Geschichte: Fanfiction / Anime & Manga / Servamp / Skin

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Skin

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Doubt Doubt / Jeje Mikuni Alisuin
15.10.2017
15.10.2017
1
845
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Dieses Kapitel
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15.10.2017 845
 
Eigentlich hatte ich an einem kleinen JeKuni OS gesessen, als meine Playlist Skin von Sixx:A.M. gespielt hat.
Vom Songtext mitgerissen war das ganze dann so dermaßen in eine andere Richtung gegangen, dass ich mich schlussendlich dazu eintschieden habe, einen eigenen OS daraus zumachen :)

Viel Spaß beim lesen ^_^


lg eure AnubisBride


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Skin


Als Jeje das kleine Zimmer über dem Laden betrat, lag Mikuni bereits im Bett. Auf seinem Nachttisch in einem keinen Puppenbett lag Abel.
„Du warst lange weg, Jeje“, setzte der Eve an, „Hast du noch Staub gewischt?“
Jeje antwortete nicht, lief gelassen zum Bett hinüber – stellte die oberen zwei der drei Tüten auf den Nachttisch und wartete auf einen weiteren, abfälligen Kommentar Mikunis. Doch er kam nicht und als Jeje sich zu ihm drehte lag Mikuni da, die Arme hinter dem Kopf verschränkt und starrte an die Decke.
„Meine Familie“, murmelte der Blonde leise und ließ Jeje innerlich die Hand vor die Stirn schlagen. Mikuni hasste es – er hasste alles, was ihn an diesen Vorfall erinnerte und „Familie“ war wohl das Stichwort davon. Trotzdem tat er so viel dafür, dass es seinem kleinen Bruder gut ging.

„Mikuni?“, Jeje erhob die Stimme, ließ den Eve aus seinen Gedanken zucken.
„Hmm?“, Mikuni blickte auf, doch der große Vampir war weg – stattdessen hatte sich eine lange, schwarze Schlange in Mikunis Bett geschlichen, „Wolltest du was?“
„Du wirktest abwesend“, war alles, was die Schlange hervor brachte, ehe sie sich über Mikunis Brust auf die andere Seite des Eve schlängelte.
„Nah“, Mikuni winkte lächelnd ab, „Ich bin müde.“ – er gähnte extra – „Schaltest du das Licht aus, Jeje?“
Die Schlange zischte, schlängelte sich dann jedoch über Mikuni, vom Bett auf den Boden, ehe aus ihr ein Mann wurde. Jeje ging auf leisen Sohlen, schaltete das Licht aus.
„Gute Nacht, Mikuni“, sprach er, schritt genau so leise zurück zu seinem Bett, wo er sich von der letzten Tüte trennte und sich ins Bett legte.
„Gute Nacht, Abel“, lächelte Mikuni – typisch. Doch nach all der Zeit störte sich Jeje nicht mehr daran, auch wenn es immer noch an seinem Ego kratzte.

Der Vampir hatte die Augen bereits geschlossen und befand sich in so etwas wie einem Schlaf ähnlichem Zustand, als sich plötzlich seine Matratze senkte.
Die Augen geöffnet lag er mit dem Rücken zu Mikuni, der auf der Bettkante platz genommen hatte.
Der SerVamp wartete auf etwas – Worte, Taten, doch nichts geschah. Minuten lang saß Mikuni einfach nur da und Jeje bewegte sich nicht. Schließlich legte sich der Blonde neben den Schwarzhaareigen, kuschelte sich an Jejes Rücken und es juckte den SerVamp in den Fingern, doch er wusste, dass Mikuni nicht wollte, das er sich umdrehte.
„Jeje?“, Mikunis Stimme war leise, ließ den Angesprochenen sich umdrehen und Mikuni legte seinen Kopf an die Brust des Eve. Das Zittern des 23 Jährigen verriet, dass er weinte, doch Jeje sagte nichts – Mikuni würde nichts hören wollen. Stattdessen legte er seine Hand auf den Rücken des Eve's, strich sanft über dessen Rücken.

Mikuni war 16 Jahre alt gewesen, als seine Mutter gestorben war – irrelevant die Vorgeschichte, war er an ihrem Tod beteiligt. Selbst wenn da durch sein kleiner Bruder überlebt hatte. Seine Mutter starb in einer Blutlache vor seinen Augen. Es gab keine Seele, auf der Welt, an der dies Spurlos vorbei gehen konnte.
Er konnte nicht auf die Beerdigung seiner Mutter, nicht abschied nehmen. Denn er konnte seiner Familie nicht gegenüber treten. Er konnte und durfte nicht nach hause – wenn nicht körperlich würde er seelisch von innen verbrennen, sobald er das Tor zum Anwesen durchschreiten würde.

Irgendwann war der wahre Erstgeborene eingeschlafen, an Jeje gekuschelt im Versuch den Schmerz zu ertränken – doch er wusste, dass er diesen Schmerz nie ertränken konnte. Denn niemals würde jemand anderes die Wahrheit erfahren: das seine Mutter sterben musste, weil sonst Misono gestorben wäre. Das seine Mutter sterben musste, weil der Verrat seines Vaters sie zerstört hatte. Das er seine Mutter aufhalten musste.
Mikuni würde es niemals wagen, sich als Held zu bezeichnen; er hatte seinen kleinen Bruder gerettet, doch dafür einen hohen Preis gezahlt: Er war für andere ein Monster geworden. Er war aus der Familiengeschichte gestrichen, seine Existenz wurde verleugnet – er, der erstgeborene Alicein. Gehasst von dem Jungen, für den er aus Liebe hatte seine eigene Mutter sterben lassen.

Aber das war okay, er würde diese Bürde tragen – so lange es Misono gut ging.
Er würde seinem kleinen Bruder mit einem Grinsen und Freundlichkeit entgegen treten, ob dieser wollte oder nicht. Denn so lange er lächelte, würde er nicht weinen können.
Misono würde das neue Familienoberhaupt werden und mit dem SerVamp der Wollust an seiner Seite hätte der Jüngere nichts zu befürchten – den Rest würde Mikuni beseitigen.
Denn egal was noch auf sie zu käme, niemand würde seinen kleinen Bruder anfassen! Er hatte schon die Narbe in seinem Herzen, die seine Mutter hinterlassen hatte; wenn es Misono beschützen würde, würde er sich unzählige weitere zu ziehen.

Er wäre der undurchdringliche Schutzwall, von allen gehasst.
Doch glücklich, wenn es seinem Bruder gut ging.

Und niemand würde jemals die Wahrheit erfahren.





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