslegen. Wie viel brauchst du?“

Wieder zog ich an dem Joint, füllte erst einmal meinen Mund komplett mit dem weißen Dampf und zog ihn dann ganz langsam, fast schon vorsichtig in die Lunge. Manchmal, vor allem am Morgen, vertrug ich es nicht so ganz und ich hatte nicht vor, noch vor acht Uhr morgens zu kotzen. „150, wenn wir noch was essen wollen heute“, erwiderte ich gepresst. Mein Körper war noch genauso unentspannt wie ich, hoffentlich würde sich das gleich legen.

Kurz zog Tai die Augenbrauen nach oben, sah mich mit einem Ausdruck im Gesicht an, bei dem ich ihm am liebsten einen Schlag versetzen würde. Er wusste genauso gut wie ich, dass dieser Betrag eigentlich nicht möglich war, bis meine Mutter das Geld haben wollte. Vor allem, wenn ich noch in die Schule gehen wollte. „Um elf ist doch diese Sportscheiße in der Schule. Mädchenbasketball, das große Spiel, du weißt schon. Die ganze Schule ist freigestellt für die paar Stunden, um sie anzufeuern.“

Er klang gedankenverloren, während er die Worte aussprach, strich mit einem Arm immer wieder über den Rücken von Sasha, während sich der kleine etwas schlaftrunken an seine Brust schmiegte. „Na und?“, brummte ich düster. Bei dem Gedanken daran hatte ich fast wieder bessere Laune, auch wenn ich sie nicht richtig zu fassen bekam. Einerseits war ich richtig froh darüber, zwei Stunden lang nicht in einem stickigen Raum mit dummen Lehrern zu sein. Die Mädchen dabei zu sehen, wie sie sich abkämpften. Ich konnte nicht genau sagen warum, aber Sportlerinnen gefielen mir wirklich. Das hatte was, große, sportliche Mädchen in diesen Basketballshorts, wirklich hübsch.

Aber andererseits hatte ich seit Monaten kein Spiel mehr gesehen, weil ich entweder gleich das Schulgelände verlassen hatte, um die freie Zeit zu nutzen oder mir hinter der Halle einen gebaut hatte. Irgendwas war immer gewesen und auch dieses Mal hatte ich dringend Dinge zu erledigen. Vor der Schule musste ich noch in unser Lager verschwinden, zum Glück würde Tai auch mitkommen, um seine Pflanzen zu versorgen. Dieses Jahr waren es allein Tais Pflanzen, er hatte mich gefragt ob er es ausprobieren konnte. Ich hatte ihm alles gezeigt, was man mir gezeigt hatte und dann hatte er sein Glück versuchen dürfen.

Anfangs war es furchtbar gewesen, es hatte ausgesehen als würden wir dieses Jahr gar kein Geld mit eigenen Pflanzen machen, aber irgendwann hatte er tatsächlich die Kurve bekommen. Ich war alles andere als wild darauf, das Ganze zu strecken. Würde nur unseren Ruf schwächen und den Preis runter treiben, nur weil er keine Übung hatte und keine Hilfe wollte. Ich machte das schon, seit ich zwölf gewesen war, damals notgedrungen. Es hatte Spaß gemacht, sich um die kleinen Pflanzen zu kümmern und immer wieder neue Dinge darüber zu lernen.

Gelernt hatte ich schon immer gern, solange ich das Gefühl hatte, es war praktisch und ließ sich im richtigen Leben umsetzen. Es gab nichts Schlimmeres auf der Welt als unnütze Aufgaben und Inhalte. Noch ein Grund mehr, die Schule nicht allzu ernst zu nehmen. Da lernte man auch wirklich kaum etwas, das wir wirklich im Leben brauchen würden. Wie Abtreibungen funktionierten. Oder wie man mit unserer beschissenen Ausbildung später einmal aus dem Ghetto rauskommen könnte. Das sagten sie einem gar nicht erst, sie alle wussten, genauso wie wir, dass wir in diesem System hängen bleiben würden.

Da konnten wir noch so intelligent sein, wenn es nicht reichte, reichte es nicht. Wer hatte schon fast fünfzigtausend Dollar für ein Semester übrig? Nur um dann auf ein College zu gehen, mit dem man eventuell die Chance hatte, sich später in einem unbezahlten Praktikum den Arsch aufzureißen. Immer nur hoffen, dass man irgendwann Geld verdienen würde, mit dem man seine Schulden zurückzahlen konnte. Einen Job, der vermutlich weniger abwarf als die Schulden. Man hatte sich verschuldet, um ein Leben lang seine Schuld abzuzahlen mit einem Job, der eigentlich nicht viel besser war, als die Ghettojobs. Aber mit denen konnte man wenigstens noch ein wenig das Leben genießen.

Musste sich nicht den Arsch aufreißen, vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Würde ich aufs College gehen, müsste ich ein Stipendium finden. Um ein Stipendium zu bekommen, müsste ich verschiedenste Auflagen erfüllen und außerdem einige Jobs nebenher annehmen. Mich in die Uni reinhängen, die Jobs erledigen, mich vielleicht noch als Tutor oder sonst etwas verpflichten. Freiwillig, ohne Belohnung. Und dann saß ich am Ende der Zeit, in der ich wahrscheinlich kaum geschlafen und gelebt hatte, auf einem Haufen Schulden.

Wirklich, wie ich mich darauf freute.
Warum sollte ich so einen Scheiß durchziehen?

„Terry?!“ Tais Stimme riss mich wieder vollkommen aus meinen Überlegungen, verblüfft blinzelnd sah ich zu ihm. Wo war ich nur immer mit meinen Gedanken? Der Joint in meiner Hand war auch ausgegangen, mit einem leisen Seufzen zündete ich ihn wieder an, nahm einen erneuten Zug. Tai trug noch immer Sasha auf dem Arm, sonst hätte ich wohl mit ihm teilen müssen. „Was?“, knurrte ich gereizt.

Heute war wirklich kein guter Tag. Alles nervte mich, vor allem meine Familie. „Ich hab gesagt, dass du da verkaufen kannst. Da hast du die ganzen oberen Klassen auf einem Haufen und kannst eine Menge auf einmal loswerden. Außerdem sperren sie die Umkleiden nicht mehr ab, seit die eine vor ein paar Wochen irgendwas am Kreislauf hatte, umgekippt ist und die Rettungskräfte nicht richtig an sie rangekommen sind“, berichtete er mit nüchterner Stimme.

Das Grinsen und der freche Glanz in seinen Augen verrieten mir den Rest, irgendwie nervte mich das fast noch mehr. „Ich soll also Geld abheben“, stellte ich ruhig klar. Eigentlich war ich der Meinung gewesen, diese Phase meines Lebens hinter mich gebracht zu haben. „Klar. Wer so viel Geld rumliegen lässt, verdient es doch nicht anders, oder?“ Wieder wurde das Grinsen auf seinen Lippen breiter, er wirkte für einen Moment lang wirklich diebisch.

Eigentlich hatte er recht. Wer so viel Geld einfach ungesichert herumliegen ließ, war selbst schuld. Das war doch praktisch schon eine Einladung zum Diebstahl! „Gib nichts zurück“, meinte Kai gerade. Er wälzte sich ein letztes Mal im Bett auf die andere Seite, warf uns beiden einen wütenden Blick zu, dann warf er die Decke mit einem frustrierten Knurren einfach auf den Boden. „In diesem scheiß Haus kann man auch keine Sekunde schlafen“, fauchte er wütend.

Als ob er einen Grund hätte, sich zu beklagen. Ich schlief halb in der Küche, ohne eine Türe. Nur mit einem verschissenen Vorhang! Egal wer wach war, er würde mich ebenfalls aufwecken, das war praktisch das Gesetz in diesem Haus. Niemand nahm hier wirklich Rücksicht auf irgendjemanden, das war auch in Ordnung, solange ich es nicht tun musste. „Heul nicht, hol dir was zu essen, bevor gar nichts mehr da ist“, gab ich nicht minder giftig zurück.

Heute würde wirklich ein scheiß Tag werden.
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