Erkenntnisse und Heimlichkeiten

von katie1999
GeschichteDrama, Romanze / P12
der Alcalde DeSoto Don Alejandro Victoria Zorro
14.10.2017
14.10.2017
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Erkenntnisse und Heimlichkeiten


Kapitel 1

Es war ein Alptraum.Victoria hatte sich noch nie so schlecht gefühlt. Warum hatte sie nicht auf Diego gehört? Es war alles ihre Schuld. Victoria saß am Tisch in der Küche mit hochgezogenen Knien und dachte über die Ereignisse nach wie es auch schon in den vorigen Nächten getan hatte.

Es hatte an dem Tag begonnen, als der stellvertretende Gouverneur mit seinen Soldaten aus Monterey angekommen war. Er hatte verlangt, dass der Alcalde Zorro innerhalb der nächsten Tage verhaften sollte.
Als Reaktion hatte der Alcalde gedroht einige Bauern zu verhaften, mit der Absicht, sie als Köder für Zorro zu benutzen. Als Victoria im Begriff gewesen war, zu protestieren, hatte Diego versucht, sie mit einem warnenden Blick und seinem ausgestreckten Arm zurückzuhalten. Aber sie war dennoch vorgetreten und Diego hatte sie am Arm gepackt und ihr zugeflüstert, dass sie sich diesmal nicht einmischen sollte. Aber sie hatte ihm gesagt, dass er kein Recht hatte, ihr vorzuschreiben, was sie tun sollte und hatte laut protestiert. Es war das erste Mal, dass sie ihn wütend gesehen hatte, als er ihren Arm losließ. Sie sollte besser über die Konsequenzen nachdenken, bevor sie etwas unternahm, hatte er gesagt. Immerhin würde sie überhaupt was tun, hatte sie erwidert. Sie wusste im Moment, als sie es sagte, dass sie ihn verletzt hatte. Aber es war bereits zu spät gewesen. Der Alcalde war sehr erfreut, einen Grund gefunden zu haben, sie anstelle der Bauern zu verhaften. Er wusste, dass sie ein viel besserer Köder war.
Wie erwartet, war Zorro in der Nacht gekommen, um sie zu befreien. Die gewöhnlichen Soldaten waren kein Problem gewesen, aber als sie über den Platz rannten, hatte einer der Soldaten des Gouverneurs sie gesehen. Zorro hatte Toronado bestiegen und war aus dem Pueblo geritten, aber sie hatte gesehen, wie er auf dem Pferd zusammengesunken war, als der Soldat auf ihn geschossen hatte. Er hatte sich mit Mühe am Pferd festgehalten, als Toronado ihn forttrug.

Der Alcalde war fröhlich gewesen, als er Zorro später für tot oder schwer verletzt erklärt hatte. Er dankte ihr besonders dafür, der Köder gewesen zu sein.
Sie hatte es dann nicht mehr ausgehalten und war zur de la Vega Hazienda geritten, um mit ihren Freunden zu reden. Sie wollte sich bei Diego entschuldigen. Er hatte recht gehabt, als er sie zurückhalten wollte und wenn sie auf ihn gehört hätte, wäre Zorro in Sicherheit gewesen.
Sie hatte Diego in der Bibliothek getroffen, überrascht sie zu sehen. Als sie versucht hatte, mit ihm zu reden, war er sehr kurz angebunden gewesen. Er hatte gesagt, dass er nicht in der Stimmung zum Reden war, da er Kopfschmerzen habe. Er hatte in der Tat sehr blass ausgesehen, als er sich in sein Zimmer zurückgezogen und sie in der Bibliothek stehen lassen hatte.

Alejandro hatte später versucht, sie zu trösten, aber er konnte ihr die Schuld nicht nehmen. Zorros Tod oder Verletzung waren ihre Schuld und nun war auch noch Diego ärgerlich auf sie.

Am nächsten Tag hatte Alejandro ihr mitgeteilt, dass Diego mit Felipe zu den nördlichen Anwesen der Hazienda aufgebrochen war. Das war vor Wochen gewesen und selbst Alejandro war erstaunt, dass sie so lange weg waren, aber mit Diego wusste er nie, was er zu erwarten hatte.

Der Alcalde hatte recht gehabt mit Zorro. Er tauchte während der Anwesenheit des stellvertretenden Gouverneurs nicht wieder auf und auch Drohungen gegen Bauern konnten ihn nicht aus seinem Bau locken. Er ließ die Soldaten nach Zorros Leiche suchen, aber sie konnten sie nicht finden. Keiner wusste, was mit ihm passiert war, aber es konnte nichts Gutes sein.

Sie wünschte, alles wäre wieder so wie zuvor, bevor der stellvertretende Gouverneur kam. Seltsamerweise konnte sie nicht sagen, wen sie mehr vermisste, Zorro oder Diego. Niemals zuvor war ihr so deutlich geworden, wie viel ihr ihr Freund bedeutete. Sie vermisste seine ruhige Anwesenheit in der Taverne und die Unterstützung, die er jederzeit zu geben bereit war. Er war mehr Teil ihres täglichen Lebens als Zorro und sie konnte auf seine Freundschaft ebenso wenig verzichten wie auf Zorros Liebe. Sie sehnte sich danach, Zorro zu sehen und von ihm im Arm gehalten zu werden. Aber was sollte sie tun, wenn sie beide verloren hätte?

Sie ließ ihren Kopf auf den Tisch sinken und begann zu weinen.
Kapitel 2

„Sch, querida, nicht weinen, Sag mir was Dich bedrückt.”

Sie fühlte einen starken Arm um ihre Schulter und als sie aufsah, sah sie ihn neben sich sitzen.

„Zorro, ich habe Dich nicht kommen hören. Ich dachte, ich hätte Dich verloren und dass Du tot oder verletzt wärst. Dank Gott, dass Du am Leben bist.”

Sie warf sich in seine Umarmung und legte ihre Arme um seine Hals. Als sie seine linke Schulter berührte, fühlte sie ihn vor Schmerz zusammenzucken. Unter dem weichen schwarzen Seidenstoff fühlte sie Verbände an seiner Schulter.

„Es ist also wahr, Du wurdest verwundet. Ist es schlimm?”

„Es ist schon besser“, sagte er, ohne ihre Frage zu beantworten. „Ich habe Dich vermisst.”

Sie waren lange getrennt gewesen und ihre Küsse wurden schnell seht leidenschaftlich. Sie öffnete sein Hemd, um seine Haut und seine starken Muskeln zu fühlen. Als sie anfing seine Brust zu küssen, fing er an zu stöhnen. Er zog ihre Bluse aus ihrem Rock und begann mit einer Hand ihre Brust zu streicheln, während er mit der anderen über ihre Rücken strich. Er hob ihren Rock, um mit seiner Hand an ihrem nackten Schenkel entlang zu streichen, als sie lautes Klopfen an der Tavernentür hörten. Schuldbewusst fuhren sie auseinander.
„Senorita Escalante, habt Ihr noch geöffnet?” hörten sie jemanden rufen. Als die Männer keine Antwort erhielten, gingen sie weiter. Sie sahen einander an, die Leidenschaft war für den Moment verschwunden. Sie sahen den Zustand ihrer Kleidung und begriffen, was sie gerade tun wollten.

„Victoria, ich muss gehen. Wir können nicht weitermachen. Ich habe nur ein gewisses Maß an Kontrolle. Ich mag diese ständigen Unterbrechungen, immer wenn wir zusammen sind auch nicht, aber diesmal sollten wir dankbar sein.”

„Zorro, ich will nicht, dass Du gehst. Die Vorstellung, dass ich Dich verloren hätte, war furchtbar und ich will Dich in meinen Armen halten.”

„Victoria, es gibt nichts, dass ich mir mehr wünsche, aber wir wissen beide, dass es nicht richtig ist. Ich liebe Dich dafür zu sehr..”

Er knöpfte sein Hemd wieder zu während sie ihre Bluse ordnete. Er war immer noch sehr vorsichtig mit seiner linken Schulter und unterdrückte seinen Schmerz, wenn er seinen linken Arm benutzte, aber erwiderte nichts auf ihren fragenden Blick.
Nach einem kurzen leidenschaftlichen Kuss verschwand er durch die Hintertür, immer noch zu schwach sich selbst auf den Balkon zu schwingen, wie er es gewöhnlich tat. Besorgt, aber glücklich, ihn wiederzuhaben, sah sie ihm nach. Als draußen alles ruhig blieb, entspannte sie sich etwas. Er konnte entkommen, ohne von den Soldaten gesehen zu werden.

Kapitel 3

Am nächsten Tag betrat Diego in Begleitung seines Vaters und Felipe ihre Taverne. Er trug seine blauen Lieblingsanzug, der ihr so vertraut war. Mit seinem rechten Arm lehnte er sich auf die Bar und sah sie an.

„Oh Diego, Ihr seid zurück”, strahlte sie ihn an. „Seid Ihr zum Mittagessen hier? Was kann ich Euch bringen? Euer bevorzugtes carne asada?”

Diego war überrascht über ihr herzliches Willkommen.
„Es ist schön, vermisst zu werden“, lächelte er fröhlich.

„Diego, seid Ihr immer noch auf mich ärgerlich?” fragte sie aufgeregt, „weil ich an dem Tag nicht auf euch gehört habe? Ihr hattet recht und ich muss mich bei Euch entschuldigen.”

„Es ist schon vergessen, Victoria. Es tut mir leid, dass ich so grob zu Euch war, als ihr am Abend mit mir reden wolltet, aber meine Kopfschmerzen waren wirklich schlimm.”

„Sind wir wieder Freunde, Diego?”

„Immer, Victoria.” Er verließ die Bar, um sich zu seiner Familie am Tisch gegenüber der Bar zu gesellen und wurde noch von verschiedenen Freunden begrüßt, die sich alle freuten, ihn wiederzusehen, nicht zuletzt auch Sergeant Mendoza.

Als sie gerade dabei war, sein Essen zu servieren, wurde sie von hinten geschubst und ein Teil des Essens landete auf seinem Jackett und seinem weißen Hemd. Sofort nahm sie ein Tuch und versuchte es zu entfernen.
Als sie sein Schulter berührte, spürte sie ihn vor Schmerz zusammenzucken und dann fühlte sie den Verband an genau der gleichen Stelle, wo sie ihn letzte Nacht bei Zorro gefühlt hatte.

Er nahm ihre Hand, die seine wunde Schulter berührte. Als sie ihn ansah, wandte er sich nicht ab, sondern sah ihr direkt in die Augen.
Für einen Moment schien die Welt für sie beide stillzustehen. Der Blick, den sie tauschten, sagte alles. Da waren Überraschung und Schock bei ihr, während er die Liebe in seinen Augen nicht verbarg. Sie wusste es nun und er wartet stumm auf ihre Reaktion. Sie war geschockt, ihre Liebe so plötzlich zu finden.
Ihre Hand fing an zu brennen, als seine sanfte Berührung sie daran erinnerte, wie sie seine warme Haut am Abend zuvor an der gleichen Stelle berührt hatte und die heiße Leidenschaft, die sie geteilt hatten. An der Art, wie er ihre Hand an seine Brust drückte und sie ansah, konnte sie erkennen, dass seine Gedanken in dieselbe Richtung gingen und sie wurde rot.

Mit einem Lächeln ließ er ihre Hand los und stand von Tisch auf.

„Ich denke, wir sollten besser in die Küche gehen, um die Flecken zu entfernen“, sagte er mit ruhiger Stimme und ging durch den Vorhang.

Victoria folgte ihm auf den Fersen. Sowie sie allein waren, drehte er sich zu ihr um und sah sie erwartungsvoll an.
Kapitel 4

„Diego”, sie wusste nicht, wo sie anfangen sollte. „Es tut mir leid. Es ist meine Schuld, dass Du verwundet wurdest und wenn ich auf Dich gehört hatte, wäre nichts passiert. Wie kannst Du mich immer noch lieben, nach allem, was ich zu Dir gesagt habe.”

„Victoria, ich habe Dich nur das sehen lassen, was Du sehen solltest. Verzeihst Du mir, dass ich Dich belogen habe?”

„Immer Diego. Ich liebe Dich. Das habe ich begriffen, als Du fort warst. Es war so furchtbar, als ich dachte, ich hätte Dich verloren. Ich wusste nicht, wen ich mehr vermisst habe, Dich oder Zorro, aber jetzt weiß ich es. Es war immer nur Du, aber in beiden Teilen.”

Im nächsten Moment nahm er sie in die Arme und küsste sie leidenschaftlich. Da wusste sie, dass er sich letzte Nacht zurückgehalten hatte. Sein Kuss ließ sie nach Luft schnappen und sie zitterte vor Erregung. Es gab keine Zweifel, dass Diego Zorro war.

„Wir sollten bald heiraten”, grinste er, sich der Wirkung, die er auf sie hatte, „Aber ich sollte jetzt in den Gastraum zurückgehen, bevor noch jemand misstrauisch wird oder wir keinen Halt mehr finden.”

Er drehte sich herum, um zu gehen, aber sie hielt ihn zurück.

„ Warte, lass mich erst versuchen, die Flecken aus Deiner Kleidung ein wenig zu entfernen, sonst werden die Leute wirklich misstrauisch, was wir hier gemacht haben.”

Geduldig setzte er sich nieder währen sie ein nasses Tuch nahm, um an den Flecken zu reiben. Es gab ihr die Gelegenheit, mit ihm zu reden.

„Warst Du wirklich bei den nördlichen Anwesen in den letzten Wochen?“

„Nein, ich habe mich in einem verlassenen Bauernhaus in der Nähe der Hazienda versteckt und Felipe hat mich gepflegt. Es war sehr einsam.“ Er streichelte ihre Wange, während sie sich über ihn beugte und sie sahen sich für einen Moment tief in die Augen.

„Es muss schlimm gewesen sein, Du warst solange weg“, sagte sie.

„Ich hatte Glück, dass es ein glatter Durchschuss war und die Wunde sich nicht entzündet hat. Aber es braucht Zeit zum Heilen und Zorro wird für einige Zeit nicht reiten.”

„Bitte sei vorsichtig, ich könnte es nicht ertragen, Dich zu verlieren.“

„Es reicht jetzt!” Indem er ihr den Lappen aus der Hand nahm, stoppte er ihre Versuche mit seiner Kleidung und hielt ihre Hände fest. Er benetzte beide mit einem Kuss, bevor er eine Hand in ihren Nacken legte und sie zu sich hinunterzog, um ihre Lippen zu küssen. „Ich liebe Dich und habe es immer getan.„

Dann hörte er seinen Vater rufen. „Diego, ist alles in Ordnung? Dein Essen wird kalt.„
„Er hat recht, Diego. Du solltest jetzt gehen.“

„Das war viel besser als Mittagessen“, lächelte er. „Wirst Du heute Abend zum Essen kommen?“

„Das werde ich, aber nur wenn Du jetzt gehst, damit ich weiter arbeiten kann. Sonst verliere ich noch meine ganzen Gäste, weil sie nicht bedient werden.“

„Immer zu Euren Diensten, Senorita“, sagte er als Zorro.

Alejandro wunderte sich, was vor sich ging. Dem Blick nach, den Diego und Victoria ausgetauscht hatten, bevor sie in der Küche verschwanden, war etwas passiert. Warum war Victoria plötzlich rot geworden, als sie versucht hatte, Diego Hemd zu säubern? Es war nichts ungewöhnliches dabei und Diego hatte nichts gesagt, um diese Reaktion hervorzurufen. Er konnte den Blick nicht deuten, den er beobachtet hatte. Es war als hätten sie einen sehr intimen Moment ausgetauscht, was völlig unmöglich war. Da war nichts zwischen Diego und Victoria. Sie waren nur Freunde und hatten sich auch nicht im besten getrennt, bevor Diego abgereist war. Und aus der vorherigen Begrüßung zu schließen, hatten sie sich in der Zwischenzeit auch nicht gesehen. Warum also dieser Blick?

Er war zufrieden, als Diego ihm mitteilte, dass Victoria zum Abendessen kommen würde. Das würde ihm Gelegenheit geben, die Sache weiter zu untersuchen. Er versuchte aus Diego etwas herauszubekommen, aber der war mit seinen Gedanken woanders und gab ihm auf seine Fragen nur einsilbige Antworten.
Kapitel 5

Beim Abendessen fanden sie heraus, dass die Einladung keine so gute Idee gewesen war. Sie konnten kaum die Leidenschaft in ihren Augen verbergen und Alejandros Fragen waren auch nicht gerade hilfreich. Alejandro wollte herausfinden, was los war und Diego versuchte seine Fragen abzuwehren, während er seine Augen nicht von Victoria lassen konnte. Diego und Victoria entschieden sich letztendlich für ein schweigendes Essen, bei dem sie sich zurückhielten und einander nicht länger ansahen.
Dies verwirrte Alejandro noch mehr. Erst tauschten sie diesen Blick in der Taverne und jetzt sprachen sie kaum miteinander? Hatten sie einen Streit oder warum waren sie so schweigsam? Diegos Antworten brachten ihn auch nicht weiter. „Nein, sie hatten keinen Streit. Nein, er war nicht ärgerlich auf Victoria.“ Er wurde noch misstrauischer, als Diego die Unterhaltung auf die Preise von Stieren in San Pedro lenkte, ein Thema, das ihn sonst zu Tode langweilte und sogar Victoria Interesse zeigte.
Da seine Fragen zu nichts führten, beschloss er die Sache ruhen zu lassen und sie statt dessen zu beobachten.
Diego war erleichtert, als sein Vater mit seinen Fragen aufhörte und sich die Unterhaltung mehr allgemeine Themen zuwendete. Aber er kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass er noch nicht aus der Sache heraus war. Er musste mit Victoria reden, aber nicht während sein Vater dabei war.

Nach dem Essen waren sie endlich allein im Garten, sicher vor neugierigen Augen. Sobald sie die versteckte Ecke erreicht hatte, war Victoria auch schon in seinen Armen und sie küssten sich leidenschaftlich. Atemlos traten sie auseinander, innerlich glühend.

„Wir brauchen auf jeden Fall eine Anstandsdame”, sagte Diego lächelnd.

„Was sollen wir tun” fragte Victoria während sie langsam mit ihrer Hand seine Wange entlangfuhr. „Ich glaube, ich kann kein weiteres Essen wie heute Abend ertragen.”

„Ich auch nicht. Hast Du meine Vater gesehen, als ich das Thema auf Stiere lenkte?”

Victoria lachte. „Ja, Alejandro war von Deinem plötzlichen Interesse nicht überzeugt. Warum hast Du das Thema überhaupt gewählt?”

„Ich dachte an das langweiligste Thema, um mich abzukühlen.”

„Offensichtlich hat es nicht gewirkt”, stellte Victoria fest, während sie seine heiße Haut unter ihren Fingern spürte.

„Heirate mich bitte bald”, er küsste sie erneut.

„Ich kann es nicht erwarten, sag mir nur wie wir es anstellen können, ohne offenkundig zu machen, wer Du bist.“

„Ich werde darüber nachdenken, sobald Du gegangen bist und ich wieder klar denken kann. Vorschläge sind willkommen.“

„Ich kann nur an eines denken.” Sie erwiderte seine Küsse sehr leidenschaftlich.

„Wenn Du so weitermachst, trage ich Dich direkt in mein Zimmer und liebe Dich, bis Du Dir wünscht, über Nacht zu bleiben.”

„Wer sagt, dass es mir nicht gefallen würde?” neckte sie ihn.

„Bist Du Dir sicher?” flüsterte er in ihr Ohr.

„Ich war mir noch nie etwas so sicher”, antwortete sie leidenschaftlich.

Plötzlich nahm er sie auf seine Arme und trug sie in sein Zimmer, wobei er nur ein wenig stöhnte unter der Belastung, die es seiner Schulter zufügte. Zu Glück wog sie nicht viel.

Leise schloss er die Tür hinter ihnen und ließ sie aufs Bett sinken. Sie ließ ihn nicht los und zog ihn mit sich. Schnell entledigten sie sich ihrer Kleidung und fuhren fort, wo sie am Abend zuvor aufgehört hatten. Schon bald lagen sie eng umschlungen nebeneinander, ihre Leidenschaft gestillt.

„Ich hätte Dich gerne die ganze Nacht hier”, flüsterte er ihr sanft ins Ohr, „aber wir werden schon bald vermisst werden.”

„Vielleicht kann mich Diego morgen zur Siesta besuchen, keiner wird das verdächtig finden.”

„Mir fallen mit Sicherheit einige Erledigungen ein, die meine Anwesenheit morgen erfordern. Eine davon wird ein Gespräch mit Padre Benitez sein, um unser Hochzeitsdatum festzulegen.”

Sie hatten begonnen, sich wieder anzuziehen, als sie Alejandro nach ihnen im Garten rufen hörten. Nach einem kurzen Blick in den Spiegel, ob sie wieder vorzeigbar waren, öffnete Diego sein Schlafzimmerfenster und half ihr hinaus, bevor er ihr nach draußen folgte. Sie umrundeten das Haus und kletterten durch das Zimmer in der Bibliothek wieder hinein.
Einander ordentlich gegenüber sitzend, gab Diego vor zu lesen, als Alejandro nach ihnen Ausschau hielt..

„Ihr seid hier?” Alejandro war überrascht. „Ich habe euch im Garten gesucht, konnte euch aber nicht finden.”

„Es ist immer noch sehr warm draußen.“ Victoria benutzte intensiv ihren Fächer, um ihre Aussage zu unterstreichen, „und Diego wollte etwas lesen.“ Sie hörte sich gelangweilt an und Diego unterdrückte ein Lächeln über ihre schauspielerischen Talente, während er sein Gesicht schnell hinter seinem Buch verbarg.

„Wie seid ihr hier hereingekommen? Ich war die ganze Zeit in meinem Arbeitszimmer und habe euch nicht vorbeikommen sehen.“

Diego und Victoria waren einige Zeit verschwunden gewesen und er hatte sie nicht finden können. Wenn es ein anderes Paar gewesen wäre, so hätte dies sich schlecht auf ihren Ruf ausgewirkt. Aber sein Diego und Victoria? Nein, völlig unmöglich. Sie waren nur Freunde und kannten sich seit Jahren. Diego war zu korrekt, um sich anders als der perfekter Gentleman zu benehmen, zu dem Alejandro ihn erzogen hatte. Innerlich schüttelte Alejandro den Kopf, aber einige Zweifel blieben. All das war sehr seltsam.

Victoria unterbrach seine Gedanken mit ihrem Wunsch nach Hause zurückzukehren. Da war er wieder! Der versteckte Blick, den sie tauschten, als Diego sie zur Tür geleitete. Nein, seine Vorstellung musste ihm Streiche spielen. Victoria war in Zorro verliebt und Diego war wie ein Bruder für sie. Er schien, alt zu werden und Dinge zu sehen, die gar nicht da waren, schalt Alejandro sich selbst.
Kapitel 6

Am nächsten Tag besuchte Diego Victoria während der Siesta. Hinter verschlossenen Türen gingen die in ihr Zimmer hinauf und ließen ihrer Leidenschaft freien Lauf. Nach all den Jahren des Wartens konnten sie nicht genug voneinander bekommen. Sie wussten, dass sie bis nach ihrer Hochzeit hätten warten sollen, aber nach dem ersten Mal gab es kein Halten mehr und erst am Ende der Siesta ließen sie voneinander ab.

Nach der Siesta verließ Diego leise die Taverne und ging hinüber zur Mission. Padre Benitez kannte ihn recht gut und nach einem Austausch über Ornithologie, ein Thema, das sie beide interessierte, wartete er geduldig, dass Diego ihm sein Anliegen offenbarte.

Der Padre machte ihm natürlich Vorwürfe wegen seiner mangelnden Selbstbeherrschung, aber betrachtete ihre Angelegenheit mit Wohlwollen. Er war bereit, die Zeremonie kurzfristig z vollziehen und empfahl einen Termin in einer Woche. Diego stimmte freudig zu, jetzt war er einer Zukunft mit Victoria einen Schritt näher. Nichtsdestotrotz gab es genügend Probleme zu lösen.

Eines davon war sein Vater, der Verdacht geschöpft hatte, was seine Beziehung zu Victoria betraf. Er musste vorsichtig sein, wenn er Victoria in seiner Gegenwart traf.

Das andere war der Alcalde, der weniger misstrauisch, aber um so gefährlicher war, wenn er es herausfand. Aber das würde sie nicht davon abhalten, mit ihrem Leben weiterzumachen. Sie hatten lange genug gewartet und nun da Victoria sein Geheimnis kannte, gab es keinen Grund weiter getrennt zu sein.

Alejandro war überrascht, dass Diego jetzt soviel Zeit im Pueblo verbrachte. Er hatte ihm erzählt, dass er seine Arbeit als Herausgeber der Zeitung aufholen müsse, aber Diego war auch schon zuvor zeitweise abwesend gewesen und hatte anschließend keinen solchen Wirbel veranstaltet.

Victoria kam nicht mehr zum Abendessen herüber. Die letzte Einladung hatte sie abgelehnt, weil sie zu beschäftigt war, wenn sie noch niemals zuvor eine Einladung ausgeschlagen hatte. Was ging da vor sich? Hatte sie einen Streit mit Diego oder nicht?

Die nächste Woche verbrachten Diego und Victoria die Siestas zusammen, die ihrem Eindruck nach immer zu kurz waren. Sie hätten es vorgezogen, die Nacht miteinander zu verbringen, aber dabei würden sie zu leicht entdeckt werden. Die Soldaten hielten immer Ausschau nach Zorro und Diego konnte nicht in der Nacht über die Dächer klettern.
Kapitel 7

Am Tag ihrer Hochzeit machten Diego und Victoria einen heimlichen Ausflug zu der verlassenen Windmühle, in der sie schon einmal auf der Rückreise von Santa Paula eine Nacht verbracht hatten.
Diego hatte die letzte Woche dazu genutzt, die Windmühle komfortabler zu machen und überraschte Victoria mit einem mit Rosen geschmückten Bett und einem gemütlichen Feuer. Victoria hatte ein Essen mit Diegos Lieblingsgericht vorbereitet, das sie auf den Tisch stellte, den Diego besorgt hatte.

„Bist Du glücklich, Señora de la Vega?” fragte er sie.

„Mehr als alles andere,” antwortete sie.

„Das ist nicht die große Hochzeitsfeier, die Du Dir vielleicht gewünscht hast.”

„Ich brauche kein große Feier, ich will nur mit dem Mann zusammen sein, den ich liebe. Das ist alles wovon ich immer geträumt habe. Er wird noch mehr Anlässe zum Feiern geben.“

Die zwei Tage, die sie in der Windmühle blieben, waren alles was sie sich erlauben konnten, ohne in Los Angeles vermisst zu werden.

Als Alejandro zum Mittagessen in die Taverne ging, fehlte Victoria an ihrem üblichen Platz hinter der Bar.
„Ihr müsst Euch heute mit meinen Kochkünsten begnügen“, informierte ihn Alina, Victorias Aushilfe. „Victoria ist für zwei Tage wegen Geschäften nach Santa Barbara gefahren, Don Alejandro. Sie wird vor morgen Abend nicht zurück sein.“

Victoria war fort und Diego war zur selben Zeit zu den nördlichen Anwesen aufgebrochen, wunderte sich Alejandro. War das ein Zufall? Was war das mit den nördlichen Anwesen, dass Diego erneut dahin aufgebrochen war, nachdem er erst von dort zurückgekehrt war und soviel Zeit dort verbracht hatte?

Nach seiner Rückkehr war Diego so guter Laune, dass es Alejandro nicht entgehen konnte.

„Diego, willst Du mich nicht an Deiner guten Laune teilhaben lassen und mir sagen, warum Du heute so fröhlich bist?”

„Es ist nichts besonders, Vater, nur ein Buch, das heute mit der Post gekommen ist und auf das ich bereits gewartet habe. Es enthält einige Noten von Rossinis Oper 'Der Barbier von Sevilla'. Ich zeige sie Dir, wenn es Dich interessiert.“

„Du bist wegen einer Noten so guter Laune?“

„Ja,Vater, was hast Du sonst erwartet?“

„Ich dachte, es hätte vielleicht etwas mit Victoria zu tun. Hast Du sie auf Deinem Ausflug nach Norden getroffen?”

„Wie sollte ich? Ich war in den nördlichen Gebieten und das ist nicht auf dem Weg nach Santa Barbara.”

„Na gut, wenn Du es sagst. Irgendwie kann ich Dir nicht glauben, aber komm zu mir, wenn Du mir etwas zu sagen hast.“Alejandro war nicht überzeugt und auch verärgert über seinen Sohn. Er war sicher, dass sein Sohn ihm nicht alles erzählt hatte und dass das Buch nur eine Ausrede war.


Kapitel 8

Zwei Tage später erschien Zorro wieder im Pueblo und sein Erscheinen wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. Nach den Gerüchten über seinen Tod waren die Leute erleichtert, ihn wiederzusehen. Er überwältigte schnell die Soldaten und sperrte sie ins Cuartel ein, bevor er den Alcalden entwaffnete. Mit Zorros Schwert an seiner Kehle hatte er keine andere Wahl, als die neuen Steuern sofort zurückzunehmen. Wie gewöhnlich ging Zorro zu Victoria hinüber, um mit ihr zu reden.
„Senorita, Ihr seid so schön wie immer.” Als er ihre Hand nahm, um sie zu küssen, zog sie ihre Hand zurück und stellte sich vor ihn.
„Zorro, es gibt etwas das ich Euch sagen muss.“

Erstaunt sah er sie an..

„Ich kann nicht länger auf Euch warten. Es tut mir leid.“

Don Alejandro starrte sie an.

„Warum jetzt, Victoria?” fragte Zorro mit überraschter Stimme.

„Es gibt jetzt jemanden anderen. Ich dachte, Ihr wärt tot und er war da, als Ihr es nicht wart..“, sagte sie entschuldigend.

„Wer ist es?” fragte Zorro forschend.

„Don Diego.”

Von Don Alejandro war ein deutliches Luftholen zu hören und die Leute um sie herum drehten sich zu dem Paar.

„Es gibt keine Chance, dass ihr Eure Meinung noch wieder ändert, Victoria?“ fragte Zorro sie hoffnungsvoll.

„Dafür ist es schon zu spät.“ Die Zuhörer waren geschockt von ihrem Geständnis, aber Zorro zeigte keine Emotion.

„Ich verstehe. Dann kann ich Euch nur Glück wünschen und hoffen, dass ihr glücklich werdet.” Mit einem kurzen Salut mit seinem Schwert, kehrte zu seinem Pferd zurück und galoppierte aus dem Pueblo.

„Nun, was für eine interessante Wendung der Dinge“, höhnte der Alcalde. „Senorita Escalante trennt sich letztendlich von unserem Helden. Habe ich es richtig gehört, Ihr habt ihn für Don Diego fallengelassen? Wer hätte das gedacht? Vielleicht haben wie jetzt Zorro zum letzten Mal gesehen, nachdem er seine Liebe an den gelehrigen Caballero verloren hat.”

„Das geht Euch nichts an, Alcalde. Wenn Ihr mich jetzt entschuldigt, ich habe eine Taverne, um die ich mich kümmern muss.“ Victoria drehte sich herum und versuchte, Ohne jemanden anzusehen, ging sie direkt in die Küche und ließ sich auf die Bank fallen. Erleichtert atmete sie aus und lehnte sich mit geschlossenen Augen gegen die Wand.
Ihre Pause war nur von kurzer Dauer, denn Momente später betrat Don Alejandro die Küche.

„Victoria, ich muss mit Dir reden. Ich kann nicht glauben, was Du gerade zu Zorro gesagt hast. Seid ihr und Diego wirklich..?“ Er beendete den Satz nicht und ließ die Frage im Raum stehen.

„Don Alejandro, ich will im Moment nicht darüber reden. Diego kann bestätigen, was ich gesagt habe.“

„Dann rede ich am besten mit meinem Sohn, aber ich denke Du solltest auch zur Hazienda kommen. Ich will mit Euch beiden reden und das sollten wir am besten auf der Hazienda tun.”
Schockiert und wütend auf Diego ging er fort zur Hazienda, um mit seinem plötzlich nicht so anständigen Sohn zu reden.

Kapitel 9

„Diego, ich muss mit Dir reden.”

Wütend betrat Alejandro die Bibliothek, in der sein Sohn ein Buch las.

„Vater, stimmt etwas nicht?“

Diego sah seinen Vater unschuldig an und legte sein Buch zur Seite.

„Ob etwas nicht stimmt? Das ist wirklich eine Untertreibung! Ich war gerade Zeuge einer peinlichen Unterredung zwischen Zorro und Victoria und ich wünschte, ich hätte nicht gehört, was Victoria in Gegenwart des halben Pueblos Zorro mitgeteilt hat.”

„Was hat sie gesagt“, fragte Diego mit ausdruckslosem Gesicht.

„Sie hat sich von Zorro getrennt und gesagt, dass Du der Grund wärst. Ich will von Dir wissen, ob das wahr ist? Du und Victoria?” Er beendete den Satz wieder nicht, das Thema war ihm zu peinlich.

„Wenn Du es unbedingt wissen musst, Vater, es ist wahr. Natürlich werden Victoria, so bald wie möglich heiraten. Würde Dir nächste Woche passen?”

„Du redest davon, als wäre es eine Einladung zum Essen und nicht zu Deiner Hochzeit. Wie kannst Du das so leicht nehmen? Ich kann es immer noch nicht glauben. Victoria war niedergeschlagen, weil Sie dachte, dass Zorro tot wäre und Du hattest nichts besseres zu tun als das auszunutzen. Victoria hat heute wahrscheinlich Zorro das Herz gebrochen, nach all den Jahren, die er ihr treu war. Wie konntest Du ihnen das antun? Ich dachte, ich hätte Dich besser erzogen. ”

„Vater, es ist nicht so wie Du denkst. Du weißt nicht alles.”

„Er hat recht, Don Alejandro,” fügte Victoria hinzu. In seinem Zorn hatte Alejandro nicht bemerkt, wie Victoria, die ihm vom Pueblo gefolgt war, die Bibliothek betreten hatte.

Ohne etwas zu sagen, öffnete Diego seine Arme und Victoria ging direkt in seine Arme, wobei sie Alejandros wütenden Blick ignorierte.

„Ich will euch beide nicht zusammen sehen, bevor ihr nicht verheiratet seid”, schimpfte Alejandro.

„Dann gibt es kein Problem“, grinste Diego schelmisch und richtet seine Aufmerksamkeit auf die Frau in seinen Armen. „Es tut mir leid, dass ich Dich dem aussetzen musste, Victoria. Du warst großartig heute.”

„ Es war meine Idee und es hat seinen Zweck erfüllt, möglichst bald offiziell verheiratet zu sein.”

„Wenn nur der Padre so leicht zu überzeugen wäre, wie der Alcalde. Ich freue mich nicht darauf, wieder mit ihm zu reden.”

Alejandro sah sie verständnislos an. „Worüber redet ihr? Solltet ihr nicht wenigstens etwas Reue empfinden, für das was ihr getan habt? Victoria, ich habe wirklich Besseres von Dir erwartet. Die ganzen Jahre, die Zorro Dich umworben hat und Du ihm versprochen hast, auf ihn zu warten. Jetzt sieht es so aus als hätte es für Dich keine Bedeutung gehabt!”

„Vater, Du solltest Dich jetzt besser setzen. Es gibt einiges, dass ich Dir sagen muss.”

Diego zeigt auf Alejandros Lieblingssessel und bedeutete ihm sich zu setzen, während er sich mit Victoria auf das Sofa setzte, ohne sie loszulassen.
Alejandro ließ sich langsam auf die Kante des Sitzes nieder, bereit sofort wieder aufzuspringen.

„Das Problem mit dem Padre ist, Vater, dass wir bereits seit letzter Woche verheiratet sind. Du hast mich gut erzogen. Und Victoria hat Zorros Herz nicht gebrochen, weil ich Zorro bin.“

Alejandro öffnete den Mund, um etwas zu sagen, war aber zu sprachlos um ein Wort herauszubringen.

„Die Unterhaltung heute im Pueblo war nur ein Trick, um den Alcalden davon zu überzeugen, das Zorro und ich verschiedene Personen sind, was wir natürlich nicht sind.”

Im Moment als Diego es sagte, legte er seine Haltung als Diego ab, wie eine Hülle, die ihm zu klein geworden war und ließ seinen Vater durch die unsichtbare Maske sehen, die er seit Jahren getragen hatte. Alejandro konnte nur weiter auf seinen Sohn starren, der sich vor seinen Augen so völlig verändert hatte. Nur der feste Griff um die Armlehnen verhinderte, dass er auf den Boden rutschte.
Jetzt da Diego aufgehört hatte sich zu verstellen, saß der Mann den er Zorro kannte vor ihm. Sein ganzes Auftreten war selbstbewusster und bestimmender als er das von dem Sohn, den er kannte. Sogar seine Stimme war anders und viel tiefer.

„Du bist Zorro!” Es war keine Frage, sondern eine Feststellung von Alejandros Lippen. „Seit wann weißt du es, Victoria?”

„Erst seit ihr das Essen auf meine Jacke gefallen ist, an dem Tag nach dem ich vom Norden zurückgekommen bin”, antwortete Diego. Dann begann er die Ereignisse der letzten Tage zu erklären mit Ausnahme der privaten Teile. Alejandro sah viele seiner vorherigen Vermutungen bestätigt, wobei sich einige Details denken konnte, die sein Sohn so passenderweise ausließ.

Diego hatte noch einiges zu erklären, bis es Zeit wurde sich zurückzuziehen. Er nahm seine Frau auf seine Arme und trug sie in sein Zimmer während er seinen fassungslosen Vater in der Bibliothek zurückließ, der immer noch die ganzen Neuigkeiten des Tages zu begreifen versuchte.
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