Der Kater richtet es wieder

GeschichteRomanze / P18 Slash
06.10.2017
18.05.2019
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Schönen Freitag!

Ich hoffe ihr könnt mit dem Zweiwochenrhythmus gut leben mir passt er im Moment nämlich sehr. Auch weil ich gerade nicht oft zuhause bin.

Dieses Mal ist es kein schöner Roman, oder eine zauberhafte Sammlung von Briefen, sondern etwas sehr viel Ernsteres.

Buchtipp
Titel: Roman eines Schicksalslosen
Autor: Imre Kertesz
Inhalt: Der jüdische Autor erzählt von seiner Zeit in Auschwitz und das in einer Intensität, die es in sich hat. Wir bekommen einen Einblick nicht nur in seine Erinnerungen, sondern und das ist das Besondere an diesem Buch, an seinen Gefühlen, die er zu der Zeit hatte. Sowohl sich selbst als auch seinen Peinigern gegenüber. Gefühle bei denen der Leser nur denkt: Warum? Erst wenn man das Buch ganz gelesen hat bekommt man die Antwort. Und dann kann man den Mann plötzlich voll und ganz verstehen und ist nur noch sprachlos vor Ehrfurcht. Zumindest mir ist es so gegangen.

Wenn ihr es übers Herz bringt ein Buch zu lesen das nicht nur aus Nacherzählungen oder guten Recherchen besteht dann nehmt diese Seiten zur Hand. Ihr werdet es nicht bereuen. Aber seid gewarnt, es ist alles andere als leichte Kost. Und wie gesagt, das liegt vor allem an der Gefühlswelt des Schreibers in die man gezogen wird.


Nun aber wieder zu einem weniger ernsten Thema. Hoffe ich. Ihr wisst ja, meine Figuren haben ein aktiveres Eigenleben als ich.

Viel Spaß!


Keine andere Wahl


Innerlich total hibbelig, äußerlich extrem ruhig, stand Harry neben Lucius und wartete das sie endlich in den Sitzungsraum durften.
„Wenn man dich nicht sehr gut kennt würde einem nicht auffallen wie aufgeregt du gerade bist“, lobte Severus seinen Sohn.
Dieser sah ihn sichtlich verstimmt an.
„Man sieht es also immer noch?“
„Wie gesagt, nur wenn man dich sehr gut kennt. Außer mir, Sirius und Lucius können wohl nur deine Freunde sehen wie es in die aussieht“, beschwichtigte ihn der Lehrer.
„Und auch von denen nicht alle, ich hätte zum Beispiel nichts bemerkt. Und ich bilde mir ein mittlerweile weit mehr als nur eine Kollegin zu sein“, mischte sich Lydia ein.
„Das bist du. Aber Dad, wie sollte ich denn nicht aufgeregt sein? Es läuft gerade alles super. Ihr wisst über die Agentur von Mr. Ehrenhausen bescheid, ich mache in meiner Ausbildung im Moment sehr große Fortschritte, meinen Freunden geht es allen gut. Dumbledore und seine Idioten werden heute wieder etwas mehr an Macht verlieren, weil sich wieder mal eine ihrer düsteren Prophezeiungen nicht erfüllt hat. Ganz im Gegenteil, die bösen Pax fliegen durch die Gegend und küssen alles und jeden der sie lässt. Sie sind die totalen Stars, bisher habe ich niemanden gesehen der sie nicht mögen würde. Zumindest niemanden der nicht aus den Reihen von dem Alten kommt. Blamage auf der ganzen Linie für Mr. Dumbledore. Ach ja, und das absolut Undenkbare ist eingetreten, Mr. Nott freut sich ebenfalls auf die heutige Sitzung.“
„Wie könnte ich auch nicht? Es ist wie Sie sagen, alles perfekt“, grinste der und blickte auf die aufgeweckten Pax.
Tatjana schlug ihrem Kollegen lachend auf den Rücken.
„Ganz der stolze Vater, der es kaum erwarten kann allen zu zeigen wie toll sein Kind ist.“
„Als wärst du besser“, kam es leicht keuchen. Die Frau hatte ihm gerade die ganze Luft aus den Lungen geschlagen.
„Ich mache dir auch bestimmt keinen Vorwurf. Ganz im Gegenteil, nie hätte ich mir träumen lassen das du so ein toller Pappi sein könntest. Zumindest nicht wenn es um Kleinkinder geht.“
„Jaja, veräpple mich nur, damit kann ich leben.“
„Wenn Sie damit leben können, warum hat sich dann Ihr Gesicht gerade so verdüstert?“, wollte Lucius wissen.
„Weil zu meiner vollkommenen Zufriedenheit noch etwas fehlt.“
„Ein Verlobungsring an Tatjanas Finger?“, vermutete Lydia.
Fast augenblicklich liefen die beiden Ritualwächter rot an.
„Ähm, nein, …. also, … doch, … aber, … ich meine.“
„Wie ich sehe hat sie Harry mit seinem Verhalten angesteckt?“, gluckste Sirius, der gerade zu der Gruppe getreten war.
„Nein, er plappert ja nicht, er stottert nur“, versuchte Harry seinen Mentor in Schutz zu nehmen um merkte nicht, dass er es nur noch schlimmer machte.
„Süß“, kommentierte Lydia, wobei man nicht genau eruieren konnte ob sie Notts Gestotterte oder Harrys Hilfsversuch meinte.
In der Zwischenzeit hatte sich Turnus Nott wieder gefangen.
„Wenn man mal von meinem Beziehungsstatus absieht ist das einzige was mir noch zu meinem Glück fehlt ungefähr eine Tonne Sonnentau um auch die restlichen Dementoren von ihrem unwürdigen Leben zu befreien.“
Sofort stimmten die anderen dem Mann zu.
„Wobei ich ihre jetzige Existenz nicht Leben nennen würde. Ich war vor wenigen Tagen, dienstlich auf der Gefängnisinsel, meines Erachtens leiden die Dementoren stärker unter der ganzen Situation als die Gefangenen“, tat Lucius seine Meinung kund.
„Kann ich mir mittlerweile sogar vorstellen“, gab Sirius zu, der sich automatisch näher zu seinem Mann stellte.
„Wir werden schon welchen finden, zur Not stellt Professor Snape die Blumen künstlich her“, meinte Lydia zuversichtlich.
„Danke für Ihr Vertrauen“, lachte Severus ein wenig verunglückt.

Endlich wurde der Saal geöffnet und die Politiker und ihre Protegés schwärmten hinein. Keuchend kam Hermine neben Lucius zum Stehen.
„Puh, gerade noch geschafft, entschuldigen Sie, Mr. Malfoy, ich wurde aufgehalten.“
„Wovon, einer Horde Trolle? Etwas anderes hätte Sie wohl kaum ausbremsen können“, meinte der Blonde halb belustigt halb neugierig.
„Nein, es waren“, weiter kam die junge Frau nicht da der Minister bereits um Ruhe gebeten hatte und sie nicht ihre Stimme einbüßen wollte.

„Danke das Sie heute alle so zahlreich erschienen sind. Es kommt nicht alle Tage vor das selbst der letzte Platz in diesem Raum besetzt ist. Dieser Eifer liegt wohl an dem heutigen Thema oder vielleicht auch eher an den reizenden Besuchern“, bei den Worten lächelte der Minister einem Pax zu der neugierig auf ihn zugeschwebt kam.
„Happy“, rief einer der Wächtereltern aus, der junge Pax kicherte und schwebte brav zurück.
„Entschuldigung Minister.“
Dieser winkte lächelnd ab.
„Entschuldigen Sie sich nicht. Wenn man Kinder in so eine langweilige Sitzung schleppt dann muss man damit rechnen das die versuchen alles etwas spannender zu machen. Ich verspreche euch das es nicht lange dauern wird.“
„Warum sind sie überhaupt hier? Die Dinger haben hier absolut nichts zu suchen“, maulte jemand leise.
Allerdings nicht leise genug, der Minister hatte es gehört und schon gab es die erste Verwarnung und den ersten Stummen.
„Ich dulde es nicht das in meiner Gegenwart Kinder beleidigt werden. So, und nun können wir hoffentlich ohne Zwischenfälle weitermachen. Mr. Truelove hat sich bereiterklärt im Namen seiner Abteilung und seiner Kollegen über die Pax und deren Leben zu sprechen. Bitte, Mr. Truelove.“

Der Leiter der Ritualwächter erhob sich, ebenso tat es Blue, der dem Mann überallhin folgte. Beide traten ans Podium und der Zauberer begann zu erzählen wie sich die verwandelten Wesen so machten.
Zuerst fasste er zusammen was Harry und Lydia mit den Kindern, denn so nannte er die Pax, geübt hatten. Auch wie rasant ihre Entwicklung war ließ er nicht aus. Eine Entwicklung, die sich noch weiter beschleunigt hatte seit die Kinder bei ihren Eltern waren.

Hier hob Dumbledore die Hand, auch wenn es ihm sichtlich nicht gefiel wie ein Schüler aufzeigen zu müssen um das Wort zu bekommen.

„Ja, Mr. Dumbledore?“, fast hätte der Minister geseufzt, konnte sich aber gerade noch beherrschen.
„Ich höre immer nur Kinder und Eltern. Finden Sie nicht, dass Sie diese Wesen viel zu nahe an sich heranlassen? Es sind keine Menschen aber Sie behandeln Sie genauso. Außerdem fixieren Sie die Pax viel zu sehr auf sich. Ich finde man sollte die Wesen in eine spezielle Einrichtung geben wo sich qualifizierte Leute um sie kümmern können.“
„Genau das passiert gerade“, kam es seelenruhig von Turelove. „Meine Leute und ich haben die Dementoren mit Hilfe von Professor Snape, zu Pax gemacht. Dadurch wurden wir ihre Eltern, und Eltern haben nun mal eine Verpflichtung ihren Kindern gegenüber. Eine Verpflichtung die wir alle sehr gerne übernehmen. Ob es Ihnen gefällt oder nicht, die Pax werden genau da bleiben wo sie sind. Zumindest bis sie auf eigenen Beinen stehen, äh, oder schweben können.“
„Wie lange wird das noch dauern?“, warf Dumbledore sofort ein.
Der Ritualwächter schüttelte genervt den Kopf und musste ein Lachen unterdrücken als er aus den Augenwinkeln sah das sein Schützling ihn gerade nachahmte. Von vielen Seiten konnte man ebenfalls Lachen und Ausrufe wie, süß, klug oder niedlich, hören.
„Ich denke das wird schneller passieren als wir am Anfang dachten. Sie lernen, in Rekordzeit, wie man wohl unschwer erkennen kann. Sogar zu sprechen fangen sie bereits an. Allerdings im Augenblick nur in der Gegenwart ihrer Eltern oder ihrer beider Lieblingsbabysitter“, bei den Worten deutete Truelove auf Harry und Lydia.
„Danke Mr. Truelove, das war es fürs Erste, ich denke alle hier haben verstanden das es sich bei den Pax um absolut liebenswerte Wesen handelt die mit den Dementoren nichts mehr gemein haben.
„Ganz bestimmt nicht, ich kann es um ehrlich zu sein kaum erwarten auch den Rest der Dementoren von ihrem jämmerlichen Dasein zu befreien. Niemand sollte gezwungen sein so zu leben und das nur weil irgendjemand irgendwann einmal Gott spielen wollte“, mit diesen Schlussworten stieg Truelove vom Podium und setzte sich zu seinen Kollegen. Blue schwebte sofort auf den Nebenstuhl und schmiegte sich an seinen Vater.

„Sie haben es alle gehört und gesehen, die Umwandlung von Dementoren zu Pax war ein voller Erfolg. Und da Sie alle zugestimmt haben das man in diesem Fall auch den Rest der bedauernswerten Geschöpfe verwandeln soll und muss, gibt das Ministerium Professor Severus Snape hiermit den Auftrag für die restlichen Dementoren ebenfalls den Trank aufzusetzen.“
Severus nickte bat dann allerdings ums Wort, welches ihm auch gegeben wurde.
„Vielen Dank, Herr Minister, wie Sie wissen ist mir diese Sache ein ganz besonderes Anliegen, darum habe ich auch schon einiges für weitere Tränke vorbereitet. Nur eine Zutat fehlt leider immer noch. Solange ich keinen Sonnentau habe kann ich den Trank unmöglich weiterbrauen. Und leider haben sich in den letzten Wochen nur etwa zwei Fingerhut voll davon auftreiben lassen. An dieser Stelle möchte ich den Spendern danken.“
„Wie viele Dementoren können Sie mit dieser Menge umwandeln?“, wollte Amelia wissen.
Severus lachte humorlos auf.
„Einen halben“, kam es frustriert zurück.
Seine Laune übertrug sich augenblicklich auf den Großteil der Anwesenden. Nur Dumbledore und seine Leute schienen erleichtert zu sein. Für sie war eine mögliche Wandlung der restlichen Dementoren immer noch mit einem Machtverlust von apokalyptischen Ausmaßen gleichzusetzen.
Nach einigen entmutigten Wortmeldungen bat der Minister wieder um Ruhe.
„Bevor ich die Sitzung noch wegen einer Massendepression schließen muss bitte ich Ms. Miller zu Wort.“

Von diesen Worten völlig aus dem Konzept gebracht blickten alle zu der jungen Ritualwächtern. Niemand verstand was der Minister von der jungen Frau wollte. Es ging doch gerade noch um den fehlenden Sonnentau, warum wechselte der Minister nun das Thema?

Tatjana stand ruhig auf, begab sich allerdings nicht nach vorn ans Podium. Was sie zu sagen hatte konnte sie auch von hier aus tun.
„Vor einigen Monaten wurden Ritualwächter, mit wilder Magie, aus aller Welt nach Deutschland gebeten. Das dortige Ministerium brauchte unsere Hilfe um ein Ritual von gigantischen Ausmaßen auszuführen. Bei diesem Ritual ging es darum eine große Grünfläche in der Eifel vor Muggeln sowie unbefugten Magiern zu verstecken. Die Grünfläche befand sich in einem magischen Wald, der über ganz besondere Kräfte verfügte. Zuerst ging es nur darum diese zu erforschen, aber schon bald zeigte sich warum der Wald über so große Mengen an Magie verfügte. In ihm wächst nämlich eine gigantische Menge an Sonnentau. Und wenn ich gigantisch sage dann meine ich das auch so. Der Wald selbst mag klein sein, zumindest von außen, aber wenn man ihn betritt könnte man denken man wäre im Dschungel. Es ist unglaublich zu was Sonnentau in der Lage ist. Er kann sogar seinen Lebensraum selbst schützen, wenn es nur genug von den Pflanzen gibt.
Nachdem wir die Rituale durchgeführt hatten, versprach das deutsche Ministerium jedem Land, dass mitgeholfen hat eine Gewinnverteilung an den Ernten. Und nachdem sich herumgesprochen hat was wir mit den Dementoren gemacht haben boten uns sämtliche beteiligten Länder an uns die gesamte erste Ernte zu überlassen.“

Diese Worte hatten gesessen, im ganzen Raum hätte man eine Träne über eine Wange rollen hören können.
Tatjana, sehr zufrieden mit der Wirkung ihrer Worte, setzte sich wieder und grinste Turnus triumphierend an.
Dieser konnte sie nur mit offenem Mund anstarren. Und ebenso ging es auch allen anderen Zuhörern. Mit Ausnahme der Pax und dem Minister, der es ja schon wusste, hatte wirklich jeder seine Maske verloren. Selbst Lucius, Severus und Sebastian sahen so aus wie sie sich gerade fühlten. Und ausnahmsweise stören sie sich nicht mal daran.

Crouch ließ dieses herrliche Bild noch ein wenig auf sich wirken. Aber irgendwann musste er doch einschreiten. Ansonsten würden sie wohl in der Menge an Speichel, die manchen aus den offenen Mündern rann, in kürzester Zeit ertrinken.
„Denken Sie diese Menge wird reichen um den Trank zu brauen?“, fragte er scheinheilig.
„In der Tat, ich werde noch heute beginnen“, krächzte Severus und hielt die Hand seines Mannes.
Endlich, endlich würde ein weiterer Albtraum beendet werden. Sirius und viele andere würden nie wieder unter den Dementoren leiden müssen und auch die Wesen selbst würden schon bald ein Leben bekommen das man auch als solches bezeichnen konnte.
Die einzigen Personen im Saal die alles andere als glücklich schienen waren Dumbledore und seine Leute. Aber da sie sich mit einem Zauber verpflichtet hatten der Verwandlung zuzustimmen hatten sie keine andere Wahl als zuzusehen wie ihre heißgeliebte Macht in kleine harmlose Kinder verwandelt wurde.


So, nun wisst ihr wo Tatjana war und welches Geheimnis sie trug.

Da die Menschen in der Zauberwelt immer so schön schräge Namen haben bekam der Leiter der Ritualwächter auch so einen.

LG
Eure Shiorinekoi
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