Tetris: Ausruhen

von Sickfic
OneshotFreundschaft, Schmerz/Trost / P6
08.10.2017
08.10.2017
1
852
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
„38,6°.“, murmelte Ai seufzend mit einem Blick auf das weiße Fieberthermometer in seiner Hand, „Tut mir leid, Tee, aber damit solltest du heute im Bett bleiben.“
„Schon gut.“, meinte Tee und setzte ein unbeschwertes Lächeln auf, während er sich in seine sonnengelbe Decke kuschelte, „Ist ja meine eigene Schuld, wenn ich krank werde.“
Nochmal musste Ai laut ausatmen, bevor er das Thermometer auf einen würfelförmigen Tisch legte, „Ich hoffe ja schwer, dass du auch im Bett bleibst.“
„Natürlich.“, summte der Lilahaarige fröhlich vor sich hin. Das Fieber hatte über die Ernsthaftigkeit gesiegt und ein heiteres Lächeln auf dem sonst so traurigen Gesicht gebracht. Doch der Ingenieur war unüberzeugt davon, wie lange diese Wirkung anhielt. Spätestens dann, wenn es einen konstanten Wert erreicht hatte, würde der Junge wieder in sein altes Ich, dem ernsten, kühleren verfallen und sich ganz sicher nicht mehr ausruhen. Dafür kannte er ihn zu gut.
Auch O wurde von dem plötzlichen Sinneswandel seines Freundes verwirrt und bevor es überhaupt nachdenken konnte in eine heftige Umarmung gezogen.
„Ich habe doch alles, was ich brauche. Wozu sollte ich aufstehen?“, lachte der Käpt’n der SS Tetra, als er auch schon begann zu husten.
„Wie gesagt, Ruh dich aus, Tee.“, wiederholte es Ai ungern, bevor er den Raum verließ. Da waren noch einige Reparaturen, die auf ihn warteten und er hatte großes Vertrauen in O, dass er sich um seinen Partner kümmerte.
Doch leider war es nicht ganz so einfach, einen entschlossenen, ernsthaften Tee aus dem Bett rauszuhalten…

Nur zwei Stunden später hatten Jay und Elle das halbe Sternenschiff in ein gewaltiges Chaos verwandelt, obwohl es ihnen Ai verboten hatte. Doch leider war dieser auch völlig machtlos gegen die Gemeinheit der Zwillinge. Stattdessen geriet er auch noch in den Fängen des Bösen.
„Jay! Elle! Lasst Ai in Ruhe!“, rief Tee kommandierend, als er den Raum betrat. Obwohl er standhaft und ernst wirkte, blieb die Röte in seinem Gesicht und der Fakt, dass er die halbe Zeit am Husten oder am Schniefen war.
„OMG! Was ist denn mit dir passiert, Tee?“, wunderte sich Jay und wirkte vollkommen erschrocken.
„Huh? Was meint ihr?“, tat der Lilahaarige auf ahnungslos und lehnte sich an die Wand.
„Tee! Ich habe dir gesagt, du solltest ihm Bett bleiben!“, ermahnte Ai ihn umgehend und klang deutlich streng.
„Beruhig dich, Ai.“, lachte Tee auf, „Ich fühle mich schon viel besser.“
„Was verstehst du unter besser, wenn du selbst aussiehst wie ein Chaos?“, fragte Elle den Kopf schief legend.
„Apropos Chaos… Wer räumt hier gleich das Chaos auf?“, erklang wieder Tees strenge Stimme.
„Hehe… Kannst ja du machen!“, grinste Jay und haute schon mit ihrer Zwillingsschwester ab.
Tee seufzte kurz auf, „Es ist immer dasselbe mit denen und am Ende muss ich die Arbeit übernehmen.“
„Ich mache das schon.“, meinte Ai und musterte seinen Anführer einmal streng.
„Was?!“, rief Tee überrascht auf, „Du willst das machen?!“
„Tee, du bist krank. Geh dich ausruhen.“, Ais böser Blick schien durch seine Brille, „Ich bezweifle, dass du so schnell genesen bist.“
„Ach, das geht schnell.“, meinte Tee in bester Laune, „Und ich räume hier auf.“
„Tee, ab ins Bett mit dir.“, ließ der Hund nicht nach und warf einen strengen Blick zu seinem Freund.
„Ai… Glaub mir doch, ich bin-„, ein plötzliches Niesen setzte seinem Satz ein Ende.
„Wolltest du gerade krank sagen?“, fragte Ai etwas grinsend, „Jetzt leg dich wieder ins Bett.“
„Aber ich habe dir doch gesagt, ich fühle mich-„, nun war es ein starkes Husten, welches seinen Satz vorschnell beendete.
„Vielleicht krank?“, brachte der Ingenieur den Satz augenscheinlich zu Ende.
„Nein…“, sagte Tee nur mit einem ernsten Gesicht, „Mir geht es bestens.“
„Merkt man wirklich.“, Ai rollte nur mit den Augen, „Muss ich dich ins Bett tragen?“
„Seufz… Warum glaubst du mir nicht?“, langsam gab Tee es auf. Es hatte keinen Sinn seine Erkältung vor seinem besten Freund zu verstecken.
„Weil ich erstens weiß, dass du Fieber hast, zweitens, weil ich dich kenne, wenn du krank bist und drittens, weil es mehr als offensichtlich ist. Muss ich noch weitere Gründe nennen?“, wurde ihm von diesem geantwortet.
„Nein, schon gut.“, seufzte Tee und schaute zu Boden, „Na schön, ich sehe es ein. Ich bin krank und ich sollte mich ausruhen. Bist du zufrieden?“
„Erst, wenn du dich hinlegst und danach auch im Bett bleibst, bist du 100 Prozent gesund bist.“, meinte Ai lächelnd.
„Meinetwegen.“, stöhnte Tee nun völlig erschöpft.
„Komm, ich bring dich hin.“, lächelte der Hund und führte seinen völlig kranken Freund ins Bett.
„Danke, Ai.“, murmelte Tee verlegen, als sein Freund und Kamerad ihm seine Decke reichte. Dankbar kuschelte er sich hinein und war doch eigentlich ganz froh im Bett zu liegen. Auch wenn ihm ziemlich langweilig war.
„Keine Ursache. Schließlich musst du morgen gesund sein, denn wir wollen zu EX.“, meinte Ai immer noch lächelnd.
„Ich hoffe mal, ich bin morgen gesund…“, flüsterte der Lilahaarige und kuschelte seinen gelben Freund O.
„Das wirst du ganz sicher, solange du schön im Bett bleibst.“, machte ihm sein anderer Freund Mut und dieser wuschelte ihm durchs Haar.
„Werde ich. Versprochen.“
Review schreiben