Emison - Verhandlungen um neun Dates

KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Alison DiLaurentis Emily Fields
08.10.2017
01.02.2019
11
21134
5
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Die Muse hat mich mal wieder geküsst und somit ich habe es mal wieder in Textform verpackt. Es würde mich freuen, wenn ihr mir Rückmeldungen gebt, denn ich habe noch weitere Kapitel in der "Hinterhand". ^^
Ich selbst finde die Story (ohne mich groß selbst loben zu wollen :D) recht gut und freue mich wenn es auch so bei euch ankommt. Über jegliche Kritik und Anregung bin ich offen und dankbar. Und nun viel Spaß und ich hoffe ich wecke euer Interesse, denn ich finde es immer wieder schön, wenn man seine Worte mit anderen teilen kann.  :)

Schönen Abend querfeldein



Es handelt sich bei dieser Kurzgeschichte um die anfangs angespannte und noch ungelöste Situation zwischen Emily und Alison. Ich beschreibe es nicht genauer, da  es sich (sollte euch die Geschichte zwischen ihnen interessieren), im Verlauf selbst erklärt und der Titel ebenfalls schon etwas vorgreift.
Es könnten geringfügig Spoiler vorkommen.


Prolog:

„Bitte hör mir doch zu!!“, flehte sie mich verzweifelt an. „Nein Alison! Du hast damals für uns alle entschieden, doch das ist jetzt vorbei! Du kannst nicht immer wieder in unser Leben schreiten, nur um dann kurze Zeit später wieder spurlos zu verschwinden!“, entgegnete ich aufgebracht und entfernte mich einige Schritte von ihr. „Aus eurem Leben oder deinem Emily?“, legte sie ihren Kopf schief und sprach mit samtweicher Stimme zu mir. Ihre Worte ließen mich nachdenklich werden und mir fehlten die Worte für eine Antwort. „Es ist ja nicht so, als ob ich eine Wahl hatte Em!“, verteidigte sie sich. „Oh doch! Du hattest eine Wahl!“, unterbrach ich sie forsch. „Spätestens als du mich das erste Mal gerettet hast!“, wedelte ich verurteilend mit der Hand vor ihr herum. Ich war so unfassbar wütend auf sie! Immer wieder kommt und geht sie, ohne auf die Gefühle anderer zu achten.
„Ich verstehe warum du sauer bist Emily.“, nickte sie traurig. „Gut!“, gab ich trotzig von mir. „Dann kannst du ja jetzt gehen.“, drehte ich ihr den Rücken zu und biss die Zähne aufeinander. Ich wollte jetzt nicht weinen! So oft hatte ich schon wegen ihr geweint und jetzt war Schluss damit! „Es war nicht okay dich allein zu lassen.“, spürte ich ihren Atem an meinem Ohr. Sie musste ganz dicht hinter mir stehen. Doch dieser Umstand ließ mich diesmal nicht aus der Fassung bringen. Diese Wut und Enttäuschung waren einfach übermachtig! „Nicht okay??! Nicht okay sagst du Alison? Weißt du eigentlich mit wie vielen Dingen du mich alleine gelassen hast?“, schrie ich sie wutentbrannt an. „Ja.“, nickte sie den Tränen nah. „Und es tut mir so unendlich schrecklich leid!“, wollte sie ihre Hand auf meine Schulter legen, doch ich wich zurück. „Fass mich jetzt bitte nicht an Alison, sonst vergesse ich mich vielleicht noch.“, warnte ich sie vor und verschränkte meine Arme vor der Brust. Ihre Nähe war gerade unerträglich.
„Anfangs bin ich geflohen weil ich riesengroße Angst vor A hatte, doch danach bin ich immer wieder gegangen weil ich“, begann sie doch mit ihrer Rechtfertigung und suchte dabei den Blickkontakt zu mir. „Ich will deine Geschichte nicht hören!“, unterbrach ich sie zum wiederholten Male. „Ich habe dir schon so oft geglaubt und jedes mal hast du mich belogen, hintergangen und es war alles nur Heuchelei! Ich bin es so satt Alison! So satt!!“, gab ich kraftlos von mir und ließ mich auf die Fensterbank in meinem Zimmer nieder. Alison sagte erstmal nichts. Auch sie sah kraftlos aus. Es herrschte Schweigen zwischen uns, doch sie ging auch nicht. So saß ich also auf meiner Fensterbank, während sie wie ein Häufchen Elend auf meinem Bett saß. Ich starrte aus dem Fenster und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Sie war kaum eine Woche da und schon wieder stellte sie alles auf den Kopf.
Mehrmals holte ich tief Luft, bevor ich sie bitten wollte zu gehen. „Gehst“, begann ich, doch diesmal unterbrach sie mich. „Ich habe Gefühle für dich!“, platzte es aus ihr heraus. Zuerst sprachlos, starrte ich sie nur an. Gerade wollte ich nichts von ihr hören und sie beten zu gehen und jetzt sagt sie, sie hat Gefühle für mich!? „Warum sollte ich dir glauben?“, hatte ich mich dann doch schließlich wieder etwas gefangen. „Warum sollte ich lügen Emily?“, antwortete sie mir, doch für diese Gegenfrage hatte ich nur ein verächtliches Schnauben übrig. „Habe ich jemals jemanden meine Gefühle gestanden Emily?“ Diese Frage ließ mich schon eher über den Wahrheitsgehalt ihrer Gefühlsoffenbarung nachdenken. „Warum jetzt Alison?“, flüsterte ich und blickte sie verletzt an.
„Du hast mich so oft weggestoßen, hast mir das Gefühl gegeben, dass meine Gefühle für dich nicht erwidert werden. Du hast mich so oft benutzt und mit mir gespielt. Immer wieder hast du mir das Gefühl gegeben es nicht wert zu sein.“, schluchzte ich auf und besorgt nahm sie neben mir Platz. “Ich war dein Übungsobjekt Ali! Gut genug zum ausprobieren war ich, für mehr nicht!“, benebelt durch den tiefen Schmerz ließ ich es zu, dass sie meine Hand in ihre nahm.
„Ich kann nicht oft genug sagen, wie leid es mir tut Emily! Ich habe dich immer wieder von mir gestoßen, aber nicht weil ich es nicht mochte, sondern weil ich Angst hatte. Ich hatte schreckliche Angst vor meinen eigenen Gefühlen!“, stumme Tränen liefen ihr dabei über ihr Gesicht. Vielleicht war es doch ernst gemeint? Vielleicht war sie einfach nicht fähig es sich einzugestehen? „Ich habe dich schon immer bewundert Emily! Alle Momente in denen wir uns damals nah waren, waren echt, bitte glaub mir das!“, schüttelte sie verzweifelt den Kopf und stärkte den Druck um meine Hand. „All diese gemeinen Sachen sagte ich nur zu dir, um dich auf Abstand zu halten und um mir meine Gefühle nicht eingestehen zu müssen. Ich war unglaublich eifersüchtig – jedes Mal wenn du jemanden sehnsüchtiger angesehen hast als mich.... .“, holte sie tief Luft und senkte beschämt den Kopf.
„Ich würde dir so gerne glauben Ali... .“, hauchte ich verzweifelt. Ich wollte ihre Geschichte doch nicht hören! Jetzt habe ich sie doch gehört und ich fühlte mich noch schlechter als zuvor. „Ich habe dich zu oft verletzt, ich verstehe.“, seufzte sie resignierend und ließ meine Hand los. „Ich könnte mich auch nicht lieben, nachdem was ich dir alles angetan habe. Ich werde jetzt gehen, so wie du es wolltest.“ Langsam erhob sie sich und verließ gebeutelten Schrittes mein Zimmer.
Soll es das gewesen sein? Sie gesteht mir glaubhaft ihre Gefühle, zeigt Reue und dann geht sie wieder? Ich will sie hassen! Ich will es so sehr! Und doch sitzt die Liebe zu ihr so tief in mir, dass es mich an meinem Entschluss zweifeln ließ. „Zum Teufel nochmal!“, fluchte ich und rannte ihr hinterher.
„Ali warte!“, rief ich ihr zu, als sie gerade die Straßenseite wechseln wollte. Verwirrt drehte sie sich um und blickte mich forschend an. „Komm zurück ins Haus.“, rief ich erneut und zögernden Schrittes kam sie auf mich zu. „Emily ich verstehe nicht“, schüttelte sie verblüfft und verwirrt mit ihrem Kopf. „Komm einfach zurück ins Haus, wir reden drin.“, erklärte ich ihr und zog sie mit mir, doch sie blieb stehen und entzog mir ihre Hand. „Reden?“, hakte sie konfus nach. „Komm jetzt einfach mit!“, brauste ich auf und schob sie diesmal zurück zur Haustür.
„Em ich versteh es nicht.“, war das erste was sie sagte, als wir im Flur standen. „Meinst du es ernst?“, stemmte ich die Hände in die Hüfte und blickte sie dabei eindringlich an. „Natürlich mein ich es ernst!“, nickte Alison heftig mit dem Kopf, immer noch verblüfft wieder in meinem Haus zu sein. „Du hast also Gefühle für mich!?“, hakte ich erneut nach. Abwägend beobachtete ich ihre Körperhaltung. Sie spannte sich etwas an und sie tippelte unruhig auf der Stelle hin und her. „Ja Emily!“, sagte sie voller Inbrunst und zuckte vermutlich selber etwas zusammen, als sie es aussprach. „Ich bin seit der Mittelstufe in dich verliebt!“, drückte Alison ihren Rücken durch, doch ich konnte ihre Panik erkennen. Ich ließ sie bewusst etwas schmoren, erwiderte erst einmal nichts. Ich wollte es ihr nicht zu einfach machen.
„Morgen um sieben bei dir. Du kochst und wir werden uns unterhalten.“, sagte ich trocken nach mehreren Minuten des Schweigens. „Ich... Emily? Was soll das bedeuten?“, weiteten sich ihre Augen. Sie schien gar nichts zu verstehen. „Ein Date Alison, das soll es bedeuten.“, zuckte ich schlicht mit den Schultern. „Ei-ei ein Date?“, stotterte sie fassungslos. „Ja ein Date.“, schmunzelte ich leicht über sie. Verblüfft schluckte sie mehrmals hart, bevor sie einen Schritt auf mich zuging. „Emily?“, hauchte sie, als sie nur noch wenige Zentimeter vor mir stand. „Alison?“, flüsterte ich unbewusst zurück. Diese Situation wirkte noch etwas unwirklich. Bis vor wenigen Minuten wollte ich kein Wort von ihr hören und jetzt sehnte ich mich danach, dass sie ihre Frage endlich aussprach. Das ganze hier kann so leicht nach hinten losgehen... und doch wollte ich gerade nichts anders. Ich war voller Erwartung, was sie jetzt wohl tun wird. „Danke.“, flüsterte sie mir entgegen, lehnte sich zu mir und legte für eine Millisekunde ihre Lippen auf meine Wange. „Bitte.“, seufzte ich automatisch auf, als ich ihre Lippen spürte. Eigentlich wollte ich es nicht bei dieser scheuen Berührung lassen, doch ich konnte mich noch im richtigen Moment zurücknehmen. Wir sollten nichts überstürzen!
„Bis morgen.“, sagten wir gleichzeitig und ich schloss hinter ihr die Tür. „Das kann ja was werden... .“, stieß ich überwältig aus und ging nachdenklich zurück in mein Zimmer.
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