(27.09.2017) KinoTour Köln Bericht

KurzgeschichteAllgemein / P12
Fabi Jo Mäx
08.10.2017
08.10.2017
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Was für ein Abend, einer von Tausend Glücksgefühlen! (Kapitel 1)



Heute wird ein super Tag!“ mit einem Lächeln im Gesicht schlug ich die noch ermüdeten Lieder auf. Ich blinzelte verschlafen in den Tag hinein. Die Sonne ließ noch auf sich warten doch das störte mich heute ausnahmsweise mal nicht.  Es war der 27.September 2017, eigentlich ein ganz normaler Tag, würdest du jetzt sagen … doch da muss ich dir wiedersprechen, dieser eine Tag mitten im Monat versprach zu einem ganz besonderen zu werden.  Mittwoch war generell mein Lieblingstag so oder so, Schwimmtraining, Malkurs, und heute? Ja heute war dieses eine besondere Ereignis was mein Herz schon seit Wochen höher schlagen ließ! Seitdem ich in meinem Sommerurlaub via Facebook von der Kino Tour erfahren hatte, war ich Feuer und Flamme! Hochkonzentriert auf diesen einen Moment gingen mir Tausendfragen durch den Kopf. “Wie…Was…Wo?“   Im August war es mir noch wie eine Ewigkeit bis dahin vorgekommen doch jetzt war er da, dieser Tag! Die Killerpilze  absolute Top Lieblingsband begleiteten mich bereits seit dem Jahr 2006 durch alle Höhen und Tiefen des Lebens. Getreu dem Motto „Immer noch Jung“ beschloss ich  heute mal einen drauf zu machen.  Schlafentzug, Müdigkeit, zu spätes einschlafen und zu frühes Aufstehen, Scheißegal  heute war Killerpilzetime!  

Von Lust und guter Laune durchzogen fing ich meinen Tag mit einer Tasse Kaffee an.  Wie gewohnt zur selben Uhrzeit  wurde ich vom Zubringerdienst abgeholt und weggebracht. Der sonstige triste Werkstattaltag konnte mich heute mal. Egal was ich tat, ich musste unaufhörbar die ganze Zeit grinsen.  Lufthansa hatte heute keinen Auftrag für uns. Sehr passend für mich da ich mir im Umstand dieser Dinge ein kleines Schläfchen im Snozelraum gönnte.  Morgens war wie sonst auch Schwimmtraining. Darauf freute ich mich meist am Meisten. /“Warum auch nicht die Vorzüge einer Werkstatt nutzen?“) Mit einem Freund aus der Werkstatt wurde heute wieder das Schwimmen nach Halliwick geübt.  Zur Erklärung Halliwick ist eine Form der Physiotherapie im Wasser, für Schwerstkranke/Behinderte Menschen. Ich selbst war mir meiner neu(wieder)erlernten Schwimmkenntnisse sehr bewusst und trainierte nebenbei auf das Bronze abzeichen hin.   Der Gedanke an die Killerpilze, ihren Film und der daran diese endlich mal wieder Live ganz nah bei sich zu wissen  folgte mir an diesem Tage überallhin. Auch beim Nachmittäglichen Malkurs. Mit der Konzentration stand ich heute jedenfalls auf Kriegsfuß!    



Der Puls rast, die Hände schwitzen, Aufregung Los geht’s…(Kapitel 2)    

„Ohne dich denkst du kann ich nicht.“ Das Lieblingslied schlechtweghin seit dem rauskommen dieser CD strömte durch meine Kopfhörer während ich die letzten zwei Stunden vor Aufbruch zum Einholen von etwas schlaf versuchte zu nutzen. Meine Liebe FED-Betreuerin Heike ,

(Der Dank gilt dir für diesen tollen Abend! Der Ohne dich nicht möglich gewesen wäre!)                                                                                                                    

sollte mich gegen 19:00 Uhr von Zuhause abholen und den Abend mit mir gemeinsam durchstehen. Während ich meinen Kleiderschrank hektisch nach einem passenden Outfit für diesen Anlass durchsuchte versuchte mein Hirn den Sinn des nebenbei geführten Telefongesprächs mit meiner Mutter zu folgen.

/Ich entschuldige mich förmlich für meinen etwas skurrilen Schreibstyl)


Dann war es geschafft, ich war angezogen, das Makeup saß und die Haare waren einigermaßen gut gestylt. Mit der Handtasche bewaffnet verließ ich das Haus und stieg ins Auto.  Angespanntheit und ein Gefühl des unermesslichen durchzogen mich.  Die Autofahrt ging fix vorbei und schon standen wir am noch leeren Kino. „Huch kein roter Teppich, wo sind all die Menschen?“  In einer Sekunde des Schreckens fragte ich mich ob ich nicht das Datum verwechselt hatte. Ich hatte mit einer Traube an kreischenden fast sich hyperventilierenden Mädchen gerechnet, so wie es damals bei der Vorstadt Krokodile Premiere der Fall gewesen war. Doch alles stimmte. Zum Glück! Die wenigen Menschen die auch im Laufe des Abends nicht mehr wurden, schob ich auf die späte der Stunde zu einem (gewöhnlichen) Wochentag wie diesem. Wahrscheinlich lagen die meisten schon im Bett oder hatten Elterliche Verpflichtungen deren Folge keines Findens eines Babysitters war.  Nochmal zur Toilette dann , das Popcorn und die Cola und dann endlich der Einlass.  Problemlos…naja fast   ich zeigte die reservierten Karten vor mit unseren Sitzplätzen doch der Mann im Jackett schüttelte nur den Kopf. Dass die Blackbox nur über Treppen zu erreichen war hatte mir nämlich keiner gesagt. Trotz meines mehrfachen Hinweises, am Telefon, beim Karten bestellen, darauf dass ich Rollstuhlfahrerin sei, hatte kein Schwein darauf Reagiert.  Zum Glück war ich heute durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Freundlich lächelnd ließ ich mir Erklären das es am Rande der Leinwand eine extra Bucht nur für Rollis gab. Die durch einen gesonderten Ausgang zu erreichen war. „Klar easy*-*“ strahlte ich den Herrn an.  Dann saßen bspw. standen wir auf unseren Plätzen und es konnte losgehen.



Licht aus und Film ab! (Kapitel 3)  

Wir saßen, knabberten an unserem Popcorn da rief es auf einmal „Hey Rakel!“ und ein größerer etwas kräftiger junger Mann lief auf uns zu und begrüßte uns herzlichst. Es war Arif, ein Freund aus  vergangen Schultagen und mein Arbeitskollege in der Werkstatt. Auch ein Fan dieser Superlative. Kurzes Geplänkel dann wurde es ruhig im Kinosaal. Das Licht erlosch und der Film begann pünktlich um 20:30 Uhr „WOW!“ ich war so  ziemlich hin und weg die Umwelt völlig vergessend sah ich gespannt  dabei zu wie ein Detail dem nächsten folgte und Jo, Fabi und Mäx in Riesig über die Leinwand huschten um uns von ihrer Band- Geschichte zu erzählen. „Oui wie süß“ quiekte das Publikum auf als die Miniversion der Jungs im Bilde war. /“Ja ich habe ein Fabel für Kleinekinder“/ Na Und?

Heike die bisher nicht viel von den Killerpilzen wusste, ihre Liebe galt bisher eher den Ärzten, teilte mit UNS die Begeisterung und grinste mit mir um die Wette. Die Zeit verging wie im Flug. Und wir arbeiteten uns sehr stark auf das Ende des Films und das ankommen unserer Lieblinge zu. Trotz der späten Stunde zu der ich normalerweise Daheim schon im Bett lag  hielt sich im Hier und Jetzt meine Müdigkeit in Grenzen.  Adrenalin schoss nur so durch meinen kleinen Körper.



Das Ende…Und der Anfang einer Glückseuphorie! ( Kapitel 4)  

112 Minuten später endete der Film. Und das Licht ging wieder an. In den letzten gefühlten 10 Minuten war schon einmal das Licht für ganz kurz angegangen und die Jungs, die Sehnsüchtig erwartet wurden, schlichen im Halbdunkel durch den Saal um sich auf einen der Sitze niederzulassen.  „“Kneif mich mal!“ Fabian hatte ich in einer der äußeren noch leeren Sitzreihen auf der rechten Seite Entdeckt. (Meinen Liebling der Pilzköpfe!) Immer wieder  mich selbst davon  überzeugend, dass er wirklich noch da saß und ich das alles nicht bloß träumte musste ich immer wieder hin zu ihm rüber blicken. Seinen Bruder und Bandkollegen hatte ich noch nicht entdeckt. Ich spürte mein Herz wild in meiner Brust klopfend, so als ob es gleich jeden Moment heraus springen wollte. So verdammt Aufgeregt hatte ich mich nur selten zuvor gefühlt. Nicht mal meine im vergangenen Jahr gut überstandene Herz Operation hatte solch ein Gefühl in mir ausgelöst.  Dann ging das Licht an und die drei Grazien kamen die Treppenstufen herunter gelaufen um genau gut für mich positioniert vor mir an der Leinwand zum Stehen zu kommen.  Ich spürte wie mein Atem immer schneller ging  und ein Gefühl der Spannung des aufgeregten Zustands sich verbreitete. Ich zitterte innerlich vor Glückseligkeit am ganzen Körper. So nahe wie an diesem wunderbaren Abend war ich meinen Lieblingen selten gewesen. Ein toller Moment für alle. Wie oft hatte ich es mir gewünscht den drein mal so nahe zu sein, wie oft hatte ich mir vorgestellt sie mit Fragen zu bombardieren, und dabei Cool und locker zu sein? , zu oft! Doch jetzt in diesen Moment hatte ich vor lauter Nervosität den Mund nicht aufbekommen. Wie sie mir so gegenüberstanden Jo; Fabi, Mäx und David(Mäx Bruder)  und ein Cool anlächelten wollte mein Hirn keine Sinnvolle Frage über die Britz bringen. Meine Zunge klebte wie ein nasser Waschlappen an meinem Gaumen. Es herrschte eine sehr gemütliche Atmosphäre zumindest meiner Meinung nach. Das Licht war gedimmt worden und nach Jos lachender Aufforderung waren die oberen Reihen nach unten herangerutscht.  (Jos Feuerrote Jacke würde mir noch lange in Erinnerung bleiben! Nach der Fragerunde hatten die Jungs ihre Improvisierten Instrumente herbeigeholt und stimmten zu einem kleinen Privatkonzert an.  Ich wippte im Takt mit und sang leise mir die vertrauten Texte mit. Die Jungs lachten uns entgegen. Ich lächelte durchweg. Durchtrieben vom Glück. Ich strahlte über beide Wangen. Ich schaute zwischen den drein immer hin und her. Einmal für einen Bruchteil von Sekunden schaute ich Mäx intensive in die Augen, und er lächelte doch tatsächlich zurück. Erschrocken darüber über mich selbst blickte ich schnell woandershin. „OH GOTT!“ Ich fühlte mich wie ein Plüschrosafarbendes Einhorn. Umgeben von Magie. Auf dem Weg mitten ins Glück!

Der Krönende Abschluss! (Kapitel5)

Auch Jo und natürlich Fabi lächelten mich(natürlich auch die anderen) an. Irgendwas gab mir das Gefühl das die Jungs mich erkannt haben, ein langjähriger Fan wie ich, das wäre auch kein Wunder. Schließlich hatte ich schon einige, ja ziemlich viele Konzerte der drei bereits besucht. Und Fanpost na klar hatte es auch gegeben.  Fabi grinste mich jedenfalls gefühlt schief an, als ob er genau wüsste wer da in ihrem schicken grünen Flitzer saß, das Mädchen das ihn als Pubertierendes Monster, jede Menge unzählbare Liebesbriefe geschrieben hatte.  

/“Ja ich war auch mal klein, Ja ich war auch einer von den  Kreischis DAMALS, und ja ich hatte mich damals zum ersten Mal in meinem Leben verliebt und Fabi war der auserwählte!“ /

 Ich grinste. Bei dem Gedanken.

Dann zum Abschluss gab es noch eine Autogrammstunde und Zeit für Fotos. Selbstverständlich ließ ich mich mit den Jungs vor der Fotowand ablichten und zum alles Krönenden Abschlusses gab es dann noch ein schönes Autogramm auf die Schutzbleche meines Rollis. Das war das absolute Highlight des ganzen Abends!

Dieser eine glückliche Moment macht  alle schlechten Momente der letzten Zeit wett. Das gibt mir kraft und eine Menge neuen Mut für alles weitere um meinen Weg weiter zu gehen! Die Killerpilze, die mir Seelisch bei jeder Op, bei jeder weiteren schlimmen Diagnose, der ganzen Trauer, den Ängsten und Sorgen,  auf dem harten Weg zurück ins Leben beigestanden haben sind ein wichtiger Teil meines Lebens geworden! Eure Musik muntert mich immer auf und gibt mir das Gefühl zu leben!   Dafür möchte ich mich bedanken. Ganz offen und ehrlich voller Liebe und Respekt   ein großes Dankeschön an euch!
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