G-Dragon in Berlin

von InkRose17
OneshotFreundschaft / P6
OC (Own Character)
08.10.2017
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08.10.2017

Traurig aber wahr... meine erste Fanfiktion, die ich zuende bringen konnte xD
Aber trotzdem viel Spaß mit einem Ausschnitt aus meinem Wochenendbericht vom 29.09. - 01.10.2017

Lg
로세

29.09.2017
Seufzend schmeiße ich meine Tasche auf das Hotelbett. So schnell landet man also in Berlin. Eigentlich wohne ich in der Nähe von Köln, mache eine Ausbildung als Kfz-Mechatronikerin und habe einen Wochenendjob beim Kölner Sicherheitsdienst. Konzerte, Fußballspiele, Demos und viele weiteren Veranstaltungen werden von uns abgesichert.
Wie ich in Berlin gelandet bin?
Donnerstag Mittag habe ich einen Anruf von meinem Chef des Wochenendjobs bekommen. In diesem habe ich dann erfahren, dass ich Freitag nach der Arbeit abgeholt werde, da wir in Berlin auf einem Konzert in der Mercedes-Benz Arena absichern müssen. Die Berliner Sicherheitsdienste sind alle schon verplant und da mein Arbeitgeber eine Zweigstelle aus Berlin ist, müssen wir nunmal einspringen. Also habe ich Donnerstagabend, nach der Arbeit, meine Tasche gepackt.

Vor 6 Stunden
Fertig mit den Nerven, schmeiße ich meine Handschuhe in meinen Werkzeugwagen. Endlich Feierabend. Eines sage ich euch, ein Getriebe aus einem dreckigen Geländewagen zu holen ist keine lustige Angelegenheit.
Aber nun ist dieser Kampf vorbei. Endlich, nach 3 ganzen Arbeitstagen sprich 25,5 Arbeitsstunden, habe ich es geschafft, mit meinem Ausbilder dieses Auto fertig zu bekommen. Es war echt ein Kampf. Aber nun wieder zurück. Nun habe ich frei. Ich gehe schnell zur Umkleide um meine Straßenkleidung wieder anzuziehen und die Arbeitskleidung für ein Wochenende einzuschließen.
Ich verabschiede mich noch von meinen Kollegen, die nun ebenfalls ins Wochenende fahren.
Dann sehe ich ihn. Mein Taxi. Es ist ausgerechnet der Sohn vom Chef. Er steht schon seit geraumer Zeit auf mich und macht nicht wirklich Anstalten es zu verbergen. Er sieht echt gut aus, durchtrainiert, freundlich ist er auch, was er auch direkt zeigt, indem er mir meine Tasche abnimmt und galant die Tür aufhält um mich einsteigen zu lassen.
Er ist echt lieb, aber ich habe mir die Grenze gesetzt, nie, aber auch niemals etwas mit einem Arbeitskollegen anzufangen. Das sorgt nur später für Reibereien im Betrieb und das brauche ich nicht, das braucht mein Chef nicht und das brauchen die Leute nicht, die sich auf uns verlassen müssen.
Auf der Fahrt unterhalten wir uns über verschiedene Sachen und die 6 Stunden Fahrt fliegen nur so, dann sind wir auch schon da.
Ein kleines Hotel, mitten in Berlin.
Mit meinen Eltern war ich vor einem Jahr schon einmal hier, und ich muss sagen, ich bin überhaupt kein Stadtmensch.

29.09.2017 20:30 Uhr
Mein Kollege begleitet mich noch zu meinem Zimmer, drückt mir die Schlüssen in die Hand und sagt: „ Morgen um 14:30 Uhr fahren wir von hier aus zur Arena für die Dienstbesprechung.“
Damit geht er zu seinem Zimmer schräg gegenüber von meinem.
Langsam schließe ich meine Tür und schließe ab.
Dann springe ich unter die Dusche, die ich mir nach einem Arbeitstag und der 6 Stündigen Fahrt verdient habe. Danach verschwinde ich im Bett und bin sofort eingeschlafen.

30.09.2017 13:30 Uhr
Ich habe tatsächlich so lange geschlafen. Schnell springe ich aus dem Bett, wasche mich und werfe mich anschließend in meine Arbeitskleidung. Enganliegende schwarze Hose, Schwarze Bluse und ein ebenso schwarzer Blazer darauf. Dazu noch bequeme, schwarze Turnschuhe. Eigentlich müsste ich wie alle anderen diese Lackschuhe tragen, aber ein paar Diskussionen mit dem Chef und ich darf schwarze Turnschuhe tragen, die wesentlich bequemer sind, als diese Lack oder Lederdinger.
Noch etwas Schminke auftragen, dezent und leicht asiatisch, dann muss ich auch schon los, wenn ich vor der Abfahrt noch etwas zwischen die Kiemen bekommen möchte.
Pünktlich um 14:25 Uhr kommt der 24 jährige Sohn des Chefs runter und holt das Auto.
Kaum bin ich eingestiegen sagt er: „Siehst gut aus.“
Verwirrt gucke ich zu ihm rüber. „Das ist die normale Arbeitskleidung, die kennst du doch!“
Er lächelt nur und tritt aufs Gas.

Die Besprechung dauert, wie immer, ewig. Kurz zusammengefasst: Einlass 18 Uhr, Konzertbeginn 20 Uhr. 6 Gruppen gibt es unter uns. Die Erste ist für den Einlass zuständig, die Zweite hinter der Bühne, die Dritte für den VIP Bereich und die anderen verteilen sich in der Konzerthalle und in den Gängen außen herum. Ich bin für den VIP Bereich zuständig.

30.09.2017 18:30 Uhr
Gerade bin ich dabei, die Leute, die eindeutig zu viel für ihre Konzertkarte gezahlt haben, zu ihren Plätzen in der VIP Lounge, zu geleiten, da meldet sich mein Funkgerät. Man hört nur ein Rauschen, meine Arbeitskollegen, die irgendwas auf Englisch sagen und jemand im Hintergrund, der koreanisch redet. Verstehen kann ich ihn nicht, er ist aber ziemlich aufgelöst.
Ich gebe meinem Kollegen, den ich als erstes sehe, ein Zeichen, dass ich mal gucken gehe, wo das Problem liegt. Er nickt nur und fordert über Funk jemanden aus der Gruppe, die hinter der Bühne aufgestellt sind.

Hinter den Kulissen sehe ich... G-Dragon?!
Ich wusste gar nicht, dass ausgerechnet er hier Auftritt. Aber Fan hin oder her. Ich bin im Dienst und muss demnach auch professionell bleiben.
G-Dragon selbst sitzt auf einem Stuhl und wird geschminkt. Der, der wohl kein Englisch kann, ist einer seiner Angestellten. G-Dragon könnte sich einigermaßen auf Englisch verständigen, das bekommt sein Angestellter aber wie es aussieht überhaupt nicht auf die Kette.
Ruhig frage ich ihn auf koreanisch, wo das Problem denn liegt. Erst guckt er verdutzt, ehe er antwortet, dass Ji-Yongs Mikro nicht so funktioniert und hält, wie es sollte.
Warum man dann so eine Panik machen muss, verstehe ich zwar nicht, aber gut.
Ich nicke nur freundlich und gehe zur besagten Person um ihr vorsichtig das Mikro abzunehmen.
Natürlich nicht ohne ihn vorher zu fragen.
Das Mikro hat auf jeden Fall schon einmal bessere Tage gesehen. Ich gehe in den Technikraum, in dem die hauseigenen Mikros untergebracht sind und tausche das Kaputte gegen ein Neues, hoffentlich Ganzes aus.
Da es besser aussieht als das Vorherige, gehe ich wieder zurück zum Idol und bringe es ihm vorsichtig an.
Er guckt mir dabei auch noch genau ins Gesicht, was mich sofort rot werden lässt. Hallo? Wer möchte seinem Idol nicht mal so nahe sein?
Ich nicke ihm bestätigend zu und gehe wieder einen Schritt zurück um mein Werk zu betrachten.
Er bedankt sich nur und geht wieder zurück zur Maske um sein Showoutfit zu perfektionieren. Naja ok, was habe ich auch anderes erwartet? Dass er mir dankend um den Hals springt? Wohl kaum.
Gerade möchte ich wieder an meine eigntliche Aufgabe zurückgehen, da hält mein Chef mich am Arm fest und sagt, dass an meiner Stelle schon einer wäre und ich, mit meinen Koreanisch-Kenntnissen, bei G-Dragon bleiben soll.
Und ich sage euch... Es gibt nichts schlimmeres für einen Fan, als in der Nähe des Idols zu sein und professionell zu bleiben. Ich bin zum Glück nicht wie alle anderen, die nun vor der Bühne draußen stehen und schreiend auf ihren Star warten. Ich bin eher der Typ der mit einem Autogramm und einem G-Dragon-Lächeln, an mich gewidmet, zufrieden ist.

30.09.2017 20:52 Uhr
Nach mehreren Technischen und Organisatorischen Fehlern und Unklarheiten, kann G-Dragon endlich auf die Bühne. 53 Minuten später als geplant, aber was läuft bei einem Konzert schon nach Plan, außer die Lieder, die gesungen werden?
Ji-Yong war, während der letzten Stunden, die ich in seiner Nähe verbringen durfte, musste, die Ruhe selbst. Wie er das wohl schaffte. Ich sehe ihm noch hinterher, bis ich ihn nicht mehr sehen kann. Man kann deutlich hören, wann G-Dragon nun auf der Bühne steht, denn kaum ist er dort zu sehen, kreischen die Fans auf Ohrenbetäubende Weise drauf los.
Kopfschüttelnd gehe ich zurück in den Aufenthaltsraum, in dem Ji-Yong und ich uns die letzten Stunden noch aufgehalten haben und erinnere mich zurück an das Gespräch, das wir geführt hatten.

30.09.2017 19:30 Uhr
Ich folge G-Dragon in den Aufenthaltsraum, damit wir nicht mehr hier im Weg stehen. In der Mitte steht eine gemütlich aussehende Sitzlounge, an der Wand hinter dieser Lounge ist eine kleine Bar mit allerlei Spirituosen.
Auf der anderen Seite, bzw vor der Lounge ist ein ziemlich großer Flachbildfernseher aufgehängt, auf dem man die Bühne sehen kann.
Im Moment läuft aber logischerweise nichts, da der heutige Star, hier im Raum ist. Innerlich erleide ich gerade an einem Schreikrampf. Ich bin allein mit Ji-Yong in einem Raum!
Wo wir gerade von dem Sänger reden, dieser schmeißt sich gerade quer auf die Sitzlounge, guckt mich erwartend an und deutet mir mich zu setzen.
Gerade habe ich mich hingesetzt und die Beine überschlagen, da richtet sich G-Dragon wieder auf und fängt an zu reden.
„Du kannst koreanisch?“, fragt er mich ironischerweise auf seiner Muttersprache.
„Sieht so aus.“, erwidere ich darauf nur verunsichert und weiche seinem Blick aus.
„Warum?“, mit dieser Frage habe ich jetzt am wenigsten gerechnet.
Meine Antwort darauf lautet: „Interesse an anderen Sprachen, Kpop Fan... warum lernt man denn eine andere Sprache?“
Mit dieser Antwort gucke ich ihn an um gleich darauf zu grinsen, denn Ji-Yongs Blick ist zum schießen.
„Wie du siehst bin ich gerade extrem nervös, in deiner Gegenwart. Natürlich kenne ich dich, aber ich bin nicht der Typ Fan, der kreischend auf sein Idol zuläuft und ihn beinahe über den Haufen rennen will. Ich kreische nicht, um meine Stimmbänder zu schonen. Zweitens stelle ich mir das unglaublich nervig vor, wenn jemand schreiend auf mich zurennen würde und Drittens bin ich schlicht und ergreifend zu faul für solche Aktionen. Sowas ist mir zu stressig.“
Beantworte ich seine unausgesprochene Frage.
Nach diesen Worten, meinerseits, lacht Ji-Yong kurz auf, die raue, männliche Lache, die ich so an ihm liebe, die mein Herz höher schlagen lässt. Innerlich bekomme ich den Schreikrampf des Jahrhunderts Nummer Zwei an diesem Abend.
„Okay, das hätte ich jetzt nicht erwartet. Ich dachte schon du kennst mich nicht.“
Nun bin ich an der Reihe kurz aufzulachen, meine Lache ist aber leider überhaupt nicht weiblich, viel zu laut für meinen Geschmack.
„Du hast eine schöne Lache.“, sagt mein Idol in dem Moment, der mich sofort innehalten lässt, doch bevor ich antworten kann, wird er schon von einem aus seiner Crew gerufen, weil die Show beginnen kann.
Wie stehen beide auf, schließlich bin ich für das Wohl des 29 Jährigen zuständig, dann ist es auch meine Aufgabe ihn Sicher zur Bühne zu geleiten.


30.09.2017 20:53 Uhr
Von meinem Chef werde ich, nach der erfolgreichen Eskortierung, G-Dragons zur Bühne, in meine Pause geschickt, die ich in Aufenthaltsraum, in dem ich eben noch saß, verbringen soll.
Über den Bildschirm kann ich nun die Bühne sehen, auf der G-Dragon nun steht und sein erstes Lied dieses Abends, Heartbreaker, zum besten gibt. Live ist dieses Lied auch bei mir ein richtiger Herzensbrecher. Ab da lasse ich mich von der Show, auf dem Bildschirm in den Bann ziehen.
Erst singt er ältere Lieder, zwischendurch versucht er „Ich liebe dich“ auf deutsch zu sagen, was bei ihm extrem niedlich klingt, aber der Wille ist da. Nach mehreren Anläufen hat er es auch einmal geschafft, was mich zum lächeln bringt.

30.09.2017 23:30 Uhr
Meiner Meinung nach, ist das Konzert viel zu schnell vorrüber. Die Zugabe sind die Lieder, Crooked und Untiteled 2014.
Noch total geflasht, bekomme ich nicht mit, wie G-Dragon die Tür zum Aufenthaltsraum öffnet und diesen betritt.
Erst sein Lachen holt mich aus diesem Trance heraus.
„Hast du ein Gespenst gesehen?“, fragt er belustigt, worauf ich ihn entgeistert ansehe. Er hat nun wieder seine normale Kleidung an, und sein Make-Up ist wieder eher dezent gehalten. Die Bühnenschminke ist ab.
„Ne,“, erwidere ich, „Nur einen Weltstar live auf der Bühne!“
Überglücklich lächle ich ihn an. Doch genau in dem Moment werde ich gerufen um mit abzubauen.
Keine Ahnung warum wir mithelfen müssen, aber solange mir das auch bezahlt wird, ist mir das Schnurz. Ich zucke Entschuldigend mit den Schultern und gehe an G-Dragon vorbei zu meinem Chef, der mir auch gleich eine Aufgabe gibt.
Unauffällig krame ich meine Bluetooth Kopfhörer raus, die ich perfekt mit meinen Haaren abdecken kann, da Musik während der Arbeit leider nicht erlaubt ist.
Da ich in diesem Raum alleine bin, fällt es eh nicht auf.
Meine Aufgabe ist es, die Absperrungen, die zuvor VIP und Normalsterbliche getrennt haben, ordentlich hier zu verstauen. Meine Kollegen bauen sie ab, bringen sie vor die Tür und ich muss sie vor der Tür abholen und hier reinräumen.
Nachdem ich mir meine Musik angemacht habe, geht die Arbeit auch gleich leichter von der Hand. Gerade läuft 'Who you' von G-Dragon, was in meiner Playlist nunmal drin ist. Natürlich singe ich an dieser Stelle mit. Da es eines meiner Lieblingslieder von G-Dragon ist.
Nur diesmal stelle ich mir vor, auf einer Bühne zu stehen, wie der Originalsänger zuvor. Eine lebhafte Fantasie und die Eigenschaft Rampensau zu sein, lässte einen die Situation, auf einer Bühne zu stehen, ziemlich lebendig erscheinen.
Plötzlich legt sich eine Hand auf meine Schulter. Ich zucke unwillkürlich zusammen, drehe die Musik beinahe auf lautlos und drehe mich um.
Doch vor mir steht nun nicht mein Chef, wie befürchtet, sondern niemand geringeres als G-Dragon.
Dieser sieht mehr als erstaunt aus.
„Wo hast du gelernt so zu singen?“, fragt er nur.
Ich zucke daraufhin nur mit den Schultern. „Naja... Ich singe einfach aus vollem Herzen. Nur Spaßeshalber. Gesangsunterricht kann ich mir, im Moment, nicht leisten.
„Deine Stimme ist der Wahnsinn! Du kommst recht hoch, aber kannst auch mit den tiefen Noten locker mitsingen.“
Verlegen gucke ich zu Seite, ehe ich leicht lächle und antworte: „Das ist eine gesunde Mischung aus Alt und Sopran. Mezzo-Sopran.“

Da ich nun fertig geworden bin, gehen wir zusammen wieder zurück zum großen Raum, hinter der Bühne, von der jetzt acuh nicht mehr viel zu sehen ist. Die Kulisse ist komplett weg. Es stehen nur noch die Bühne selbst und die Elektronik.
Die anderen Mitarbeiter sind weg. Höchst warscheinlich in dem kleinen Café, das wir vor dem Konzert gesehen haben, welches 24 Stunden geöffnet hat.
Wie es aussieht sind nur noch Ji-Yong und ich hier. Jedanfall sehe ich keinen anderen hier.

„Ich habe eine Idee!“, ruft Ji-Yong nun aus, geht zum Schaltpult für die Mikros und die Scheinwerfer, an dem noch alles angeschlossen ist und stellt die Bühnenscheinwerfer wieder an. Dann lässt er Crooked Playback laufen, kommt zurück zu mir, bringt mir ein Mikro und schiebt mich auf die Bühne.
Zuerst werde ich von der Perspektive und den Gefühl, hier oben zu stehen, erschlagen, doch als G-Dragon anfängt zu singen, stimme ich kurzerhand ein.
'Fuck off', denke ich mir nur und lasse mich einfach mitreißen. Das Gefühl von Adrinalin und grenzenloser Freiheit strömen durch meinen Körper.
Mit G-Dragon zusammen tanze ich auch noch die Choreografie zu diesem Lied.
Nach dem letzten Ton, stehe ich immer noch in der Ausgangsposition, genieße das Gefühl der Losgelassenheit.
Schwer atmend löse ich mich aus der Position und lache befreit aus. Das erste mal in meinem Leben hat meine Stimme eine ganze Konzerthalle gefüllt. Und es war ein Gefühl...
„Das ist ja der Wahnsinn! Das könnte ich Stundenlang machen! Was rede ich da, Tage oder gar Monatelang!“
Von einem Ohr zum anderen, grinsend, drehe ich mich zum Star des Abends. Auch er sieht ziemlich glücklich aus. Hoffentlich hat es ihm auch so viel Spaß gemacht wie mir.
Jetzt muss ich einmal mein Fangirl rauslassen. Ich renne auf G-Dragon zu und umarme ihn stürmisch. Doch kurze Zeit später, lasse ich ihn auch wieder los und werde vor Verlegenheit rot.

Gerade räumen wir die Mikros wieder zurück an ihren vorgesehenen Platz, als G-Dragon mich etwas fragt: „Wie alt bist du eigentlich? 20? 22?“
Geschmeichelt lache ich auf. „Ne, bin erst 19. Werde im März 20. Bin fast 10 Jahre jünger als du.“
Jetzt guckt er ziemlich erstaunt und erwidert: „Ich dachte jetzt, dass du die 20 schon erreicht hast.“
Dann lacht er wieder diese typische G-Dragon-Lache, die ich so liebe.

Nach und nach, kommen die Anderen zurück vom Kaffee trinken und packen den Rest ein. G-Dragon schultert seine kleine Tasche, wie ich auch, und zusammen verlassen wir die Arena aus dem Hintereingang.
Zur Sicherheit begleite ich Ji-Yong noch zu seinem 'Taxi', was auch nötig ist, denn urplötzlich taucht eine Meute Fangirls auf.
Kreischend rennen sie auf ihr Idol, und demnach auch auf mich, zu.
Es ist genau so nervig, wie ich es mir vorgestellt habe. Schützend stelle ich mich vor G-Dragon und dränge ihn so weiter zum Auto. Meine Kollegen laufen auch los, aber Richtung Fangirls, um sie in die entgegengesetzte Richtung zu drängen.
Am Auto angekommen, reiße ich die Tür auf und schiebe Ji-Yong regelrecht hinein.
Dann möchte ich die Tür wieder schließen, doch diese Rechnung hatte ich ohne den Star gemacht. Er greift mein rechtes Handgelenk und reißt mich mit ins Auto. Erst dann wird die Tür geschlossen und das Auto fährt los.
„Ich bringe dich selbst zu deinem Hotel. Mit eifersüchtigen Fangirls ist nicht gut Kirschen essen.“, sagt er, nachdem ich mich richtig hingesetzt und mich angeschnallt habe.
Noch etwas perplex nenne ich dem Fahrer Name und Adresse des Hotels, er nickt nur und gibt es in sein Navi ein.
Am Hotel angekommen, umarmt Ji-Yong mich kurz, ehe er mir noch eine kleine Tüte in die Hand drückt.
„Für dich als Dankeschön.“, sagt er nur dazu, und lächelt sein Lächeln, das jedes Fangirl-Herz zum schmelzen bringt, somit auch meines.
„Ich muss mich bedanken... das war einer meiner größten Träume, einmal auf einer Bühne zu stehen und alles rundherum zu vergessen.“
Damit umarme ich mein Idol noch einmal kurz und steige aus dem Wagen, nicht ohne mich noch einmal beim Fahrer desselbigen zu bedanken und zu verabschieden.
Ich gucke G-Dragons Wagen noch hinterher, bis er um die nächste Ecke biegt, dann gehe ich ins Hotel zu meinem Zimmer. Im Zimmer angekommen, schreibe ich meinem Chef erst einmal, dass ich schon im Hotel bin und sie sich keine Sorgen machen müssen, dann gehe ich duschen.


01.10.2017 02:48 Uhr
Als ich aus der Dusche komme, fällt mir das kleine Täschchen ins Auge, welches G-Dragon mir vorhin in die Hand gedrückt hatte.
Neugierig hole ich den Inhalt raus.
Eine typische Fanartikelsammlung. Ein Autogramm auf einem meiner Lieblingsfotos, von Ji-Yong.
Ein Schlüsselanhänger mit G-Dragons Zeichen, welches sofort an mein Schlüsselbund kommt, Gummiarmbänder und diverse kleine Fotos. Zum Schluss... ein Zettel?!
Verwundert nehme ich ihn in die Hand und drehe ihn um, nur um ihn geschockt wieder auf mein Bett fallen zu lassen, auf dem die Fanartikel verstreut sind.

'감사'

Und darunter eine Nummer.

Er hat mir tatsächlich seine Nummer gegeben.
Soll ich ihn wirklich anschreiben oder eher nicht?
Das frage ich jetzt euch.

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