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Alle meine Freunde, alle meine Sorgen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi
11.10.2017
05.02.2019
140
211.015
4
Alle Kapitel
61 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
09.11.2018 1.442
 
Ganz, ganz vielen Dank fürs Dabeibleiben und für die lieben Reviews! Ich wünsche viel Vergnügen mit dem neuen Kapitel.


Kapitel 119

Mitten in der Nacht klopfte es am Fenster zu Kurokos Zimmer. Vor Angst gelähmt rührte er sich lange Zeit nicht, doch das Klopfen hörte nicht auf und er vernahm gedämpft eine Stimme, die seinen Namen rief. Er wusste, wer es war. Leise stand er auf und schob das Glas beiseite.
„Kagami-k-“
Sobald Kuroko den Kopf herausgestreckt hatte, gab Kagami ihm einen schallenden Kuss.
„Gomen, dass ich dich damit überfalle“, begann der Größere verlegen zu erklären. „Ich konnte nicht schlafen, nicht mit diesem Gefühl... Diese Eifersucht, sie bringt mich noch um. Ich muss wissen, in welchem Verhältnis du zu diesem Ogi... Oga...“
„Ogiwara-kun“, half Kuroko ihm weiter, nachdem er sich von dem Überraschungsangriff erholt hatte. „Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, er ist ein guter Freund aus meiner Kindheit. Ich habe dir doch schon einmal von ihm erzählt.“
„Ach ja? Wann war das?“, fragte Kagami skeptisch.
„Als ich von der Teiko-Mittelschule berichtet habe und Hyuuga-senpai, Kiyoshi-senpai und Aida-san noch an der Seirin High waren“, antwortete Kuroko.
Kagami bedachte ihn mit einem entsetzten Blick. Das hatte er völlig vergessen…
„Du musst dir wirklich keine Sorgen machen, Kagami-kun“, beruhigte Kuroko ihn leise. „Ich möchte niemand anderem außer dir alle meine Seiten zeigen, auch wenn ich versuche, die meisten, die ich für unnütz halte, zu verbergen. Aber du wirst sie schon noch ausgraben. Ich möchte mit niemand anderem meine Zeit verbringen. Ich möchte ausschließlich mit dir zusammen sein. Ich möchte immer nur dich bei mir spüren, denn ich liebe dich, Kagami-kun.“
Kagami streckte sich für einen weiteren innigen Kuss und allein die Hauswand vereitelte einen körperlichen Übergriff. Seufzend löste er sich von Kuroko, der heute einfach noch besser schmeckte als sonst und ganz unwiderstehlich wirkte. Aber die Vergewaltigung lag noch nicht einmal einen ganzen Monat zurück, wie könnte Kagami sich derart vergessen? Er war doch nicht selbst Opfer seiner eigenen Triebe! Oder doch?
„Willst du mich haben, Kagami-kun?“, flüsterte Kuroko ihm ins Ohr.
„H-hai?“
„Willst du es mit mir tun, Kagami-kun?“, wiederholte Kuroko noch ein ganzes Stück erregter.
Diese Frage brachte den felsenfest entschlossenen Kagami vollkommen aus dem Konzept und er wankte.
„I-ich... ich weiß nicht, was ich antworten soll“, sagte er deshalb wahrheitsgemäß. „Ich will dich nicht überfordern, sondern vielmehr beschützen, umsorgen, lieb zu dir sein. We-wenn wir es täten, wäre ich nur wieder ganz... ganz von meinen Instinkten eingenommen und von meinen Gefühlen für dich.“
„Und wenn das genau das ist, was ich jetzt will?“, fragte Kuroko. „Ich vermisse deinen Körper so sehr, Kagami-kun...“
Sämtliche Staudämme, die Kagami mühevoll zur Selbstbeherrschung aufgebaut hatte, schien dieser Satz zu sprengen. Er packte Kurokos Kopf, hielt ihn fest und presste die Lippen auf seinen Mund. Kuroko spürte die Hitze, die ihn wärmte und langsam in Ekstase versetzte, wenn das so weiterging. Deshalb, da sie nun schon dabei waren, schlang er ebenfalls seine Arme um Kagamis Hals und zog ihn zu sich ins Zimmer. Das war allerdings leichter gedacht als getan, aber irgendwie gelang es Kagami, auf das Fensterbrett zu steigen, wo er den Halt verlor und mit Kuroko zu Boden purzelte. Abwartend lagen sie eine Weile regungslos da, um zu lauschen, ob irgendjemand das Geräusch bemerkt hatte, doch nichts rührte sich. Als sie sich dessen vergewissert hatten, setzte Kagami ihren Kuss fort, noch heißer, noch inniger, noch liebevoller als vorhin. Dieses Mal verzichtete Kuroko auf die übliche Abwehrreaktion, die Kagami wahrscheinlich Sorgen bereitet hätte. Doch Kuroko so ganz ohne Widerstand nehmen zu dürfen, schien ihm auch nicht sonderlich geheuer.
„Nanu? Heute wehrst du dich nicht?“, flüsterte Kagami verwirrt.
„Nein“, hauchte Kuroko zurück. „Warum sollte ich dich noch länger von mir fernhalten? Ich möchte dich bei mir haben, das ist mir jetzt endlich klar, darum lass mich bitte nicht zu lange warten, Kagami-kun!“
Kagami steckte seinem Freund die Zunge in den Hals und liebkoste ihn am ganzen Körper, der unter seinen Berührungen erzitterte.
„Alles in Ordnung?“, fragte Kagami hin und wieder leise.
„Mhm“, machte Kuroko und seufzte und stöhnte erregt, denn Kagami streichelte und küsste und leckte ihn leidenschaftlich.
Es kam ihm fast so vor, als wäre Kuroko in den vergangenen drei Wochen zurück zu einer Jungfrau mutiert, so sensibel reagierte er, und Kagami hatte Angst, dass sein Freund losschrie und Kagami von sich stieß, sobald er auch nur ein einziges Bild von seiner Vergewaltigung vor Augen hatte. Doch das schien nicht der Fall zu sein, denn Kuroko fuhr immer wieder sanft durch Kagamis Haare, murmelte seinen Namen in verschiedenen erregten Ausprägungen und versuchte kaum seine Stimme, die erregte Laute ausstieß, im Zaum zu halten.
„Du darfst nicht so laut sein, sonst hört uns noch jemand, Kuroko“, flüsterte Kagami und knabberte an Kurokos Ohr.
„Hast du davor Angst?“, fragte Kuroko zurück, schien aber keine Antwort zu erwarten. „Du bist auch viel sensibler als sonst, Kagami-kun. Woran liegt das?“
„Es ist schon so lange her, seit ich dich das letzte Mal gespürt habe“, erklärte Kagami. „Dich wieder in meinen Armen zu halten, fühlt sich wunderbar an. Ich habe dich so vermisst...“
„Und dann tun wir es zum ersten Mal bei mir. Das freut dich sicher auch, oder, Kagami-kun?“, sagte Kuroko mit leisem Spott.
Kagami richtete sich auf und sah in die klaren blauen Augen seines Freundes.
„Gewiss. Aber ist das nicht auch ein Grund dafür, dass du so empfindlich reagierst?“
Kurokos Augen weiteten sich überrascht, doch dann lächelte er.
„Hai.“
Nachdem sie eine bequemere Lage eingenommen hatten, beugte Kagami sich erneut über Kurokos Körper. Langsam arbeitete er sich mit seiner Zunge vor, verwöhnte Kurokos erogenen Zonen, die bei seinen Brustwarzen, an seiner Taille und natürlich bei seiner unteren Hälfte lagen. Kuroko ließ Kagamis Schultern nicht los, so lange es ging, dann stand er kurz vor dem Kommen, als Kagami mit dem Vorspiel aufhörte.
„Es... es ist Zeit, Kuroko“, sagte Kagami verlegen. „Soll ich hier und heute aufhören und dich nur kommen lassen oder... bist du bereit für den ganzen Weg?“
Kuroko klammerte sich unter größter Anstrengung an Kagamis Hals, denn der angestaute Druck erschwerte ihm das Atmen, und er flüsterte:
„Ich will dich in mir spüren, Kagami-kun, onegai shimasu...“
Kagami lachte leise.
„Gut. Das wollte ich hören.“
Er benutzte zwei Finger, um seinen Freund auf die Vereinigung vorzubereiten, was Kuroko bereits an den Rand der Bewusstlosigkeit trieb, so gut fühlte sich das für ihn an, doch das war kein Vergleich zu Kagamis Penis, der kurz darauf in ihn eindrang.
„Ahhhhh... aaaaah“, stöhnte Kuroko.
Er nahm Kagamis Finger in den Mund und saugte an ihnen, auch um seine Stimme im Zaum zu halten. Bei jedem Stoß biss er zu, sodass Kagami die Chance hatte, Kurokos Schmerz mitzutragen, den er zweifellos dort unten empfand. Ihre Körper glühten und schwitzten und fühlten sich wahnsinnig gut an, gleichzeitig fiel ihnen das Atmen schwer aufgrund der erotischen Bewegungen und der Reaktionen einiger Körperteile. Kagami verschränkte seine Finger mit Kurokos, legte seine Lippen auf Kurokos Mund und schob immer wieder seine Hüften vorwärts.
Sie kamen gleichzeitig und blieben dann atemlos aufeinander liegen. Wie üblich klammerte Kuroko sich an Kagami fest, der dieses Gefühl genoss, diese Nähe, diese Wärme. Es hatte ihm so sehr gefehlt.
Nach einer Weile, die sie damit zubrachten, sich gegenseitig zärtlich zu streicheln, fiel Kagami etwas anderes Entscheidendes ein.
„Du, Kuroko, ich wollte schon seit einer ganzen Weile mit dir darüber sprechen, konnte aber nie den geeigneten Zeitpunkt finden. A-also, ähm... I-ich fände es schön, wenn du mich mit meinem Eigennamen ansprechen könntest.“
„Eh?“
„Naja, dieses ‚Kagami-kun‘ mag ja höflich und alles sein, aber es fühlt sich distanziert an. Könntest du mich nicht ‚Taiga‘ nennen?“
Kagamis Stimme besaß einen flehenden Ausdruck, der Kuroko gefiel. Er schwieg, während sein Freund liebenswert stammelte.
„I-ich meine, es ist doch nicht unhöflich, wenn ich dich darum bitte, mich so zu nennen, oder?“
„Mh, nein, ganz und gar nicht... Taiga“, sagte Kuroko, als wäre nichts dabei, doch Kagami spürte sein Herz schneller schlagen und sein Gesicht heiß und rot werden. „Aber dann nenn mich bitte auch bei meinem Eigennamen.“
„Äh, also gut... Tetsuya... Argh, das ist zu viel! Dein Name fühlt sich viel zu gut an, um ausgesprochen zu werden! Ich werde dich einfach weiterhin ‚Kuroko‘ nennen.“
„Hoi!“, rief Kuroko ärgerlich und trommelte auf Kagamis Rücken ein. „So war das nicht abgemacht, Bakagami!“
Kagami lachte lauthals und löste sich dann aus Kurokos Umarmung, um ihn besser ansehen zu können.
„Gratuliere, du bist geheilt“, sagte er lächelnd. „Ich liebe dich, Kuroko Tetsuya.“
Kurokos Augen schwammen in Tränen, Tränen der Freude.

Fortsetzung folgt…
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