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Alle meine Freunde, alle meine Sorgen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi
11.10.2017
05.02.2019
140
211.015
4
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14.10.2017 886
 
Ich bedanke mich bei allen Lesern fürs Vorbeischauen. Da das zweite Kapitel so kurz ist, folgt das dritte auf dem Fuße. Ich wünsche viel Vergnügen.


Kapitel 2

„Guten Morgen, Akashi-sama“, sagte Kiichi, als er in die helle, geräumige Küche trat, in der Akashi am Frühstückstisch saß und gerade raschelnd die Zeitung beiseite legte. Seine roten Augen glühten regelrecht vor unausgesprochenen Vorwürfen.
Murasakibara stand am Herd und fischte die letzten Pancakes aus der Pfanne.
„Ich bitte untertänigst um Verzeihung, dass ich euch gestern schon wieder solchen Ärger und Umstände bereitet habe. Bitte seht es mir nach, Akashi-sama...“, sagte Kiichi, verbeugte sich tief, sodass der kurze Rock, der vormals Murasakibaras Schwester gehört hatte, als sie noch in die Mittelschule ging, in einem gefährlichen Winkel hinten abstand.
Hätte ein Spiegel hinter Kiichi gestanden, sähe man wahrscheinlich seine Unterwäsche, die er auch von Murasakibaras Schwester geliehen bekommen hatte. Murasakibara lächelte über seinen Anblick.
„Tche. Wenn du mir so ankommst und solche Dinge sagst, allerdings ohne gänzlich deine Ironie aus deinen Worten zu verbannen, dann kann ich dir ja leider nicht ewig böse sein“, grollte Akashi, als ginge es ihm gegen den Strich, dass Kiichi an seine Menschlichkeit appellierte. „Atsushi, ich habe Hunger! Und du, Kiichi, setz dich endlich hin. Du machst mich nervös.“
Murasakibara stellte den Berg Pancakes in die Mitte des kleinen Tisches, während Kiichi sich Akashi gegenüber setzte.
Das Frühstück verlief in recht fröhlicher Atmosphäre, denn Murasakibara mochte vielleicht nicht gerade ein sehr aktiver Mensch sein, doch was süße Speisen betraf, so war er ein Künstler, dem es gelang, diejenigen, die sein Essen aßen, in andächtiges Schweigen des Genusses zu versetzen, als wäre es der Himmel der Köstlichkeiten. Trotzdem traten Akashi und Kiichi in einen stillen Wettstreit, wer mehr Pancakes verdrücken konnte – wobei Akashi mit einem Pancake Vorsprung gewann –, doch Murasakibara konnten sie natürlich nicht schlagen.
„Wie sieht’s aus, Chi-chin, kommst du heute zum Training?“, wollte der Riese wissen und kippte Sirup über seinen Essensberg.
„Nein, tut mir sehr leid. Ryouta hat heute ein wichtiges Spiel, er hat mich schon eingeladen, als das Datum feststand. Deshalb war er gestern auch nicht mit dabei bei unserer Kneipentour. Er hatte abends außerdem noch einen Modeljob, deshalb.... Obwohl ich ihn schon recht lange kenne, habe ich ihn noch nie in einem echten Basketballspiel gesehen und ich freue mich darauf. Wenn die Kiseki no Sedai spielt, bekomme ich immer selbst Lust, den Ball in die Hand zu nehmen. Es ist einfach unglaublich... Aber ich verspreche dir schon jetzt, dass ich bei deinem nächsten Training sehr gern dabei bin, wenn du dann noch magst, At-chan!“
Murasakibara tauschte einen kurzen Blick mit Akashi.
„Weißt du, gegen wen Kise-chin spielt?“, fragte Murasakibara und vergaß gänzlich, sich den triefenden Pancake in den Mund zu stecken.
„Oh, ähm, wer war das noch gleich...“, überlegte Kiichi angestrengt. „Ach ja, Touou Gakuen. Ist das eine gute Basketballmannschaft? Ich will ja nun nicht irgendwie arrogant wirken, aber manche Mannschaften haben einfach so viel Angst vor den Spielern der Kiseki no Sedai, dass gar kein richtiges Spiel zustande kommt und das ist doch langweilig. Also, zumindest für einen Zuschauer. Mir hat euer Spiel gegen Seirin sehr viel Spaß gemacht, At-chan. Hach, das war wirklich was...“
Kiichi faltete seine Hände und starrte Richtung Himmel beziehungsweise Zimmerdecke.
„Sag bloß, du hast noch nie von Touou Gakuen gehört?“, fragte Akashi verwundert. „Warst das nicht du, der jedes Spiel der Kiseki no Sedai verfolgt hat? Das ist ja nun schließlich nicht das erste Mal, dass Kise Ryouta gegen Aomine Daiki spielt!“
„Aomine?“, fragte Kiichi und vor Überraschung fiel ihm die Gabel aus der Hand. „DER Aomine? Aomine Daiki? Im Ernst? Oh. Jetzt bin ich aber echt aufgeregt. Den habe ich noch nie gesehen geschweige denn ein Spiel von dem. Ich bin ja erst vor zwei Jahren zu euch gestoßen, in euren Freundeskreis, wenn ich das mal so formulieren darf. Wieso ist Aomine eigentlich nicht mit dabei? Sondert der sich immer so ab?“
Akashi verzog das Gesicht und widmete sich wieder seinem Kaffee, während Murasakibara besorgt Kiichi betrachtete.
„Was denn?“, wollte er wissen.
„Tja, Chi-chin... Mine-chin ist sehr speziell. Eigentlich ist er kein Sonderling, aber nun ja... er ist nicht gerade gesellig. Selbst im Vergleich zu mir“, erklärte Murasakibara sanft. „Außerdem ist da noch seine sehr gute Freundin Momoi-chan, die eins zu eins seinem Frauentyp entspricht. Mehr als sie und einen ernsthaften Gegner im Basketball braucht er zum Leben nicht.“
Kiichi zog ein nachdenkliches Gesicht und umklammerte seinen Teebecher.
„Hm, der wirkt in der Tat nicht besonders gesellig... Aber ich freue mich sehr auf das Spiel. Sag mal, wollt ihr dahin vielleicht nicht mitkommen? Es fängt um 14 Uhr an, im großen Stadion in Tokyo. Na?“
Akashi verneinte mit der Begründung, er habe momentan kein Interesse daran und müsse sich an diesem Samstag um den Haushalt kümmern, und Murasakibara hatte sein Training, wünschte ihm aber viel Spaß. Kiichi verließ die beiden nach dem Frühstück, kehrte jedoch noch vor dem Mittagessen zurück, um die gewaschenen Klamotten, die Murasakibara ihm freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte, zurückzugeben. Falls ein ähnlicher Fall wie gestern wieder vorfiele, hätte Kiichi zumindest etwas Sauberes zum Anziehen.
„Was wir aber nun nicht hoffen wollen, nicht wahr?“, sagte Akashi und grinste böse, aber Kiichi wusste, dass er es nicht so meinte.

Fortsetzung folgt...
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