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Realität

von Uschibabe
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12
Sophie Brown Titus Kralle
14.10.2017
22.10.2017
2
6.151
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14.10.2017 2.653
 
Der Club lag in einem der etwas dunkleren Bezirke von Metro City. Normalerweise wurde sich nachts keiner der angesehenen Bewohner dorthin wagen, aber der Madness Club war die angesagte Bar der Stadt. Hier trafen die spießigen Junganwälte auf die Damen der Halbwelt und machten mit den Frauen rum, die sie sonst nicht angesehen hätten. In den schummrigen Ecken der Bar schaute niemand so genau hin, und auch der eine oder andere Geldschein wechselte hier für eine gerichtliche Absprache oder ein lukratives Geschäft mit der Stadtverwaltung am nächsten Tag den Besitzer. Im Madness schien alles erlaubt – bis auf Waffenbesitz. Dies war die einzige Regel, an die sich die Gäste halten mussten und der Besitzer der Bar und sein Personal achteten sehr genau auf die Einhaltung. Jeder Gast musste durch eine Sicherheitsschleuse und wurde auch abgetastet. Das schreckte die Gäste jedoch nicht ab.

Auch an diesem Freitag war der Club stark besucht. Es war bereits Mitternacht und auf der Tanzfläche herrschte eine ausgelassene Stimmung. In den Separees floss der Champagner und Titus Claw, der Besitzer des Madness, war zufrieden. Er erschien immer erst auf dem Höhepunkt des Abends und stand dann auf der oberen Etage. Mit einem kalten, triumphierenden Lächeln ließ er den Blick über die Menge schweifen. Die futuristische Einrichtung reflektierte die Lichtstrahlen der Lasershow und ließ die Tanzfläche aufblitzen. Ganz in Chrom und Silberschwarz gehalten, verströmte der Hauptraum ein kühles, arrogantes Ambiente. Die tiefschwarzen Ledersessel und Sitzgruppen standen um die Tanzfläche herum, boten jedoch eine gewisse Privatsphäre. Trotzdem konnte jeder jeden sehen und nur das zählte für seine Gäste.

Nach nur einem halben Jahr war sein Club das Gesprächsthema Nummer Eins. „Boss, wir sind ausgebucht. Jede VIP-Lounge ist besetzt, und auch die Spielzimmer im hinteren Teil laufen gut.“ Seine Serviceleiterin und Stellvertreterin stand neben ihm.

„Das hört sich gut an, Sandy“, antwortete Claw.

„In der Madness-Lounge ist Hitari Satsuke mit seinen Freunden. Hier sollten Sie kurz ‚Hallo‘ sagen. Satsuke ist der Chef des hiesigen Tanaka-Clans…“

„Danke, ich weiß wer Satsuke ist“, unterbrach Claw sie. Er lächelte sie an, aber es war kein freundliches. Seine Augen blieben davon unberührt. Sandy schluckte.

„Entschuldigung, Boss. Ich vergaß.“ flüsterte die Angestellte nervös. Claw winkte ab.

„Kann vorkommen. Wer ist noch da?“

„Chief Montgomery und Richter Jones, wie immer im ‚Under Suspicion‘, und dann“ sie wischte über ihr Tablet, „noch eine neue Party im ‚Twilight‘.“

Wie immer ließ sich Claw einen Überblick über seine VIP-Gäste geben. Die meisten davon kannte er persönlich, und auch wenn er einige Jahre außerhalb von MetroCity gelebt hatte, waren Kontakte  nicht abgerissen. Obwohl, besser gesagt, sein Netzwerk innerhalb der Stadt hatte ihn die letzten zehn Jahre auf dem Laufenden gehalten.

„Neue Party im ‚Twilight‘?“ Er kräuselte die Lippen. Die Wortwahl seiner Assistentin war manchmal etwas seltsam.

„Da geht’s gerade hoch her, Boss. Sie sind schon bei der zweiten Kiste Champagner und Billie hat eine Theke für die Shots aufgebaut.“

„Zahlung gesichert?“

„Ja, wir haben eine Anzahlung von 12.000 Dollar in bar erhalten.“

„Gut, dann werde ich mich da wohl mal blicken lassen müssen. Spendieren Sie Richter Jones und seinen Freunden eine Flasche Cognac. Wir möchten seine Freundschaft nicht verlieren.“Claw ging von der Brüstung weg und schritt den gebogenen Gang herunter. Weiter hinter im Club gab es weitere Sitzinseln. Hier konnten sich die Gäste auch durch exklusive Kellner bedienen lassen. Er sah mit Befriedigung, dass auch hier alle Tische besetzt waren. Er brauchte das Geld zwar nicht, was ihm der Club einbrachte, aber ein weniger gut besuchtes Haus hätte seine Eitelkeit gekränkt.

Gewohnheitsmäßig ging er in Richtung der Separees. Diese trugen zum Teil eigene Namen wie Madness-Lounge, Under Suspicion oder Misbelief. Hier feierten die Schönen und Reichen, die Feinen und Verdorbenen der Stadt ihren Snobismus und ihr Geltungsbedürfnis. Claw sah ein wenig verächtlich auf sie herab. Früher, ja, da hatte er ähnlich gedacht und gehandelt wie sie, aber jetzt hatte er sich auch von dieser Gefühlsregung freigemacht. Früher – da war er Mitte Zwanzig und der schillernde Mittelpunkt eines Verbrechersyndikats gewesen, das sein Onkel aufgebaut hatte. Es war wie ein Firmenimperium und Titus Claw war das Aushängeschild gewesen. Hochgewachsen, durchtrainiert, ein blendendes Aussehen, reich und charmant – es gab nichts für ihn was unerreichbar gewesen war. Die Partys, die er gab, waren Exzesse, die manchmal mehrere Tage dauern konnten und in der Stadt kursierten heute noch Geschichten über Champagnerspringbrunnen und Supermodels, die darin badeten. Doch dann veränderte ein Tag sein Leben.

Claw schüttelte ein wenig den Kopf, als ob er diese Erinnerung dadurch loswerden könnte. Er wandte sich an seine Assistentin, die hinter ihm her gegangen war.

„Sandy, sorgen Sie bitte dafür, dass für die Damen stets genügend frische Handtücher da sind. Ich möchte nicht, wie letzte Woche, eine Beschwerde darüber hören.“

Nach einem Nicken von ihr trennten sie sich und Claw ging die restlichen Treppen herunter. Auch wenn er sich innerlich von seinem alten Ich verabschiedet hatte, seine Gäste sahen ihn weiterhin als Partykönig und Titus Claw tat einiges dafür, dass dieser Eindruck so blieb. Einige sehr extravagant gekleidete Frauen versuchten seine Aufmerksamkeit zu erlangen, und er schenkte ihnen ein kaltes Lächeln, ging aber weiter. Er hatte genug von diesen kurzen Vergnügungen, die nur seinen Körper, aber nicht seine Seele berührten. Er hatte sowieso keine mehr.

Zuerst besuchte er seine Stammgäste. Hitari Satsuke kannte er schon lange, und er wusste auch, was er im Raum vorfinden würde. Satsuke hatten Themen für gerade oder ungerade Monate gefunden, abhängig von der Jahreszeit. Es war ein kühler, ungerader Monat – also eine russische Party. Es wären lauter Geschäftsmänner anwesend, die sich den Bauch mit Kaviar und Wodka füllten und sich von russischen Escortdamen animieren lassen. Claw setzte sein kaltes, charmantes Lächeln auf und betrat den Raum.

„Claw, mein Bester, wir haben Sie schon vermisst.“ Satsuke begrüßte ihn überschwänglich. Er führte ihn direkt zum Wodka und nötigte ihm ein Glas auf.

„Kommen Sie, feiern Sie ein bisschen mit uns. Sie arbeiten viel zu hart.“

„Vielen Dank, Satsuke, aber Sie wissen doch, hier muss immer einer für Ordnung sorgen“, sagte Claw abwehrend, stieß aber mit dem Clan-Boss an. Der Wodka rann eiskalt durch seine Kehle und brannte dann kurz in seinem Magen.

„Claw, Sie sollten wirklich mal ausspannen. Eines meiner Mädchen könnte Sie mal verwöhnen. Natacha kann ausgezeichnet massieren.“ Mit einem Schnippen holte Satsuke ein junges, blondes Mädchen herbei. Diese näherte sich mit einem erwartungsvollen Lächeln. Es war auch nur zu verständlich: Im Raum waren ältliche Herren, die nicht besonders attraktiv waren. Titus Claw war natürlich das Gegenteil.  Sein muskulöser Körperbau war durch das Hemd deutlich erkennbar und sein Hintern in den maßgeschneiderten Hosen ließ viele Frauen unwillkürlich aufseufzen. Man konnte Natacha deutlich ansehen, dass sie nichts gegen eine ausgedehntere Massage hätte.

„Satsuke, Sie wissen, wie man jemandem etwas schmackhaft macht“, sagte er mit einem Seitenblick zu Natacha. „Ich komme beim nächsten Mal gerne auf Ihr Angebot zurück.“ Mit einem freundschaftlichen Schlag auf die Schulter des anderen Mannes verabschiedete Claw sich, innerlich froh, diesen Raum endlich verlassen zu dürfen.

Der nächste Gang führte ihn in die ‚Under Suspicion‘-Lounge. Auch hier feierten seine Stammgäste. Richter Jones und Chief Montgomery entspannten hier von einer Woche voller Verurteilungen –oder auch nicht. Beide waren im höchsten Maße korrupt und ihre Partys mit nicht verurteilten Gangsterbossen waren in MetroCity ein offenes Geheimnis. Am liebsten hätte Claw sie aus der Bar ferngehalten, doch auch sein Unternehmen und er selbst profitierten vom offensichtlichen Laster dieser Stadt. Bevor er in den Raum ging, setzte er auch hier sein umwerfendes Lächeln auf und betrat den Raum

Ein ähnlicher Small-Talk wie bei Satsuke folgte – nur war der der harte Stoff diesmal sündhaft teurer Cognac und die Damen Französinnen. Und wie im ersten Saal wurde ihm hier ein Mädchen angeboten: Julie. Die attraktive Brünette kam mit einem verführerischen Hüftschwung auf ihn zu. Sie war schön, so schön, dass Claw der Versuchung nur schwer widerstehen konnte. Früher hätte er sofort zugegriffen, im wahrsten Sinne des Wortes, und wäre nicht nur mit Natacha oder Julie, sondern mit beiden Mädchen verschwunden. Aber er wollte es nicht mehr, und er wollte auch vor sich selber kein Theater mehr spielen. Deswegen reichte er Richter Jones die Hand, lächelte Julie entschuldigend zu und verließ ‚Under Suspicion‘.

Eilig ging er den langen Flur in Richtung seines Büros herunter und schloss die Tür hinter sich, schloss sie vor dem Lärm, dem Alkohol, den Mädchen und den Drogen. Ihm ekelte auf einmal vor ihm selbst. Claw war lang genug Teil dieser Szene gewesen –lang genug, um alle ihre Beweggründe zu verstehen, und lang genug, um alle ihre Spielarten zu kennen. Und obwohl er es nicht wollte, war er immer noch an diese Halbwelt gebunden. Auch nach zehn Jahren Abwesenheit. ‚Es war ein Fehler, zurückzukommen und zu hoffen, neu anfangen zu können‘, dachte er bei sich. ‚Es wird eher nur schlimmer‘. Er lockerte seine Krawatte und öffnete den obersten Hemdknopf seines schwarzlila Hemdes. Er brauchte frische Luft und stellte sich in die offene Terrassentür. Sein Büro hatte einen kleinen ummauerten Bereich, den niemand einsehen konnte. Über ihm war einer der Balkone der Privatsuite. Er hörte um sich herum die vertrauten Geräusche der nächtlichen Stadt, das Vibrieren und Rauschen der Autos sowie das Signal eines Rettungswagens. Von den Hochhäusern MetroCitys schienen und blinkten die Lichter herab. Für Claw wäre es eine gute Entspannung gewesen, wenn er nicht in diesem Moment ein Flüstern vernommen hätte.

„Die kleine Blonde ist genau die Richtige“, wisperte der eine.

„Tut den ganzen Abend so spröde – das hat sie nicht anders verdient“, antwortete der andere. „Präparier du den Cocktail aus, ich lenke sie ab. Dann brauchen wir nur zu warten.“

„Wie auf einen reifen Apfel“, sagte die erste Stimme und stieß ein heiseres Gelächter aus. Der andere stimmte mit ein. Claw schüttelte angewidert den Kopf, ging leise ein paar Schritte vor und schaute durch einen Spalt hoch. An einer Brüstung neben dem Balkon sah er zwei Schatten stehen. Zwischendurch leuchtete ein roter Schimmer auf, sie rauchten.

Ihm war bewusst, was die Männer vorhatten. Da saß irgendwo in seinem Club ein Mädchen, hatte ihre plumpe Anmache nicht erwidert und sollte nun willig gemacht werden, entweder durch KO-Tropfen oder irgendeine andere Droge. Es könnte ihm eigentlich egal sein, was mit ihr passierte. Was ging es ihn an? Dennoch ließ ihn der Gedanke an die Frau nicht los. Er blieb noch einen Moment unter dem Balkon stehen, aber die Männer sagten nichts mehr.

In einer lasterhaften Stadt wie MetroCity waren Verbrechen dieser Art an der Tagesordnung. Fast jede Woche verschwand ein Mädchen spurlos oder man fand ihren Körper irgendwo. Der Gedanke, dass es diesmal diese Frau sein könnte, ließ ihn schaudern. Zum ersten Mal seit langer Zeit regte sich ein wahres Gefühl in Claw, etwas, was andere als Gewissen bezeichnet hätten. Er selbst wollte es zunächst nur als Gefühlsduselei abtun, doch dann musste er dem Impuls nachgeben. Seine nun zügigen Schritte lenkten ihn aus dem Büro wieder in Richtung Bar. Er wollte Ausschau nach einer blonden Frau ohne Begleitung halten.

„Claw, mein Lieber, wo hattest du dich denn versteckt?“ zwang ihn eine Stimme zum Halt. Er drehte sich um und schaute einen Moment verständnislos in ein breites, aufgedunsenes Gesicht. Dann dämmerte es ihm.

„Will Tanner“, antwortete er, „es ist lange her.“

„Ja, es sind jetzt knapp zehn Jahre, seit du einfach so weg bist. Ich hatte gedacht, dass du dich mal eher blicken lassen würdest.“ Der Mann namens Tanner stand ungefähr einen Meter von ihm entfernt. Claw musterte ihn. Die Gestalt, die er als kräftigen, jungen Mann in Erinnerung hatte, war nun stattdessen dick geworden. Die Haare, früher ähnlich streng gegelt wie seine eigenen, standen nun fettig vom Kopf ab. Die gesamte Erscheinung machte einen ungepflegten Eindruck. Er wunderte sich kurz, dass sein Personal diesen Mann überhaupt eingelassen hatte.

„Was machst du hier?“ fragte er Tanner.

„Na, ich wollte meinen alten Freund besuchen, deinen tollen Club kennenlernen und an die guten Zeiten anknüpfen“, entgegnete dieser. Die guten Zeiten – das waren damals Partys, Drogen, Alkohol und die Mädchen gewesen – auf Claws Kosten. So wie Tanner jetzt aussah, hatte er nichts mehr davon. Doch Claw wollte nicht auf früher eingehen.

„Tanner, ich muss leider jetzt noch etwas Wichtiges erledigen“, versuchte er ihn abzuwimmeln. Doch so leicht machte es ihm der andere nicht. Er hielt ihn auf.

„Claw, ich wollte dir ein Geschäft vorschlagen. Wir sollten uns treffen. dein Schaden wird’s nicht sein.“ Tanner kam näher und legte ihm vertraulich die Hand auf den Arm.

„Du bist mir noch was schuldig, alter Knabe“, wisperte er und verstärkte den Druck seiner Hand. Er bekam so etwas Drohendes. „Du magst zwar jetzt als Saubermann darstellen wollen, aber ich und auch so einige andere wissen, wer du bist und wer du warst. Du solltest besser zuhören!“

Claw schaute erst auf die Hand, dann in Tanners Gesicht. Er kannte diesen verschlagenen Gesichtsausdruck nur zu gut.

„Also schon, Tanner, aber nicht jetzt und nicht hier“, gab er nach. „Komm morgen Abend in den Club, dann können wir reden. Und jetzt entschuldige mich.“ Er schob die Hand vom Arm und ging. Er hörte noch ein „dann bis Morgen, mein Freund“ und das heisere Lachen des Mannes, dann wurden die Geräusche durch den Lärm der Bar überdeckt. Er schaute auf seine Uhr. Es waren etwa fünfzehn Minuten seit dem belauschten Gespräch vergangen und er hoffte, dass es noch nicht zu spät war.

Der Hauptraum des Clubs war voller Leute. Es schien unmöglich hier speziell zwei Männer auszumachen, zumal Claw ja nur die Stimmen gehört hatte, aber niemanden erkennen konnte. Suchend schweifte sein Blick über die Menge.

Und dann sah er sie plötzlich. Zwei Männer und eine schlanke, blonde Frau, die sich schwer auf den Arm des einen stützte, während der andere sie von hinten leicht schob. Wie willenlos ließ sich die Frau durch die Menge führen, ihr blondes Haar hing ihr ins Gesicht. Claw konnte ihre Züge nicht erkennen. Er registrierte jedoch den lüsternen Gesichtsausdruck des Mannes, der sie führte, und den triumphierenden des hinteren, der sie schob. Claw war sich sicher, dass er die Gesuchten gefunden hatte.Er zwängte sich zwischen den Feiernden zu ihnen durch und stellte sich in den Weg. Der erste Mann musste gezwungenermaßen anhalten und guckte hoch.

„Ey Mann“, raunzte er, „meiner Freundin geht’s nicht gut. Lass mich vorbei“, und versuchte sich vorbei zu drängen.

„Guten Abend, ich bin Titus Claw und das hier ist mein Club. Wenn es Ihrer Partnerin nicht gut geht, dann kann ich gerne einen Arzt rufen“, bot er sich scheinbar hilfsbereit an.

„Nein, Alter, lass mal, mein Freund und ich bringen sie jetzt nach Hause, dann schläft sie ihren Rausch aus und alles ist wieder gut“, antwortete diesmal der andere.

„Ich glaube, Sie beide gehen nirgendwo hin“, sagte Claw bestimmt und gab ein Handzeichen. Sofort kamen zwei Wachleute des Clubs zu ihm.

„Jerry, bringt die beiden Herren in sichere Verwahrung.“„Ja Boss“

„Ey, was soll diese Scheiße, Alter?“ empörte sich der erste. „Dazu hast du kein Recht!“

„Vielleicht, aber ich nehme es mir einfach“, antworte Claw und wollte ihm die blonde Frau abnehmen. Sie hatte die ganze Zeit wie gelähmt am Arm des Mannes gehangen und teilnahmslos nach unten geschaut.

„Lass meine Freundin los“, zeterte der erste und der zweite griff Claw ohne Vorwarnung an. Er holte mit der Faust aus, aber ehe er zuschlagen konnte, hatte ihn einer der Wachmänner schon zu Boden gerissen. Zuerst war der Zwischenfall noch ohne Beachtung der anderen Gäste geblieben, aber nun hatte sich eine Traube Menschen gebildet, die der Gruppe interessiert zuschaute.  Der erste Mann schubste Claw die Frau nun entgegen und versuchte zu flüchten. Titus fing sie auf. Sie musste sehr stark betäubt worden sein, wenn sie von dem ganzen Geschehen nichts mitbekam. Der Mann kam nur ein paar Schritte weit, ehe der zweite Wachmann auch ihn zu Boden warf. Claw kümmerte sich nicht weiter um die beiden. Er hielt die blonde Frau in den Armen und starrte wie versteinert in ihr Gesicht. Es war Sophie.
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