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Emison - Verhandlungen um neun Dates

KurzgeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Alison DiLaurentis Emily Fields
08.10.2017
01.02.2019
11
20.637
5
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
10.10.2017 4.026
 
Weiter geht's mit dem ersten Date der beiden. Ich hoffe es gefällt euch - lasst doch eine kurze Meinung da, würde mich freuen! :)


„Du siehst bezaubernd aus.“, flüsterte mir Alison ins Ohr, als sie mich zur Begrüßung umarmte. „Dankeschön.“, lächelte ich ihr schüchtern entgegen und spürte eine leichte Wärme auf meinen Wangen. „Du weißt ja wo alles ist, ich verschwinde kurz in die Küche.“, zwinkerte sie mir zu und war dann auch schon fort. Sie wirkte sehr selbstsicher, dachte ich mir. Vielleicht war es wirklich eine gute Idee gewesen, dieses Date? Ich legte meine Jacke ab, stellte meine Schuhe zu den anderen und ging dann zur Küche. Vielleicht konnte ich Alison ja noch etwas unter die Arme greifen.
Als ich an der Küchentür ankam, hörte ich lautes Scheppern und eine fluchende sowie eine belustigte Stimme.
„So eine Scheiße!“, erkannte ich Alis Stimme wieder. „Komm lass mich das machen und du trinkst derweil mal einen Kurzen, deine Aufregung ist ja nicht auszuhalten!“, lachte Jason und es verwunderte mich, dass er hier war. Wann muss er gekommen sein? Gestern war er noch nicht da. „Das ist nicht lustig Jason! Ich versuche das hier hinzubekommen!“, blaffte sie ihn aufgebracht an. „Weiß ich doch! Hier trink!“, sagte er ruhig, doch ich konnte sein unterdrücktes Schmunzeln hören. „Was ist, wenn es nicht reicht Jason?“, hörte ich sie verzweifelt flüstern. „Hey ganz ruhig.“, schlug ihr Bruder einen beschwichtigenderen Ton an. „Du kannst zwar echt ein Biest sein, aber ich sehe wie wichtig dir das ist. Das allein sollte für den geladenen Gast schon Beweis genug sein.“ Ich hörte dankende Worte und sie mussten sich wohl gerade umarmen. Alison musste es sehr ernst sein, so nervös wie sie scheinbar doch war. Ich beschloss ins Esszimmer zu gehen und die beiden Geschwister nicht länger zu belauschen.
Der Tisch war schon gedeckt und das sogar sehr romantisch! Einige Kerzen tauchten den Raum in ein angenehmes warmes Licht und Ali hatte sogar meine Lieblingsblumen auf dem Tisch verteilt. „Gefällt es dir?“, spürte ich ihre Hand an meiner Taille. „Sehr!“, antwortete ich ihr überwältig. „Woher wusstest du dass Sonnenblumen meine Lieblingsblumen sind?“, fragte ich erstaunt nach und legte mein Hände ebenfalls auf ihre Hüften. „Auch wenn du es mir vielleicht nicht glauben wirst, aber ich weiß vieles über dich Emily.“, lächelte sie sanft. „Außerdem sehen Sonnenblumen an dir wunderschön aus. Sie passen wunderbar zu deinem Teint.“, fügte sie noch schüchtern hinzu. „Dankeschön.“, schmunzelte ich.
Einige Sekunden standen wir einfach nur so da und betrachteten den Gegenüber. Wir spielten mit den Fingern des anderen und wiegten uns in einem gemeinsamen Takt hin und her, ohne das Musik im Hintergrund hätte laufen müssen. „Du siehst heute übrigens auch wunderschön aus! Du hast dir wirklich sehr große Mühe gegeben, dankeschön dafür.“, durchbrach ich die Stille schließlich. „Danke Emily! Auch für die erneute Chance, ich hatte nicht darauf gehofft.“, lächelte die Blonde vor mir befreit, löste sich dann allerdings wieder von mir. „Setz dich doch schonmal, das Essen sollte jetzt fertig sein.“, erklärte sie und setzte sich auch schon in Bewegung. „Ich kann dir auch helfen!?“, rief ich hinterher, doch sie schüttelte nur dankend den Kopf. Der Abend ist bis jetzt wirklich sehr angenehm und von Alis Nervosität ist nichts zu spüren.
„Hiiiier ist es.“, kam Alison herein und balancierte zwei Teller sowie eine Flasche Wein. „Ich helfe dir.“, sprang ich auf und wollte ihr die Flasche Wein abnehmen, als ich gegen die Teller stieß. Bei diesem Zusammenstoß fielen leider beide Teller zu Boden und somit auch unser Essen. Und nicht nur das – auch Ali hatte ich durch dieses Missgeschick bekleckert. „Das tut mir so leid Ali! Du hast dir so viel Mühe gemacht und ich Tollpatsch ruiniere das alles!“, platzte es schockiert aus mir heraus, doch sie lachte nur. „Nicht schlimm, wenigstens hat der Wein überlebt!“, winkte sie locker ab und ich blickte sie erstaunt an.
„Ich mach das schnell weg und dann bestellen wir uns einfach eine Pizza. Das ist doch eh dein Lieblingsessen.“, zwinkerte sie mir im Umdrehen zu, während sie sich schon auf den Weg zur Küche machen wollte, doch ich hielt sie am Arm fest. „Es tut mir wirklich Leid Alison!“, blickte ich sie schuldbewusst an. „Ich weiß.“, lächelte sie mir sanft entgegen. „Es gibt schlimmeres.“, beugte sie sich, mir liebevoll in mein Ohr flüsternd, entgegen.
Ein angenehmer Schauer durchlief mich dabei, sodass ich ihr kurzerhand in die Küche folgte. „Lass es mich wenigstens wegmachen Alison.“, bat ich, doch sie schüttelte vehement den Kopf. „Ich bin schon einmal bekleckert, da musst du es nicht auch noch werden.“ „Lass mich doch wenigstens irgendetwas machen.“, ließ ich nicht locker. „Na gut, dann bestell schonmal die Pizza. Im Schrank hinter dem Klavier müssten Bestellzettel liegen.“, gab sie letztendlich doch nach und sie ging dann mit Wischmopp, Kehrblech und ganz viel Küchenrolle bewaffnet mit mir zusammen ins Esszimmer zurück. Während sie den Boden säuberte durchforstete ich die Bestellkarten. „Wollen wir uns eine große Pizza teilen Ali, oder hast du einen bestimmten Wunsch?“, ging ich auf sie zu und überflog immer noch die Karte. „Wir können uns gerne eine Pizza teilen.“, lächelte sie mich an und erhob sich mit den Scherben und den Essensrestern. „Fang nicht schon wieder an!“, ermahnte sie mich belustigt, als ich sie wohl schon wieder schuldbewusst angeblickt hatte.
„Ich werde mich schnell umziehen gehen, entscheide du welche Pizza wir essen.“, rief sie mir im Vorbeigehen zu. Erleichtert, dass die Blondine es so locker aufnahm, wählte ich kurzerhand die Telefonnummer des Lieferservices und bestellte eine große Pizza. Als dies erledigt war, stand ich erst etwas ratlos im Esszimmer herum. Was sollte ich jetzt tun? Ali würde bestimmt noch etwas brauchen, bis sie zurückkommt. Ich könnte ja zu ihr gehen? Aber ob das so eine gute Idee ist? Schließlich möchte ich ja nichts überstürzen. „Emily?“, hörte ich ihre Stimme durch das Haus rufen. Ich ging in die Richtung aus der ich ihre Stimme vermute. „Alison?“, rief ich nach ihr, da ich mir nicht ganz sicher war, in welchem Zimmer sie sich befand. „Ja, hier. Die zweite Tür links.“, vernahm ich ihre Stimme gedämpft aus eben diesem Zimmer.
„Kannst du mir bitte helfen? Ich kriege den Reißverschluss irgendwie nicht auf, er muss sich verheddert haben.“, bat sie mich, als ich das Zimmer betrat und stand mit halb geöffneten Kleid vor mir. „K-klar.“, schluckte ich hart bei diesem Anblick. In diese Richtung hätte es eigentlich heute noch nicht gehen sollen. Das erste Date und schon zog ich sie aus....? Nun gut, sie braucht Hilfe das ist vielleicht etwas anderes, als unter anderen Umständen, redete ich mir ein. Mit zitternden Fingern löste ich den Reißverschluss aus der Verhakung und zog diesen bist fast runter zu ihrem Po. „Danke.“, kicherte sie, als ich sie aus Versehen am Rücken berührte. „'tschuldige ich habe kalte Hände.“, entschuldigte ich mich sofort. „Entschuldige dich bitte nicht immer Ems, dafür gibt es keinen Grund.“, blickte sie mich über ihre Schulter an. „Weißt du, an was mich die Situation erinnert?“, fragte sie mich spitzbübisch. „Nein?“, hakte ich interessiert nach. Es war alles besser, außer Schweigen, denn dann konnte ich mich nicht auf ihren halbnackten Körper konzentrieren. Alison drehte sich zu mir um, hielt dabei jedoch einen Arm um ihre Brust geschlungen, da ansonsten das Kleid von ihrem Körper gleiten würde. „Von ihrem Körper!!“, schoss es mir erschrocken durch den Kopf.
„An unsere Umkleide-Situation.“ Ich wusste was sie meinte. „Keine schöne Situation für mich.“, warf ich ein und ein unangenehmes Gefühl kroch in mir hoch. „Wollen wir sie zu einem schönen Moment machen?“, hauchte sie schüchtern. Doch in diesen Worten lag nicht nur Schüchternheit! Da war noch etwas anderes, aber ich war mir nicht sicher, ob ich es richtig deutete.
„Darf ich dich küssen Emily?“, krächzte Alison schon fast und jetzt war ich mir sicher! Da sprach das Verlangen in ihr! Das gleiche Verlangen welches auch ich bereits spüre seitdem ich ihr das Kleid geöffnet habe. Ich antwortete nicht. Ich konnte gar nicht antworten, so gefesselt war ich von ihrem Anblick. Langsam beugte ich mich die wenigen Zentimeter zu ihr vor und freudige Erregung durchfuhr meinen Körper. Meine Hände legten sich um ihr Gesicht und behutsam legte ich meine Lippen auf die ihren. Doch diese Behutsamkeit hielt nicht lange an. Das feurige Verlangen ergriff meinen gesamten Körper und unsere Lippen bewegten sich immer schneller und wilder! Zeitweilig entwich uns sogar ein Seufzen oder gar ein Stöhnen.
„Dreh dich um!“, nuschelte ich verlangend zwischen unseren Küssen und sie tat sofort was ich sagte. Ihr Kleid wurde jetzt nur noch dadurch gehalten, dass ich mich ganz eng an ihren Körper drängte. Begierig ließ ich meine Hände über ihren bebenden Körper wandern, während ich mich wie ein Hungernder an ihrem Hals und ihrer Schulter entlang küsste. Ihr Kopf war seitlich verdreht und ihre Hände hatte sie an meinen Kopf gelegt. Immer wieder wanderte ich zurück zu ihren sinnlichen Lippen. Fast schon zügellos, drehte sich Alison schwungvoll zu mir um und ihr Kleid verrutschte dabei um mehrere Zentimeter. Als ich ihre halbnackten Brüste an meinem Oberkörper spürte entfloh mir ein heiseres Stöhnen. Für kurze Zeit blickten wir uns einfach nur in die Augen und unsere Brustkörbe hoben und senkten sich unstet.
„Ist das hier richtig?“, seufzte sie ergeben auf, als ich meine Hand unter ihr Kleid und somit zu ihrem Po wandern ließ. Ich wusste nicht was in mich gefahren war, aber genau in diesem Augenblick wollte ich sie! Ich habe alle Bedenken, es nicht zu schnell anzugehen, über Bord geworfen und wollte sie jetzt einfach! Normalerweise war ich nicht der Typ dafür, aber die ganzen Gefühle hatten sich über Jahre angestaut und jetzt durchfluteten sie mich wie eine einzige riesige Welle. „Es fühlt sich gut an!“, antwortete ich ihr noch etwas außer Atem. „Ja!“, lächelte sie verstohlen. „Also?“, hakte ich wissbegierig nach. „Also... .“, ließ sie es in der Schwebe hängen, doch ich merkte deutlich, dass sie ihren Körper immer stärker gegen meinen drängte. Mehr musste ich nicht wissen! Wir vereinten unsere Lippen wieder miteinander und ließen unseren Gefühlen freien Lauf.
Gerade als wir uns in Richtung Bett bewegen wollten, ertönte die Klingel. Erschrocken fuhren wir auseinander, hatten wir doch nicht mit einem solch lauten plötzlichen Geräusch gerechnet. Mit noch etwas verklärtem Blick versuchte ich mich wieder zu ordnen. „Wer ist das?“, fragte ich verwirrt. „Bestimmt der Pizzabote.“, antwortete Ali und ich richtete meinen Blick auf sie.
Mein Gesicht verformte sich zu einem breiten und zufriedenen Lächeln. Sie stand gerade quasi nackt vor mir. „Was gibt es da zu Lachen?“, fragte sie verwundert. „Ich genieße den Ausblick.“, antwortete ich, dabei immer noch breit lächelnd. Alison schaute erschrocken an sich herunter und bemerkte scheinbar erst jetzt, dass das Kleid auf dem Boden lag. „Wann ist das denn passiert?“, platzte es völlig perplex aus ihr heraus. „Dazwischen.“, antwortete ich, legte meine Arme auf ihre Schultern, küsste sie leidenschaftlich aber kurz und entfernte mich dann wieder von ihr. Fassungslos schaute sie mir hinterher, als ich dem erneuten Klingeln entgegen ging.
Ich bezahlte die Pizza und ging ins Wohnzimmer, in der Hoffnung, dass Ali auch schon da ist. „Du hast dich ja schon umgezogen.“, lächelte ich, als sie bereits auf der Couch saß. „Ich kann ja nicht ewig halbnackt rumstehen.“, feixte sie. Ich bedachte sie mit einer hochgezogenen Augenbraue. Gefallen hat es mir ja schon sehr, doch ich ließ es lieber unkommentiert.
Ich reichte ihr den Pizzakarton und holte dann die Gläser und den Wein. Gemeinsam aßen wir die Pizza, leerten die Falsche Wein und ich erzählte ihr viel über die Zeit, in der sie nicht da gewesen war. „Schade, dass ich so viel verpasst habe. Es war alles so dumm von mir!“, flüsterte sie betrübt. „Wir wollen schöne Gedanken teilen. Du bist jetzt hier und das Vergangene zählt nicht!“, hob ich ihren Kopf an und blickte ihr ernst ins Gesicht. „Meine neue Umkleide-Situation gefällt mir zum Beispiel sehr.“, kicherte ich etwas verlegen und ich spürte erneut die Gefühle in mir aufwallen. „Ja der Moment war wirklich sehr schön.“, pflichtete Alison mir bei, wobei sie mir eine Hand auf den Oberschenkel legte. In kleinen kreisenden Bewegungen streichelte sie sich immer weiter nach oben. Beide stellten wir unsere Weingläser ab, rückten näher an den jeweils anderen heran, ohne dabei den Blick abzuwenden.
„Intensiv?“, ließ ich meine Augen kurz zu ihren vollen Lippen wandern. „Sehr!“, schluckte sie hart, dabei ihre Hand unter mein Shirt wandern lassend. „Dein Kleid war wunderschön.“, flüsterte ich, während sich unsere Köpfe immer mehr näherten. „Danke.“, spürte ich jetzt ihren Atem an meinen Lippen vorbeiziehen. „Was daruntersteckte sogar noch mehr.“, schmunzelte ich leicht, was auch auf Ali überging. „Nochmals danke.“ Stürmisch presste sie ihre Lippen gegen meine und ich seufzte ergeben in den Kuss hinein. Wir ließen uns nach hinten sinken, sodass sie nun auf mir lag.
Genießerisch schloss ich meine Augen, als Ali ihre Fingerspitzen federleicht und spielerisch über meine Taille und meinen Bauch gleiten ließ und sie sich zeitgleich liebevoll an meinem Dekolleté und Hals entlang küsste. Wer hätte gedacht, dass es gleich zweimal an diesem Abend so erotisch zwischen uns wird. Ich verspürte dieses allseits bekannte Ziehen im Bauch, welches immer weiter hinunterwanderte und verlangend zog ich Alis Kopf zu meinem, um sie wieder küssen zu können. Versessen darauf, ihre Haut ebenfalls unter meinen Finger zu spüren, ließ ich meine Hände ebenfalls unter ihr Shirt wandern. Schnell ließ ich sie Richtung Brust hinauf wandern und war etwas enttäuscht darüber, dass sie einen BH angezogen hatte.
„Holla, das ist aber nicht jugendfrei kleines Schwesterchen!“, platzte ein schockierter aber auch belustigter Jason ins Zimmer. „Jason!“, sprangen wir beide erschrocken auseinander und versuchten unsere Kleider und Haare zu richten. „Keine Angst, ich werde nicht petzen!“, lachte er auf und legte seinen Zeigefinger auf seine Lippen. „Könntest du jetzt bitte gehen!?“, bat ihn Ali leicht angesäuert. „Klar Schwesterchen, aber erst hole ich mir noch ein Stück Pizza. Wenn du mich heute quasi schon aus dem Haus verbannst, dann muss ich doch wenigstens etwas davon haben.“, zog er sie auf und schnappte sich gleich zwei Stück Pizza. Jason beugte sich noch einmal zu Alison und flüsterte ihr etwas ins Ohr, doch ich konnte verstehen was er sagte: „Wenn du so viel Hunger hast, dann knabbere doch bitte nicht an der armen Emily herum, sondern iss die Pizza auf. Nicht dass es noch schlechtes Wetter gibt.“ Alison lief rot wie eine Tomate an und blickte unsicher im Raum umher.
Kurz bevor Jason den Raum wieder verließ rief er mir allerdings auch noch etwas zu. „Schön dass es dir bei uns so gut gefällt Emily. Bis bald und eine angenehme Nacht.“, zwinkerte er mir flötend zu und verlegen strich ich mir durch mein Haar.
„Du bist so ein Idiot Jason!“, schrie Ali ihm hinterher und warf leise nuschelnd noch so einige andere wüste Beschimpfungen nach. „Ich liebe dich auch Alison!“, hörte man ihn noch weit entfernt mit vollem Mund rufen. „Tut mir leid Emily.“, wandte sie beschämt den Blick von mir ab. „Wofür? Dass dein großer Bruder dich aufzieht, oder für die“, ich beugte mich grinsend zu ihr vor, „phänomenalen Küsse?“, und küsste sie dann sanft aufs Ohr. „Nicht für die Küsse.“, grinste sie schließlich breit. Ich nickte zufrieden und stand dann auf. „Ich denke ich sollte so langsam gehen. Soll ich dir noch schnell beim Aufräumen helfen?“ Alison blickte mich etwas enttäuscht an, doch winkte meine Frage ab. „Es reicht, wenn ich das morgen mache. Ich begleite dich noch zu Tür.“, stand sie nun ebenfalls auf und gemeinsam gingen wir zur Haustür. Im Türrahmen stehend, teilten wir noch den ein oder anderen Kuss.
„Bleib hier. Über Nacht!“, nuschelte sie zwischen einem unserer Küsse. „Ich kann nicht.“, schüttelte ich wenig überzeugt mit dem Kopf. „Wieso nicht?“, fragte sie geknickt. „Weil es eh schon so schnell zwischen uns geht.“, antwortete ich ihr ehrlich. Niemals hätte ich gedacht, dass wir uns so schnell so nahe kommen würden. „Und das ist schlecht?“, legte sie den Kopf schief und betrachtete mich genau. „Ich hätte dich einfach gerne noch etwas länger bei mir.“ „Du weißt worauf das hinauslaufen würde Alison.“, erinnerte ich die jüngste DiLaurentis, doch mein Widerstand schmolz von Minute zu Minute immer mehr. Spielerisch legte sie ihre Hände an meine Hüfte und so standen wir dann da. Beide im Türrahmen lehnend, engumschlungen. „Ich verspreche auch, dass es nicht mehr wird als die Löffelchenstellung.“, blinzelte sie mich mit ihrem Dackelblick an und diesem konnte ich nun wirklich nicht mehr widerstehen.
„Na schön...“, gab ich mich geschlagen, „aber wir bleiben anständig!“, ermahnte ich sie belustigt mit erhobenen Zeigefinger. „So anständig wie im Schlafzimmer und auf der Couch?“, säuselte sie mir in mein Ohr und knabberte dann an meinem Ohrläppchen. „Alison.“, schloss ich genießerisch die Augen und ein pulsierender Sog zog sich in die Richtung meiner Körpermitte. „Ich hab es dir versprochen Ems.“, löste sie sich von mir und ging in Richtung Schlafzimmer.
„Hast du etwas bequemeres für mich zum Anziehen?“, fragte ich, als wir im Schlafzimmer standen. „Natürlich. Bedien dich einfach an meinem Schrank, dir werden bestimmt einige Sachen passen.“, rief sie aus dem angrenzenden Bad. Gesagt – getan! Ich zog ein langes graues Oberteil an, welches mir fast bis zu den Knien ging. Somit konnte ich auf eine Schlafhose verzichten. Es war eh viel zu warm draußen. „Du bist ja schon umgezogen.“, lächelte Alison mir zu, als ich gerade meine Ohrringe, Armbänder sowie Ringe ablegte. „Ja ging ja schnell.“, zwinkerte ich ihr zu und öffnete unter dem Shirt meinen BH um ihn dann ausziehen zu können. Ihr klappte ein wenig der Mund nach unten. Okay etwas necken wollte ich sie mit dieser Handlung natürlich schon.
Wir legten uns ins Bett und machten das Licht aus. Gesicht zu Gesicht gewandt blickten wir uns an und streichelten uns gegenseitig. „Schon ein wenig gemein.“, sagte Alison dann ganz plötzlich. „Was meinst du?“, fragte ich irritiert nach. „Du hast mich quasi schon nackt gesehen und ich habe noch gar nichts von dir gesehen.“, erklärte sie ihren Gedankengang und ich lachte leise auf. „Wir haben uns doch schon oft nackt gesehen.“, widersprach ich ihr. Ich spürte wie sie sich bewegte und plötzlich lag sie auf mir.
Es fühlte sich so gut an, wie sie so auf mir lag. „Aber nicht mit diesem Verlangen im Bauch.“, entgegnete sie und küsste mich an der Stelle hinter meinem Ohr. „Alison, wir wollten doch anständig bleiben.“, erinnerte ich sie, doch mein Widerspruch war sehr schwach. „Ich mache nichts anderes als vorhin Emily.“, spürte ich sie lächeln, als sie sich an meinem Hals entlang küsste. Ich gab es auf. Warf meine guten Vorsätze über Bord, denn ich wollte den Moment genießen. Ich rollte mich über sie und grinste sie keck an. „Überrascht?“, zog ich überlegen eine Augenbraue hoch. „Nicht wirklich.“, antwortete sie schlicht und legte dann ihre Hände um meinen Kopf. Wir küssten uns fast bis zur Besinnungslosigkeit und ich spürte wie sich ihr Becken in leichten kreisenden Bewegungen an meines presste. Es fehlt nicht mehr viel und ich reiße ihr die Kleider vom Leib.
„Stop... stop...“, atmete ich schwer und löste mich schweren Herzens von ihr. „Was ist?“, fragte sie verwirrt. Sie schien noch etwas vernebelt zu sein. Ich konnte es ihr nicht verdenken. Bei dieser ungeahnten Anziehungskraft zwischen uns war es nur schwer möglich klar zu denken und wieder in die Realtität zurückzukommen. „Das geht zu weit! Ich weiß wenn ich jetzt weitermache, dann kann ich nicht mehr aufhören und will dich ganz.“, antwortete ich ihr und schüttelte ein paar Mal meinen Kopf um endlich wieder klaren Verstand zu erlangen.
„Dann mach es. Ich will es! Ich will dich Emily!“, zog sie mich begierig zu sich, doch ich zog mich zurück und nahm ihre Hände liebevoll in meine. „Ali... Ali das wäre viel zu früh. Lass es uns langsam angehen. Ich liege wirklich sehr gerne hier mit dir und ich küsse dich noch viel lieber, aber noch will ich nicht mit dir schlafen. Lass es sich langsam aufbauen, bevor wir aufs Ganze gehen.“, sprach ich einfühlsam auf sie ein. „War jemals etwas langsam zwischen uns Em?“, hakte sie nach.
„Nein“, lächelte ich versonnen, „und gerade deswegen sollten wir es diesmal richtig anfangen und uns die Zeit lassen, um es vielleicht nicht später doch noch zu bereuen, zu früh miteinander geschlafen zu haben.“, bat ich sie um Verständnis. Ich wollte erst einmal sehen, in welche Richtung es uns verschlagen wird, bevor ich mich zu 100 % auf sie einlasse.
„Okay....“ schnaufte sie leicht frustriert auf, „fünf Dates!?“, schlug sie vor. „Was wird das hier? Eine Verhandlung um Sex?“, lachte ich auf und guckte sie ungläubig an. „So in etwa.“, zuckte sie schlicht mit den Schultern. „Außerdem lässt es sich schlecht denken, wenn du mir immer noch so nah bist.“, fügte sie lächelnd hinzu. „Soll ich“, fing ich an, doch sie unterbrach mich sogleich mit einem lautstarkem „Nein!“. „Also: fünf Dates!?“, wiederholte sie. „Zwölf!“, startete ich mit dem Gegenangebot. „Viel zu viele!“, widersprach sie vehement und ließ ihre Finger verschwörerisch unter mein T-Shirt gleiten, doch ich schlug diese sofort weg. „Keine Verführungsversuche während einer Verhandlung Miss DiLaurentis!“, ermahnte ich sie. „Sechs Dates!?“ „Elf Dates!“ „Acht Dates!?“ „Zehn Dates!“ „Acht!?“ „Neun Dates und das ist mein letztes Angebot! Und dabei muss jedes Date in einer anderen Woche stattfinden!“, ging es zwischen uns hin und her, bis ich mein letztes Angebot nannte.
„Das wären mehr als zwei Monate Emily!“, gab Alison schockiert von sich. „Das sind 9 Wochen!“, fügte sie noch hinzu, wohl um mir das ganze Ausmaß vor Augen zu führen. „Du Mathegenie!“, lachte ich herzlich und legte meine Lippen auf die ihren. „Somit wäre das jetzt besiegelt.“, grinste ich siegessicher in den Kuss hinein. „Ich habe mein Einverständnis doch noch gar nicht gegeben!“, protestierte sie und löste den Kuss. „Doch soeben mit dem Kuss.“, griente ich noch breiter als zuvor. „Das war hinterhältig!“, empörte sich Alison. „Nein, das war gerissen!“, widersprach ich und reckte mein Kinn voller Stolz auf.
„Also gut“, rollte sie mit den Augen, „neun Dates und jedes Date muss in einer anderen Woche stattfinden.“, gab sie sich geschlagen. „Dann können wir ja jetzt schlafen.“




„Hey Aria, was gibt’s?“, begrüßte ich sie freundlich am Telefon und ging in einen anderen Raum. Ali schlief noch und ich wollte sie nicht wecken. „Hey Ems, Hannah und ich dachten, dass wir heute mal zu Spencer gehen könnten. Ihr geht es ja momentan nicht so gut, nachdem was mit Toby passiert ist und wir wollten sie ein wenig aufmuntern.“, antwortete sie mir schnell. „Heute?“, entfuhr es mir zuerst etwas überrumpelt. „Ja heute, ist das ein Problem? Hast du schon was vor?“, fragte Aria mich verblüfft und sofort schlich sich das schlechte Gewissen an meine Seite. „Ja ehrlich gesagt schon, aber es ist nichts, was man nicht verschieben könnte.“, sagte ich ihr somit zu und legte auf, mit dem Versprechen Ali ebenfalls Bescheid zu geben – Aria wusste ja nicht, dass Ali in diesem Augenblick in meinem Bett lag.
„Nichts, was man also nicht verschieben könnte?“, stand Ali plötzlich im Türrahmen und sah etwas verletzt aus. Ich hingegen hatte mich etwas erschrocken, weil sie ohne Vorahnung vor mir stand. „Ich... Ali... das war Aria.“, ich stellte mich zu ihr in den Türrahmen und blickte sie entschuldigend an.
„Wir wollen heute zu Spence und sie etwas aufmuntern, da ist es doch okay, wenn wir unser zweites Date verschieben, oder nicht!?“, hoffte ich auf ihr Verständnis. Ihr Blick war abwägend, doch ich konnte sehen, dass sie ihre Entscheidung ebenfalls schon gefällt hatte. „Frühstück?“, grinste ich sie fröhlich an. „Erst einen Kuss.“, lächelte sie und küsste mich auch schon liebevoll. Ergeben lehnte ich mich ihr entgegen und alle Gedanken waren verpufft.
„Frühstück?“, fragte mich Ali, nachdem wir uns wieder voneinander gelöst hatten. „Ja.“, nickte ich lächelnd und gemeinsam gingen wir in die Küche. „Was möchtest du denn haben? Ich habe“, durchforstete ich zuerst den Kühlschrank und dann die Küchenschränke, „Saft, Obst, Käse, Wurst, Aufstrich, Joghurt, Cornflakes, Kekse?“ „Aufstrich klingt super.“, umarmte sie mich von hinten und küsste sich an meinem Nacken entlang. „Wenn das so weiter geht, dann werden es keine acht Dates mehr... .“, flüsterte ich, während sich eine Gänsehaut über meinen gesamten Körper ausbreitete. Ich klammerte mich am Küchentresen fest und legte meinen Kopf auf die Seite, damit Ali noch mehr Haut liebkosen konnte.
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