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Wahre Freundschaft

OneshotFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Dirk Matthies Harry Möller
06.10.2017
06.10.2017
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874
 
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06.10.2017 874
 
Achtung!  S P O I L E R !

Spoiler für die kommenden Wochen (der Rest von Staffel 30 plus Staffel 31)  

One Shot *** Freundschaft *** Dirk und Harry ***

Alter: P12

Warnung: es wird schnulzig!

Harry saß hinter dem Steuer ihres Wagens und wusste nicht mehr ein und aus. Was sollte sie jetzt tun? Nachhause fahren? Da wäre ihr die Decke auf den Kopf gefallen. Sie brauchte jemanden, dem sie sich anvertrauen könnte. Sie steuerte ihren Wagen in Richtung Hafen und suchte einen Parkplatz. Dann zückte sie ihr Handy und wählte Dirks Nummer.

„Hey Dirk, bist du Zuhause?“, fragte sie, als Dirk sich am anderen Ende gemeldet hatte. „Ja klar.“, antwortete Dirk. “Okay, dann bin ich in ein paar Minuten da.“ „Ist etwas nicht in Ordnung?“ „Das erzähle ich dir, wenn ich da bin.“ Harry legte auf und machte sich auf den Weg zu Dirk.

Sie kletterte aufs Schiff, klopfte an die Tür und Dirk öffnete diese. Kurz danach saßen die beißen Polizisten an Dirks Tisch. „Möchtest du ein Bier?“, bot Dirk ihr an. „Nein Danke.“ Harry schüttelte den Kopf. Alkohol war wohl vorläufig tabu. Aber das würde wohl nicht das Einzige sein, was sich für Harry verändern würde. Ihr Leben wird sich bald komplett ändern.

Harry fixierte einen Punkt auf dem Tisch, während sie völlig in ihren Gedanken versunken war.

„Ihr hattet mir doch geraten, ich solle dringend zum Arzt gehen… heute war ich da und...“, begann Harry und Dirk fühlte plötzlich Angst in sich aufsteigen. Was wäre, wenn sie schwer krank wäre und bald sterben muss? „Und was hat er gesagt?

„Ich… bin schwanger.“ , stammelte Harry. „Du bist was?“ „Ja, ich bin schwanger.“  Er sah sie erstaunt an, denn so jung war sie nun nicht mehr.  „Und nun?“ „Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung. Ich muss das Ganze selbst erst verdauen. Ich hätte nicht mehr damit gerechnet, da mir schon vor einiger Zeit gesagt wurde, ich wäre in den Wechseljahren. Deshalb habe ich auch nicht mehr wirklich auf Verhütung geachtet.“, sagte sie, und dann nippte an dem Glas Orangensaft, welches Dirk ihr gerade hingestellt hatte. „Hast du es dem Vater schon gesagt?“ , bohrte Dirk nach. Energisch schüttelte Harry den Kopf. „Er wird es auch nicht erfahren.“ „Warum nicht?“ „Darum.“, antworte Harry knapp und Dirk wusste, dass sie nicht darüber reden wollte. Vielleicht könnte er sie zu einem späteren Zeitpunkt auf das Thema ansprechen.

„Du weißt hoffentlich, dass ich immer für dich da bin. Egal was auch passiert.“, liebevoll legte er seine Hand auf ihre. Ja, dass wusste sie, dass sie sich auf ihn verlassen konnte. Ihre Freundschaft war so tief und sie verstanden sich ohne große Worte. Konnte es etwas schöneres geben? Plötzlich fielen alle Emotionen von ihr ab. Wie sollte sie jetzt weitermachen? Innendienst schieben? Das konnte doch nur im Chaos enden, denn da war sie wie Dirk, sie konnten beide nicht still auf einem Stuhl sitzen und Akten bearbeiten. Wäre sie denn der ganzen Sache überhaupt gewachsen? Mit 30 oder auch mit 40 wäre es etwas ganz anderes gewesen. Aber so? Mit Anfang 50? „Wenn das Kind volljährig wird, bin ich fast 70! Und was ist, wenn das Baby behindert ist?“, kam es plötzlich von Harry, während sie immer mehr mit den Tränen kämpfte. „Für eine Abtreibung ist es eh zu spät. Da ich dachte, ich wäre in den Wechseljahren… habe ich nicht bemerkt, dass ich...schwanger sein könnte.“, stammelte sie. Schluchzte und ließ ihren Kopf auf den Tisch sinken. Dirk setzte sich neben sie und zog sich in seine Arme. Sie ließ sich fallen und ihre Tränen kannten keinen Halt mehr.

Sie zog ihn fest an sich und drückte ihm fast die Luft ab. „Ist gut… Lass raus, was dir wehtut“, flüsterte er und streichelt ihr durch die Locken. Sie weinte bis zur Erschöpfung erst dann löste er langsam die Umarmung und reichte ihr ein Taschentuch. Dann strich er ihr eine Strähne aus dem Gesicht und sah sie ernst, aber liebevoll an. „Auch wenn ich mich wiederhole, du bist eine starke Frau und du wirst das schaffen. Und für alles andere hast du mich und auch den Rest vom PK14. Wir werden dir alle zur Seite stehen, weil wir doch eine große Familie sind.“, erklärte er und machte ihr Mut.

Sie sah ihn an. Was hatte sie doch für ein Glück, mit einem so tollen, besten Freund, stellte sie fest. „Willst du der Patenonkel werden?“ Er grinste sie an. „Das arme Kind.“ Sie musste Lachen. „Zu keinem anderen Menschen habe ich so tiefes Vertrauen.“, gestand sie. Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange, lehnte sich an seine Schulter und flüsterte. „Ich hab dich lieb und ich bin froh, das wir die besten Freunde sind“

„Darüber bin ich auch froh, Harry und ich danke dir dafür“, entgegnete er.  Er dachte an alles, was sie gemeinsam überstanden haben. Er musste daran denken, als er den Jungen erschossen hatte und wie sie ihm geholfen und beigestanden hatte. Ob er dieses Ereignis ohne sie auch überstanden hätte? Wahrscheinlich nicht.

Er drückte sie noch einmal an sich und flüsterte ihr leise ins Ohr: „ Ich habe dich auch lieb.“ Sie wusste das es etwas besonderes war, wenn solch ein Satz über seine Lippen kam. Umso glücklicher war sie dann über sein Gesagtes. Zufrieden lächelte sie.
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