Die Sonne scheint auch dem Bösen

GeschichteMystery / P12
Alison DiLaurentis Aria Montgomery Emily Fields Hanna Marin OC (Own Character) Spencer Hastings
15.10.2017
01.01.2019
5
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Es war spät abends, als du alleine Zuhause warst. Du saßt auf deinem Himmelbett, mit einem aufgeklappten Buch auf deinem Schoß. To Kill A Mockingbird. Mit einem kurzen Blick nach Draußen, merktest du dass es heftiger als eh und je gewittert hat. Man merkte, dass der Herbst vor der Tür stand, denn bald würde ja die Rosewood High wieder anfangen.
Natürlich war keiner der Kids aus Rosewood wirklich scharf auf ein neues Schuljahr. Deshalb ließ Spencer Hastings eine Übernachtungsparty steigen. Diese fand in der Scheune der Hastings statt und ihre ganzen Besten Freundinnen waren eingeladen: Aria Montgomery, Emily Fields, Hanna Marin und sogar Alison DiLaurentis; das It Girl der Rosewood High.
Da das Anwesen deiner Familie zwischen den Häusern der DiLaurentis und Hastings stand, hattest du von deinem Zimmer aus, einen perfekten Blick auf euren Garten, sowie auf den eurer Nachbarn. Selbst die Scheune kannst du problemlos (auch vom Sitzen aus) beobachten.

Du gähntest einmal und packtest das Buch weg. Es war schon kurz vor Mitternacht und deine Eltern und dein etwas älterer Bruder Eli würden erst in zwei Tagen wieder nach Hause kommen. Du überlegtest, jetzt schon schlafen zu gehen, hast dich aber dagegen entschieden. Also hast du deine kuscheligen Hausschuhe von Uggs angezogen und bist nach unten zum Wohnzimmer geschlendert.
In einer Wolldecke eingekuschelt, lagst du auf dem Sofa. Während im Fernsehr irgendeine Reality Show lief, checktest du deine Mails und Nachrichten auf deinem IPhone.

Posteingang : 3
Allgemein
Carter.Sebastian@mail.com
MariaMaddoxen@yahoo.com
Lana2209@mail.com


Es war klar, dass dir deine Mutter dir eine Mail schicken würde.


08:59 PM
User: MariaMaddoxen@yahoo.com
Betreff: geh ans Handy!
Ich hoff, dass es dir gut geht, Spatz. Und wenn du mir kein Ausgehverbot in der Woche haben willst, beantworte meine Anrufe!


Du verdrehst leicht genervt deine Augen. Deine Mutter spielt gerne die Paranoide, denn sie rief dich allein in den letzten zwei Stunden 10 Mal an. Ohne dass du natürlich ran gegangen bist. Dir war dein Ausgehverbot egal. Wenn die Schule anfängt, steckst du sowieso bis zum Hals in Hausaufgaben und Aufsätze, also hättest du eh keine Zeit für Treffen oder dergleichen.


10:43 PM
User: Carter.Sebastian@mail.com
Betreff: /
Melde dich bitte, wir finden schon einen Weg
Ich vermisse dich
Carter


Dein Herz fing an schneller zu schlagen, als du den Namen gelesen hast. Carters Worte ließen dich Schmetterlinge in deinem Bauch fühlen. Ihr wart schon auf eine menge geheime Dates. Ihr wart praktisch schon Freund und Freundin. Nur gab es ein Problem: Er ist der Beste Freund deines älteren Bruders. Und du wolltest nicht, dass du diese Freundschaft zerstörst. Und dies war das letzte, was du deinen Bruder antun wolltest. Deshalb versuchtest du, dich ein wenig von Carter zu distanzieren, auch wenn es dir selbst das Herz brach.

Die nächste Mail war von deiner guten Freundin, Lana. Als du diese öffnen wolltest, hörtest du ein lautes Krachen von Draußen.
Du schrecktest auf und flitztest durch das Esszimmer, an der Kücheninsel vorbei. Nein. Nichts war im eurem Garten los. Erleichtert drehtest du dich um, bis du dann plötzlich ein viel lauteres Krachen und einen unterdrückten Schrei hörtest. Du reißt deine Augen auf. Dein Atem beschleunigte sich und dein Magen drehte sich um. Es kam vom Garten der DiLaurentis.

Ohne weiter nachzudenken, schnapptest du den Hausschlüssel, der auf der Kücheninsel stand und bist den Korridor entlang gegangen. Du standest so dicht am kleinen rundlichen Fenster der Hintertür (die zu eurem Garten führte), dass dein warmer Atem sich an diesen beschlug.
Du blinzeltest ein paar Mal und hast die Tür aufgeschlossen. Du tapst durch das nasse Gras und bliebst an der Hecke stehen, die euren Garten von den der DiLaurentis abtrennte. Du gingst an dieser entlang, bis du an einer kleinen Lücke ankamst.
Du spürtest, wie die nächste Migräne sich näherte.
Du sahst den Rücken von Mrs DiLaurentis, wie eine Art Graben mit einer Schaufel ausschaufelte. Du kniffst deine Augen zu und versuchtest zu erkennen, was neben der stehenden Mrs D lag.
Oder besser gesagt, wer.
Es war ein Mädchen mit gold blonden Haaren und herzförmigen Gesicht. Ihre Augen waren zu. Das Mädchen war enorm schlank und trug diese Jeans von Abercrombie & Fitch in Größe 32. Ihr Oberteil war gelb. Du wusstest ganz genau, wer dieses Mädchen ist. Nur hast du sie noch nie zuvor so... unlebendig gesehen.
Unerwartet schmiss Mrs D die Schaufel hin und ging zum Mädchen. Sie atmete tief aus. Du sahst wie eine Träne ihre Wange herunter kullerte. Und mit einem Male stieß sie das Mädchen in den Graben.

Deine Augen brannten und bevor du irgendeinen Laut von dir ausstoßen konntest, legtest du dir deine zitternde Hand vor dem Mund. Langsam schlichst du rückwärts zu eurer Hintertür. Du ließt die momentan buddelnde Mrs DiLaurentis nicht aus den Augen. Dir lief es eiskalt den Rücken runter. Plötzlich spürtest du den Drang anstatt zu schleichen, zu rennen. Und gerade als du auf deinem Absatz kehrt machtest, hast du dein Gleichgewicht verloren und rutschtest auf de nach wie vor nassen Grases aus und stießt deinen Kopf gegen etwas hartem.
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