Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Alle meine Freunde, alle meine Sorgen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi
11.10.2017
05.02.2019
140
211.015
4
Alle Kapitel
61 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
05.02.2019 3.769
 
Dieses Bonuskapitel ist an das Kapitel 111 der Hauptgeschichte angelehnt und führt auf eine alternative Route bei Akashi und Murasakibara. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.


Bonuskapitel 2

Er konnte es nicht fassen, er konnte es nicht glauben! Wie um alles in der Welt war das möglich? Nun, die Technik machte es möglich, also war die Frage überflüssig. Genauso gut konnte Murasakibara sich all die sinnlosen Fragen wie „Was machst du hier?“ oder „Was willst du?“, also nach dem Warum, Wieso, Weshalb sparen. Mal ganz davon abgesehen, dass man ihm diese Fragen ohnehin nicht beantwortet hätte. Andererseits war Schweigen genauso bescheuert, aber es nützte ja nichts. Hier war Fingerspitzengefühl gefragt, um jedweden Fehler zu vermeiden, der eine unmittelbare Katastrophe ausgelöst hätte.
Akashi stand vor der Tür. Er sah ganz normal aus, wie immer. Vielleicht hatte er ein paar Muskeln zugelegt.
Bereits bei diesem Auftritt ärgerte es Murasakibara, dass er mal wieder der einzige gewesen war, der sich Tag für Tag, Nacht für Nacht Gedanken über ihren Streit gemacht hatte. Der einzige, den ihr Streit belastete. Der einzige, der unter all diesem Chaos litt. Während er aussah wie jemand, der dringend Hilfe brauchte, tauchte Akashi nach drei Monaten völlig ungerührt und schöner denn je hier auf. Wahrscheinlich kam er, um seine restlichen Sachen zu holen... um die Trennung zu verkünden... Erschrocken weiteten sich Murasakibaras Augen bei dieser Erkenntnis. Nein, eine Trennung von Akashi würde er vermutlich nicht überleben...
Akashi war entsetzt über Murasakibaras Anblick. Kiichi hatte bei seinem (ziemlich unnötig verärgerten) Anruf kein Stück übertrieben, wie Akashi feststellen musste. Murasakibara befand sich in einem äußerst miserablen Zustand und den hatte er – nach Kiichis wutschäumender Erklärung – allein Akashis Untätigkeit zu verdanken. Der Rothaarige hatte Murasakibara immer nur als stolzen, aufrechten, großen und lieben Mann in Erinnerung, der gern Süßigkeiten vertilgte und sich ab und an wie ein zu groß geratenes Kind benahm. Er war ein Sonnenschein, sobald eine Sache mit Akashi in Verbindung stand. Er war zuverlässig und treu. Er liebte Akashi aufrichtig und Akashi vertraute ihm. Jetzt aber stand ein völlig veränderter Murasakibara vor ihm: Er war geradezu winzig verglichen mit seiner vorherigen Erscheinung und deutlich vernachlässigt. Seine Schönheit, die zweifellos vorhanden gewesen war, schien ihm abhandengekommen zu sein und sein Körper verdiente das Adjektiv sportlich nicht mehr. Wenn Akashi nicht hundertprozentig sicher gewesen und von Kiichi vorgewarnt worden wäre, hätte er vermutlich fünfmal nachgefragt, ob es sich tatsächlich um den Murasakibara Atsushi handelte, mit dem er ein Drittel seines Lebens verbracht hatte.
Plötzlich fiel auch Akashi das Reden schwer, deshalb versuchte er, sich durch seine Augen mitzuteilen. Es schien zu funktionieren, zumindest trat Murasakibara einen Schritt beiseite, um Akashi wortlos herein zu lassen. Als Akashi das Haus betrat, schlug sofort eine düstere Stimmung auf ihn ein, die er nicht gewohnt war in dieser Umgebung. Ihm war, als klebte Unglück an den Wänden und tiefe Trauer tropfte von der Decke. Er drehte sich nach Murasakibara um, der ihm in gemäßigtem Abstand mit ausdruckslosem Gesicht folgte. Nichts hatte sich verändert, aber man hätte ebenso gut sagen können, dass sich alles verändert hatte.
„Atsushi“, sagte Akashi dann und fühlte sich mit jeder Sekunde unwohler.
„Hai“, antwortete Murasakibara.
„Ich... ich bin zurück, Atsushi.“
Moment. Wie?
„Ich bin zurück nach Japan gekommen“, erklärte Akashi dem Küchenschrank rechts neben Murasakibaras Kopf.
Murasakibara stand schweigend da und kapierte nichts.
„Ich halte es nicht mehr länger in Amerika aus... ohne dich, Atsushi“, erklärte Akashi jetzt Murasakibara ganz direkt. „Es ist mir egal, ob das eine einmalige Chance ist, mit der besten Basketballmannschaft der Welt eine Wahnsinnskarriere hinzulegen. Es ist mir egal, wie viel Geld und Macht und Ansehen mir durch die Finger rinnen, indem ich darauf verzichte. Mir ist alles egal bis auf eine einzige Sache: Du, Atsushi. Nichts anderes zählt für mich. Da hätte ich wirklich schon früher drauf kommen können.“
Murasakibara stand immer noch unbeweglich da und starrte Akashi ganz selbstverloren an.
„Wo ist dein Gepäck?“, fragte er dann tonlos.
Ertappt zuckte Akashi zusammen.
„Das... das lasse ich nachschicken“, erklärte der rothaarige Junge. „Verdammt, Atsushi, ich hab es einfach nicht ertragen, ohne dich zu sein. Reo hat ernsthaft mit mir geredet nach... naja, nach dieser Sache und ich habe gründlich darüber nachgedacht. Mein Leben wäre nichts mehr wert, wenn ich dich daraus entließe, und ich will es mir gar nicht erst ausmalen, wie das wäre. Ich fühle mich ja schon in Amerika so... so daneben.“
Murasakibara hörte die Verzweiflung in Akashis Stimme. Er überlegte die ganze Zeit, was er hiervon halten sollte. Damals nach ihrem ersten großen Streit, als es um Akashis Abwerbung nach Amerika ging, war Murasakibara völlig kopflos zu Kise geflüchtet. Dort hatte Akashi ihn wieder aufgesammelt und Murasakibara war unendlich glücklich gewesen, aber dass er Akashi wichtiger geworden wäre, davon hatte Murasakibara nichts zu spüren bekommen. Schlussendlich entschied sich Akashi für Amerika und gegen Murasakibara, obwohl dieser Akashis einmalige Chance, Basketball mit echten Profis zu spielen, durchweg unterstützte. Doch es tat weh, Akashi ziehen zu lassen, und nur um seiner Liebe willen wollte Murasakibara die Sache wie ein Mann durchstehen. Und es schien auch gut zu laufen, denn trotz der räumlichen Trennung bestand ihre Beziehung fort.
Vielleicht war es deshalb ein Fehler gewesen, dass Akashi für das Finalspiel des letzten Winter-Cups zurückgekehrt war. Vor lauter unterdrückter Liebe und Enthaltsamkeit und Überschwang war Murasakibara von seinen Emotionen überschwemmt worden und er hatte jegliche Selbstbeherrschung verloren, sodass er Akashis Gefühle, die eigentlich an erster Stelle hätten stehen sollen, und vor allem dessen Widerstand einfach ignoriert hatte. Er hatte sich Akashi aufgedrängt, ihn beinahe vergewaltigt… Genau genommen konnte Murasakibara Akashi keinen Vorwurf machen, dass er so lange gebraucht hatte, sich zusammenzunehmen.
Aber nun wollte Akashi wieder das alte Gefüge herstellen. Kam er wirklich bei Murasakibara angekrochen, um... Ja, um was? Es war doch nicht auszuschließen, dass Akashi nach ein paar Monaten bereute, wie er sich entschieden hatte. Wenn er Murasakibara noch einmal so seltsam kühl zurückließ, dann konnte der Riese für nichts mehr garantieren.
„Was willst du überhaupt wieder hier?“, wollte Murasakibara wissen.
In diesem Moment erinnerten sie sich beide an Murasakibaras Worte auf der Türschwelle zu Kises Haus, kurz bevor sie sich versöhnt hatten: als er davon sprach, dass Akashi es nie wieder wagen sollte, Murasakibara erst wegzuwerfen und anschließend aus Bequemlichkeit oder purem Eigennutz zu ihm zurückzukehren. Doch Akashi hatte nicht untätig drei Monate des Grübelns verstreichen lassen, sondern sich intensiv auf diese Begegnung voller Abweisungen vorbereitet.
„Du bist mein Ein und Alles, du bist mein Zuhause“, erklärte Akashi mit fester Stimme. „Ich werde immer zu dir zurückkehren. Um ehrlich zu sein, will ich dich nicht mal verlassen. Du bist alles, was ich im Leben brauche. Ich... äh, bedaure, dass ich deinen Wunsch, nie wieder bei dir angekrochen zu kommen, nicht einhalten kann. Es geht einfach nicht anders, es ist purer Eigennutz: Mein Wohlbefinden hängt von deiner Liebe ab und ich habe nicht vor, es mir schlecht gehen zu lassen. Ich muss bei dir sein, um leben zu können.“
Murasakibara schwirrte der Kopf von so viel Liebesgefasel, das so überhaupt nicht zu Akashi passte. Er wollte es nicht, er wollte es wirklich nicht, weil er sich so sehr darüber freute, dass Akashi jetzt bei ihm war und nicht die Trennung verkündet hatte, sondern eher das Gegenteil, aber er kam nicht umhin, Akashi zu misstrauen. Diese Unsicherheit... Sie machte ihn wahnsinnig! Wie könnte er restlos glücklich sein, wenn er jede Minute damit rechnen musste, ohne Vorwarnung verlassen zu werden, um dann eine unbestimmte Zeit lang darauf zu warten, ob Akashi wohl jemals zurückkehrte! Nein, das wollte Murasakibara nicht mehr.
„Ich weiß, ich weiß doch, was für ein schrecklicher Mensch ich bin“, hauchte Akashi und wirkte zu Tode betrübt, sodass es selbst Murasakibara erstaunte. „Was kann ich tun, damit du mir glaubst, Atsushi?“
Darüber musste Murasakibara nicht lange nachdenken, weil er das vorher schon getan hatte.
„Knie nieder und bettele um Verzeihung“, sagte er kalt.
Akashis Augen wurden groß wie Wagenräder und er schluckte, denn er wusste genauso gut wie Murasakibara, dass er zu einer Entschuldigung nicht im Stande war. Zögernd senkte er den Kopf und musterte den Fußboden, als suchte er nach der weichsten und angenehmsten Stelle. Langsam knickte er sein rechtes Bein ein, dann sein linkes und hockte so vor Murasakibara, der nun noch um einige Meter in die Höhe gewachsen zu sein schien, obwohl die langanhaltende Trauerperiode ihn so zermürbt hatte. Es war, als blickte Akashi zur Spitze des Fuji-Berges hinauf.
„Es... tut mir l-... l-leid... Atsushi, es tut mir l-leid. Ich f-... flehe dich an, b-bitte verzeih mir! Ich will auf ewig bei dir sein und niemals wieder von deiner Seite weichen. Ich schwöre das bei allem, was mir heilig, lieb und teuer ist. Kannst du mir v-… ver-... vergeben?“
Akashi blinzelte. Murasakibara schwieg, starrte auf ihn hinab und konnte es einfach nicht glauben, dass Akashi das tat, was er tat. Langsam kniete er sich selbst hin, starrte Akashi ausdruckslos an und dann, dann umfing er ihn mit seinen langen Armen, die zweimal um Akashi gepasst hätten. Murasakibara drückte Akashi an sich wie seinen Liebsten, den er vermisst und schon fast aufgegeben hatte, was in diesem Fall auch zutraf. Akashi klammerte sich an Murasakibaras breite Brust und rieb seine Nase an dessen Schlüsselbein. Seine Schultern zuckten. W-weinte Akashi etwa? Nein, nein, dazu war Akashi nicht fähig! Aber... hatte er nicht eben gerade um Verzeihung gebettelt, was auch etwas war, was Murasakibara nicht von ihm erwartet hätte? Der Druck auf seine Brust verstärkte sich. Murasakibara ließ Akashi los und versuchte ihm ins Gesicht zu sehen, doch je mehr er danach gierte, desto fester presste Akashi sich an Murasakibaras Körper.
„Aka-chin, weinst du?“, fragte Murasakibara leise.
„Nein“, behauptete Akashi mit zittriger Stimme und Murasakibara musste lächeln.
„Zeig es mir“, verlangte der Riese zärtlich.
„Nein!“, antwortete Akashi stur. „Ich will nicht, dass du denkst, ich wäre schwach.“
Überrascht musterte Murasakibara Akashis Hinterkopf. Verdammt, jetzt hatte Akashi ihn an der Angel wie einen hilflosen Fisch. Obwohl er sich vorgenommen hatte, nicht zu nachsichtig mit ihm umzugehen. Aber solche Geständnisse, die völlig untypisch für Akashi waren, bewiesen Murasakibara, wie ernst Akashi es meinte, dass er dafür sogar über seinen eigenen Schatten sprang.
„Das denke ich niemals“, beruhigte er seinen Freund und schlang wieder die Arme um ihn. „Ich denke in keinem Augenblick meines Lebens, dass du schwach wärst. Andererseits würde ich das ganz gern mal erleben, damit ich mich stark fühlen kann. Aka-chin, ich möchte dich beschützen. Doch wenn du selbst stark genug bist, komme ich mir überflüssig vor, verstehst du? Ich will damit nicht sagen, du sollst dich plötzlich nur noch mit all deinen Schwächen präsentieren, aber wenigstens mir könntest du sie doch hin und wieder zeigen, oder? Ich möchte alles von dir wissen, sehen, kennenlernen... Ich liebe dich nämlich.“
Akashi zuckte wieder, aber er richtete sich langsam auf – und Murasakibara sah in das schönste tränenverschmierte Gesicht, das ihm je begegnet war. Sanft strich er mit seinen langen Fingern darüber und leckte die frische Tränenspur ab, bevor er Akashis Kopf so ausrichtete, dass er ihn gut küssen konnte. Er hatte nun Akashis Gesicht so nah vor Augen, dass er beinahe blind davon wurde, doch das kümmerte ihn nicht. Er spürte ihre Liebe zueinander und das Verlangen, das Sehnen, die Verzweiflung. Ah, er würde seinen einzig wahren Kapitän und seine große Liebe, die Liebe seines Lebens, einfach nie wieder loslassen.
Akashi versank in dem liebevollen Kuss und hätte am liebsten nie wieder damit aufgehört. Mit seinen Händen griff er in Murasakibaras lila Haarmähne und vergrub sie darin; seine Zunge spielte mit Murasakibaras.
‚Ah! Er schmeckt so gut, er schmeckt so gut, so unglaublich gut, ah, so gut, so gut...‘, dachte Akashi hingerissen. ‚Er schmeckt so wahnsinnig gut! Er soll nie wieder damit aufhören, mich zu küssen!‘
Er verdrängte die aufkeimende Erinnerung an ihren letzten Zärtlichkeitsaustausch, als Murasakibara über ihn hergefallen war, obwohl er sogar dabei sanft mit Akashi umgegangen war, nur hatte er, Akashi, es mal wieder viel zu spät gemerkt. Wie er sich selbst verabscheute, dass er Murasakibara so lange im Ungewissen sitzen gelassen hatte. Wieso hatte er nur so lange gebraucht, um sich einzugestehen, dass er Murasakibara liebte? Egal. Von jetzt an würde er nicht mehr daran zweifeln, denn er wusste nun ganz sicher, dass Murasakibaras Liebe zu ihm genauso unumstößlich war wie der Fuji-Berg.
Der umspülte gerade Akashis kleinen Mund und Akashi schluckte und schluckte und ertrank in Seligkeit. Die starken Arme, die ihn festhielten und stützten, verströmten Geborgenheit und Vertrauen und die sanften Hände Liebe und Sicherheit. Langsam und behutsam glitten sie über Akashis Körper und streichelten ihn, liebkosten ihn, herzten ihn, während Murasakibara sein heftiges Verlangen nach dem Körper seines Geliebten zu unterdrücken suchte. Akashi legte seine rechte Hand in Murasakibaras Nacken, um ihn an sich zu ziehen, mit der linken strich er über Murasakibaras Rücken. Offenbar sollte das signalisieren, dass auch er ein brennendes Gefühl der Sehnsucht nicht mehr verleugnen konnte; er wollte es auch.
Vorsichtig stand Murasakibara auf und hob Akashi, der immer noch an seinen Lippen hing, sich fast verzweifelt an Murasakibaras Schultern klammerte und sich keine Sekunde von ihm löste, hoch, um ihn ins Schlafzimmer zu tragen. Dort ließ er sich sanft auf ihn nieder, krabbelte mit seinen Händen unter Akashis Kleidung und begann, seinen nackten Körper zu erregen. Akashis heißer Atem wehte Murasakibara entgegen und er spürte, wie rasend schnell dessen Herz schlug, als Murasakibara eher zufällig seine Brustwarzen streifte. Der Riese werkelte ganz ausführlich, aber in einem zurückhaltenden Tempo an ihnen herum, bis sie ganz hart waren, und nicht nur sie. Speichel floss aus Akashis Mund, den er vor lauter Erregung nicht mehr schließen konnte.
Murasakibara hatte sich mit den Lippen davon abgewandt und küsste nun zärtlich Akashis Hals, seinen Kiefer, seine Ohren, seine Augen, sein ganzes Gesicht, seine Schultern, seine Brust, seinen Oberkörper, seine Hände... einfach alles. Er glitt an ihm hinunter, zog ihn dabei aus, und küsste ihm die Beine, sogar die kleinen Füße. Für Murasakibara war Akashi ganz einfach niedlich und unwiderstehlich süß, doch das durfte der Kapitän niemals erfahren, sonst flippte er womöglich aus!
Dieser beschäftigte sich vorrangig mit seiner Selbstkontrolle, denn jedes Mal, wenn Murasakibara ihn irgendwo küsste, mit den Lippen berührte, zuckte sein ganzer Körper. Beinahe hätte er ihm ins Gesicht getreten, als Murasakibara gerade an seinem Fuß zugange war. Der Riese ließ sich nichts anmerken, aber Akashi fühlte sich unwohl. Dieses Gefühl wich allerdings einem jede Körperzelle erfassenden Hochgefühl, hervorgerufen durch Murasakibaras Zunge, die ganz zuverlässig über alle Ecken und Rundungen von Akashis Körper fuhr. Es war so heiß und irgendwie schien sein Hals geschwollen zu sein, denn er brachte kein Wort mehr heraus, nur noch diese merkwürdigen Laute, die ihm mittlerweile vertraut waren. Murasakibara hatte sie schon öfter zum Klingen gebracht und jedes Mal freute er sich darüber wie ein kleines Kind. So auch jetzt.
„Ha, Aka-chin! Deine Stimme!“, sagte Murasakibara und lächelte Akashi an. „Davon will ich noch mehr hören!“
Akashi war vielmehr darüber verärgert, dass Murasakibara mit dem Lecken und Streicheln kurz aufgehört hatte. Mehr... mehr davon! Er sollte ihn noch heißer machen, noch mehr ins Schwitzen bringen!
Auf diesen unausgesprochenen Wunsch ging Murasakibara mit Freuden ein. Er saugte an Akashis Brustwarzen, bis sie von einem zarten Rosa zu einem dunklen Rot gewechselt und Akashi an den Rand eines angenehmen Wahnsinns getrieben hatten. Dann kitzelte der Lilahaarige ihn mit der Zungenspitze am Bauchnabel und wandte sich endlich der Körperregion zu, die bereits seit Minuten ungeduldig auf Murasakibaras Behandlung gewartet hatte.
Murasakibara umfasste mit der rechten Hand Akashis Penis und küsste den kleinen Teil, der nicht gänzlich in der großen Pranke verschwunden war. Sofort stellte sich das Geschlecht auf und wurde ganz feucht und glänzend. Der Riese hauchte erneut einen Kuss auf die Eichelspitze und bekam fast Akashis Ladung ins Gesicht. Glücklich lächelnd hörte er Akashis Keuchen und leises Wimmern nach mehr, also ließ er ihn unten los, nachdem er sich Akashis Stück vorsichtig in den Mund gesteckt hatte. Akashis Stimme meldete sich wesentlich lauter als vorher, was Murasakibara in seinem Handeln antrieb. Er lutschte genüsslich an Akashi, spürte, wie sich seine Erregung aufbaute, und war so fasziniert davon, dass er völlig vergaß, sich zurückzuziehen, obwohl Akashi es ihm entgegenschrie, kurz bevor er kam. Verwirrt schluckte Murasakibara, was in seinem Mund war, und fand es gar nicht mal so übel.
„Ent-Entschuldigung, Atsushi“, rief Akashi immer wieder.
Murasakibara grinste. Allein dafür hatte es sich schon gelohnt. Nun wollte er weitergehen und dazu drehte er Akashi auf den Bauch, zog ihn auf die Knie und widmete sich seinem emporgestreckten, süßen, glatten Po. Dieser war so unwiderstehlich, dass Murasakibara seine Lippen darauf drückte, sanft hineinbiss und darüber leckte.
„A-Atsushi! Was tust-uuuuh! Was tust du denn-nnh da?“, hörte Murasakibara Akashi mit irgendwie weinerlicher Stimme sagen, was ihn geil machte.
Er reckte sich über Akashis Körper nach vorn zu seinem Gesicht, packte es am Kinn, drehte es zu sich um und küsste Akashis Lippen. Küssend fuhr er über Akashis muskelbepackten Rücken zurück zu dem Ort, an dem das Finalspiel stattfinden sollte. Er strich mit seinen Fingern über Akashis Öffnung, bevor er einen Finger einführte. Akashi spürte, wie tief er dabei vordrang, denn alles an Murasakibara war groß und lang. So langsam, wie Murasakibara sich in ihm vorarbeitete, genauso langsam bewegte Akashi sich nach vorn und fühlte es gleich viel intensiver. Welche Qual, als Murasakibara seinen Finger aus ihm rauszog, doch dafür bekam er gleich zwei Finger zurück. Wieder bewegte Akashi sich nach vorn und Murasakibaras Finger glitten in ihn hinein und fühlten sich so gut an, dass Akashis Atmung aussetzte. Sein Gesicht brannte, er schämte sich. Gleichzeitig war es viel zu aufregend, um diese Folter zu beenden. Sein Herz klopfte so schnell und laut wie nie zuvor. Es war, als täten sie es das erste Mal miteinander, obwohl sie schon so oft miteinander geschlafen hatten. Und doch schien es notwendig, dass sie sich beide intensiv und langsam darauf vorbereiteten, denn die Hochgefühle, die jetzt zwischen ihnen herrschten, fühlten sich wahnsinnig gut an, sodass sie das Ende hinauszögern wollten – so lange wie möglich.
Bei diesem Ergebnis, das Murasakibara verbuchen konnte, als er seine Finger aus Akashi entfernte, ließ die Vereinigung nicht mehr länger auf sich warten.
„Du bist schön feucht innen drin, Aka-chin. Ich fange jetzt an, ja?“, bereitete Murasakibara seinen Geliebten mit Worten darauf vor.
„Mhm“, machte der nur und nickte und kniff die Augen zusammen in Erwartung des ersten Stoßes.
„Entspann dich, Aka-chin, ich werde dir nicht wehtun“, riet Murasakibara ihm und strich ihm durch das rote Haar.
„Das weiß ich“, murmelte dieser zurück. „Du wirst nie etwas tun, das mich verletzen könnte. Ah, ich liebe dich, Atsushi, ich liebe dich so sehr, also beeil dich und komm in mich rein!“
Murasakibara grinste. Dann atmete er tief durch, hielt Akashi an seinen Hüften fest und drang in ihn ein. Wie bei seinen Fingern zuckte Akashi erst zusammen und verschlang ihn dann so glatt, als wollte er ihn aufsaugen und mit ihm verschmelzen. Langsam bewegten sie sich beide nach vorn, je nach Tempo des Eindringens. Akashi schrie leise und krallte seine Hände in die Bettdecke, Murasakibara stieß langsam seinen Atem aus und sah, wie dadurch verursacht eine Gänsehaut über Akashis Rücken rauschte.
„Ich bin ganz in dir drin, Aka-chin. Wie fühlt sich das an?“, wollte Murasakibara leise wissen.
Akashi ruckte mit dem Kopf hoch, als Murasakibara an seinem empfindlichsten Punkt anstieß, und stöhnte lustvoll.
„Ahhhhhh...! Ah, guuuut, so... gut, aaahhhh... Atsushi...“
„Ich bewege mich jetzt in dir, ja?“, bat Murasakibara um Erlaubnis und er erhielt sie mit einem gestöhnten „Jaaaaaah!“.
Umsichtig glitt Murasakibara immer wieder aus Akashi heraus und wieder hinein und jedes Mal erhöhte er ein wenig das Tempo, denn Akashi verlangte es immer schneller, immer schneller. Bald konnte auch Murasakibara sich nicht mehr beherrschen, obwohl er Angst davor hatte, zu grob zu sein, doch er wurde von Stoß zu Stoß unnachgiebiger. Akashi spürte ihn in seinem Körper immer tiefer vordringen bis zu einem Punkt, von dem Akashi nie gedacht hätte, dass Murasakibara ihn jemals erreichen würde: Akashis Herz. Flammen bildeten sich in ihren beiden Körpern und die Hitze war unerträglich, dennoch ächzten und stöhnten sie voller Lust und Begierde nach einander und zögerten ihren gemeinsamen Orgasmus weiter hinaus, indem Murasakibara Akashi unten festhielt, bis es unausweichlich aus ihnen herausschoss. Ihre erregten Stimmen vereinten sich in einem gut hörbaren Schrei. Danach knickte Akashi irgendwie ein und rang heftig nach Luft. Murasakibara zog sich aus ihm heraus und betrachtete ihn besorgt. Akashi blinzelte, lächelte ihn erschöpft an und schmiegte sein erhitztes Gesicht an Murasakibaras linke Hand, die Akashis Haarschopf gekrault hatte. Der Riese fühlte eine heiße Träne auf der Handfläche.
„...so glücklich. Ich bin so unglaublich glücklich, Atsushi“, flüsterte Akashi in Murasakibaras Hand. „Danke, dass du mich so sehr liebst, danke, Atsushi.“
Murasakibara erwiderte das Lächeln, lehnte sich über den nackten Akashi und küsste seine gerötete Wange.
„Nicht doch. Ich danke dir, dass du mich liebst, Aka-chin“, entgegnete Murasakibara.
Nach einer Weile fragte er:
„Und was hast du jetzt in Zukunft vor?“
Da rollte Akashi sich auf Murasakibaras Körper und umklammerte ihn fest.
„Zukünftig werde ich mich nie wieder von dir entfernen. Ich werde keinen Schritt mehr ohne dich tun. Ich werde für immer bei dir bleiben, selbst wenn du mich eines Tages satt hast“, erklärte Akashi überzeugt.
‚Das hatte ich so eigentlich nicht gemeint, aber... seine Worte haben wenigstens die Stimmung nicht verdorben‘, dachte Murasakibara, lächelte und umarmte streichelnd seinen geliebten Akashi.
Er roch so gut, so unglaublich gut, vor allem mit Murasakibaras Duft auf seinem Körper. Es bedeutete für Murasakibara, dass Akashi ihm ganz und gar gehörte, mit Haut und Haaren. Von ihm würde der Riese niemals genug bekommen und selbst wenn Akashi sich eines Tages anders entscheiden würde: Murasakibara würde immer nur Akashi lieben, daran gab es keinen Zweifel.
Akashi sog Murasakibaras Geruch ein und genoss die Wärme und Geborgenheit, die von dessen Körper ausging. Nirgendwo sonst fühlte er sich so wohl wie an Murasakibaras Brust, in seinen Armen, in seiner Nähe... Aber bereitete Murasakibara das Kummer und Leid? Nun, das tat es jedenfalls, wenn Akashi weiterhin keine Ahnung hatte, was er eigentlich wollte im Leben. Doch jetzt wusste er es und wenigstens diese eine Sache würde auf ewig seine Priorität bleiben.
„Ich werde dir keinen Kummer mehr bereiten und kein Leid zufügen, Atsushi“, wisperte Akashi und Murasakibara spürte dessen Brustkorb vibrieren, während er sprach. „Ich verspreche es. Ich werde gut auf dich achten, Atsushi.“
Murasakibara lächelte und drückte Akashi glücklich fester an sich.
„Hai“, sagte er leise.
Von nun an bis an ihr Lebensende würden sie zusammen sein. Glücklicher hätte sie nichts machen können.

Ende Bonuskapitel 2
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast