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Alle meine Freunde, alle meine Sorgen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi
11.10.2017
05.02.2019
140
211.015
4
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Dieses Kapitel
1 Review
 
30.11.2018 1.619
 
Herzlich willkommen zurück! Ich begrüße alle Leser, die an dieser Stelle geduldig ausgeharrt haben, und natürlich begrüße ich auch alle Leser, die neu dazugekommen sind. Vielen tausend Dank fürs Dabeibleiben und für die Favoriten-Einträge und die wundervollen Reviews! Nun wünsche ich viel Vergnügen mit dem neuen Kapitel.


Kapitel 124

Kagami schaute verdutzt auf sein Schulheft und kratzte sich mit dem Ende seines Bleistifts am Kopf. Er versuchte, den Fehler zu beheben, auf den Kuroko ihn soeben aufmerksam gemacht hatte. Nach einigem Hin und Her hatte Kagami das Recht erworben, bei Kuroko Nachhilfeunterricht zu bekommen, während Aomine vor die Tür gesetzt wurde, mit anderen Worten: Das Touou-Ass überließ die beiden ihrer Zweisamkeit, die sie dringender brauchten als Aomine Hilfe beim Lernen. Die bekam er allerdings trotzdem und zwar bei Sakurai. Da der Touou-Shooting-Guard einst gut vorbereitet gewesen war, um die zwei Jahre Lebenserfahrung, die Imayoshi ihm voraushatte, aufzuholen, fiel es ihm nicht mehr sonderlich schwer, diese Dinge zu lernen, wenngleich er sich ebenfalls mächtig anstrengen musste. Seine maximale Fixierung auf nichts anderes als seine Zeit mit Imayoshi zu verbringen hatte zu einem schulischen Leistungsabfall geführt, den es nun aufzuarbeiten galt. Aomine lernte also unter Sakurais Aufsicht und Kagami ließ sich von Kuroko die Welt oder eher die langweiligen Dinge, die zum Bestehen des Schulabschlusses nötig waren, erklären.
Kuroko schaute schweigend in sein eigenes Buch und prägte sich lange Textpassagen ein, während Kagami wie von selbst immer wieder seinen Blick auf ihn richtete. Im Licht der durch die Fenster seines Zimmers einfallenden Sonnenstrahlen glitzerte das hellblaue Haar seines Freundes und erinnerte irgendwie an das Meer im Sommer. Im unsichtbaren Luftzug, der gelegentlich durch das Zimmer streifte, wogte es sachte hin und her. Kagami rang mit Mühe das Verlangen nieder, seine Hände darin zu vergaben, mit seinen Lippen davon zu probieren, ob es nicht doch fest gewordenes Meerwasser war, was Kuroko auf dem Kopf trug. Dieser innerliche Kampf führte natürlich zu einer Konzentrationsschwäche im Hinblick auf die Aufgaben, die noch immer vor ihm lagen und auf eine Korrektur warteten.
„Kagami-kun“, sagte Kuroko.
„Eh?“, schreckte Kagami hoch, als wäre er mit seinen Gedanken meilenweit weg gewesen, dabei saß das Objekt seiner Begierde und all seines Denkens direkt vor seiner Nase.
„Ah... Taiga“, berichtigte Kuroko sich selbst und kratzte sich verlegen mit dem Zeigefinger an der Wange. „Stimmt etwas nicht? Du scheinst nicht recht bei der Sache zu sein...“
Kagami lehnte sich weit vom Tisch zurück und wedelte abwehrend mit den Händen, sozusagen um zu beweisen, wie falsch Kuroko damit lag. Aber er zog ein höchst merkwürdiges und damit verdächtiges Gesicht.
„Huh? N-nein, nicht doch! Alles in Ordnung. Diese Aufgabe ist nur etwas schwieriger als gedacht...“, stammelte er hastig und wurde leicht rot.
Kuroko verkniff sich ein Lächeln und starrte seinen Liebsten ausdruckslos wie immer an.
„Da“, sagte er und tippte auf die entsprechende Stelle, „da hast du nur einen Zahlendreher drin. Richtig gerechnet hast du aber trotzdem. Gut gemacht.“
Das gab Kagami den Rest: Über dieses Kompliment vergaß er, sich an der Tischkante festzuhalten, und fiel deshalb nach hinten um.
„Oh, Taiga, alles in Ordnung? Hast du dir wehgetan?“, fragte Kuroko besorgt und reckte den Hals, um Kagami am Boden liegen zu sehen.
Der streckte eine Hand in die Höhe.
„Alles in Ordnung“, versicherte er und richtete sich mühsam wieder auf.
Dann seufzte er, fuhr sich durch die Haare und ließ seinen Stift auf dem Zeigefinger rotieren, während er die Aufgabe fixierte.
Kuroko zögerte einen Moment, aber dann langte er mit seiner Hand nach Kagamis Pullover und zog ihn zu sich, um ihn auf den Mund zu küssen. Kagamis Augen wurden groß vor Überraschung.
„A-ano...“, sagte er leise.
„Gomen, aber ich... ich wollte... Du sahst aus, als wolltest du geküsst werden“, erklärte Kuroko entschuldigend und ließ Kagami los.
Dieser griff allerdings nach Kurokos Kopf und küsste ihn erneut. Und dann konnte ihn gar nichts mehr bremsen, als Kuroko den Kuss erwiderte und erwartungsvoll seinen kleinen Mund öffnete: Kagami kletterte über den niedrigen Tisch, an dem sie sich einander gegenübergesessen hatten, und fiel über Kuroko her. Sie küssten sich so intensiv, dass Kuroko beinahe das Denken abhandenkam, aber in einem lichten Moment fiel ihm dann doch die Dringlichkeit der eigentlichen Absicht ihres Treffens ein.
„A-aber wir sollten doch lernen-mhnnn“, stieß Kuroko hervor, als er kurz zu Wort kam.
Sofort versiegelte Kagami ihm die Lippen mit den seinen, schob seine Zunge in Kurokos Mund und umspielte Kurokos Zunge, die sich wand und wunderbar süß schmeckte und sich wahnsinnig gut anfühlte.
„Später“, brachte Kagami keuchend hervor.
Dann widmete er sich Kurokos Körper, saugte an seinen Brustwarzen, streichelte seine Taille, leckte seinen Hals. Er küsste ihn am ganzen Körper und genoss jede einzelne Berührung, die ihn erregte wie ein kleiner Stromschlag. Unter ihm keuchte Kuroko und schien es gar nicht mehr abwarten zu können, denn fieberhaft griff er blind um sich und suchte nach etwas, an dem er sich festkrallen konnte. Nachdem er sich entsprechend ausgezogen hatte, legte Kagami sich mit freiem Oberkörper auf Kuroko, der sofort seine wild herumrudernden Arme um ihn schlang und das Seirin-Ass an sich drückte. Kagami holte tief Luft, bevor er in Kuroko eindrang. Die erregten Laute, die er dabei ausstieß, klingelten in Kagamis Ohren und machten ihn geil. Er bewegte sich zunächst noch vorsichtig, doch als Kuroko ungezügelt nach mehr verlangte, ließ er seine Instinkte frei und vögelte Kuroko so leidenschaftlich, dass sie gleich zweimal hintereinander zusammen kamen. Kuroko presste Kagamis Mund auf seinen eigenen, als wollte er sich damit selbst ersticken.
‚Wenn das so weitergeht mit den Nachhilfestunden, werde ich das Schuljahr wiederholen müssen‘, dachte Kagami noch, bevor Kurokos Hände, die über seinen Körper wanderten, seine volle Aufmerksamkeit auf sich lenkten.

Kise seufzte tief und maulte.
„Das ist zu kompliziert! Wer soll das bitte verstehen?“, jammerte er und legte sich über das Buch.
„Ich versteh dich nicht“, sagte Kasamatsu streng. „Als Model hast du doch auch international tätige Kollegen, also müsstest du Englisch doch gut können! Wieso bist du nur so eine Niete darin?“
„Wuäh, Senpai, putz mich doch bitte nicht so runter, ich bin schon genug beschämt“, forderte Kise. „Ich versteh das ja auch nicht, andererseits muss ich mit meinen Kollegen keine englischsprachigen Texte analysieren und interpretieren! Ich käme nie auf die Idee, mit ihnen auf Englisch über historische Ereignisse außerhalb von Japan zu reden. Und über historische Ereignisse in Japan rede ich auch nicht, weil ich mir diese ganzen Kaiser und Kriege und Epochen und weiß der Geier was nicht merken kann!“
Kasamatsu schüttelte den Kopf über so viel Sturheit.
„Aber es nützt dir auch nichts, darüber zu maulen, denn um die Prüfung zu bestehen, musst du es lernen! Wie soll ich ein weiteres Jahr aushalten, in dem ich dich nicht so oft sehen kann, wie ich gern würde?“
Kasamatsus Stimme klang definitiv traurig. Darüber erstaunt hob Kise den Kopf und versuchte zu ergründen, ob Kasamatsu es ernst gemeint hatte oder ihn nur verführen und anspornen wollte, sich weiterhin fleißig und ausgiebig dem Lernen zu widmen.
„Hach“, seufzte Kasamatsu theatralisch, wie es sonst nur Kise tat. „Ich freue mich so sehr darüber, dir beim Lernen helfen zu dürfen, aber vielleicht lenkt dich das viel zu sehr ab. Vielleicht sollte ich nicht mehr herkommen, bis du mit dem Schulabschluss in der Hand vor mir steh-“
Kise attackierte seinen Freund mit einem heftigen Kuss.
„Ich werde alles geben. Ich werde auf deine Universität wechseln und dazu werde ich auch den Schulabschluss machen. Warte nur, du wirst es schon sehen, wenn ich dich morgens von deiner Wohnung abhole, Yukio!“, erklärte Kise entschieden und widmete sich dann eifrig dem schwierigen Text im Buch.
Kasamatsu grinste über seinen eigenen Erfolg, doch dann schlichen sich mal wieder Fragen in seine Gedanken, die ihn nachdenklich stimmten. Kises Äußerung ließ darauf schließen, dass er nicht vorhatte, etwas an ihrer bisherigen räumlichen Trennung zu ändern. Es traf nicht unbedingt zu, dass Kasamatsu unter allen Umständen mit Kise eine Wohnung teilen wollte, aber bedeutete diese ausbleibende Veränderung, dass auch ihre Beziehung so blieb, wie sie war? Daran hatte er natürlich nichts auszusetzen, schließlich genoss er die Situation, wie sie sich augenblicklich darstellte. Aber was, wenn Kise es nicht ertrug, Kasamatsu noch näher bei sich zu haben? Oder für eine noch längere Zeit als zwei Tage? Das Model jedenfalls schien sich über derartige Fragen keinen Kopf zu machen. Kasamatsu seufzte. Nun, sie liebten sich, das sollte für den Anfang mal reichen. Und sie mussten es ja auch nicht überstürzen. Er beugte sich zu Kise hinüber und küsste ihn auf die Wange. Eine Sekunde später lag Kise auf Kasamatsu und steckte ihm die Zunge in den Hals, spielte an seinen Brustwarzen herum und rieb seinen Körper an Kasamatsus, was eine sofortige Erregung verursachte. Hitze stieg in ihnen auf und heftiges Verlangen nach einer körperlichen Vereinigung, die Kise per Vorspiel lange genug herauszögerte, um die Lust und das Vergnügen optimal zu entfalten. Heiß strich Kasamatsus Atem in Verbindung mit erregten Lauten, die er ausstieß, wenn Kise sich in ihm bewegte, über Kises Ohr hinweg, manchmal traf es auch seine Schulter und seinen Nacken, wo seine feinen Härchen reagierten und eine kribbelnde Gänsehaut verursachten, die dem Model über den Rücken lief. Kasamatsus Hände schoben Kise im Rhythmus immer tiefer in sich hinein, bis die Bewegungen zu einem Orgasmus führten, bei dem Kise hinten lag. Zitternd umarmte Kasamatsu seinen Liebsten und küsste seinen Hals.
„Noch eine Runde?“, fragte Kise leise und streichelte Kasamatsus Gesicht.
„Ja, du wirst jetzt noch eine Runde lernen, Ryouta“, keuchte Kasamatsu unnachgiebig und grinste.
„Oi, wie gemein, Yukio!“, beschwerte Kise sich.
Doch gehorsam zog er sich zurück, allerdings nicht ohne Kasamatsu noch einmal mit all der Liebe geküsst zu haben, die er für ihn fühlte.

Fortsetzung folgt…
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