Die Illusion brechen

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P18
Kakashi Hatake OC (Own Character)
13.10.2017
06.12.2019
113
359904
52
Alle Kapitel
136 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
Tag 135, Donnerstag 09. März - Teil 1/2
Es war früher morgen als Kinoe im Hauptquartier der Anbu, tief unter Konoha seinen Spind öffnete um sich für den Dienst umzuziehen. Die Umkleidekabine war ansonsten leer und würde es noch einige Zeit bleiben. Diejenigen mit denen er heute Dienst hatte waren schon vorgegangen um den Tag gemütlich anzugehen. Er selbst war erst jetzt gekommen, da er noch ein persönliches Training vollendet hatte. Weshalb er etwas überrascht war, als sie die Türe zum Umkleideraum der Männer öffnete.
„Guten Morgen Senpai“, grüßte er Kakashi.
„Ah, Kinoe. Guten Morgen“, grüßte der Kopierninja, recht müde wirkend.
„Wie ist es gelaufen?“, fragte der Jüngere und betrachtete seinen Vorgesetzten ausgiebiger. Kakashi hatte Schlammspritzer an diversen Körperteilen und die Kleidung machte den Eindruck als sei sie mehrmals nass gewesen.
„Missionsziel erreicht. Ich werde erst einmal ins Badehaus gehen um die Kälte aus meinen Knochen zu bekommen.“
Kinoe war überrascht. Wie er selbst war Kakashi sehr resistent gegen die Witterung. „Ärger?“
„Nicht lange. Ein Suitonnutzer der sehr gut war.“
Sein Teamkollege schmunzelte und schloss seinen Spind.

„Irgendetwas vorgefallen während ich weg war?“, fragte der Kopierninja routinemäßig, während er sein Schwert ablegte und die gefütterte klamme Weste auszog. Die Unterkleidung war während der halben Mission nicht trocken gewesen. Sie klebte unangenehm an seinem Körper der kalt und schmutzig von schlammigen Wasser war. Er würde im Duschraum der Männer als erstes heiß duschen und dann ins Badehaus gehen.
„Nein, es war ruhig. Auch privat. Aber ich habe endlich die letzten Antworten zum Hanami bekommen. Melanie-san scheint zur Zeit wirklich viel zu lernen, sie hätte es beinahe vergessen.“
Kakashi stutzte eine Winzigkeit. ´Melanie kommt zum Hanami?` Und gleich darauf verspürte er Sehnsucht. Anstatt sich mit ihr zu unterhalten, war er klatsch nass durch die Gegend gerannt. „Mir war nicht klar, das du sie so gut kennst um sie einzuladen“, fragte er in seinem beiläufigsten Tonfall und öffnete die Magnetverschlüsse der Armschienen. Auch diese musste er gründlich reinigen.
„Genau deshalb habe ich sie ja eingeladen; um sie kennen zu lernen. Ich finde sie interessant. Wer so etwas auf sich nimmt, nur um eine neue Heimat zu finden…das ist schon bemerkenswert.“
„Ja, das ist es.“ Kakashi wusste nicht genau auf was Kinoe anspielte. Er hatte Melanie nie über ihre Reise befragt, auch wenn er wusste das sie von weit her kam.
„Oh? Du kennst sie näher?“, fragte Kinoe.
„Nun…“ Kakashi hatte sich selten so mit dem Rücken zur Wand gefühlt. Doch die Entscheidung war schnell gefällt. “Eigentlich betrachte ich sie als meine Freundin. Wenn du also diesbezüglich Hoffnungen hegst, dann…“ Das würde kompliziert werden.
„Ich habe Hoffnungen...“ Kakashi drehte sich rasch herum und musterte Kinoe nun zum ersten mal mit dem Auge eines Rivalen. Doch dieser lächelte ihn wissend an und beendete den Satz gelassen. „...das sie eine gute Kunoichi werden wird. Ich bin jedoch nicht an ihr wie du interessiert. Willst du nicht doch zum Hanami kommen? Wir sind in letzter Zeit sehr beschäftigt gewesen und hatten kaum etwas Freizeit.“
Mehr als erleichtert entspannte sich Kakashi wieder. Er hatte für einige Sekunden einen falschen Schluss gezogen. „Verzeih mir. Ich hatte für einen Moment geglaubt du wärst ebenfalls interessiert.“
Kinoe winkte entspannt ab. „Es gibt nichts zu verzeihen. Da ich tatsächlich an ihr interessiert bin. Teilweise beruhte die Einladung darauf ihr einen Aspekt ihrer neuen Heimat nahe zu bringen. Gerade für eine angehende Kunoichi ist das Hanami das Richtige.“
Kakashi warf seine Armschienen nachlässig auf die Bank. Er war erleichtert. „Diese Mission kam ungelegen. Ich hatte sie kurz vorher eingeladen und auf dem Weg stellte sich heraus das die Gefühle die ich für sie hege beidseitig sind. Ich bin so lange geblieben wie ich konnte, aber es war dennoch zu kurz.“ Er erinnerte sich noch so gut daran sie in seinen Armen gehalten zu haben und ihren warmen Atem an seinem Hals zu spüren. Es war der Himmel auf Erden gewesen.

Kinoe hatte schon von anderen gehört, das Kakashi sehr knapp zur Mission erschienen war und auch wenn man dies kaum als einen Beweis für irgendetwas ansehen konnte, war es die Tatsache das der Kopierninja über seine Gefühle redete ganz sicher.
„Sie hat mir gesagt das sie kaum an etwas anderes als dich dachte“, meinte Kinoe sanft und lächelte, als Kakashi rot wurde und den Blickkontakt brach. Das sollte nun genug der Kuppelversuche sein. Kinoe schloss seinen Spind. „Wenn du zum Hanami kommen willst; ich habe nichts dagegen… So, ich muss jetzt aber los. Sonst komme ich noch zu spät. Man sieht sich!“, verabschiedete er sich und ließ Kakashi damit alleine in der Umkleide zurück.

„Ja.“ Müde setzte sich der Kopierninja auf die Bank. ´Ich hatte auch so meine Schwierigkeiten nicht an sie zu denken.´ Ein leises Seufzen, war in dem ansonsten stillen Raum zu hören. Mit neuem Schwung stand Kakashi wieder auf und zog sich das feuchte Oberteil und den Rest seiner Kleidung vom Körper, um alles, bis auf die Panzerung, in den Wäscheschacht zu werfen. Er griff sich ein kleines Handtuch und den Kulturbeutel aus seinem Spind und verschwand nach nebenan. Bevor er Melanie besuchen konnte, musste er drei Dinge erledigen; Baden, essen und eine Weile schlafen.

Wo anders in Konoha wachte Melanie einige Stunden nach Kakashis Ankunft im versteckten Dorf mit mörderischem Muskelkater auf. Es war schlimmer als letztes mal und viel schlimmer, als erwartet. Sie hatte sich extra den Wecker früher gestellt um die Zeit zu haben noch zu duschen, doch diese halbe Stunde verbrachte sie im Bett mit dem Versuch sich möglichst wenig zu bewegen. Als es dann regulär Zeit wurde aufzustehen, fiel es Melanie immer noch schwer genug überhaupt das Bett zu verlassen. ´Jetzt weiß ich wenigstens wie sich Lee das letzte Mal gefühlt hat.´ Es dauerte lange sich anzuziehen und die Stufen in die Bar hinunter, erwiesen sich als großes Hindernis. So kam sie auch beinahe zu spät zum Unterricht. Lee hatte sich im Klassenzimmer zu ihr nach hinten gesetzt. Er lächelte müde und sie nickte ihm zu. Aber er hielt sich gerader als sie.

Daichi Sensei im Unterricht fiel ebenfalls auf das zwei seiner Schüler sich erstaunlich vorsichtig bewegten beim Nawanuke. Und da die beiden auch noch zusammen saßen benötigte es nicht viel um herauszufinden das sie wohl gestern zusammen trainiert und Melanie-san dem Jungen wohl Unterricht gegeben hatte. In der zweiten Stunde unterrichtete er seine Schüler wieder in den Verpflichtungen die ein Genin seinem Dorf gegenüber hatte. Die kleine außerschulische Aufgabe war recht gut verlaufen. Es wurde Zeit den Schülern mehr Verantwortungsbewusstsein beizubringen und dieses dann erneut zu testen.

Melanie nutzte die kurze Pause die auftrat wenn ein Lehrer ging und ein anderer kam um sich Lee am Ende der Zweiten zuzuwenden. Die anderen Schüler redeten ebenfalls mit ihren Nachbarn, aber kaum einer stand auf, so das der ganze Raum erfüllt war mit dem Geschnatter der Kinder.
„Und? Wie geht es dir?“
„Ganz schrecklich, aber es hilft etwas zu sehen, das auch dein Körper von dieser Anstrengung gezeichnet ist.“
Melanie lächelte etwas. „Ich bin kaum aus dem Bett gekommen.“ Lee nickte. Bei ihm war es anscheinend ähnlich gewesen.
„Bist du gestern noch gut nach hause gekommen?“
„Ja, danke der Nachfrage. Aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern wie ich ins Bett gekommen bin. Und du Melanie-san?“
„Ich habs nicht mehr geschafft zu duschen, obwohl ich es gewollt hatte. Und als ich…oh Iruka Sensei kommt. Wir reden später.“
Lee nickte und konzentrierte sich wie Melanie darauf dem Unterricht zu folgen. Erfreulicherweise hatte sie eine neue Geschichtsstunde die den dritten Hokage behandelte. Als Hausaufgabe hatten sie sich Fragen für die nächste Stunde zu überlegen in der der Hokage sie besuchen würde. Melanie lächelte bei diesem Gedanken. Es war nun lange her, seit sie Sarutobi zuletzt gesehen hatte.
In der vierten nach der großen Pause hatte Melanie auch gleich mal eine Freistunde. Die Klasse teilte sich wieder und die Mädchen bekamen von Kohana Sensei Unterricht, während die Jungen von einem anderen Sensei unterrichtet wurden wie sie sich gegenüber Frauen im Team und auf Missionen zu verhalten hatten. Melanie saß während dieses Unterrichts wieder draußen und bekam dadurch ein wenig von dem mit was die Jungs in ihrem spezifischen Teil so gelehrt bekamen. Dadurch das sie heute darauf verzichtet hatte Klone zuhause zu lassen, widmete sie sich wieder der Chakrakontrolle und versuchte ihre Fähigkeit, das Chakra effektiv zu schmieden, zu verbessern. ´Eigentlich kann ich auch versuchen in einer Freistunde zu den Übungsplätzen zu gehen und Shuriken oder Kunai werfen zu üben.´ Aber gerade heute war dies eine wenig attraktive Aussicht. Sie spürte je~den Muskel! Als die Klasse von dieser Stunde erlöst war ging Melanie zum Trainingsplatz und traf unterwegs Anzu die auf der Toilette gewesen war. Sie fand Kohanas Unterricht wohl genauso toll wie sei selbst, so missmutig wie ihr Gesichtsausdruck war.
Die nächste Einheit entsprach schon mehr ihrer beider Geschmack. Rauchbomben Einsatz bei Izuya Sensei. Es stellte sich heraus das sie sich erneut mit dem praktischen Teil der Rauchbomben auseinandersetzten. Sie verbrachten die Stunde dabei sich abwechselnd in einer solchen zu verstecken oder aus einer heraus angegriffen zu werden. Izuya Sensei hatte dabei Hilfe von dem beinahe weißhaarigen Mizuki Sensei. Zusammen sorgten sie dafür das die Schüler nicht ernsthaft verletzt wurden wenn Kunai oder Shuriken auf sie zuflogen. Interessanterweise gehörte Melanie zu den wenigen die bei dieser Übung recht gelassen blieb, auch wenn ihr Trefferquote aus der Rauchwolke nicht erwähnenswert war. Wie immer wenn es ums werfen ging, stach Tenten heraus. Anscheinend selbst dann wenn sie nichts sah. So auch Neji der ihnen zum ersten mal sein Byakugan vorführte. Nach dieser Stunde war der Junge umschwärmt wie ein Stück faulendes Fleisch von Aaskäfern. Melanie schnaubte auf und stiefelte zurück mit den anderen ins Klassenzimmer.

Mizuki sah der Frau wie schon beim letzten Mal als er in der Klasse Unterricht gegeben hatte hinterher. Er hatte sich immer noch nicht daran gewöhnt das jemand der älter war als er selbst die Schulbank hier drückte. Was wollte sie nur damit erreichen? Sie konnte doch nicht mit dem Rang eines Genin zufrieden sein.

In der nächsten Stunde hatte die Klasse wieder Übungen zum Bunshin. Melanie ersparte sich das Zimmer zu betreten und saß bereits neben der Türe bevor Iruka Sensei kam. Als er nahe genug gekommen war, grüßte sie ihn. „Hallo Iruka Sensei.“
„Guten Tag Melanie-kun“, erwiderte er mit einem kleinen Lächeln, bevor er die Türe aufzog und das Klassenzimmer betrat. Als sich die Türe wieder geschlossen hatte, rührte sich Melanie nicht vom Fleck. Sie würde heute selbst diese letzte Stunde brav in der Schule verbringen und dann zum Nachmittag einen Schattenklon schicken um sich selbst etwas auszuruhen. Trotz dieser Pause schaffte sie den Weg zurück nach Hause nur sehr langsam.
Und kaum in der Bar angekommen wurde sie von Ichiro aufgehalten. Zum Glück bevor sie sich die erste Treppenstufe hinauf gequält hatte. „Ah, Melanie, da bist du ja. Hast du Hunger?“
„Etwas. Warum?“ Heute war sie weder körperlich noch mental die Schnellste.
Der Alte kicherte etwas. „Hast du Lust auf Tempura?“
´Tempura!?´ Melanies Augen leuchteten sofort auf. Ichiros Tempura war überirdisch. Besser sogar noch, als das in dem Geschäft auf der Konoha-Cha-Strasse an der Ecke zu dem Blumenladen und das sollte eine ganze Menge heißen! Ichiro lachte auf bei ihrer Freude. „Dann komm und setz dich, ich habe dir etwas übrig gelassen.“
Lächelnd änderte Melanie den Kurs und nahm auf einem der Barhocker platz. „Danke, Ichiro-mír.“
Der Alte winkte ab. „Es sind nur Reste, also erwarte nicht zu viel“, meinte er und verschwand in der Küche hinter der Bar. Als er wieder nach vorne kam, hatte er einen großen Teller mit in Teig ausgebackenem Gemüse, Sprösslinge und Garnelen in der Hand. ´Reste...aber sicher.´ Wenn das Reste waren, war sie der Hokage. Melanie sah ihn fragend an und Ichiro verstand. Sein Lächeln wurde sehr zufrieden. „Iß solange es warm ist. Du bist viel zu spät von der Akademie gekommen“, meinte er und legte ihr Stäbchen auf den Tellerrand.
„Danke Ichiro-mír.“
Die warmen Worte sorgten dafür das sich sein Lächeln noch etwas verbreiterte. Ichiro tätschelte sanft ihren Unterarm. Er wartete nicht darauf das sie anfing zu essen, sondern widmete sich wieder voller Zufriedenheit seiner Bar und den wenigen Gästen die sich bei ihm eingefunden hatten.
Melanie war nicht nur froh, das sie sich nichts zu essen machen musste, sie probierte auch voller Genuss als erstes eine ausgebackene Garnele und kaute genüsslich auf ihr herum. ´Hm, fantastisch. Das bekommt keiner besser hin.´ Vor allem nicht sie selbst.
Nach dem essen und mit etwas mehr Kraft in den Knochen bedankte sie sich nochmals und stieg endlich schwerfällig nach oben um sich auszuruhen.
Sie überlegte, wie gekreuzigt im Bett liegend, was sie machen konnte während ihr Klon in der Akademie saß. Nichts das anstrengte, sonst würde sie noch ins Gras beißen. Und zum Glück würde Daikoku Sensei heute kein körperliches Training machen. Was ihr mehr als recht war. Zwar hatte ein Klon keinen Muskelkater bekommen aber es bedeutete auch das sie etwas Chakra verbrauchen konnte. Melanie dachte über verschiedene Möglichkeiten nach und entschied sich dann für eine. Als es Zeit wurde aufzubrechen, formte sie die Fingerzeichen für den Kage Bunshin und ließ zwei Klone entstehen. Der eine machte sich ohne ihren Mantel auf zur Akademie. Es war tagsüber warm genug um dies rechtfertigen zu können und der andere setzte sich mit einem der Naturenergiebücher an den Tisch und begann zu lesen. Sie selbst nahm sich ihren Mantel. Auch wenn sie die Akademie mehr oder weniger schwänzte, wollte sie nicht zuhause bleiben. Und Melanie hatte es immer noch nicht geschafft einen Ort in Konoha zu finden, der weit genug außerhalb lag und schön anzusehen war, um Kakashi dorthin einzuladen. Das bei jemanden zu machen der Heimvorteil hatte, war von Anfang an eine schwierige Aufgabe gewesen. Aber sie war bestrebt dies zu schaffen. Doch dafür musste sie erst einmal ungesehen das Haus verlassen. ´Shunshin no Jutsu!´
An ihrem Ausgangspunkt den sie in einer Seitengasse hatte enden lassen sah sich die dunkelhaarige Frau verstohlen um. ´Niemand zu sehen. Uma (Pferd), Inu (Hund), I (Wildschwein), U (Hase), Hitsuji (Schaf).´ POFF Melanie war verschwunden. Statt dessen befand sich an ihrer Stelle eine grauschwarz getigerte Hauskatze.
Bis die zwei Stunden auf der Akademie beendet waren hatte sie Konoha verlassen und war bereits tief im Wald. So das sie sich an eine Freistunde erinnerte und an eine recht interessante Stunde psychologischen Trainings. Ihr Klon hatte sich mit Neji ein kleines Wortgefecht geliefert; Der Grund? Das Thema dieser Trainingseinheit, welche war: Ein Kamerad wird verletzt, wie verhält man sich richtig? Melanie hatte Daikoku Sensei die Frage gestellt ob ´zum sterben zurück lassen´ein Verhalten war, das angemessen war. Und als ihr Sensei meinte, dies sei nur in Extremfällen, wo es absolut keine Rettung für den Kameraden geben würde und die erfolgreiche Erfüllung vom zurück lassen genau dieses Kameraden abhängen würde, eine akzeptable Handlung. Ihr Klon hatte sich daraufhin zu Neji gewandt und ihn auf diesen Sachverhalt hingewiesen.
„Du bist nicht gestorben und wärst überhaupt nicht in Gefahr gewesen, wenn du mich nicht angegriffen hättest.“
„Es war nicht dein Verdienst das ich hier sitze. Die Gefahr bestand durchaus.“ Die daraus entstandene Diskussion war ebenfalls interessant gewesen und ihr Klon hatte deshalb etwas später den Rückweg nach Hause angetreten und sich vor der Wohnungstüre einfach aufgelöst.

Der Lernklon von Melanie saß am frühen Abend am Küchentisch und las sich gerade durch eines der Bücher die Naturenergie zum Thema hatte. Sie hatte das Alte beendet, etwas Pause gemacht und sich nun ein neues genommen. Dabei hatte sie festgestellt das sie am Morgen doch wieder die Bücher vergessen hatte mitzunehmen. Nicht wirklich schlimm, denn noch hatte ihr Original einige Tage Zeit.
Ab und zu nahm sie den Stift zur Hand und schrieb einen neuen Begriff auf das Blatt Papier oder ergänzte einen Kommentar auf den anderen Blättern die halbkreisförmig um sie herum auf dem Tisch lagen. Plötzlich hörte sie einen hellen einzelnen Aufschlag.
Sie hob den Kopf. Es war vom Fenster gekommen. Wieder ein Aufschlag. Es klang als wäre etwas Kleines gegen das Fenster geprallt. Gespannt stand sie auf um nachzusehen. Ein Blick aus dem Fenster ließ ihr von einer Sekunde zur anderen das Herz schneller schlagen und alle Müdigkeit von ihr abfallen. Kakashi stand draußen auf der oberen Kante des Zauns im Hinterhof. Er trug die Jonin Uniform und winkte lächelnd zu ihr hinauf.
Das Fenster war sehr schnell offen. Melanie lehnte sich auf die Fensterbank um ihn einen Moment versonnen zu betrachten. „Guten Tag Fremder“, sagte sie warm „Was kann ich für dich tun?“
„Hallo Melanie. Darf ich reinkommen?“

Kakashi fühlte sich, nach seinem erholsamen und ausgiebigen Schlaf, großartig und hatte sich seit seinem Aufwachen, die ganze Zeit auf diesen Augenblick gefreut.
Melanies Lächeln wurde bei dieser Bitte breiter und sie zog sich vom Fenster zurück um ihm Platz zu machen. Kakashi sprang aus dem Stand ins zweite Stockwerk. Er stützte sich kurz mit dem linken Arm am Fensterbrett ab um bequem hinein zu gelangen. Dann stand er vor der Frau die ungehörigerweise sehr viel seiner Aufmerksamkeit die letzte Woche beansprucht hatte. Sie zögerten es noch einige Sekunde hinaus, doch dann lagen sie sich in den Armen, als wären Jahre vergangen, seit ihrem letzten Wiedersehen. Der Ninja drückte sie voller Wärme und innerer Sehnsucht an sich. Es war berauschend wie Alkohol sie an seinem Körper zu spüren, ihren Geruch zu riechen und ihr Lächeln zu sehen. Danach hatte er sich die ganze Zeit gesehnt.
„Willkommen zurück“, sagte sie leise an seiner Brust. „Ich hab dich vermisst.“
Kakashi schloss glückselig das Auge und drückte sie zärtlich noch etwas stärker. „Ich dich ebenso. Es tut mir leid, das es doch etwas länger gedauert hat.“
„Ist doch egal. Hauptsache du bist wieder da“, nuschelte sie an seiner Brust. Und für einen herrlichen Moment stellte er sich eine Zukunft vor, in der ihm so ein nach hause kommen immer wieder passierte.
Plötzlich stutzte Melanie und löste sich rasch aus seiner Umarmung.
Verblüfft über diesen unerwarteten Sinneswandel sah Kakashi zu ihr. Stimmte etwas nicht?
„Uhm, ich sollte fairerweise so langsam erwähnen, das ich ein Schattenklon bin. Mein Original ist gerade unterwegs.“
„Schattenklon?“ Der Schattenklon war ein fortgeschrittenes Jutsu, das man nicht mal eben so zwischendurch lernte. Kakashis Blick ging für die Zeitdauer eines Herzschlages zum Küchentisch. Der Klon schien gelernt zu haben und wenn er das von diesem Winkel richtig las, auch keinen Stoff den man von einem Schüler der Ninja-Akademie oder Genin erwarten konnte.  
„Ja, ist recht praktisch das Jutsu, wenn man zig Bücher lesen will.“
„Dann benutzt du es häufiger zum lernen?“ Sie nickte spitzbübisch und recht stolz auf diese Tatsache. Natürlich war es möglich den Schattenklon zum lernen zu verwenden, aber er kostete einfach viel an Chakra. Jedoch musste er zugeben das selbst nur zwei Klone ihr einen enormen Lernvorteil zu ihren Klassenkameraden bringen würden. Und was Ausdauer anbelangte war sie einem normalen Schüler schon alleine wegen des Altersunterschied überlegen. So langsam erwachte Kakashis berufliche Neugierde an dieser Frau. „Wann kommt dein Original denn wieder?“
„Das weiß ich nicht. Aber wahrscheinlich erst so gegen Sonnenuntergang. Ich hatte mich nicht festgelegt als ich gegangen bin...äh, als sie gegangen ist.“ Kakashis Laune sank betroffen. Das waren noch viele Stunden! Solange konnte er nicht warten und er war gierig genug sich nicht mit einer Kopie, egal wie gut sie war, zufrieden zu geben. Mit einem Ruck zog er den Klon wieder an seine Brust. Er wollte doch mal schauen ob er nicht das original herlocken konnte! „Hättest du etwas dagegen dich aufzulösen, damit dein Original weiß das ich hier bin?“, fragte er mit einem schelmischen Lächeln nahe an ihrem Gesicht.
Melanie blinzelte als erstes verdutzt, doch dann meinte sie erwartungsvoll. „Nein, ich denke das kann ich machen. Wa~rum?“

„Das freut mich“, erwiderte der Kopierninja und hielt ihr auf einmal die Augen zu. „Lasse die Augen geschlossen.“ Der Klon nickte alles andere als abgeneigt und die Hand über ihren geschlossenen Augen verschwand. Stoff raschelte und auf einmal spürte sie seine behandschuhte Hand an ihrer Wange, die zärtlich nach hinten in den Nacken streichelte. Melanie lächelte genießend. Ja, das nannte man Anreiz. Sie bedauerte gerade, sich gleich auflösen zu müssen. Und plötzlich wurde sie nahe ihres Ohres auf die Wange geküsst. Weich und sanft und nur einen kurzen Augenblick. Doch sie beneidete ihr Original dennoch maßlos!
Kakashi flüsterte in ihr Ohr: „Bis gleich.“
POFF. Nur eine Rauchwolke blieb und transportierte die Erinnerungen an das gerade erlebte zu einer Katze, die gerade zu einem Sprung hatte ansetzen wollen. Dieser stand der Mund offen und ihr Kopf ging ruckartig in die Richtung in der sie nun Kakashi wusste.

Der Kopierninja lachte in sich hinein als er daran dachte was seine ´Botschaft´ für eine Wirkung haben mochte. Er schloss das Fenster, nachdem er seine Maske wieder hochgezogen hatte und schlüpfte aus seinen Sandalen um sie an den Eingang zu stellen, wie es sich gehörte. Als er wieder ins Zimmer zurück lief entdeckte er auch ein halb zusammengeknülltes und achtlos weggeworfenes Blatt Papier…das jedoch seinen Namen trug. Lautlos bückte er sich um es interessiert aufzufalten.
´Lieber Kakashi, …´, begann er zu lesen. Sein Lächeln vertiefte sich, je weiter er den Brief las den sie verworfen hatte. ´Sie hat mich so sehr vermisst wie ich sie. Ich habe mir umsonst Gedanken gemacht´. Diese Mission…auch wenn er sie nicht hatte ablehnen können oder wollen, war zu einem schlechten Zeitpunkt gekommen. Selbst er wusste das Beziehungen gepflegt gehörten. Vor allem so frische. Kakashi faltete das Blatt erneut und legte es zurück auf den Boden wo er es gefunden hatte. Es wäre schön wenn er ebenfalls etwas von seiner Woche erzählen könnte. Aber das war natürlich ausgeschlossen. Kakashi besah sich das noch aufgeschlagene Buch und die Aufschriebe nun genauer. Wie vermutet handelte es von einem Thema das viel zu schwer für sie war. Aber das sie sich in Naturenergie versuchte einzulesen machte ihn grübelnd. Während er sich die Aufschriebe und die darin enthaltenen Begriffe ansah, rekapitulierte er was er von ihr wusste und fand dann eine mögliche Erklärung. Sie nutzte anstatt Körperenergie Naturenergie. Verblüfft besah sich Kakashi die anderen Blätter auf dem Tisch. Doch auch auf diesen fand er Begriffe die sie als Chunin kennen würde. Sie hatte den Schattenklon dafür benutzt mehr zu diesem Thema herauszufinden. Aber selbst mit dem Umstand das er nun wusste weshalb sie es machte, verstand Kakashi nicht was sie sich davon erhoffte. Zwar verstand er den Zusammenhang zwischen ihrem Kekkai Genkai und dem Thema an sich aber sie war noch lange nicht soweit einen wirklichen Nutzen daraus zu ziehen. Er griff sich ein anderes Blatt. Auch hier war es dasselbe. Und trotzdem…es fanden sich Erklärungen auf diesem Blatt zu den Begriffen. Sie musste sie in mühevoller Kleinarbeit erarbeitet haben. Kakashi legte die Blätter zurück an ihren Platz auf den Tisch.
Auch wenn er versuchte nicht allzu neugierig zu sein, sah er sich nun etwas genauer in ihrer Wohnung um. Es sah ordentlicher aus, als das letzte Mal, auch wenn es immer noch genug zum aufräumen gab. Kakashi vermutetet das sie den Kage Bunshin auch für Hausarbeiten nutzen würde, was die Spanne in der sie diese Technik beherrschte auf einen kurzen Zeitraum einschränkte. Maximal zwischen Tanuka und jetzt. Kakashis Blick ging zurück zu den Aufschrieben. ´Vielleicht sogar weniger. Zwei bis drei Wochen, länger auf keinen Fall.´ Melanie hatte erst angefangen diese Bücher zu lesen und bei seinem letzten Besuch hatte er keines davon in der Wohnung bemerkt. Dafür andere, die nun nicht mehr hier waren. Aber diese waren sehr viel leichter zu verstehen gewesen. ´Wie viele Schattenklone kannst du halten, frage ich mich….´ Man brauchte selbst als schneller Leser eine gewisse Zeit. Ganz besonders bei einem derart komplizierten Thema.
Ein weiterer Rundblick zeigte ihm ihre Waffe, die unter dem Kissen steckte, so wie sie es auch im Hotel gehalten hatte. `Sie scheint sich in Konoha sicher zu fühlen´ Etwas das ihn mit stolz erfüllte. Auf der Kommode zwischen Bett und Eingang fand er zwei Kugeln aus geflochtenen Dochten an Ketten, die man anscheinend anzünden konnte. Diese beiden Gegenstände waren die einzigen Privaten, die Einzigen die einen Hinweis auf den Charakter der Person lieferten die hier wohnte. Es waren keine Bilder in der Wohnung, keine Pflanzen, oder Poster. Es gab zwar noch eine Türe, aber Kakashi öffnete sie nicht, sondern wartete an der Fensterbank angelehnt auf sie. Und dann war da noch eine Schriftrolle neben den beiden Kugeln. Den Absender brauchte er nicht weiter zu erraten. Er hatte die Handschrift desjenigen der das Zieladressat geschrieben hatte erkannt. Diese Schriftrolle hatte der Hokage beschrieben, auch wenn sie nicht so aussah, als sei sie häufig geöffnet worden.
Um sich die Wartezeit zu vertreiben dachte Kakashi weiter darüber nach. Die übliche Vorgehensweise für Neuankömmlinge erforderte keinen direkten Kontakt zwischen dem Hokage und einem Besucher, auch wenn er länger oder dauerhaft blieb. Formulare wurden nicht in Schriftrollen ausgehändigt, sondern auf losen Blättern Papier, die sich in Akten einordnen ließen. Konohas Archive waren voll von diesen. Jedoch besaß der Hokage und Melanie eine Gemeinsamkeit, die auch einen persönlichen Kontakt logisch erscheinen ließ. Sie beherrschte 5 Elemente, genauso wie der Dritte. ´Wenn ihm das bekannt ist, dann kann es sein, das er sie dahingehend unterstützen möchte.´ Was nur ein mögliches Themen für die Schriftrolle zuließ. Allerdings würde dies noch etwas voraussetzen; Sandaime musste an ihr Talent glauben. Da sie jedoch kaum benutzt aussah, war der Inhalt entweder zu schwer, als das sie sich an ihn heranwagen würde, oder sie unterschätzte die Wichtigkeit und kümmerte sich statt dessen lieber um ein anderes Gebiet, das ihr sinnvoller erschien.
Nach ungefähr zwanzig Minuten bemerkten Kakashis feine Sinne das auftauchen ihres Chakras in der Nähe der Bar, was den Ninja lächeln ließ. Er zog sich zum Fenster zurück und lehnte sich mit dem unteren Rücken an den Rahmen um auf sie zu warten. Er konnte spüren wie sich ihre Präsenz von der Front des Gebäudes, wo sie einige Momente inne gehalten hatte nun schnell zu ihrer Wohnungstüre verschob. Und plötzlich ging diese Türe auf. Da war sie ja!
„Kakashi!“, ohne die Schuhe auszuziehen rannte Melanie in ihre Wohnung. Kakashi stieß sich lachend vom Rahmen ab und hatte kurz darauf wieder die Frau in den Armen die ihn heftig umarmte. „Dieses mal bin ich es wirklich. Ich freue mich so dich zu sehen.“
Auch Kakashi drückte sie eng an sich. „Ich mich ebenfalls. Ein Jutsu ist schön und gut, aber ich bevorzuge doch lieber das Original in diesem Fall und keine Kopie.“
„Ich auch.“
Zärtlich fuhr Kakashis Daumen über ihre Wange. „Was hältst du denn von meinem Anreiz?“
Zugegeben es war mehr als unverschämt hinterher zu fragen ob es in Ordnung war sie zu küssen, aber sie hatte nicht gewirkt, als hätte sie etwas dagegen gehabt. Melanie grinste breit, zuckte aber wegwerfend mit ihrer Schulter: „Meine Erinnerungen sind ziemlich verschwommen. Muss daran liegen das ich den Kage Bunshin noch nicht so lange kann. Ich kann mir also kein Urteil darauf bilden.“ Ein erwartungsvoller Blick aus unschuldigen Augen traf ihn und brachte den Mann zum lachen.
´Ah ja, eine Ausrede, aber eine die mir sehr gelegen kommt.´ Kakashi verdeckte sanft ihre Augen und beugte sich vor um ihr ins Ohr zu flüstern. „Als erstes habe ich deinem Klon die Augen zugehalten.“
„Ja, ich kann mich dunkel daran erinnern. Aber was kam dann?“
Kakashi schmunzelte bei dieser Ungeduld. „Mach die Augen zu.“ Sie kam erneut seiner Aufforderung nach und schloss die Augen. Wieder schob er sich die Stoffmaske vom Gesicht. Doch dieses mal näherte er sich ihren Lippen. Dicht vor diesen raunte er: „Und anschließend habe ich dir einen Kuss gestohlen.“ Er küsste sie so zärtlich wie er konnte. Melanie umfing seine Hüften und er ließ wieder eine Hand in ihren Nacken wanderte und umarmte sie innig.

Kakashi gehörte zu den ungeübten Küssern, aber zu den sanften und vorsichtigen und was Melanie noch viel schöner fand, zu den genießenden langsamen. Noch immer mit geschlossenen Augen lehnte sie ihre Stirn gegen das warme Metall seines Stirnschutzes, als sie sich trennten. „Wie lange hast du Zeit?“, musste sie nachfragen.
„Tage“, war die ebenso sanfte Antwort.
„Gut. Ich hab Schwierigkeiten dich los zu lassen. Könnte also dauern.“

Kakashi lachte. „Das stört mich nicht.“ Er fuhr ihr in die Haare. Sie waren leicht feucht und aufgrund der Zeit die sie selbst mit dem Shunshin zurück gebraucht hatte, schätzte Kakashi das sie recht weit außerhalb Konohas gewesen war, als der Klon sich aufgelöst hatte.

Melanie kuschelte sich enger an ihn und versuchte ihre Wange an seinen Hals zu schmiegen doch die Joninweste war nicht dafür ausgelegt. Mit dicker Polsterung stand sie kolossal im Weg. Melanie betrachtete das Stück kritisch und überlegte, wie sie daran vorbei kommen konnte.
„Kakashi?“
„Hm?“, fragte er amüsiert.
„Hast du etwas dagegen diese Weste auszuziehen?“
Er schmunzelte. „Nein, aber dazu musst du mich kurz loslassen.“
Weder er noch sie ließen los.
Melanie betrachtete die Weste erneut. Sie wollte einfach nicht von alleine abfallen und sie selbst wollte absolut nicht ihre Arme von seiner Hüfte lösen. „Verdammt! Ich befinde mich in einem Dilemma“, meinte sie mit hochgezogener Augenbraue die Weste verdammend.
Wieder lachte der Mann leise. Melanie sah hoch und seufzte abgrundtief. „Na fein, aber nur kurz.“
„Ja.“ Kakashi machte sich bereit.
Melanie veränderte ihren Stand, atmete hörbar ein und aus und ließ 1,2 Sekunden lang los. …Diese Zeit reichte Kakashi Kopierninja um den Reißverschluss zu öffnen, die Weste auszuziehen und ihr triumphierend zu zeigen.
Alter Schwede...“, entfuhr es Melanie verblüfft.
Kakashi lachte: „Schnell genug?“
Sie nickte, mal wieder von dem Typus Ninja beeindruckt und ein gut gezielter Wurf beförderte die Weste, fast perfekt, an die Rückenlehne eines der Stühle am Küchentisch. Melanie entdeckte ein zweites Problem. Sie trug ihren Mantel und auch wenn man ihn auf die Entfernung für einen Umhang halten konnte, musste sie aus ihm herausschlüpfen. Das gleiche Kunststück wie Kakashi, brachte sie jedoch beim besten Willen nicht fertig. Aber der Kopierninja verstand auch so. Gemütlich öffnete er, wie schon einmal, die Schnalle am Hals und hielt dann den schweren Fellmantel so das sie leichter herausschlüpfen konnte. Melanie tat es, aber ohne ihn ganz loszulassen, erst mit einem Arm, und als dieser wieder an seiner Hüfte lag, mit dem anderen. Nachdem Kakashi den Mantel in der Hand hatte, warf er ihn einfach auf das Bett neben sich. Und JETZT umarmten sie sich.


~~~

Fortsetzung folgt ...
Review schreiben