Puyo Puyo Tetris - Die Fortsetzung

von Yumestar
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12 Slash
11.10.2017
27.01.2018
5
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Prolog


Genau zwei Wochen war es nun her, seit sich die Schüler der Suzuran Junior High und die Crew der SS Tetra voneinander verabschiedet hatten und wieder ihre eigenen Wege gingen. Doch nichts war mehr wie es vorher war; jeder Alltag hatte sich verändert seit jenem Ereignis. Sowohl die Magierinnen, als auch die gesamte Crew arbeiteten hart daran eine Lösung zu finden, wie sie sich treffen konnten, ohne dass sich beide Dimension vermischten. Der Warptunnel, den Ecolo und Dark Prince errichtet hatten, war dabei keine Dauerlösung gewesen. Zwar konnten Tee und seine Crew zum äußersten Rand der Dimensionen gelangen und dort EX treffen, aber ihre Freunde aus der anderen Welt konnten sie nicht wiederholen. Es schien einfach unmöglich, dass sie sich wiedersahen, dabei war das Gefühl des Vermissens auch nach zwei Wochen nicht verschwunden, nein, es hatte sich sogar verstärkt. So war das Verlangen immer stärker geworden, nicht unterbindbar und sie mussten es folgen.
Auch heute begann ein neuer mit Hoffnung und Kreativität erfüllter Tag, an denen sich Tee, O, Ess, Jay, Elle, Zed, Ai und Ex am Ausgang der Dimensionen trafen. Fast täglich kamen sie hier zusammen, um nach einer Lösung zu suchen, genau wie heute.
„Ex, gibt es wirklich keine Möglichkeit?“, hinterfragte Tee noch einmal. Seine Stimme hatte seit jenem Tag, an dem er sich von Ringo verabschieden musste, etwas Trauriges an sich. Er wusste selbst nicht, warum das so war, aber er vermutete stark, dass er sie einfach nur vermisste. Gedanklich schüttelte er den Kopf, nein, er durfte erst gar nicht so nachlässig mit seinen Gefühlen umgehen und so zeigte er nur seinen üblichen Gesichtsausdruck. Die Arme hatte er gekreuzt und seine lavendelfarbenden Augen waren mit eiserner Geduld gefüllt.
„Nein, wie ich schon sagte.“, antwortete Ex und schüttelte nur trübe den Kopf. Daraufhin seufzte er und fügte hinzu: „Es ist hoffnungslos. Die Grenzen zu brechen wäre zu riskant und ob es so einfach ist einen Warptunnel zu der anderen Dimension zu erstellen, weiß ich nicht. Außerdem sind diese beiden komischen Wesen nicht mehr hier.“
„Hoffnungslos?!“, erhob nun Ess ihre genervte Stimme mit der Geduld schon beinahe an ihren Grenzen gestoßen, „Was soll hier hoffnungslos heißen! Es gibt immer einen Weg! Es wird immer einen Weg geben!!“
Obwohl die Grünhaarige es an sich nicht zugeben wollte, vermisste sie Amitie. Dabei hatte sie geglaubt, sie hätte das verrückte Mädchen längst vergessen – falsch gedacht!
„Es tut mir leid, Ess, aber da ist kein Weg.“, versuchte der Hüter der Dimensionen es ihr zu erklären.
„Sorry, Ex.“, erhob nun auch Tee seinen Blick, der schon mit Hoffnungslosigkeit gefüllt war, „Aber ich gebe Ess Recht. Es gibt einen Weg und wir werden ihn finden.“
„Ja, wir geben nicht auf.“, stimmte auch Ai zu und rückte seine Brille zurecht.
„Ja! Wir wollten doch noch unsere Scherze in der anderen Welt verbreiten! Ai zu erschrecken ist langsam voll öde.“, sagte Jay und schaute zu Boden. Ihre Zwillingsschwester Elle fügte noch hinzu: „Tees Socken mit Milch zu füllen wird langsam auch langweilig.“
„Moment – Was?!“, platzte es überrascht aus Tee heraus, der kurz darauf nur froh in Gedanken ausatmen konnte: „Zum Glück trage ich nie Socken.“
„Ich sehe schon, ihr wollt wirklich dringend dorthin.“, seufzte Ex und schaute nachdenklich auf, „In gewisser Weise kann ich euch ja verstehen. Ich würde auch gerne fremde Welten erkunden, aber…“, er seufzte erneut, um zu realisieren, was er meinte. Alle hatten es schon verstanden.
„Die Mädchen hatten doch gesagt, sie können sich in andere Welten porten, indem sie Puyo Puyos auflösen? Sollte dasselbe nicht auch mit Tetraminos möglich sein?“, fragte Tee er sich selbst, als die Anderen.
„Guter Ansatz, Tee!“, rief Ex plötzlich auf und sah ihn hoffnungsvoll an.
Tee blickte ihn fragend an: „Hm, hast du eine Idee, Ex?“
„Noch nicht ganz, aber…“, der Ton des ehemaligen Tetris Königs wurde leicht nachdenklich. Er grübelte vor sich hin.
„Aber?!“, platzte es schon fast aus allen gleichzeitig.
„Hm… Es besteht eine Möglichkeit, wie ihr die jeweils andere Welt besuchen könnt…“, erzählte Ex seine gelben Augen fest in Gedanken geschlossen.  
„Und die wäre?!“, fragten alle gleichzeitig den Hüter.
„Nun, eine Person in den Welten wäre fähig ein leistungsstarkes Portal für die beiden Welten zu erschaffen.“, sprach dieser in einer ruhigen Stimme und öffnete seinen Augen wieder.
„Spann uns nicht so auf die Folter, Dimensionshüter!“, beschwerte sich Ess, als Ex eine Pause machte.
„Das tue ich nicht.“, seufzte Ex und sah ihr direkt in die himmelblauen Augen, „Diese Person heißt Yume. Sie ist eine noch viel mächtigere Hüterin als ich.“
„Yume?“, wiederholte Tee und ein Fragezeichen tauchte über seinen Kopf auf, „Wer ist das?“
„Die Nintendo-Hüterin.“, antwortete Ex mit ernsten Blick, „Wenn wir Glück haben, kommt sie, wenn wir sie rufen.“
„Scheint ja so, als hättet ihr mich soeben gerufen.“, kicherte plötzlich eine weibliche Stimme, bevor sie auftauchte.
Kurz darauf erschien auch schon eine menschliche Gestalt, die sich mit ihren blonden Locken, den strahlend blauen Augen und dem langen, weißen Prinzessinenkleid auf den Boden niederließ. Hinter ihrem Rücken befanden sich zarte, gefederte Engelsflügel. Der rosa Saum bedeckte den Boden unter ihr und mit einem breiten Lächeln sah sie alle an, „hat mich denn jemand gerufen?“
Schon eine Sekunde später räusperte sich Ex und übernahm das Wort: „Ja, ich habe dich gerufen. Wir benötigen deine Hilfe.“
„Warum ist die uns nicht früher eingefallen?“, quatschte Ess dazwischen, noch alle sahen sie mit einem bösen Blick an, sodass sie wieder schwieg.
„Ich weiß, ich weiß~!“, summte die Hüterin verspielt vor sich hin und sprach in normaler Stimme weiter: „Ihr wollt unbedingt eure Freunde wiedersehen. Dann müsst ihr gleichzeitig Puyo Puyos und Tetris auflösen, nur so wird es euch gelingen.“
Kurz nachdem sie ihren Satz beendet hatte, verschwand sie in einer weißen Rauchwolke.
„Hat uns das weitergeführt?“, murmelte Tee zu sich selbst und seufzte einmal. Doch trotz des ehr kurzen Auftritt der Nintendo-Hüterin hatte sie einen wichtigen Hinweis gegeben. Mit normaler Stimme fragte Tee: „Puyo Puyos und Tetris gleichzeitig auflösen? Wie meint sie das?"
„Sie gibt wohl nicht gerne die Lösung eines Problems her, oder?“, fragte Ess von dem Engel reichlich genervt.
„Hm… Ihr Rat war gar nicht schlecht.“, meinte Ex wieder nachdenklich und alle blickten ihn überrascht an, „Wenn die Mädchen und ihr gleichzeitig Puyo Puyos und Tetris auflösen, dann sollte das reichen, um ein Portal zu erstellen.“
„Das macht Sinn.“, antwortete Tee der Aussage seines Freundes nur zustimmend.
„Pi-Pi-Pipipi.“, stimmte auch O zu.
„Eine wirklich logische Lösung sagt mein Programm.“, gab auch Zed seine künstlich-intelligente Meinung wieder.
„Aber wie gelingt es uns, dass wir das gleichzeitig machen?“, fragte Ai, der nur leichte Bedenken bei dieser Sache hatte.
„Wir müssen einfach weiter Reihen auflösen und hoffen, dass sie es genauso tun.“, schlug Tee unüberzeugt von seiner eigenen Idee vor. Da war wieder dieser hoffnungslosere Blick, den man mittlerweile vom Captain gewöhnt war. Er hatte sich in letzter Zeit verändert. Trauriger, zurückgezogener.
„Das dauert doch sicher eine Ewigkeit! Gibt es keine bessere Möglichkeit?!“, schrie Ess wütend. So langsam war es mit ihrer Geduld zu Ende und außerdem konnte sie diesen traurigen Blick ihres Freundes nicht ertragen.
„Ess…“, Tee schüttelte nur traurig mit dem Kopf.
„Kein Grund den Kopf hängen zu lassen!“, erklang plötzlich eine fremde Stimme, die doch allen vertraut vorkam. Im nächsten Moment erschien der Sprecher und es war niemand anderes als der Dark Prince, „Auch Arle ist über eure Abwesenheit traurig, sodass ich gezwungen bin euch zu helfen.“
„Danke.“ Ex war der Erste, der sprach.
„Nichts zu danken. Löst einfach Reihen auf und ich schau mal, was ich in meiner Welt bezwecken kann.“, lachte er und verschwand so schnell, wie er auch gekommen war.
„Komischer Typ…“, murmelte Tee nur und sah dann zu seiner Crew, „Ihr habt ihn gehört. Wir müssen Reihen auflösen.“ Alle nickten. Er wendete sich zu dem Hüter der Dimensionen: „Wir werden jetzt zur SS Tetra zurückkehren müssen, Ex, aber wir kommen wieder. Versprochen.“
„Ich weiß, dass du immer kommen wirst.“, antwortete Ex nickend und lächelte den Lilahaarigen kurz an.
„Darauf kannst du dich verlassen.“, zwang dieser sich auch zu einem Lächeln und wendete sich seinen Freunden zu. Kurz darauf benutzen sie den Warptunnel, um zu ihrem Sternenschiff zurückzukehren. Von dort geschah dann das Wunder, als sie Tetris Reihen auflösten… Langsam blitzte es weiß auf und sie alle wussten, was sie erwartete… Deren Abenteuer würde in wenigen Sekunden beginnen… Das Wiedersehen, auf dass sie alle so sehnsüchtig gewartet hatten, war gekommen. Puyo Puyo Tetris konnte beginnen…
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