Yumi na teik won sonraun au?

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Anya Lexa
14.10.2017
24.03.2020
23
42.237
1
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3 Reviews
Dieses Kapitel
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14.10.2017 1.178
 
Huhu, ja ich bin es mal wieder. Obwohl ich durchaus genug alleine in diesem Fandom habe, konnte ich einfach nicht die Finger von dieser Idee lassen. Vor allem, da ich bislang, nur wenig über Lexa und Costia gelesen habe. Der Titel ist mal  wieder in Groundersprache, denn irgendwie mag ich das.
"Yumi na teik won sonraun au?" bedeutet "Möchtest du dein leben mit mir teilen." Der Prolog ist in Lexas Sicht geschrieben, ansonsten werden sich die beiden abwechseln. Ich hoffe es gefällt euch, ich hatte jedenfalls viel Spaß beim schreiben, auch wenn mir Lexas Sicht unheimlich schwer gefallen ist. Wieder gilt natürlich: Die Kapitel sind deutlich länger als der Prolog.
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„Ich habe auch einen besonderen Menschen verloren. Ihr Name war Costia. Sie wurde von Ice Nation entführt, deren Königin dachte, sie kennt meine Geheimnisse. Weil sie zu mir gehörte wurde sie gefoltert, getötet und geköpft. Ich dachte ich käme nie über den Schmerz hinweg, doch das tat ich. Ich erkannte was es in Wahrheit ist, Schwäche.“

Lexa verzog keine Miene, während sie in die Flammen schaute, die die Leiche des Skaikru verbrannten. Sie wollte Clarke helfen mit ihrem Verlust klar zu kommen, denn es war wahr, dass Gefühle einen schwach machten. So wie Anya es ihr immer gesagt hatte, als sie noch ihre Mentorin war. Lexa wusste, dass ihre Worte, das sie den Schmerz nicht mehr spürte, nichts weiter als eine lüge waren. Vielleicht war der Schmerz über Costias Verlust mit der Zeit erträglicher geworden. Lexa war es gewohnt nach außen hin stark zu bleiben. Doch es war sie selbst, die Lexa mit ihrer Haltung am meisten belog. Nichts konnte das loch flicken, das Costia in ihr Herz gerissen hatte. Es waren nicht viele Tränen gewesen, die Lexa vergossen hatte, denn als Heda hatte sie keine Zeit richtig zu trauern. Doch sie brauchte keine Tränen, um sich Costia in Erinnerung zu behalten. In der ersten Zeit, hatte sie eigentlich alles an ihre Freundin erinnert. Costia hatte alleine durch ihre Art dafür gesorgt, dass man sie nicht vergessen konnte. Sie war etwas ganz besonders gewesen. Es war schon immer schwierig gewesen, an Lexa heran zu kommen und nur wenige hatten sie wirklich gekannt. Als Nightblood hatte Lexa keine leichte Kindheit gehabt. Sie hatte kämpfen müssen, sie hatte gewusst, dass sie eines Tages die anderen Novizen töten musste. Lexa hatte sich einer Schutzmauer errichten müssen, um mit all dem fertig zu werden. Anya hatte ihr geholfen wo sie nur konnte und Lexa wusste, dass sie ohne ihre Mentorin niemals soweit gekommen wäre. Die Heda unterdrückte ein seufzen. Langsam sollte sie wohl daran gewöhnt sein, dass Menschen die ihr wichtig waren einfach so starben. Erneut hatte Lexa ihren Verlust mit sich selbst aus gemacht, denn ihr Volk mochte keine Schwäche und sie wollte ihrem Volk eine gute Anführerin sein. Sie hatte bereits soviel erreicht auf das sie stolz sein konnte. Trotzdem hätte sie sich gewünscht, Anya hätte noch mit erleben können, wie Lexa sich mit den Skaikru verbündete. Genau so wie sie sich immer wieder wünschte, dass Costia noch am leben wäre. Sie war einfach in Lexas leben gekommen und hatte es mit ihrer lebensfrohen Art völlig auf den Kopf gestellt. Sie hatte sich nicht von Lexas grober abweisenden Art beeindrucken lassen. Costia hatte ihr erst einmal gezeigt, dass es auch ein leben, außerhalb ihrer Verpflichtungen gab.

Anfangs hatte Lexa sich selbst die Schuld  gegeben, denn nur durch ihre Position, war Costia überhaupt in Gefahr gewesen. Doch sie hatte gewusst auf was sie sich einließ. Costia hatte lange nicht alles gut gefunden was Lexa getan hatte. Besonders kurz nach ihrer Ernennung zur Heda, hatten sie oft Streit gehabt. Ein Hauch von einem leichten Lächeln, erschien auf ihrem Gesicht, als sie daran dachte, wie naiv Costia hatte sein können. Sie hatte immer versucht an das gute im Menschen zu glauben, sie hatte es gehasst zu töten, auch wenn sie durchaus kämpfen konnte. Vielleicht war Costia auch einfach viel zu gut, für diese manchmal echt kranke Welt gewesen und hatte deshalb sterben müssen. Lexa hatte immer scherzhaft gesag,t dass Cos ihre bessere Hälfte gewesen war und gerade nach ihrem Tod, hatte sie erfahren müssen, wie sehr diese Aussage stimmte. Costia hatte sie an ihre Menschlichkeit erinnert und ihr immer wieder ihre guten Eigenschaften vor Augen gehalten. Niemals würde sie diesen besonderen Menschen vergessen. Als Heda mochte sie oft kalt und grausam erscheinen. Was hatte sie auch für eine Wahl? Es war ihre Bestimmung und es war ihr nichts anderes übrig geblieben, als das beste daraus zu machen. Und das hatte sie. Sie hatte sogar die verdammte Ice Nation in ihre Koalition gelassen. Sie war so wütend auf Nia, dass sie sich am liebsten auf sie geworfen und sie vor aller Augen zerstückelt hätte. Aber sie hatte sich zusammen gerissen. Als Heda stand es ihr nicht zu an sich selbst zu denken. Das Volk hatte ihr vor zu gehen. Und so ertrug sie die Ice Nation, auch wenn es ihr eigentlich das Herz brach. Lexa würde niemals zugeben, wie sehr Costias Tod ihr tatsächlich zu schaffen machte. Nia hatte sie an ihrer empfindlichsten Stelle getroffen. Lexa hatte sie nicht retten können. Was für ein sinnloser Tod für eine so beeindruckende junge Frau.

Wie oft hatte Lexa sich selbst ermahnt, dass es ihr nichts brachte, an ihre große liebe zurück zu denken. Sie hatte zu der starkem Frau werden wollen, die sie vorgab zu sein. Sie hatte sich gewünscht nichts mehr zu fühlen und damit sich so etwas nicht wiederholte, ließ sie keinen mehr an sich heran. Doch auch Lexa war nur ein Mensch und die Erinnerungen an Costia waren zu wertvoll, um nicht daran fest zu halten. Costia hatte ihr eine Menge bei gebracht und Lexa hatte ihre Freundin oft um ihre Unbeschwertheit und ihre Lebensfreude beneidet. Vor allem hatte sie nie versucht, Lexa auf irgendeine Art zu verändern. Sie hatte sie so genommen wie sie halt war. Cos hatte sie dafür geschätzt, dass sie für ihre Ziele kämpfte und dafür, sich selbst immer hinten anstellte.
„Du bist so unfassbar selbstlos Lexsa. Dafür wird sein Volk dich achten wenn du erstmal Heda bist.“ Lexa konnte sich noch genau an den klang ihrer Stimme erinnern. Liebe mochte tatsächlich Schwäche sein und da Lexa nicht wollte, dass ihr jemals wieder etwas so das Herz brach, hatte sie beschlossen, dass Costia ihre erste und einzige große liebe war.

„Lexa?“ Clarkes Stimme riss sie aus ihren Gedanken. Anscheinend hatte sie ein wenig zu lange in die Flammen geschaut, die bereits nieder gebrannt waren. Als sie Clarke ansah bemerkte sie die starke Zuneigung, die sie für die Anführerin der Skaikru empfand. Lexa wusste, dass es kein Mitleid war, denn dass brauchte Clarke sicher nicht. Sie hatte ihre ganz eigene Art ihr Volk an zu führen und Lexa schätzte, dass sie gut mit Clarke zusammen arbeiten konnte. Da sie ihre Gefühle nicht wirklich deuten konnte, schob sie es einfach darauf, dass sie zuviel über Costia nach gedacht hatte.
„Lass uns gehen“, sagte sie zu der Blonden. „Wir haben noch viel zu tun.“
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